Dunkelheit

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Dunkelheit

Beitragvon WhiteKnight » 11 Jun 2018, 13:10

(Ich habe schonmal eine Geschichte geschrieben, und wollte mich nach langer Zeit mal wieder versuchen :) Es wird manchmal etwas abstrakt...und man muss sich meistens erstmal auf die Sachen die ich schreibe einlassen haha :D aber ich wünsche euch viel spaß und hoffe, dass sie euch gefällt und freue mich über jegliche Art von Kritik :) Viel Spaß beim Lesen!)

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Kapitel 1: Yin und Yang


Kalt und warm, feucht und trocken, Liebe und Hass…Ying und Yang. Gegenteile, aber doch irgendwie voneinander abhängig.

Es war ein finstere morgen voller Nebel und Kälte. Als ich die Vorhänge beiseiteschob und das Fenster öffnete stieß mir die kalte Mai Luft direkt ins Gesicht und lies meine Haut vor Kälte prickeln. Es war 5:03 am Morgen und immer noch Dunkel, alles lag friedlich vor meinen Augen. Diese friedliche Stille um mich herum, in der kein einziger Ton meine Ohren kitzelte…nein es war eine stille, wie man sie sich im nichts vorstellt. Es war ein Tag wie jeder andere, der sich in jeder Hinsicht durch seinen Alltagsstress, aber auch durch seine netten und lustigen Momente auszeichnen wird.

Ich atmete noch einmal tief ein und ging vom Fenster weg und lief in Richtung Bad. Heute war ein besonderer Tag. Es war der Beginn in eine neue Phase meines Lebens, jedoch konnte ich mich noch nicht so freuen. Der letzte Tag meiner Schulzeit stand bevor und ich würde nach meinem Abitur, was ich bestanden hatte, mein Studium beginnen und meine Zukunft zeichnen.

Ich duschte mich und machte mich für diesen letzten großen Augenblick bereit. Frisch angezogen und geduscht machte ich mich auf den Weg runter zu meinen Eltern, die schon am Frühstückstisch saßen und ihren Alltag bekämpften. „Guten Morgen, mein Schatz“ seufzte meine Mutter hervor, während sie die Frühstückseier aus dem siedendes Wasser nahm, um sie danach auf den Frühstückstisch zu stellen, wo mein Vater grade interessiert durch den Politikteil der Zeitung blätterte. „Guten Morgen, Noah“ sagte mein Vater mit einer gedämpften Stimme, verlor jedoch keinen Blick von seiner Zeitung und nahm seinen Kaffee. „Guten Morgen“ lies ich es müde aus mir herausfließen. „Heute ist dein letzter Tag als Kind mein Schatz! Freu dich doch mehr, dass du die Schulzeit endlich hinter dir hast und bald was neues kennenlernen wirst.“ Sagte meine Mutter aufbauend, während ich auf meinen Teller mit Speck und meinen Frühstückseiern sah.“ ich werde das schon hinbekommen, Mama…“ sagte ich leise und ging mit meiner Tasche zur Tür. „Ich drücke dir die Daumen mein Sohn, dass du einen schönen Tag hast und, dass dir der ganze Stress der letzten Jahre einfach von den Schultern fällt.“ Sagte mein Vater und lächelte mich mit seinen strahlend weißen Zähnen an. „Mach mich Stolz…mach uns stolz.“ Sagte er nach, als ich aus der Tür verschwand um zu meiner Bushaltestelle zu laufen.

Ja…Mein Vater hatte Recht…es war eine sehr schwere Zeit für mich. Kurz bevor mein Abitur beendet war, starb meine geliebte Großmutter…und mein Zwillingsbruder. Sie wurden in einen Verkehrsunfall verwickelt und so stark verletzt, dass sie es nicht geschafft hatten. Ich hatte viel damit zu kämpfen und manchmal brach die Welt einfach nur über mir zusammen wie ein Kartenhaus.

Niemand, bis auf meiner besten Freundin und meinem besten Freund, wussten wie es mir wirklich ging. Meine Gedanken kreisten immer darum, wie sehr ich sie vermisste. Träumend und zitternd kam ich in der frischen Morgenluft an meiner Bushaltestelle an und setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Langsam füllte sich die Station mich bekannten Gesichtern aus meiner Schule, jedoch wollte ich grade einfach nur allein sein und kramte in meiner Tasche rum. Ich zog meinen kleinen Schwarzen Notizblock hervor und blätterte in Ihm herum. Seitdem ich klein war führte ich ein Tagebuch. Ich blätterte und blätterte und blieb schließlich auf dieser einen Seite stehen…

06.03.18

Liebes Tagebuch,
für mich haben sehr schwere Zeiten begonnen. Heute sind zwei tiefe Bänder in meinem Geist gerissen. Meine Oma und mein Bruder sind von uns gegangen. Es fühlt sich auf einmal so leer an…die Verbindung die ich mit meinem Bruder hatte ist komplett weg…Ich konnte immer fühlen was er fühlte…aber das ist jetzt weg…ich weiß nicht wie ich das durchhalten soll…ich will einfach das dieser Schmerz zu Ende ist…


ich klappte das Buch zu und steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren und lauschte Musik. Als der Bus kam setzte ich mich auf und stieg ein, immer noch mit den Gedanken ganz woanders. Ich hörte ein Geräusch von meiner Rechten und zog erschrocken meine Kopfhörer aus den Ohren und drehte mich herum. Vor mir stand ein Junge mit mittel langen blonden Haar und Augen so smaragdgrün, wie der Edelstein selbst. „Ist hier zufällig noch frei?“ fragte er mich mit etwas gedrückter Stimme. „Ehm…ja klar setz dich doch zu mir.“ Antwortete ich schnell und schüchtern. Ich war eigentlich nicht so der Typ Mensch der gut auf Leute zu gehen konnte. Er setzte sich neben mich und starrte verträumt aus dem Fenster. Es zogen Bäume und andere Fahrzeuge an uns vorbei. Stillschweigend saßen wir nebeneinander und starrten in die offene Landschaft. “Ich bin der Lukas.“ sagte er etwas schüchtern zu mir und schaute weiter aus dem Fenster. „Ich bin der Noah…ich habe dich hier noch nie gesehen… gehst du auf unsere Schule?“ fragte ich ihn und schaute ihm in sein abgewandtes Gesicht. Er wandte seinen Blick vom Fenster ab und schaute mich lächelnd an. „Ja, ich bin eine Klasse unter dir und kenne dich vom Sehen und hören her.“ Ich musterte ihn nun auch um heraus zu finden ob er mir auch bekannt war. „Ich kann dich leider nicht einordnen.“ Sagte ich leise und etwas verlegen zu Ihm. „Ach das macht nix, hätte eh nicht gedacht, dass grade du mich kennst…du als bekannter und gefeierter Weiberheld an der Schule.“ Sagte er mit einem Grinsen auf den Backen. Ja…Weiberheld, dass dachte jeder von mir, aber eigentlich war ich das gar nicht…Viele Mädchen wollte was von mir, jedoch hatte ich für keines etwas über.
Still saßen wir weiter nebeneinander, bis er sich hastig zu mir herumdrehte. „Hast du vielleicht Lust heute nach der Schule ein wenig was zu Unternehmen? So als Feier zum Beginn der Ferien…naja oder für dich um mit dem Scheiß hier abzuschließen.“ Sagte er und wurde ganz rot im Gesicht. Ich kannte diesen Jungen nicht, jedoch kam er mir sehr sympathisch vor und ich dachte mir nichts bei diesem heftigen Umschwung. „Ja klar gerne ich meine wir haben ja beide was zu feiern!“ sagte ich lächelnd und wir machten aus, dass wir uns nach der Schule, um 4, uns wieder trafen…in einem kleinen Café am anderen Ende der Stadt. Er gab mir seine Nummer und ich schrieb ihm eine Textnachricht, damit er auch meine Nummer hatte. „“Ok dann sehen wir uns wohl um 4 Noah!“ sagte er und stieg aus dem anhaltenden Bus.
Ein wohliges Gefühl umgab mich, dass ich nicht kannte. Dieser Junge war irgendwie etwas Besonderes, aber ich konnte nicht einordnen inwiefern er etwas Besonderes war. Ich xtieg auch aus und ging zur Schule, die nur wenige Meter von der Bushaltestelle entfernt war…seufzte und begab mich in den Letzen Tag…

Ich schmiss die Türen des Eingangs auf und auf einmal hörte ich einen piepsigen lauten aufschrei. „NOOOOOOOOHHHHHIIII!!!“ kam ein Mädchen schreiend auf mich zu gerannt. Sie fiel mir um den Hals und wir vielen lachend zu Boden. „Guten Morgen Jessica.“ Sagte ich ihr und drückte sie. „Hast du getrunken?“ fragte ich ganz verwirrt. Ich war solche Auftritte gewohnt, aber heute wirkte es noch ein wenig anders. „Psssccchhhhhtttt…es ist doch unser letzter Tag. Hast du Spaßbremse etwa nichts getrunken?“ lallte sie vor sich her und kramte in ihrer Handtasche nach einem kleinen Flachmann. „Nimm erstmal einen Schluck.“ Sagte sie und drückte mir den Flachmann an den Mund. Ich nahm einen tiefen Schluck, bis ich das brennen in meinem Hals spürte und ein wohliges Gefühl im Bauch aufstieg und meine Sinne benebelte. „Bah, ih, was ist das?!“ fragte ich und wischte mir schnell den Mund ab und trank einen Schluck Wasser. „Das ist Whisky my Dear.“ Lallte sie weiter. „Ich kann mich heute aber nicht betrinken Jess, Ich habe später noch eine Verabredung…“ sagte ich ihr leicht grinsend. Warum grinste ich? Warum ging mir so viel durch den Kopf, bei dem Gedanken, dass ich heute eine Verabredung mit einem fremden habe, den ich nur einmal gesehen habe? Normal war es mir auch egal und ich betrank mich…aber dieses Mal war es irgendwie anders. „Uiiiuiuiuiu wer ist denn die glückliche, die sich ein Date mit unserem Casanova erschlichen hat?!“ piepste sie und lachte los. „Du bist scheiße…“ flüsterte ich leicht beleidigt und ging in Richtung Klassenraum. Verdutzt schaute mich Jessica an, weil sie mit so einer Reaktion nicht gerechnet hat, da ich sonst nicht so reagieren würde, aber warum reagierte ich so komisch? Ich konnte mein eigenes Verhalten nicht erklären.

Ich schlenderte so den Flur entlang und lies meinen Blick über die Menge schweifen, die ich nach Heute erstmal nicht wiedersehen würde. Es war komisch, aber auch irgendwie erleichternd, dass ich mich neu erfinden konnte und meine Persönlichkeit sich veränderte. Ich schaute durch die Menge und sah Lukas. Ich war hin und hergerissen, ob ich zu ihm gehen sollte, oder ob ich einfach weitergehen sollte, aber mein Körper arbeitete schon für sich selbst und ging automatisch auf ihn und einer gemischten Gruppe aus Mädchen und Jungs zu. Ich wurde irgendwie ganz nervös und mir wurde warm und kalt zugleich. Was war los mit mir? Jedoch ging mein Körper immer weiter auf diesen Jungen zu. Automatisch tippte ich ihn an. „Na.“ Sagte ich leise als er sich umgedreht hatte. Er schaute mich ganz verdutzt an, genauso wie seine Freunde. „Ach Noah ich habe es grade erst irgendwie nicht realisiert, dass du es bist hahaha.“ Sagte er und nahm mich in den Arm, als würden wir uns schon ewig kennen. Seine Freunde schauten mich sehr verwirrt und komisch an. Ich nahm automatisch meine Arme hoch und nahm ihn auch in den Arm. Es wirkte als wenn es eine kleine Ewigkeit gewesen wäre, die wir da so standen, bis ein räuspern, aus der Richtung der anderen kam. „Ehm Lukas, wir wollten jetzt los in unsere Klasse…kommst du…mit?“ fragte ein Mädchen mit rot gelockten Haaren, einer Brille mit anthrazit farbenen Gestell, durch die grelle blaue Augen leuchteten. „Oh haben wir es schon so spät? Scheiße! Noah wir unterhalten uns später ok?“ sagte er, klopfte mir auf die Schulter und stach mir in die Seite. Er strahlte mich förmlich an mit seinen strahlend weißen Zähnen. Die Gruppe von 6 Leuten ging weiter in Richtung Klassenräume. Ein Mädchen und ein Junge liefen ganz hinten und flüsterten sich irgendwas zu und schauten dabei zurück auf mich. Was war heute für ein Tag…Ich war ganz anders als sonst, denn sonst war ich der Selbstbewusste in der Schule und nichts hatte mich je aus der Bahn geworfen. Aber Heute war ich wie ausgewechselt.

Danach rauschte der Tag so an mir vorbei, ohne irgendwas mitzubekommen. „Noah? Noah?! NOAAAAAHHHHH!!!!“ schrie mich jemand schon fast an. „Wa…WAS?!“ schrie ich und wurde aus meinen Gedanken gerissen. „Was ist denn heute los mit dir?“ fragte mich eine ruhige und tiefe Stimme ganz sanftmütig. „Nichts? Was sollte denn sein Dennis?“ sagte ich und streckte ihm die Zunge raus. Dennis war mein bester Freund, seit dem Kindergarten. Er war ein Fußballer Schrägstrich Fitnessliebhaber Schrägstrich Klassenclown Schrägstrich Mathegenie. Er war Breit gebaut und hatte schwarze kurz rasierte Haare. Seine Augen waren leuchtend gelb, was ich immer bewunderte und faszinierend fand. Er musterte mich und haute mir auf die Schulter. „In deiner Gedankenflut, die fast eine Arche erfordert, hast du doch nicht vergessen, dass wir heute verabredet waren, um Squash zu spielen oder?“ fragte er mich mit zweifelnden und zu gleich verurteilenden Augen, da Dennis wusste, dass ich des Öfteren mal Verabredungen vergesse. „Oh…ehm Dennis…du…ich…“ stotterte ich vor mich her. „*seuftz* hoffentlich ist es wichtig…aber egal ich will es gar nicht wissen. Ich bin nächste Woche eh weg und packe heute noch ein wenig. Nächstes Wochenende steht aber!“ sagte er bestimmend und schaute mich dabei zwingend an. Ich nickte wie wild und lächelte ihn an. „Was man nicht alles macht.“ Seufzte Dennis, schüttelte den Kopf und ging in Richtung Tür. Beim Laufen hielt er noch einmal ganz lässig die Hand zum Verabschieden hoch und verschwand durch die Tür.

Alles war heute irgendwie komisch…aber ich lies mich nicht verunsichern…es war das komplette Gegenteil zu den Tagen die sonst waren…Gegensätze…wie Liebe und Hass…Yin…und Yang.
70% meiner Antworten sind immer "mhhh" warum ist das bitte so? mhhhh <--- da schon wieder :O

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Re: Dunkelheit

Beitragvon WhiteKnight » 12 Jun 2018, 01:13

naja normalerweise wäre der teil er etwas später gekommen, aber irgendwie hatte ich lust bekommen weiters machen. Normal warte ich lieber erst auf Kritik, aber ich konnte es einfach nicht abwarten hahah :D Ich wünsche euch viel spaß und ich hoffe es gefällt euch :)

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Kapitel 2: Schattengestalt

Es waren die letzten Sekunden meiner Schulischen Laufbahn und mein Kopf ratterte…Zukunftsängste, Selbstzweifel…Angst. Ich ließ meinen Blick über die Reihen meiner Mitschüler schweifen, wie sie ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen. Ich sah viele Emotionen in den Gesichtern meiner Mitschüler…Trotz, Gleichgültigkeit, Angst, Verzweiflung, Nervosität und Erleichterung. So viele Menschen, die ich nie wieder sehen werde…bei manchen freute es mich, aber bei manchen hatte ich auch ein schlechtes Gefühl, bei den Gedanken das sie für immer aus meinem Leben verschwinden werden. Ich blickte durch den Raum und nahm es gar nicht mehr war, was überhaupt um mich herum geschah. Ich schaute durch das Große Fenster des großen Saals, in dem wir unsere Zeugnisse bekamen und der Direktor seine Abschlussrede über eine neue ungewisse Zukunft und Glück, und so ein Schwachsinn, für uns alle sagte. Ich schaute in die obersten Ränge, wo die Leute saßen, die noch hierbleiben und ihr Leben noch nicht in die eigene Hand nehmen konnten.
Ich blickte herum und sah Lukas, wie er mich mit seinen smaragdgrünen Augen direkt ansah. Wie konnte er mich so genau erspähen? Ich konnte ihn grade so sehen. Sein Blick sah leer und angsterfüllt aus, jedoch wusste ich nicht, wie dieser emotionaler Umschwung seit heute Morgen, von statten gehen konnte. Er bemerkte seinen Blick und wandte seinen von mir ab.
„Noah Hanstrupp…Noah Hanstrupp? Hallo?“ alle Blicken lagen auf mir…Ich habe erst im letzten Moment mitbekommen, dass ich angesprochen wurde und blickte in die Richtung, aus der mein Name gerufen wurde. Natürlich kam der Ausruf meines Namens vom Direktor, weil die Zeugnisse Vergabe schon im vollen Gange war. Alle lachten und ich stieß nur schüchtern hervor: „J…ja?“. „Dein Zeugnis…vielleicht solltest du etwas aufmerksamer in deiner neuen Laufbahn sein…“ grinste unser Direktor und es herrschte ein lautes Gelächter im Saal. Ich stand hochrot auf und ging den langen Gang zum Podium. Alle Blicke lagen auf mir. Es war ein komisches Gefühl. Ein Drücken im Magen…und ein Druck im Kopf. Ich ließ noch einmal den Blick durch die Reihen schweifen…Bekannte und unbekannte Gesichter schauten mich an. Einige mit Freude und andere mit Verachtung. Ich habe mir mit einigen Sachen Freunde verbaut. Aber mit vielen auch Freunde gewonnen. Ich blickte strickt auf den Weg den ich noch zu gehen hatte und prompt stolperte ich über ein Stuhlbein und fiel fast hin. Wieder dieses Lachen und nur ein Kopfschütteln meines Direktors. „Ach was sollen wir nur mit dir Tollpatsch machen…“ Ich lief das Podium hoch und hatte den ganzen Saal vor mir, als ich mein Zeugnis bekam. Klatschen und Jubel hallte durch den Saal. Ich schaute nach oben und sah wie Lukas den Raum verlies. Ich fragte mich warum. Warum war er so? Ich würde ihn nachher drauf ansprechen. Wie dieser kalte Blick und diese Abweisung auf Entfernung kam. Aber warum interessierte es mich überhaupt…ich kannte ihn nicht Mals richtig.

Langsam leerte sich die Halle und ich blieb noch einen Augenblick sitzen. Es war alles Leer. Totenstille. Einsamkeit umgab mich. Ich konnte endlich mal einen Augenblick für mich haben. Die Tür sprang auf und Lukas kam reingerannt. „Noah?! Bist du hier?“ rief er und schaute im Raum herum. Er sah mich gar nicht, deswegen winkte ich ihm zu. Er rannte rüber und setzte sich, komplett außer Atem, neben mich. „Na, ist alles gut gelaufen? Wie ist dein Zeugnis? Bist du traurig, dass jetzt alles vorbei ist? Oder bist du eher glücklich?“ fragte er mit aus der Pistole geschossen. Ich war erst voll verwirrt, weil ich gar nicht dazwischenkam. Wieso war er jetzt so offen zu mir, wo er doch grade den Raum verlassen hatte und mich nur kalt angestarrt hat? „Du warst doch grade eben noch bei der Verleihung im Raum?“ fragte ich ihn und legte meinen Kopf fragend zur Seite. „Haha nein? Ich musste Nachsitzen. Ich habe ein wenig Mist gebaut hahaha.“ Sagte er und lächelte mich schüchtern an. Was war denn jetzt los? War er doch nicht da und habe ich ihn mir nur eingebildet? Aber er war doch im Raum ich hatte ihn doch genau vor meinen Augen gesehen. „Ach dann habe ich mich bestimmt vertan…ich bin manchmal etwas tollpatschig haha.“ Sagte ich und drehte meinen Kopf lachend weg. „Süß…“ sagte er so leise, dass ich es gar nicht verstanden habe. „Was hast du gesagt?“ hakte ich noch einmal nach. „Ach nichts. Schon gut. Wir haben jetzt 14:30…steht unsere Verabredung um 16 Uhr noch?“ Fragte er und wurde ganz nervös. „Ehm ja klar ich stehe zu meinem Wort!“ sagte ich und lächelte ihn an. „Yay, okay dann sehen wir uns gleich. Ich muss jetzt noch einmal schnell weg bis gleich!“ sagte er und wuschelte mir durch die Haare, ehe er weggerannt ist. Dieser Junge verwirrte mich immer mehr, aber noch mehr verwirrte mich, dass ich ihn eindeutig gesehen habe…diese kalten Augen und der leere Blick auf mich gerichtet.
Ich saß noch einige Zeit dort, ehe ich mich entschlossen hatte den Saal zu verlassen um nach Hause zu fahren, jedoch hatte ich den Bus verpasst und musste leider Gottes laufen. Ich steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und lauschte meinem lieblingslied. Ich schloss die Augen und lief durch einen hellen ofenen Park und genoss die Sonne, die auf mein Gesicht strahlte. Ich genoss die Sonne und war einfach nur irgendwie glücklich. Die Anspannung war jetzt irgendwie voll weg, aber irgendwie war ich trotzdem anders als gestern. Reifer? Keine Ahnung aber es gefiel mir nicht so ein Arsch gewesen zu sein, zumindest heute. Ich schaute durch den Park und sah eine schwarze Gestalt in das Buschwerk verschwinden. Normal interessierte mich sowas nicht, aber aus irgendeinen Grund lenkte mich mein Körper in Richtung dieses Waldes. Es wurde immer dunkler und kälter, das kam mir irgendwie komisch vor denn wir hatten heute 23°C. Ich lief wie gesteuert, über diesne Weg, durch den Wald. Ich sah diese Gestalt erneut und schaute genauer hin. Lange Arme. Lange Beine. Und ganz in Schwarz mit rot leuchtenden Augen. Mein Atem stockte. Was war das? Ich drehte mich um und wollte schnell Weg. Doch dann stand diese Kreatur hinter mir. „Schicksal. Furcht. Tod.“ Sagte es mit einer tiefen kratzigen Stimme. Ich konnte mich nicht rühren. Seien Hand fuhr langsam nach oben und seine weißen Krallen streichten über meine Wange. „Zukunft.“
Ich schreckte Hoch und saß wieder in dem großen Saal. Was war das denn jetzt? War ich eingeschlafen? Was war das? Ich zitterte am ganzen Körper und mir war eiskalt. Was war da grade passiert. Ich schaute auf die Uhr 15:46. „Scheiße…“ flüsterte ich mir selber zu. Ich rannte raus, denn ich war schon sehr spät zu meiner Verabredung. Ich hatte Glück der Bus der genau in die Richtung fuhr stand noch an der Haltestelle und ich rannte rein. Ich setzte mich in die letzte Reihe und zückte mein Handy.

„Mama ich bin noch verabredet…hab vergessen Bescheid zu geben…“
prompt kam eine Antwort.
„Kein Thema, Dein Vater hat noch einen Geschäftstermin und ich genauso, wir sehen uns heute Abend. Kuss Mama.“
Ich war froh, weil sie sonst immer sehr darauf beharrt, dass ich mich melde, wenn etwas dazwischenkommt. Ich schaute etwas weiter auf mein Handy und bemerkte, dass ich eine Nachricht von Lukas mit einem Bild als Anhang bekommen hatte. Es war ein lustiges Meme, dass ein flauschigen Hund zeigte, der von einem Bootssteg ausgerutscht ist, und vom Steg viel. „Haha das bist du, du kleiner Tollpatsch.“ Schrieb er und das hat mir ein warmes Gefühl gegeben und ich musste Lächeln. „Danke du bist ja nett!“ schrieb ich und sendetet ein Gif zurück, dass einen beleidigten Hund zeigte. „Ich bin sofort da, hab die Zeit vergessen…“ schrieb ich hinterher und steckte mein Handy wieder weg. Ich schaute aus dem Fenster und dachte über diesen Traum nach, weil ich mir nicht erklären konnte…Es war alles so real gewesen…aber auch irgendwie so unnatürlich. Was passierte Heute?

Der Bus hielt an und ich stieg aus. Ich atmete tief ein und aus. Ich konnte ihn schon im Café sehen, wie er auf seinem Handy tippte und lachte. Warum war ich denn so nervös? Was war mit mir los?
Ich lief selbstbewusst in das Café und ging schnurstracks auf Lukas zu. „Na“ sagte ich zu Lukas und lächelte ihn dabei an. Er schaute von seinem Handy hoch und grinste über beide Ohren. „Noah!“ schrie er förmlich und kam rüber um mich mit einer leichten Umarmung zu begrüßen. Mich durchfuhr ein Schock in diesem Moment und alles wurde schwarz. Als ich erwachte war alles dunkel und…verzerrt. Ich fühlte eine Eiseskälte um mich herum. Sie beherrschte den gesamten Ort…Apropos Ort. Wo war ich dort gefangen? Es herrschte eine toten Stille, nicht Mals Wind war durch das offene Fenster zu hören. Ich hatte Angst und war total verzweifelt. Ich fing an panisch zu werden und versuchte einen Ausweg zu finden, doch es war ein dichter Wald…ein sehr dichter Wald. Ich rannte los um ein Ende zu finden, doch es wurde immer dunkler und verzerrter. Ein grauer Wald, der anscheinend seine Form verändern konnte. Ich blieb an einem Felsvorsprung stehen und versuchte mich zu verstecken. Ich wusste zwar nicht wieso, aber irgendwie wusste ich das irgendwas ganz und gar nicht stimmt und das ich nicht nur hier eingesperrt bin. Ich kroch unter einen Stein direkt neben dem Vorsprung und kauerte mich zusammen.
Ein stampfen kam immer näher. Ich hörte es wie es immer lauter und lauter wurde. Bis man das knacksen der abgebrochenen Äste hörte. Ich hoffe, dass dieses etwas mich nicht finden würde und versuchte ganz leise zu atmen. Ich versuchte mich zu beruhigen und lauschte weiter diesem hypnotischen stampfen. Ich konnte nur mit einem Auge aus meinem Versteck raussehen, aber was ich sah verschlug mir den Atem. Ich sah ein knapp 4 Meter hohes schwarzes Etwas…mit Raiser messerscharfen Klauen und riesigen Reißzähnen. Sein Rubin und Aquamarin gefärbtes Auge, leuchtete im grauen Hintergrund. Ich versuchte, dass mich dieses Monster nicht finden würde und bangte um mein Leben. Was war nur los? War das Real? Oder doch nur eine Illusion, die mir mein Hirn vorgaukelte?
Die Verzerrung löste sich je weiter dieses schwarze Etwas von mir entfernt war. Langsam kehrten die Farben zurück und Klänge traten in mein Ohr. Doch dieser Wald wurde langsam wieder zum Café und ich kam nur sehr benebelt zu mir. Ich lag auf dem Boden mit einem Kissen unter dem Kopf und Lukas neben mir kniend. „Geht’s dir gut? Du wurdest auf einmal ganz Blass und fielst nach hinten. Ich habe noch versucht dich aufzufangen aber du bist mir einfach entglitten…“ sagte er und drehte seinen Kopf von mir weg. „Alles gut, du hast alles richtig gemacht…danke Lukas.“ Sagte ich und versuchte mich aufzuraffen. Laufen tat irgendwie weh, also beendeten wir lieber unseren Cafébesuch und Lukas brachte mich zuhause, damit er ein Auge auf mich werfen konnte, nicht das ich noch einmal stürzte.

Wir kamen bei mir Zuhause an und standen vor meiner Tür. Meine Eltern waren wie immer natürlich mittags nicht Zuhause. Ich öffnete die Tür elegant und trat vorsichtig ein. Lukas stand noch draußen und ich schaute ihn an. „Willst du mit reinkommen?“ fragte ich ihn und versuchte ein lächeln hervorzubringen trotz meiner Schmerzen. „Aber was ist mit deinen Eltern? Haben die nichts dagegen?“ fragte er und wurde ganz rot? Was war nur los irgendwie realisierte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht was in mir passierte…
„Die würden nichts sagen…aber das ist jetzt eh egal sie sind nämlich nicht Zuhause.“ Sagte ich und machte eine Gestik die ihn aufforderte einzutreten. „Ok wie es My Lady behagt!“ sagte er, trat ein und lachte sich schlapp.
70% meiner Antworten sind immer "mhhh" warum ist das bitte so? mhhhh <--- da schon wieder :O

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Re: Dunkelheit

Beitragvon WhiteKnight » 29 Jun 2018, 20:05

Auch wenn nicht viel Resonanz kam habe ich hier den nächsten Teil für euch :) Wie gesagt Kritik ist gerne gesehen und erwünscht!

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Kapitel 3: Die Vase

Ich stand noch eine kurze Zeit draußen. Atmete ein… und atmete wieder aus. In meinem Körper herrschte eine komische Anspannung, die ich nicht erklären konnte. Es war aber eine angenehme Anspannung. Warum das so war konnte ich nicht sagen. Ich ging auch ins Haus, aber konnte Lukas auf den ersten Blick nicht finden. „Lukas? LUKAS? Wo bist du?“ rief ich durchs ganze Haus, aber es kam keine Reaktion. Wo war er bloß abgeblieben? Ich schlenderte durch unseren Flur in Richtung Wohnzimmer. Leise wie eine Katze, lief ich auf meinen Socken über den Marmorfußboden in unserem Erdgeschoss. Ich schaute nach rechts unsere Treppe hoch und hielt mich am Glasgeländer fest, um mich rüber zu beugen um weiter nach oben sehen zu können, aber er war nicht zu sehen. Ich schnaufte, schüttelte den Kopf und suchte weiter. Ich war jetzt schon irgendwie genervt davon, dass ich in meinem eigenen Haus, einfach stehen gelassen wurde. Ich lief weiter und warf einen Blick, links, in die Küche. Unsere Küche war relativ groß und offen, deswegen konnte ich direkt sehen, dass er nicht unseren Kühlschrank plünderte oder sonst einen scheiß anstellt. Aber ich sah, dass ein Brief auf der schwarzen Granitplatte, direkt neben dem Rosengesteck lag, was Mein Vater, meiner Mutter zum Hochzeitstag geschenkt hat. Ach ja sie hatten heute ja Hochzeitstag. Und ich Idiot hatte ihnen an diesem Tag nicht einmal gratuliert. Sie waren nun 20 Jahre verheiratet. Schlagartig bekam ich ein schlechtes Gewissen und schaute mir den Brief an…



Hey Noah,
Dein Vater und ich haben ja Heute unseren Hochzeitstag und deswegen haben wir uns eine kleine Auszeit genommen. Ich habe dir Geld da gelassen für was zu essen. Die Putzfrau kommt gegen 18 Uhr, nur damit du Bescheid weißt! Wir werden erst morgen wiederkommen, das heißt du wirst ab dem Zeitpunkt, ab dem die Putzfrau gegangen ist, alleine sein…mach bitte keinen Unsinn.

Kuss Mama


Ich legte den Brief beiseite und nahm das Geld aus dem Briefkuvert und nahm den Brief mit. Immer noch hatte ich Lukas nicht gefunden und lief gradewegs auf das Wohnzimmer zu. Ich steckte meinen Kopf durch den Rahmen, der schweren Holztür, aber sah wiedermal keinen Lukas. Ich dachte eigentlich er hätte sich auf unser großes Sofa gesetzt, weil das immer das erste ist, was jeder macht, wenn er unser Wohnzimmer betritt. Meistens sind meine Eltern eh in ihrem jeweiligen Büro, im Obergeschoss. Aber da keiner im Wohnzimmer war, ging ich davon aus, dass er hochgeflitzt war.

Ich schlenderte also weiter und ging langsam die Treppe hoch. Beim hochlaufen hörte ich ein flüstern…ein flüstern, dass ich nie wieder vergessen werde. Mehrere Stimmen kamen von Oben und mein Herz pochte immer fester. Was war das? Sie kamen aus jedem Raum. Aber die Quelle dieser Stimme war viel lauter…viel viel lauter. Die Quelle des ganzen war das Zimmer meines verstorbenen Bruders. Mein Herz stoppte, als die Stimmen plötzlich verschwanden. „mortuus et relinquo...” dröhnte es in meinem Kopf und alles begann zu beben. Mir wurde schwindelig und ich konnte mich nur an einem Tisch festhalten, auf dem eine Vase stand, aber der Tischt rutschte weg und ich knallte auf den Boden. Mir wurde schwarz vor Augen und ich viel in Ohnmacht.

“Wo...Wo bin ich?! Was ist das hier? HILFE! HILFEEEEE! Warum hört mich denn keiner?” schrie ich durch die dunklen Weiten, die mich umgaben. Ich schaute verzweiflt durch die gegend, aber ich sah nur schwarz. Komischweise konnte ich mich selbst sehen. Ich schaute auf den Boden und konnte mich selbst sehen, wie in einem spiegelglatten See. Es war aber nicht ich, der dort unten war, sondern mein Bruder...Luis.


“N...Noah?!” hörte ich nur, als sich meine Augen langsam öffneten. Ich saß zwischen Lukas Beinen mit dem Rücken an seinem Bauch und Brust gelehnt, er hatte seine Arme um meinen Bauch gelegt und hielt mich fest. Irgendwie war das ein schönes Gefühl und instinktiv schloss ich die Augen erneut, aber dieses mal um so sitzen zu bleiben, weil er dachte ich wäre immer noch Bewusstlos. Jedoch öffnete ich meine Augen hastig, als ich merkte, dass mein kleiner Freund in der unteren Körperregion erwachte. “Was ist passiert?” fragte ich Lukas, blieb jedoch weiter liegen. “Ich hab nur ein lautes Knallen gehört und bin sofort rausgerannt um zu sehen, was passiert ist...” sagte er und drückte sich fester an mich. “Ich dachte dir wäre was passiert” sagte er mit zitternder Stimme und ich sah ein Glitzern in seinen Augen. Keiner machte Anstalten aufzustehen. Es war, als wäre ein Klumpen Blei am Fuß festgebunden. Wir lagen halb ineinander verkeilt auf dem Boden, neben der kaputten Vase. Ich schaute an meinem Bein herunter und sah Blut, aus einem Riss der Jeans am Oberschenkel, laufen. “Du blutest ja Noah! Das ist bestimmt beim Sturz passiert...du hast dich bestimmt an einer Scherbe geschnitten...Komm ich helfe dir und verarzte dich.” Sagte er ganz ruhig und half mir auf und stütze mich. Wir liefen langsam zu meinem Zimmer und er half mir aufs Bett. Ich schaute ihn an und wartete, was nun passieren würde. Er öffnete meine Hose und mir wurde ganz komisch, aber ich konnte nichts machen, ich war wie in Trance. Er zog meine Hose aus und legte sie auf den Boden. Scheiße ich hatte garnicht mehr realisiert, dass mein “kleiner Freund” sich ja selbständig gemacht hat, und ich nun eine Beule in der Unterhose hatte. “Ehm...Ich weiß nicht wie ich das jetzt erklären soll.”, stotterte ich und wurde dabei ganz rot. “Ach Noah.”, sagte Lukas nur, grinste und wuschelte mir durch die Haare. “Wo habt ihr denn einen Verband und so ein Zeug? Und ein nasses Tuch wäre gut!” sagte er und schaute mich fragend an. Ich schaute in sein nettes grinsendes Gesicht und wurde direkt wieder rot. “Ehm in meinem Badezimmer...durch die Tür neben dem Schrank. Ich hab sowas immer hier, falls was passiert.”, ich deutete auf die Tür und wollte gerade aufstehen. “Nein! Bleib du liegen. Ich mache das schon.”, sagte Lukas und stand auf und ging in Richtung der Tür. Ich wusste nicht ob er extra mit dem Hintern so wackelte, oder ob es keine Absicht war, aber irgendwie hypnothisierte es mich schon fast.

Ich hörte Klimpern und Rascheln aus dem Bad. Dann kam Lukas auch schon wieder raus. Er setzte sich neben mich und schnappte sich das feuchte Tuch. “Ich muss das wohl erst säubern, sonst entzündet sich das...”, sagte er und schaute sich die Verletzung an. Der Schnitt war nicht tief, aber er lief von der Hüfte, bis zu meinem Innenschenkel. Meine weiße Boxershorts hatte auch einige Spritzer Blut abbekommen. Bevor ich überhaupt was sagen konnte, lag Lukas Hand an meiner Unterhose und schob diese weiter nach ob um den ganzen Schnitt zu erkennen. Er säuberte den Schnitt und berührte mich zwischendurch “ausversehen” mit dem Handrücken an meinem Penis, manchmal kürzer, aber auch manchmal etwas länger. Das Gefühl tat meiner Erregung nicht gut...im Gegenteil, es verstärkte diese nur noch weiter, was Lukas auffiel, er aber nichts dazu sagte. Mir war das alles etwas unangenehm, aber das merkte Lukas. “Sei nicht so angespannt, Noah” sagte er leise mit gedrückter, aber fröhlicher Stimme. Als alles fertig verbunden war Stand Lukas vom Bett auf und begutachtete sein Werk. “Ist doch gut geworden. So und jetzt Unterhose und Oberteil wechseln, da klebt Blut dran!” sagte er und streckte mir die Zunge raus.

Ich stand auf und war leicht verunsichert, was ich jetzt machen sollte. Sollte ich es einfach machen und somit kein Angsthase sein, oder sollte ich ihn rausschicken? Was wollte mein Gefühl? Mein Kopf? Was sagte mir mein Bauch? Alles brüllte in mir und warf mit Worten um sich, so dass ich mein eigenes Inneres nicht verstehen konnte. Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, aber eigentlich waren es nur ein paar Sekunden. “Dann musst du dich aber umdrehen!” sagte ich und dieses mal streckte ich instinktiv die Zunge heraus. Hatte ich irgendwelche Gefühle entwickelt, die ich vorher nicht kannte? War ich...schwul? Bis dato hatte ich immer gedacht ich wäre ein ganz normaler hetero Typ, aber irgendwas zog mich magisch an. Lukas lächelte und rollte mit den Augen. “Ok, zu befehl My Lady!” sagte er und drehte sich mit einem Grinsen um. “Und nicht lünkern!” sagte ich ihm mit ebenso einem Lächeln, was er jedoch nicht sehen konnte. Langsam und zögernd zog ich mir die Unterhose aus und stand dort nun komplett nackt, das Einzige was mir geblieben war, waren meine Socken. Es wurde ein wenig frisch so ganz ohne Kleidung. Ich sah zu Lukas rüber und merkte, wie meine Erregung anschwoll. Genau in dem Augenblick bemerkte ich wie Lukas heimlich rübersah. “Hey du Spanner!” und warf mit einem Kissen nach ihm. Er kicherte nur und drehte sich komplett um. “Hey bei so einem Anblick kann man doch mal einen Blick wagen...” sagte er und musterte mich von oben bis unten, wobei ich mir meinen Intimbereich selber verdeckte. Er kam auf mich zu. Ganz Langsam lief er zu mir rüber und mein Atem wurde immer gedrückter. Mein Herz pochte wie verrückt und meine Erregung schwoll immer weiter an. Dann stand er vor mir. Nahm meine Hand weg, legte eine Hand an meinem Hinterkopf, die andere auf meinen Hintern und drückte seine Lippen auf meine. Ich war erst ganz perplex und angespannt, jedoch nach einer kurzen Zeit schlossen sich meine Augen und ich genoss es einfach nur. Mein Herzschlag war wie eine Trommel, laut und wild. Ich fin an zu zitten und küsste ihn noch fester und umschlang ihn. “Vielleicht bleibst du einfach so. Das steht dir!”, sagte er, als er sich von dem Kuss löste, der wie eine Ewigkeit wirkte. Ich lief nur ganz rot an. Ich stand nackt, mit einer Latte, vor einem Jungen, der seine Hand auf meinen Hintern hatte und diesen fest drückte, aber irgendwie gefiel es mir. “Irgendwie hätte ich das so nicht gedacht, dass der Tag so einen Verlauf nehmen wird...”, sagte ich und schaute Lukas in seine grünen Augen. Wir kannte uns doch erst seit einem Tag, wie konnte das so passieren? “Tja so ist das manchmal! Heißt das jetzt du bleibst noch so? Oder ziehst du dir noch was an?”, fragte er und streckte mir abermals die Zunge raus. “Naja meine Eltern sind weg, die haben heute ihren Hochzeitstag. Wir haben im Keller einen Pool...wir könnten schwimmen!”, ich grinste Lukas an. “Ich habe leider keine Badehose mit, und ich glaube, dass deine mir nicht passen werden...” sagte er. “Mhh also naja, ganz theoretisch...aber auch nur theoretisch....mhhh vielleicht auch praktisch, ach keine Ahnung.”, stotterte ich vor mich her und lief ganz rot an. “Oho, der Herr hat also andere Pläne...mhhh also DAS muss ich mir aber wohl nochmal überlegen!”, er fing an zu kichern.

Ich wurde so rot wie noch nie, als ich das gesagt hatte. Jedoch ist uns beiden dann aufgefallen, dass ich mit dem Verband schlecht schwimmen gehen kann. “Ja, das geht leider nicht...doofe Idee von mir, aber meine Eltern kommen erst morgen wieder und das ist nur ein kleiner Schnitt! Vielleicht ist er ja morgen weg und wir könnten morgen früh schwimmen gehen. Also wenn du wilst kannst du auch hier schlafen und wir machen das morgen früh...”, flüsterte ich schon halb. “Ui, das klingt aber nach einer coolen Idee! Wir könnten einen Filmeabend machen mit Popcorn, Bier und einer flauschigen Decke!” sagte Lukas ganz begeistert und voller Tatendrang. “Haben deine Eltern denn nichts dagegen, wenn du einfach hier bleibst? Ich meine meine werden nichts dagegen haben, die sind eh weg!”, fragte ich ihn. “Nene, das bekomme ich schon geregelt!”, grinste er mich an, kam wieder näher und gab mir einen Kuss. “Irgendwie hab ich mir heute morgen schon gedacht, dass du was besonderes bist, Noah...”
70% meiner Antworten sind immer "mhhh" warum ist das bitte so? mhhhh <--- da schon wieder :O

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Re: Dunkelheit

Beitragvon Jesper » 05 Jul 2018, 22:27

Deine Geschichte gefällt mir :) freu mich schon auf die Fortsetzung :)

Lg. Jesper

Fireboy
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Re: Dunkelheit

Beitragvon Fireboy » 07 Jul 2018, 11:56

Hey White Knight deine Geschichte ist erste Sahne war von anfang an komplett vertieft in die Geschichte und hoffe du bringst sie zu Ende. :) Ich hoffe dass es bald weiter geht.

LG Fireboy :flag: :lol:

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Re: Dunkelheit

Beitragvon WhiteKnight » 11 Jul 2018, 09:11

Hey!

Danke für das Lob! Freut mich das es euch gefällt :) Ja es wird bald weitergehen, aber bin momentan in der Prüfungsphase und schreibe nächste Woche Klausuren :)
70% meiner Antworten sind immer "mhhh" warum ist das bitte so? mhhhh <--- da schon wieder :O

Re: Dunkelheit

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