Die Zugfahrt meines Lebens

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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon MegaOli » 22 Okt 2015, 20:30

Es ist zwar schon ein paar Monate her, seit dem du diese wundervolle Geschichte beendet hast, aber ich möchte dennoch mein Feedback geben ;)

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, besonders, weil die Story sehr flüssig und nachvollziehbar zu lesen war und logischer weise noch ist ;) Die Begegnungen mit den einzelnen Personen hast du sehr sehr schön beschrieben, besonders weil du auch auf die Eigenarten von ihnen ein wenig eingegangen bist, wie sie sich verhalten haben und so :) Auch dieser innere Konflikt von Milo, dass er Liam nun eben doch mag und ihn sogar nach dieser bewegenden Geschichte seiner Vergangenheit immer noch mag, trotz des Mordes, finde ich klasse geschrieben! Ich habe diese Geschichte am Anfang, als sie raus kam, verschlungen, dann hatte ich meine kleine Pause, in der ich leider nicht dazu gekommen bin, deine Geschichte weiter zu lesen, aber gestern Abend habe ich die letzten Teile in mich hineingesogen, als wären sie lebenswichtige Sauerstoff :) Alles in Allem hat es mir wirklich sehr gefallen und ich kann immer noch nicht glauben, dass du da diese vielen Ereignisse in solch eine kleine Anzahl von Stunden in der Story unterbringen konntest :D Einfach KLASSE !!!
It's a very nice day today heute! 8) :D

Re: Die Zugfahrt meines Lebens

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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Skystar » 28 Okt 2015, 20:31

Das möchte ich jetzt natürlich nicht unkommentiert lassen. Bei so viel Lob :)

Erstmal noch danke an dich chrisko2001. Das du dich extra dafür registriert hat, freut mich sehr. Wäre schön, wenn ich oder auch andere noch mehr von dir hören würden. Für mich war es das einzig Richtige, Milo und Liam nicht zusammen kommen werden zu lassen. So schön es auch gewesen wäre, aber irgendwie wäre das in meinen Augen falsch und unpassend gewesen. Aber dir und auch einigen anderen hat die Geschichte ja trotzdem gefallen, von dem her hab ich wohl den richtigen Weg eingeschlagen.


Danke auch noch für dein Feedback MegaOli. Ich hab gut ein dreiviertel Jahr an der Geschichte geschrieben, obwohl alles innerhalb 24 Stunden stattfindet. Schon irrwitzig irgendwie. Es freut mich auch sehr, dass du auf die Geschichte nach längerer Zeit noch einmal zurück gekommen bist und weiter gelesen hast.

Besten Dan euch! :flag:
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon LittleBoy13 » 01 Nov 2016, 00:10

Oha, ich liebe diese Geschichte ... Sie ist echt gut geschrieben und ohne hier jeden zu wiederholen aber so eine wunderbare Geschichte hab ich noch nie gelesen und bin immer auf der Suche nach solchen Geschichten.. :) Mit Liam konnte ich mich wunderbar identifizieren da mein Leben auch nicht immer glatt läuft. Der Satz " Es gibt Menschen, die reden um des Redens Willen, es gibt aber auch Menschen die reden, damit man nicht hinter ihre Fassade guckt. Meistens verbergen sich dahinter nämlich ganz furchtbare Dinge, die sie mit allen Mitteln zu verbergen versuchen." Hat mich nicht nur geprägt, sondern mir die Augen geöffnet in Bezug auf mich selber und dafür möchte ich mich noch einmal bei dir bedanken @Skystar . Würde mich echt freuen mehr solcher tollen und Vorallem langen Geschichten lesen zu dürfen. Mit besten Grüßen

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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Skystar » 01 Nov 2016, 12:26

Wow das ist schön, aber pass auf wenn du dich als Liam identifizierst, denn meine Leser lieben Liam! :D Auf jeden Fall schön, dass diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und immer noch neue Leser anzieht. Wenn ich eine neue Geschichte schreibe - und das wird 2017 der Fall sein - wird sie wieder aus dem realen Leben gegriffen sein und ohne Fantasy-Elemente auskommen.
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 31 Dez 2016, 03:36

Ein herzlichens "Hallo" und ein "Überraschung!"

dann melde ich mich mal bei einer "richtigen" Geschichte zu Wort ;) Hat nichts damit zu tun, dass es eine schwule Geschichte ist, sondern eher damit, dass sie dreißig Seiten lang ist und mir mehr zu tun gibt als zwei Kapitel ;)

Solltest du der Meinung sein, dass Kommentare zu alten Kommentaren stören könnten, sowohl dich als auch die Leser, lasse es mich ruhig wissen, dann passe ich meinen Kommentierungsstil an :)

Nachdem alles meinen Augen zur Kontrolle fiel, klappte ich meinen Koffer zu und schloss ihn mit Müh und Not. Vermutlich würde mir alles entgegen springen, wenn ich ihn in vierundzwanzig Stunden wieder öffnete, aber das darf dann mein Freund übernehmen. Der freut sich, wenn ihm meine Boxershorts ins Gesicht fliegen. Sollten es jedoch meine Socken sein, die ihm unter die Nase kommen, kann er froh sein, dass sie frisch gewaschen sind.

Der Charakter — bisher ohne Namen — erscheint mir auf Anhieb sympatisch^^

Mein Vater kam in den Flur geschlürft und fragte mich ob ich Startklar sei. Ich antwortete ihm mit einem knappen Ja und konnte es nicht verhindern, dass meine Mutter mich noch einmal in ihre Arme zog. Mein Vater ging inzwischen schon einmal zur Haustür raus und lud meinen vollgepackten und gefühlten zehn Elefanten schweren Koffer in den Kofferraum ein. „Hast du dein Zimmer leergeräumt, oder sind das Ziegelsteine?“, fragte er mich hinterher etwas schwer atmend.
[...]
Zum Bahnhof waren es etwa zehn Minuten mit dem Auto. Genug Zeit, dass mein Vater mir noch einmal Ratschläge gab und mir zur Vorsicht mahnte. [...] „Dad, ich bin kein Baby mehr.“, entgegnete ich nach einer Weile, als er auch noch meinte, ich solle nichts Unbedachtes anstellen – in Bezug auf meinen Freund, wenn ihr wisst was ich meine.
[...]
„Also dann.“, sagte ich schließlich zu meinem Dad und überlegte kurz ob er mich zum Abschied auch in den Arm nahm, aber er war ein Mann…, ich war ein Mann… Männer umarmen sich nicht, das ist sowas von uncool! Zumindest keine Hetero-Männer…
„Pass auf dich auf, melde dich kurz wenn du angekommen bist und schick uns eine Postkarte, auf dem das Kolosseum zu sehen ist.“, sagte er nur zu mir, nachdem er mir dabei half, meinen Koffer in den Zug zu lupfen, während mein Rucksack auf meinem Rücken baumelte.
„Werde ich, versprochen!“, rief ich ihm zu, gerade als der Pfiff einer Trillerpfeife ertönte, gefolgt vom lauten Zuschlagen aller Waggontüren. Ich starrte durch das Türfenster zu meinem Vater, der mir ein letztes Mal lächelnd entgegen winkte.

Wenn ich meine Eltern besuche — was ich auch eher mache, weil meine Mutter mich dann freut, sonst würde ich das fast schon seltener machen, und weil mein Bruder nicht dauerhaft mit meinen Eltern allein sein kann, die manchmal unmöglich mit ihm umgehen — ist mein Vater zur Verabschiedung ähnlich: Er ist total unemotional, raunt mir angedeutete Ratschläge zu, meint, wenn ich irgendwie Hilfe bräuchte, solle ich mir melden und gibt mir dann am Bahnhof jedes Mal wie spontan Geld für die Rückfahrt, sodass ich nur die Hinfahrt zahlen muss. Ist jedes Mal ein ziemlicher Kontrast zu meiner Mutter. Sie und mein Bruder fragen immer, wann ich das nächste Mal zu Besuch komme und sind tief enttäuscht, wenn es mal nicht klappt oder verschoben werden muss.

Vom Schreibstil gefällt mir diese Geschichte schon etwas besser als Reborn, auch wenn sich hier auch noch einmal der eine oder andere Fehler eingeschlichen hat. Aber alle in allem merkt man schon am ersten Kapitel, dass du dich ein ganzes Stück weiterentwickelt hast. Apropos Fehler: Magst du wegen eines etwaigen Final Edits (wenn der nicht schon geschehen ist oder nicht geplant ist) noch auf selbige hingewiesen werden oder ist das obsolet und erübrigt sich?

Die Kapitel sind hier etwas kürzer als ich das von der Konkurrenz kenne, aber dadurch kommt man auch etwas schneller mit dem Lesen voran. Das Forum ist so eingestellt, dass jede Seite 16 Posts hat, egal wie lang (dabei kann auch ohne Probleme das Zeichenlimit ausgenutzt werden). Dadurch können Seiten mit langen Kapiteln (und Kommentaren) schier unendlich wirken; müssen sie aber nicht ;) (y)

Zum Glück waren die einzelnen Abteiltüren mit Automatik versehen und öffneten sich, sobald man in ihre Nähe kam. Es wäre für mich nämlich etwas mühselig gewesen, jedes Mal meinen schweren Koffer abzustellen, wenn ich an einer Abteiltür ankam.

Fährt der Junge ohne Namen auf dem Weg nach Italien zu seinem Freund ab dem Berliner Hauptbahnhof zunächst mit dem ICE?

„Wenn das so ist.“ Der Junge streckte mir nun ebenfalls seine Hand entgegen, packte kräftig zu und wir schüttelten uns die Hände. Dann sagte der Junge allerdings etwas, was mich wirklich aus der Fassung brachte: „Na sieh mal einer an. Das muss mein Glückstag sein. Du bist schwul!“

Immer diese erfrischenden Aussagen! Mag ich :)

Interessant, dass du aus Bayern kommst und dein Hauptcharakter aus Berlin. Ist ja schon ein bisschen ein Unterschied. Warst du bereits häufiger in Berlin?

Na da hatte er wohl einen schwulen Händedruck

Mir wurde mit siebzehn, glaube ich, das erste Mal von einem Mitschüler, der nicht wusste, dass ich schwul bin, und der selbst nicht sonderlich stark wirkte, gesagt, dass mein Händedruck etwas lasch sei und ich mal etwas stärker zudrücken solle. Dass ich einen schwulen Händedruck habe, kam dabei nicht über seine Lippen, gedacht habe ich es dann aber doch unweigerlich^^

„W-Was?“, brachte ich nur stotternd aus meinem Mund heraus. Meine Augen weiteten sich vor Schreck, denn mir war nicht bewusst, dass ich irgendwelche Anzeichen machte, schwul zu sein. Mit dieser Aussage brachte mich der fremde Junge nun völlig aus der Fassung. Wer ist dieser Kerl?

Wenn er denn selbst sicher ist, schwul zu sein, scheint er, so entnehme ich das seiner Reaktion, zu vermeiden, sich dementsprechend auffällig zu verhalten oder sonst irgendetwas tragen, was jemanden dazu verleiten könnte, einen Gedanken an diese Möglichkeit zu verschwenden oder gar direkt zu fragen, ob diese Annahme zuträfe...

„Jaja, schon gut Kleiner.“, sagte der Junge, der sich daraufhin ein Tank Top überzog [...]

Also das könnte einen ebenso auf die Idee kommen lassen, dass er ebenfalls nicht hetero ist :D

[...] kurze Zeit später konnte er sich das Lachen nicht mehr verkneifen und sagte: „Das war Spaß! Glaub doch nicht jeden Scheiß den ich dir erzähle. Ich bin etwas abgedreht und aufgeregt, das ist alles.“

Liam ist also aufgeregt... Weswegen?

„Haben sie ein Problem, Mister?“

Im deutschsprachigen Raum, von Übersetzungen englischsprachiger Originalmedien einmal abgesehen, ist das eine eher unübliche Formulierung, oder?

Merkwürdig. Obwohl ich Liam erst seit einer halben Stunde kannte, wusste ich bereits was in seinem Kopf ungefähr vorging.

Jopp, zumindest in ein paar Bereichen seiner Persönlichkeit, scheint Liam "leicht" berechenbar, wenn auch sicherlich nicht in allen. Er scheint ja gleich in die Vollen zu gehen.

„Kann ich vielleicht helfen?“, fragte ein maskuliner Mann, der sich nun ebenfalls von seinem Sitzplatz erhob. Sein Platz war ein Vierer-Platz weiter und zum Gang hin. Er blickte zu den beiden Streithähnen und versprühte dabei eine machtvolle Aura. „Ich bin Polizist. Hier ist meine Dienstmarke. Wenn sie sich prügeln wollen, nur zu, aber dann werde ich persönlich dafür Sorge tragen, dass sie diesen Zug nicht ohne eine Anzeige verlassen werden.“
Der schnieke Mann setzte sich wortlos, aber innerlich kochend wieder auf seinen Platz. Lediglich Liam blieb stehen und blickte diesmal den Polizisten herausfordernd an. Bin ich hier eigentlich im Kindergarten? Ich umschlang mit meiner Hand Liams linken Arm und versuchte ihn wieder auf seinen Platz zu zerren. „Jetzt lass es schon gut sein. Das muss doch wirklich nicht sein.“, sagte ich zu ihm.

Milo (oder Lolo, wie Liam ihn nennt) wirkt hier ein bisschen wie jemand, der sich um seinen "verrückten" Bruder oder um einen solchen mit einem Aggressionsproblem kümmern muss...

Skystar hat geschrieben:Jede einzelne Person in diesem Zug könnte ein Geheimnis haben.

Klingt gerade so wie dieses Partyspiel, bei dem eine Person ermordet wird und ein Detektiv herausfinden muss, wer der Mörder ist. Oder es ist die innerdeutsche Adaption von Agatha Christies "Mord im Orient-Express"...^^

Sein braunes Haar war inzwischen so lang [...]

Kennt Milo den Jungen schon oder kann er den Haaren beim Wachsen zusehen? :D :P

„Liebe Fahrgäste. In Kürze erreichen wir Leipzig Hauptbahnhof, bei dem wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen, um weitere Fahrgäste aufzunehmen. [...]“

Nehmen wir also an, Milo, Liam, die alte Dame (nicht die aus Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" namens Claire Zachanassian alias Kläri Wäscher und ebenso wenig die morgen ein gutes Dutzend mal im Fernsehen zu sehen sein werdende Miss Sophie), der schnieke Herr, der schwitzende Typ mit dem Strohhut, der etwas ältere Junge ohne Fahrkarte und die Frau, die ebenso glücklich wie der nun einen Namen habende Milo ist, ihren Sitzplatz zu erreichen, fahren tatsächlich, wie weiter oben vermutet, mit dem ICE. Dann sind sie bei regulärer Fahrt (nehmen wir an, 2014 fuhren die Züge A) genauso schnell und B) dieselbe Strecke) rund eine Stunde und fünfzehn Minuten unterwegs bis sie am Leipziger Hauptbahnhof (gestartet wäre dieser übrigens in Berlin Tief — ja, so heißt das; überaus einfallsreich :D) eintreffen (ich hatte mit ein paar mehr Minuten gerechnet). Wenn man sich jetzt in den Kopf ruft, was alles passiert ist, scheint das doch sehr gut in den Zeitplan zu passen. Da ich vorher gedacht hatte, sie seien länger unterwegs, dachte ich, da wäre noch Luft, aber man muss auch bedenken, dass die Wege und die entstandenen Situationen schon ihre Zeit in Anspruch nehmen...

Übrigens: Die „DB Navigator App“ wurde mir auch gerade bei meiner Recherche empfohlen ;)

So, nach fünf Kapiteln mache ich mal eine Pause. Hat mir bis hierher schon einmal gut gefallen :)
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 31 Dez 2016, 17:52

Und da bin ich auch schon wieder. Ich staune ja immer, wenn in meiner Abwesenheit quasi gar nichts passiert ist. Na ja, einige Leute treffen für Silvester offenbar ähnlich viele Vorbereitungen wie für Weihnachten... :D

Was ich an deiner Geschichte besonders mag, ist die Eigendynamik. Manchmal geht die Handlung schneller als ich lesen kann, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass Buchstaben, Wörter, Sätze, Absätze, Teile, Kapitel, Abschnitte und Bücher zu lesen länger dauert, als wenn man es erleben würde, was das ganze wieder authentischer macht.

Milo hätte Liam auch einfach sagen können, dass er eher Unterhaltung denn Entspannung darstellt...

Witzig, dass ad1998s Avatar alias Capitalizm (kills) meinem recht ähnlich sieht :D

Aquater hat geschrieben:Ich habe mittlerweile das Gefühl, Liam möchte sich an Milo ranmachen. Mal gucken was daraus wir immerhin hat Milo ja einen Freund zu dem der grad hinfährt.

Ich find es auch interessant zu lesen, dass Milo seinen Freund scheinbar komplett vergisst in der Gegenwart von Liam, zumindest wurde besagter Freund noch nicht wirklich erwähnt.

Vielleicht macht uns Milo mit seinem Freund ja etwas vor... :P Okay, das würde die gesamte Geschichte infrage stellen, also eher unwahrscheinlich^^

Aber klar, er hat das im Zug so viel Input, quasi eine Reizüberflutung und muss auch bei Liam immer schnell und möglichst wenig peinlich reagieren.

Na ja, Liam muss ja gar nicht wirklich was von Milo wollen, kann aber dennoch schwul sein. Vielleicht spielt er nur gerne mit ihm und das reicht ihm dann völlig... :D

Mein Herz rutschte mir in meine Boxershorts, die ich unter meiner Hose trug [...]

Jede andere Körperposition würde ich auch zumindest als seltsam bezeichnen :P

„[...] da hab ich [...] mich gefragt, ob du Single oder glücklich vergeben bist.“

Es gäbe da noch andere Möglichkeiten... :D

„Halt Stop!“, sagte ich schließlich und brachte Liam zum Schweigen, indem ich meine rechte Hand auf seinen Mund legte. Dabei ertappte ich mich, wie ein warmes Gefühl durch meine Adern zog, dass bis zu meinem Herzen gelangte und es zum Pochen brachte. Was war denn nun geschehen?“

So so, ohne Magie, sagst du... Okay, ich glaube, du meintest nur Magie im wortwörtlichen Sinne und das Ganze scheint nichts übernatürliches zu sein, sondern Milo ist einfach leicht... Milos Interesse ist leicht weckbar?

Übrigens: Milo fasst Lio jetzt zum zweiten(?) Mal an, obwohl die beiden sich kaum kennen. Ist nichts verwunderliches an sich. Aber diesmal wirkt das Hand-vor-den-Mund-halten etwas kindlich oder bei zwei Jungen im anderen Fall halt schwul :D

Ich versuchte Ruhe zu bewahren und die Gedanken in meinem Kopf nach dem Alphabet zu ordnen.

Ob das bei Gedanken so sinnvoll/hilfreich ist... :P

„Luca hat schwarze Haare und diesen leicht verschmitzten Gesichtsausdruck. Die Sonne hat seine weiche Haut braun gebrannt und er selber ist auch der pure Sonnenschein, da er einem mit seiner puren Anwesenheit ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es gibt für mich keinen attraktiveren Menschen auf diesem Planeten.“
„Jaja schon gut, hab schon verstanden.“, sagte Liam leicht beleidigt, was mich zum Schmunzeln brachte.

Liam und Luca (abgesehen vom gleichen Anfangsbuchstaben) scheinen sich äußerlich zumindest schon mal recht ähnlich zu sein, was seine gewisse Anziehung auf Milo erklären würde, auch wenn Luca wahrscheinlich wesentlich sanftmütiger ist, auch wenn er vielleicht auf fliegende Boxershorts steht :D

„Nerviger, aber attraktiver Spinner“

Spricht ja auch schon Bände, auch wenn er das nicht wahrhaben möchte und erst einmal weiter nach hinten (ins vierzehnte Fach, um genau zu sein, während der andere Gedanke zehn gedankliche Fächer weiter vorne landet).

„Jaaaa, aber er ist so typisch und vorhersehbar… naja auch egal. Wie sieht er aus? Kannst du ihn mir beschreiben?“, fragte Liam nun weiter. „Vielleicht hat auch jemand ein Blatt Papier und einen Stift dabei, dann kannst du ihn zeichnen, oder der äußerst nette Herr dir gegenüber, lässt dich kurz an seinen Laptop. Du und dein Freund habt doch bestimmt ein Facebook-Account – heutzutage hat jeder einen – und du kannst mir ein Bild von ihm zeigen.“

Liam klingt irgendwie so, als bestünde zumindest die leiseste Möglichkeit, dass eine solche Bitte mit Erfolg gekrönt wäre. Davon abgesehen muss ich Liam eines besseren belehren: Auch im zweiten Jahrzehnt des einundzwanzigsten Jahrhunderts haben nicht alle Menschen, auch nicht alle unseren Alters, Facebook ;)

Aber ich muss wirklich mal sagen, dass ich bei den anderen Geschichten bisher immer länger brauchte, bis ich eine Seite abgeschlossen hatte^^

Okay, Milo sitzt zwar nicht auf einem Pulverfass, aber dafür direkt daneben und schläft direkt drunter...^^

Ich habe mich schon gefragt, warum der Polizist so lange auf sich warten ließ. Ich hatte kurz überlegt, ob er vielleicht doch nicht in Leipzig in den Zug zurückgekehrt war, auch wenn die folgenden Sätze dies implizierten:

Der Polizist, der vorhin den Streit zwischen Liam und dem schnieken Mann ein jähes Ende bereitete, stand ebenfalls auf und verließ für wenige Sekunden den Zug, um nach dem Rechten zu sehen. Nach etwa fünf Minuten setzte sich der Zug wieder in Bewegung und verließ den Hauptbahnhof von Leipzig.


Bevor Liam so ausgetickt wäre, hätte ich den Polizisten gefragt, ob er im Dienst sei und ich eine Anzeige gegen den schnieken Mann wegen Rufmord und Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot und den Grundgesetzartikel § 3 machen kann (Dazu gibt gab es auch eine interessante LGBT*-Bewegung; interessanterweise gibt es die Formulierung "Diskriminierung wegen [...] sexueller Identität [...]" nur im Arbeitsrecht, nicht aber im besagten Grundgesetzartikel; die Ergänzung der Worte "sexuelle Orientierung" fehlen allerdings in beiden an besagter Stelle offenbar gänzlich).

„Jetzt möchte ich auch mal etwas sagen, denn ich habe mir das Ganze nun lange genug mit angesehen.“, sagte der Mann um die Mitte Fünfzig [...]. „Entschuldigen sie, dass ich mich hier einmische, aber schließlich waren sie es auch, der uns hier alle mit rein zog und behauptete Homosexualität sei eine Krankheit.“, sagte der ältere Mann zu dem schnieken Mann. „Ich pflichte ihnen nämlich bei, dass Homosexualität eine Krankheit ist…“ Ich ahnte schlimmes voraus. Saßen denn nur ignorante Menschen in diesem Zug? „…zumindest hab ich das bis vor ein paar wenigen Wochen noch selber geglaubt, doch musste ich mir eingestehen, dass ich einem Irrtum auferlegen war.“

Ich tippe mal darauf, dass er nicht selbst schwul ist, sondern einen schwulen (Enkel)Sohn oder eine lesbische (Enkel)Tochter besitzt. Solche Szenen erinnern mich dann an ein soziales Experiment, wozu es ein Video auf YouTube gibt oder einfach den Film "Prayers for Bobby".

Deathknigh hat geschrieben:Da könnt ich auch direkt auf 180 gehen.

Wenn du das im Dartssport sagen würdest, hätte es eine positive Bedeutung ;)

Skystar hat geschrieben: Liam ist eben ein kleiner Hitzkopf. Damit bildet er aber auch den genauen Gegenpart zu Milo, der etwas ruhiger ist. So ist es ausgewogen.

Das Schicksal wollte wohl, dass Liam die Fahrt heil übersteht, ohne aus dem Zug geworfen oder in Gewahrsam/Schutzhaft genommen zu werden und hat ihm Milo zur Seite gestellt, was Liam in keinster Weise zu stören scheint :D

Die Geschichte des schwitzenden Mittfünfzigers und seiner Tochter hat mich tief ergriffen und zu Tränen gerührt (y) Echt schön geschrieben :)

Ja auch wenn es sich 'nur' um eine Geschichte handelt, so kann man doch behaupten, dass Sie nur zu gut widerspiegelt, dass selbst in der heutigen Gesellschaft leider noch zahlreiche Leute eine ziemlich viktorianische Einstellung zum Thema Homosexualität haben. [...] Positiv überrascht bin ich von der Reaktion der Leute im Abteil (das Beifallklatschen), auch wenn ich nicht glaube, dass das in der Realität so vorkommt.

Oh ja! Beide Seiten haben recht: Die, die behaupten, dass sich bereits viel getan hat und die, die behaupten, dass noch viel getan werden muss, an dem, was jetzt noch im Argen ist. Aber sie hätten beide Unrecht, wenn sie, anstatt die Aussage des anderen ebenso wie ihre eigene Aussage als richtig anzuerkennen, die Aussage des anderen verleugnen und als Widerspruch zu ihrer eigenen bezeichnen würden.

Leider gibt es heutzutage unglaublich viele — wahrscheinlich die überwiegende Mehrheit, so scheint es — Mitläufer, die wie Wetterfahnen immer flexibel vom bisherigen auf den aktuellen Weg des geringeren Übels wechseln. Wird erst noch nichts gegen offensichtliche Diskriminierung unternommen — bei den einen aus Zustimmung, bei anderen aus Gleichgültigkeit und bei wieder anderen aus Unschlüssigkeit oder Angst, sich einzumischen — so wird im nächsten Moment applaudiert und eine einzelne, dem vorherigen billigend Geschehen lassenden entgegengesetzte Tat in heroische erhoben — entweder, weil sie es wirklich verstanden haben, die Rede unabhängig von der Situation und der Contra-Position gewürdigt werden soll oder weil es einfach derjenige ist, der diese Runde des Schlagabtausches für sich gewinnen konnte.

Klar, er [Liam] ist ein lieber und unterhaltsamer Kerl, aber mindestens auch so verrückt und anstrengend. Seine Eltern muss er in den Wahnsinn getrieben haben.

Oh ja, bei manchen Menschen mag man sich lieber nicht Kindheit und Eltern vorstellen... :D

Skystar hat geschrieben:Für den Fall, dass ihr gar nicht mehr wisst, wer jetzt eigentlich wo im Zug sitzt, hab ich mir mal die Mühe gemacht, euch einen Sitzplan zu skizzieren:

?--? I ?--9 I ?--? I ?--? I 6--5
?--? I ?--9 I ?--? I ?--? I 7--5
-------------------------------
Speisesaal <- Gang -> Schlafplätze
-------------------------------
?--? I ?--? I ?--? I ?--8 I 4--2
?--? I ?--? I ?--? I ?--? I 3--1

1: Hier sitzt der Hauptprotagonist Milo
2: Hier sitzt Liam
3: Hier saß zuerst der schnieke Mann, der inzwischen aber seinen Platz wechselte
4: Hier sitzt die alte Dame
5: Hier sitzt das frischgebackene Ehepaar
6: Hier sitzt Herr Wimmer
7: Der Platz ist momentan frei. Hier saß der Junge ohne Fahrschein, der in Leipzig raussprang
8: Hier sitzt der Polizist
9: Hier sitzt das kleine Mädchen zusammen mit ihrer Mutter

Irgendwie hatte ich mir das etwas gespiegelt vorgestellt :D

Moment, ist Erik der, von dem Milo Lady Antebellums "Never Alone" hat? Stand Milo mal auf Erik? Wahrscheinlich ist Erik aber hetero und Milo hat ihn damals mit seinem Liebesgeständnis etwas überfordert und das fiel dann mit der Abreise der Familie zusammen.

„Na toll, dann bin ich auch noch Schuld daran, dass dieser Kerl mir dazwischen funkt.“, nuschelte Liam vor sich hin, was aber weder von Erik, noch von mir vernommen wurde.

Wollte sich Liam doch an Milo heranmachen...?

So, nach einem knappen Sechstel der Geschichte, also auf Seite fünf und vor Kapitel zwölf, sende ich dann mal wieder zwischendurch ab :D
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 01 Jan 2017, 03:32

Skystar hat geschrieben:[Es] [...] war nicht geplant, dass er [Liam] fast in jedem Teil dabei ist [...]

Wenn die Figuren erst einmal ein Eigenleben entwickelt haben... Wenn Liam mal weg ist, darf Milo natürlich nicht gleich ohnmächtig werden ;)

Warum fragt Milo sich immer, warum Liam das nicht richtigstellt, anstatt es selbst zu tun?

„[...] Es war ein erbittertes Duell, den Luca letzten Endes aber für sich entscheiden konnte, nachdem Milo der Ball ins Gesicht flog und er rücklings zu Boden ging. Es folgte eine kurze Spielunterbrechung. Ich rannte kurz aus meinem Tor und beugte mich über den kurz bewusstlos gewordenen Milo. Als dieser seine Augen langsam öffnete, erblickte er mich und fragte…“
„Bist du ein Engel?“, beendete ich den Satz von Erik, den auch an diesen Moment konnte ich mich noch gut erinnern. Ich war peinlich berührt, dass sich Erik sogar an dieses Detail noch erinnerte.

Hat Milo oder Sky hier zu viel Star Wars geschaut? :P

Erik ist depressiv? Das ist ja schon wieder ein "besonderer" Charakter... Also damit, dass Milo auf Erik stand, lag ich nicht ganz falsch, aber ganz so habe ich mir das dann doch nicht vorgestellt. Aber cool, mal einen Perspektivenwechsel zu haben, der dann auch noch quasi mit Luca anfängt (y)

Erik scheint ja keine Hemmungen zu haben, solche Dinge zu erzählen, auch wenn er die Person nicht kennt...

Freefall hat geschrieben:Vielleicht bilde ich mir das auch wieder bloß ein, aber ist Erik wirklich froh über die Beziehung von Milo und Luca?

Nun, Erik ist zwar bi, aber will gerade keine Beziehung. Luca und Milo waren damals jeweils unglücklich verliebt und er hatte Angst, sie kämen nicht zusammen. Jetzt hat sich alles wie von selbst gefügt. Ich würde sagen: Klar, dass er sich da freut ;)

Liam starrte mich mit großen Augen an. „Oh ist das romantisch… ich glaube ich muss brec…“

Und Liam oder Sky haben offenbar auch Harry Potter geschaut^^

Dragon900 hat geschrieben:Anderseits freut mich hingegen Milos Entschlossenheit, die dazu beiträgt, dass er seinen Freund bis auf weiteres treu bleibt.

Wieso Entschlossenheit?

Skystar hat geschrieben:Liam aus dem Zug werfen? Na ob das die Zugfahrt von Milo wirklich angenehmer gestaltet? Dann hätte er sicher weniger zum schmunzeln. :wink:

Aber aufregen ist doch auch voll ungesund :O :P

Skystar hat geschrieben:Heute weite ich die Geschichte mal etwas aus, indem ich mich nicht nur auf einen Zugwagen beschränke. Der Zug ist schließlich weitaus größer und vielfältiger

Die ganzen Sets müssen ja auch alle erst einmal gebaut werden :D

Ohrwascheln? Das höre ich jetzt das erste Mal xD

„Aua, das tut weh!“, beschwerte Liam sich lautstark und schon hatte er wieder die Aufmerksamkeit der Leute aus diesem Abteil auf sich gezogen. Der Junge ist mir ein echtes Rätsel. Egal wo er hinkommt, er kann seine Klappe nicht halten und zieht die Blicke anderer Leute auf sich.

Jemandem wehtun und sich wundern, dass er daraufhin schreit. Diese Ironie... :D

Freefall hat geschrieben:Wenn das nicht ein deutliches Geständnis an "Lolo" war, dann weiß ich es auch nicht.

Max221B hat geschrieben:Und Liam ist in Milo verknallt, das ist voll süß! :loving:

Wer weiß, ob er überhaupt auf eine Beziehung aus ist...

Freefall hat geschrieben:Würde schon denken, dass Liam eifersüchtig ist.

Wenn er nicht gerade hungrig ist und Essen bei Milo wittert, kann er diesen auch kaum eine Minute alleine lassen und nicht wortreich an ihm kleben^^

So, bin jetzt auf Seite sieben und mache jetzt mal Schluss. Mit niemand bestimmten, nur mit deiner Geschichte und sicher nicht für lange. Ihre Anziehung hat sich keinesfalls verloren ;)
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 01 Jan 2017, 23:14

Dies ist offenbar ein primär analytischer Kommentar...:

Dass Milo und Liam die ganze Zeit zusammen verbringen (okay, es sind de facto Hauptcharaktere) müsste in der Realität ja nichts zwangsläufig so sein. Da Milo ja (besonders anfangs) von Liam genervt ist, würde Milo a) häufiger klarstellen, dass Liam nur sein Zimmergenosse und Sitznachbar für die Zeit der Fahrt ist und manchmal vielleicht etwas zu anhänglich und neugierig und b) auch mal zielstrebiger und durchhaltender versuchen, Liam für einige Zeit loszuwerden und ihm klarzumachen, dass sie zwar das Zimmer teilen und Sitzplätze nebeneinander haben, aber deshalb nicht alles zusammen machen müssen und so. Das hier ist nämlich ein bisschen so wie in Filmen, in welchen sich die Hauptcharaktere anfangs nicht ausstehen können, sich das aber unglaublich (unrealistisch) schnell legt (und sie am Ende zusammen kommen). In Filmen ist es umso unrealistischer, da man hier nur selten (besonders meist nicht in solchen Filmen) in diese Charaktere hineinsehen kann. Bei Milo weiß man wenigstens, dass er sehr ruhig und schüchtern ist und eher zu wenig als zu viel sagt, was das Ganze wieder ein klein wenig plausibler macht. Und letztendlich ist es ja eh dem Plot geschuldet^^

Milo hat auch eine sehr interessante Eigenschaft, wenn wir noch einmal auf seine Schüchternheit und Zurückhaltung, besonders im Bezug auf Liam, zurückkommen: Er kennt da offenbar nur Extreme. Erst frisst er alles in sich hinein — sagt nichts, stellt nichts richtig, antwortet nur direkt und ruhig — und irgendwann explodiert er und schreit den gesamten Zug zusammen. Ein bisschen früher intervenieren und damit einer großen Explosion würde ihm gut tun. Manchmal bringt Milo Liam erst durch schweigen auf falsche Gedanken ("Keine Antwort ist keine Antwort") und scheint es durch sein wütendes Schreien nur noch zu bestätigen. Aber selbst wenn Milo aggressiv und sogar handgreiflich wird, liegt es ihm oftmals nicht, die Sache ausreichend zu erklären. Das würde auch die Gewalt überflüssig machen. Das ist dann wohl eine der schlechten Seiten an Milo. Er weiß sich wahrscheinlich nicht anders zu helfen und greift deshalb zu drastischeren Mitteln, als er es als selbstsicherer Mensch sicherlich tun würde.

Freefall hat geschrieben:Du wirst doch aber einen guten Grund haben, warum du Liam mit so viel Mühe unsympathisch erscheinen lässt oder?

Weil Liam so ist :D

Der Autor kann oftmals wirklich nichts für bestimmte Charaktereigenschaften... ;)

Freefall hat geschrieben:Warum denken die Leute immer (zumindest Erik und jetzt Luisa), dass Liam Milos Freund ist? Dan müssen die Beiden ja gut zusammenpassen.

"Dein Freund" muss ja nicht heißen, dass man gleich denkt, dass beide zusammen sind, sondern vielleicht auch einfach nur Freunde (Was zu noch mehr Verwirrung führen kann, wenn man diese alt gewordene Frau ist).

Ich hab schon vermutet, dass sie diese Frau ist. Hatte sie auch im letzten oder vorletzten Post erwähnt^^ Hab aber gezweifelt, weil er sie auch aus der Zeit vor der Zugfahrt hätte flüchtig kennen können...

„Darf ich fragen, worüber ihr Buch handelt?“

Da hat Milo sich aber einen ganz beliebten Fehler ausgesucht ;D Eigentlich müsste es "wovon" heißen ;)
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Skystar » 02 Jan 2017, 20:27

Hi Zuri. Schön das du endlich den Weg zu einer meiner Geschichten gefunden hast :) . Freut mich wirklich sehr. Ich wollte schon eher auf deine Kommentare eingehen, aber zurzeit ist meine Zeit leider sehr eingeschränkt. Ich werde deshalb nur die wichtigsten Dinge herauspicken, um auf sie zu antworten. Freu mich auf jeden Fall, dass diese Geschichte dadurch nicht in Vergessenheit gerät.

Zuri hat geschrieben:Solltest du der Meinung sein, dass Kommentare zu alten Kommentaren stören könnten, sowohl dich als auch die Leser, lasse es mich ruhig wissen, dann passe ich meinen Kommentierungsstil an :)

Erst einmal muss ich sagen, dass ich mich grundsätzlich über Kommentare jeglicher Art freue. Da diese Geschichte hier ohnehin beendet ist, stört es weder mich, noch dürfte es andere User stören, dass hier nun zum Schluss haufenweise Kommentaraufsätze deinerseits hageln^^. Finde das vollkommen okay. Lediglich bei Geschichten, die noch nicht beendet sind, finde ich das teilweise nicht gut, weil das dann unübersichtlich wird, wie ich finde.

Zuri hat geschrieben:Vom Schreibstil gefällt mir diese Geschichte schon etwas besser als Reborn, auch wenn sich hier auch noch einmal der eine oder andere Fehler eingeschlichen hat. Aber alle in allem merkt man schon am ersten Kapitel, dass du dich ein ganzes Stück weiterentwickelt hast. Apropos Fehler: Magst du wegen eines etwaigen Final Edits (wenn der nicht schon geschehen ist oder nicht geplant ist) noch auf selbige hingewiesen werden oder ist das obsolet und erübrigt sich?

Nobody is perfect sag ich immer und ein Meister-Autor bin ich noch lange nicht, weshalb sich klar Fehler einschleichen. Du kannst mich gerne darauf hinweisen, denn dann kann ich besagte Fehler in meinem Dokument ausbessern. Ein paar hast du ja schon in deinen jeweiligen Kommentaren genannt, dafür danke ich dir!

Zuri hat geschrieben:Fährt der Junge ohne Namen auf dem Weg nach Italien zu seinem Freund ab dem Berliner Hauptbahnhof zunächst mit dem ICE?

Keine Ahnung, ein Nachtzug halt. Weiß nicht, ob es vom ICE davon welche gibt, aber denke schon(?).

Zuri hat geschrieben:Warst du bereits häufiger in Berlin?

Ich wollte die Strecke nur möglichst lang gestalten, aber ja, ich war auch schon selber in Berlin. Zweimal um genau zu sein.

Zuri hat geschrieben:Was ich an deiner Geschichte besonders mag, ist die Eigendynamik. Manchmal geht die Handlung schneller als ich lesen kann, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass Buchstaben, Wörter, Sätze, Absätze, Teile, Kapitel, Abschnitte und Bücher zu lesen länger dauert, als wenn man es erleben würde, was das ganze wieder authentischer macht.

Was mir in meinen Geschichten persönlich immer am wichtigsten ist, dass keine unnötigen Längen vorhanden sind. Ich schreibe nur das, was ich schreiben will und mir auch wichtig für die Geschichte zu sein scheint. Das mag die Handlung recht schnell vorantreiben, lässt es meiner Meinung nach aber eben auch realistischer erscheinen. Der Leser will bestimmt keine zwei Seiten beispielsweise lesen, indem er sich Gedanken darüber macht, ob er die Person nun liebt oder nicht. Nur so mal als Beispiel..., oder manche Details, die ich zwar auch hin und wieder einstreue, aber eben immer in Maßen.

Zuri hat geschrieben:Die Geschichte des schwitzenden Mittfünfzigers und seiner Tochter hat mich tief ergriffen und zu Tränen gerührt (y) Echt schön geschrieben :)

Gut zu hören, wenn etwas gelobt wird, was ja eigentlich nur kurz angeschnitten wurde. Man darf nicht vergessen, dass außer Milo und Liam die meisten Fahrgäste nur kurze Auftritte haben und man nur recht wenig über sie erfährt. Das es dich dann aber gleich zu Tränen rührt zeigt, dass ich es wohl wirklich gut hinbekommen haben muss, den ein oder anderen Charakter etwas Tiefe zu verleihen, trotz seiner kurzen Aktivität in der Geschichte.

Zuri hat geschrieben:Hat Milo oder Sky hier zu viel Star Wars geschaut? :P

Ich hab zwar Star Wars gesehen, aber das hatte damit rein gar nichts zu tun :lol: (Und ja bei Harry Potter dasselbe xD)

Zuri hat geschrieben:Milo hat auch eine sehr interessante Eigenschaft, wenn wir noch einmal auf seine Schüchternheit und Zurückhaltung, besonders im Bezug auf Liam, zurückkommen: Er kennt da offenbar nur Extreme. Erst frisst er alles in sich hinein — sagt nichts, stellt nichts richtig, antwortet nur direkt und ruhig — und irgendwann explodiert er und schreit den gesamten Zug zusammen. Ein bisschen früher intervenieren und damit einer großen Explosion würde ihm gut tun. Manchmal bringt Milo Liam erst durch schweigen auf falsche Gedanken ("Keine Antwort ist keine Antwort") und scheint es durch sein wütendes Schreien nur noch zu bestätigen. Aber selbst wenn Milo aggressiv und sogar handgreiflich wird, liegt es ihm oftmals nicht, die Sache ausreichend zu erklären. Das würde auch die Gewalt überflüssig machen. Das ist dann wohl eine der schlechten Seiten an Milo. Er weiß sich wahrscheinlich nicht anders zu helfen und greift deshalb zu drastischeren Mitteln, als er es als selbstsicherer Mensch sicherlich tun würde.

Naja so wie du das beschreibst mag es zwar stimmen, aber eigentlich wollte ich den Charakter von Milo nicht so rüberkommen lassen. Vielmehr war es dem Verhalten von Liam geschuldet, dass Milo so ausgerastet ist. Milo ist, wie du schon sagtest, eher schüchtern und zurückhaltend, aber auch er hat seine Grenzen. Liam kann sehr anstrengend sein, bildet er doch den starken Kontrast zu Milo und da er einfach keine Ruhe gibt und sein "Glück" überstrapaziert, reichte es Milo irgendwann einmal.

Sorry, das es nicht mehr geworden ist. Ich hoffe das geht in Ordung^^
Grüße Himmelsstern :flag:


Zuri hat geschrieben:
Mein Geschichten-Forum: http://www.skystar-stories.de/ :flag:

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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 03 Jan 2017, 00:14

Hi Himmelsstern.

GoldenStar hat geschrieben:Am Ende scheitert dann nur die fernbeziehung weil sich Milos Freund in jemand anderes verliebt. Zeit kann so viel verändern.

Nicht viele fernbeziehungen gehen nicht gut aus auch wenn das paar am Anfang noch so glücklich und überzeugt ist das durchzuziehen

Autoren wären keine Autoren, wenn sie einfache, naheliegende und den Leser auf dem ersten Blick zufriedenstellende Lösungen wählen würden ;) :P

Energy14 hat geschrieben:[...] irgendwie wünsche ich mir das Liam und Milo glücklich werden und Milo nicht mehr so eine Fernbeziehnung führen muss :-)

Das finde ich dann schon abwertend gegenüber Luca. Kann ja keiner was dafür, dass es nun eine Fernbeziehung geworden ist. Das ist zwar schwieriger, aber lieben tun sie sich ja trotzdem. Und nur, weil Liam "möglicherweise" mehr in Milos Nähe wohnt, ist das noch keine Berechtigung, einfach den Partner zu tauschen. Das wäre ja jetzt der Freifahrtschein, Fernbeziehungen kaputt zu machen. Und nicht alle Fernbeziehungen gehen kaputt. Außerdem muss man ja nicht gleich alles hinwerfen, nur weil es schwierig wird. Das klingt ja so, als läge es an Luca selbst. Dass es eine Fernbeziehung ist, können sie ja nicht ändern. Dazu sind Trennungen in den wenigsten Fällen angenehm und sollten damit das letzte, wohlüberlegte Mittel sein.

Übrigens: Die Deutsche Bahn meint, man fährt fünfzehn Stunden nach Roma Termini, den Hauptbahnhof Roms ;)

Skystar hat geschrieben:Hi Zuri. Schön das du endlich den Weg zu einer meiner Geschichten gefunden hast :) . Freut mich wirklich sehr. [...] Freu mich auf jeden Fall, dass diese Geschichte dadurch nicht in Vergessenheit gerät.

Freut mich ebenso. War auch langsam überfällig. Musste doch auch mal schauen, was du so schönes fabrizierst. Den anderen nur beim Reden darüber zuzuhören, erfüllt ja letztendlich auch irgendwann nicht mehr ;)
Jetzt hast du wieder eine Geschichte mehr, die durchs regelmäßige Updaten oben steht :P

Skystar hat geschrieben:Ich wollte schon eher auf deine Kommentare eingehen, aber zurzeit ist meine Zeit leider sehr eingeschränkt.

Kein Problem. Ich schreibe die Kommentare ja nicht, um dir mehr Arbeit dazu machen... wobei... nein mache ich nicht ;)
Antworte, wenn du Antworten kannst und magst und wenn nicht, würde ich mich ebenso freuen, wenn du sie auch nur liest.

Skystar hat geschrieben:Erst einmal muss ich sagen, dass ich mich grundsätzlich über Kommentare jeglicher Art freue. Da diese Geschichte hier ohnehin beendet ist, stört es weder mich, noch dürfte es andere User stören, dass hier nun zum Schluss haufenweise Kommentaraufsätze deinerseits hageln^^. Finde das vollkommen okay. Lediglich bei Geschichten, die noch nicht beendet sind, finde ich das teilweise nicht gut, weil das dann unübersichtlich wird, wie ich finde.

Okay, dann ist es hier ja nicht so tragisch. Das heißt, ich schaue dann erst einmal, dass ich mich an die abgeschlossenen Geschichten halte und mich — sollte ich irgendwann mal soweit kommen —, wenn ich zu einer der noch aktiven Geschichten dazustoße, zurückhalten :)

Fehler melde ich somit, wenn ich welche finde ;)

Skystar hat geschrieben:Ich wollte die Strecke nur möglichst lang gestalten [...]

Berlin liegt nur sehr mittig in Deutschland, auch wenn das von Bayern aus gesehen weiter weg von Italien ist :D

Skystar hat geschrieben:Ich hab zwar Star Wars gesehen, aber das hatte damit rein gar nichts zu tun :lol: (Und ja bei Harry Potter dasselbe xD)

Sky, du hast mich gerade tief enttäuscht :O :P

„Dann richte deine Augen doch bitte auf die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben.“, meinte seine Frau zu ihm. „Sieh doch, wir fahren wieder und wenn du aus dem Fenster blickst, dann siehst du eine wunderschöne Landschaft.“
„Also… Schönes findet man auch hier drinnen vor.“, sagte Malte, der nur widerwillig sein Blick von der schönen Unbekannten lassen konnte. Doch seine Worte sollte er schnell bereuen, denn seine Frau zwickte ihn nun in die Schulter und er verspürte einen beißenden Schmerz.
„Ich hoffe, dass du mich damit meinst!“, rief Julia ihm leicht erzürnt ins Ohr.

Ich kann verstehen, dass sie eifersüchtig ist, aber er wird sie ja wohl nicht ausschließlich wegen ihres Aussehens geheiratet haben und nur weil jemand anderes schön ist, heißt das ja nicht, dass sie es nicht ist. Es gibt einen Unterschied zwischen Fremdgehen und so zu tun, als sei der Partner die einzige schöne Person und alle anderen Menschen seien hässlich, sofern man nicht tatsächlich der Ansicht ist.

Neben der schönen Unbekannten sah er wie das hässliche Entlein aus, während sie wiederum die Rolle des schönen Schwan einnahm.

"des schönen Schwans" müsste es heißen ;)

Gibt viel schönere Jungennamen: Balthazar, Gotthard, Hamed, Arnulf, Ulf und so weiter.

Da mag aber jemand altertümliche Namen :D Aber bei Arnulf hätte er auf jeden Fall königliches Blut erwischt. Okay, kommt jetzt auf die Definition an. Ich weiß nicht, ob du dich mit Karl dem Großen auskennst. Er stammte aus dem Geschlecht der Arnulfinger. Die Arnulfinger waren Hausmeier des Königs, als die Merowinger noch herrschten. Die Hausmeier gewannen immer mehr an Macht und beeinflussten den König schließlich maßgeblich. Nach einer gezielten Heirat innerhalb der zwei mächtigsten Hausmeierfamilien (Der Vater des Bräutigams hieß Arnulfs von Metz; der Vater der Braut, Pippin d. Älteren) und einem weiteren Machtausbau ging Karl als uneheliches Kind hervor und wurde von seinem Vater nur "Kerl" genannt, aber viele riefen ihn dennoch Karl, wie viele andere in der Familie. Aus ihm wurde einmal Karl Martel (=Der Hammer). Zunächst wurde sein Geschlecht nicht mehr Arnulfinger, sondern Kerrlinge genannt und nach Karls Enkel, welcher später Karl der Große wurde, schließlich Karolinger. Erst Karls Vater allerdings bekam durch die schwindende Macht des Merowingischen Geschlechts vom Papst die Königswürde angetragen, lehnte allerdings ab. Sein Sohn nahm Jahre später dann doch an und wurde ebenfalls, wie wir wissen, viele Jahre später auch noch zum Kaiser gekrönt und war maßgeblich für den Aufbau des Frankenreichs verantwortlich. Er erschuf ein Weltreich, welches in seiner Struktur heute noch seinesgleichen sucht.
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 07 Jan 2017, 05:47

Das Liam in Frankfurt am Main aus dem Zug ausgestiegen ist, konnte ich mir einfach nicht vorstellen.

Korrekterweise müsste es heißen: "Dass Liam [...] ausgestiegen sein sollte [...]".

[...] Erik hatte Recht mit dem was er zu mir sagte.

Vor "was er mir sagte" müsste noch ein Komma ;)

Die Labertasche hatte ständig seine Waffel offen [...]

Diese Redewendung kannte ich noch gar nicht :D

Wenn Liam ausgestiegen ist, dann konnte mir dies doch nur Recht sein.

Hier müsste es statt "ist" wäre heißen ;)

GoldenStar18 hat geschrieben:Mein Verdacht wäre ja dass der kleine Liam irgendwie an das Zugticket vom Großen gekommen ist und es als seins hergezeigt hat während der große Liam kontrolliert wurde und kein Ticket vorzeigen konnte und deswegen jetzt irgendwo verhört wird oder was weniger drastisches

Na ja, normalerweise bekommt man dann ein erhöhtes Beförderungsentgelt also einen speziellen Fahrschein und die Personalien werden aufgenommen. Kennt sicher jeder, dem das mal passiert ist (mir leider aufgrund von Vergesslichkeit ein paar Mal).

„Wirklich? Komisch…, als der Zugbegleiter vorhin mein Ticket kontrolliert hat, hab ich noch einmal nachgesehen und ich war der Meinung, dass dies zu neunundneunzig Prozent mein Platz ist.“
„Das kann aber leider nicht sein.“, erklärte ich ihr, mit der Betonung auf das Wort „leider“, da sie echt nett zu sein schien und der kleine Liam mir tausendmal lieber als der große Liam war. „Wenn sie hier sitzen würden, dann würde ihr Sohn ja auf demselben Platz wie unser großer Liam sitzen.“
„M-Mein Sohn?!“, stieß Katharina nun erschrocken aus. „Entschuldigung, aber ich bin das erste Mal schwanger. Ich dachte der kleine Junge gehört zu euch…“ Nun war die Überraschung für uns alle gleichermaßen groß. Erik, Katharina und ich tauschten Blicke miteinander aus, ehe sich unsere Augen auf den kleinen Liam richteten, der mit einem Mal noch kleiner wurde, als man ihn ertappte.


Da kam mir gleich die Geschichte "Ein total verrückter Schultag" von Gilliam Cross in den Sinn, aber du sagtest ja:
Skystar hat geschrieben:die Geschichte ist völlig ohne Magie


Also kann es sich hierbei folglich nicht um Karma oder vorsätzliche Änderung des POV, es sei denn, sie wurde vom Autor für den Leser tatsächlich, für die Figuren der Geschichte nur scheinbar vorgenommen.

Na ja, was soll's: Mach ich halt eine (nicht ganz ernst gemeinte) Spekulationsliste darüber:

  • Katharina hat das Kind entführt, ist aber locker, da sie nicht glaubt, dabei erwischt zu werden und reißt, sich ihrer selbst sehr sicher und zur besseren Tarnung durch besagte Lockerheit, Witze darüber
  • Der kleine Liam stalkt Katharina, aber sie nimmt ihn nicht ernst und lässt ihn ihr auf Schritt und Tritt folgen
  • Liams Familie ist sehr konservativ und benennt ihre männlichen Nachkommen nach deren Großvater. Liam (d.Ä.) ist also der Bruder von Liam (d.J.) (Kam in der Geschichte häufig zum Einsatz und wird, wenn man "The Voice of Germany" (Philip) schaut, auch heute noch (überaus selten) praktiziert).
  • Liam hat das geschafft, was Faust, Blackbeard, Barbossa, Juan Ponce de León verwehrt blieb und sonst nur Alexander dem Großen gelang: Er hat die Quelle der ewigen Jugend gefunden (Das wäre keine Magie, sondern Fiktion/Mystizismus :P)
  • In Liams Person fand eine Verschiebung der vierten Dimension statt (Erklärung könnte an dieser Stelle eventuell die Quantenphysik liefern, aber hier verweise ich einfach mal auf meine kurze Einweisung in einige Dimensionstheorien im Thread zu "Wandel des Herzens"

Max' Theorie hat mir übrigens auch gefallen (y)

Ist der Name "Liam" ein Zufall oder pure Berechnung des kleinen?

Liam wandte sich nur widerwillig vom Fenster ab. Er starrte Katharina mit einem bösen, aber süßen Blick an. „Ich bin überhaupt nicht alt! Ich bin gerade mal sieben Jahre jung!“

Kinder freuen sich doch meistens, wenn man sie älter macht, oder nicht?

[...] so wunderte es mich doch noch immer, welcher verantwortungslose Mensch sein Kind alleine lässt.

"alleine lässt" müsste eigentlich "alleine ließ" heißen ;)

„Helfen? Helfen?!“, Klein-Liam schien aufgebracht zu sein. [...] „Wenn sie mir wirklich helfen wollen, dann lassen sie mich in Ruhe und bringen sie meinen Dad hinter Gittern!“

Ich ahne schlimmes... Häusliche Gewalt oder dergleichen?
Oder ist Liam in seiner temperamentvollen Art einfach nur beleidigt über ein paar Tage Hausarrest, Fernsehverbot oder was es sonst noch so an erzieherischen Maßregelungen und -nahmen gibt?

Ein Hin und Her in einem Zug... Die machen es sich auch echt kompliziert damit, um auf Nummer sicher zu gehen :D

„Was hast du nun wieder angestellt du wandelnde Katastrophe?!“, stieß Liams Vater laut aus.

Was!? Moment! Mr. Adams aus Sammys "Gemini" hat doch einen unehelichen Sohn, wie damals alle vermutet haben? :D

„Nein bitte!“, hörte ich Liam auf einmal schreien. „Lassen sie ihn auch rein. Ich hätte ihn gerne dabei.“ Liams Reaktion überraschte mich ein weiteres Mal, doch schien er auch nicht mehr derselbe Junge von vorhin zu sein. Aus dem frechen Knirps war inzwischen ein Kind geworden, das völlig verängstigt und traurig zu sein schien.

Er hat es hier offenbar mit der meistgehassten und meistgefürchtetsten seines nach außen hin zu anderen frechen und schlagfertigen Mikrokosmos' zu tun. Das ändert verständlicherweise alles. Hier wieder ein Beispiel dafür, dass nicht selten, die jenige, welche andere in die Kronjuwelen schlagen, offenbar zu Hause selbst Schläge einstecken müssen (ob nun verbaler oder physikalischer Natur). Da ist man auch jede andere Person in der Nähe dankbar. Liams sonstiges Verhalten ist, wie bereits einige über den großen Liam sagten, zum Teil auch nur Fassade. Liam gibt sich als freches, bockiges Kind, doch selbst wenn Kinder (unabhängig von den sonstigen Umständen heißt das nicht, dass es alles gleichgültig findet und alle Menschen hasst und verachtet.

Ich war sehr gespannt auf die Antwort von Liams Vater. Dieser schien sich noch nicht sicher zu sein, was er antworten sollte. Schließlich sagte er: „Verdammt nochmal Liam…, drehst du nun völlig durch?!“

Nun, kommt darauf an, wie er das jetzt sagt:
  • Er könnte sauer auf Liam sein, da dieser sagt, was ihm wirklich zusteht und versucht, es nun zu verbergen (die Vater-Sohn-Kontextsynonyme könnten gerade verwirren... :D)
  • Der Vater hat zwar was angestellt, denkt jedoch nicht, dass es derart schlimm, für eine deratige Beschuldigung ist
    • Seine Einschätzung stimmt mit der Wirklichkeit überein
      • "Zwangsweise" könnte bedeuten, dass er seit kurzem der Pflegevater Liams und mit diesem überfordert ist
      • Ebenso könnte es sein, dass er Liams Stiefvater ist, von dem seine Ex verlangt, dass er sich ein Wochenende lang um seinen Sohn kümmert, welcher ihm aber ziemlich egal ist und an welchem er aber ausschließlich verbal seine Wut darüber auslässt
      • Liam bekommt einfach nur Hausarrest, weil er frech war
    • Seine Einschätzung stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein
      • Liams Vater übt gegen Liam und dessen Mutter häusliche Gewalt aus
      • Liams Vater hat eine Bank überfallen und Liam als notdürftige Geisel genommen
      • Liams Eltern leben getrennt und sein Vater hat ihn von zu Hause entführt
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 15 Jan 2017, 21:31

nobodyfrm hat geschrieben:so ein schöner, emotionaler teil ...

Max221B hat geschrieben:Huiiiiiii, mir fehlen die Worte... :loving: Dieser Teil war einfach wunderbar, so richtig niedlich und traurig und einfach voller Gefühle!

Dem kann ich mich nur anschließen! Es erging mir diesmal ähnlich wie dem Mann mit der lesbischen Tochter... :3 Ich muss zugeben, diese Kapitel gefallen mir immer mehr, als reine Milokapitel.

Max221B hat geschrieben:Aber wer ist dieser Jonas?!?

Na ja, wir brauchen jetzt nicht unbedingt die Hintergrundgeschichte zu einer Sexbekanntschaft erfahren...

Milo redet sich bei Katharina mit dem Talent, am falschen Ort zu sein, aber da nicht zu stören, um Kopf und Kragen und liefert damit wieder eine schonungslose Selbstoffenbarung.

Warum siezt er Katharina eigentlich, aber nennt sie beim Vornamen? Allerdings müsste das "sie" dann auch großgeschrieben werden.

IceCrow hat geschrieben:Also wenn Liam jetzt mit diesem Jonas in der Kiste war bin ich böse. Nein Spaß, aber fände ich wirklich voll scheiße. Ich dachte das Liam auf Milo steht...

Na ja, erstens ist Milo in einer Beziehung und wenn man mit jemandem Sex hat, heißt das ja nicht, dass man danach nicht mehr mit jemand anderem Sex haben kann.

Aber ich denke mal, möglicherweise hat er gar nicht mit Jonas geschlafen, der im nächsten Kapitel auf einmal Jason steht, da ich denke, dass ihm Milo wichtig ist, und uns Sky auf Basis dieser Begründung eigentlich nur in die Irre führen und Milo zu einem erneuten Eifersuchtsanfall anstacheln wollte, was Liam mal wieder genüßlich auskosten kann.

Und hätte er es getan, hätte er es wahrscheinlich auch herumposaunt oder wäre, wenn ihm Milo wichtig wäre, verlegen gewesen.

Erstens kann man nicht auf einem Wecker gehen, denn dafür sind die zu klein und sie würde sofort zu Bruch gehen [...]

Müsste es hier nicht "würden" heißen?

„Wieso ich?“, gab ich schließlich als Gegenfrage zurück. Meine Frage war äußerst unpräzise, denn Liam schenkte mir einen verwirrten Blick. Also stellte ich die Frage etwas genauer: „Wieso musste es ausgerechnet mich treffen, dass ich mir ein Abteil mit dir teilen muss und wieso bist du so davon besessen, mich besser kennen zu lernen und mit mir zu quatschen und herum zu albern. Wieso lässt du mich nicht einfach in Ruhe? Du musst doch gemerkt haben, dass ich keinerlei Interesse daran habe, dich näher kennen zu lernen. Ich war die meiste Zeit unfreundlich zu dir und das obwohl du dich so darum bemüht hast, mich immer wieder zu Lachen zu bringen. Wieso also?!“

Klingt, als habe Milo Angst, dass Liam sich wirklich an ihn heranmacht (wofür er ja auch ein bisschen offen wäre, wie man anhand seiner Gedanken sieht) und versteckt das ein bisschen hinter der Wut, die sich anbietet, da sie ja eh gerade da ist.

„Die Tür ist abgesperrt. Wieso ist die Tür abgesperrt?!“, rief Katharina plötzlich ganz panisch.
„Das wird Erik gewesen sein…“, meinte ich grimmig und verfluchte Erik innerlich. Er setzte alles daran, mich und Liam zu versöhnen und inzwischen fragte ich mich, wieso ihm das so wichtig war.
„Keine Panik auf der Titanic.“, sagte Liam entspannt. „Er wird uns schon wieder rauslassen, wenn Lolo und ich uns in den Armen liegen…, zum Henker, wieso ist hier der Boden so nass?!“
Katharina packte Liam feste an seinem rechten Ohrwaschel. Dieser stieß einen Schmerzensschrei aus. „Keine Panik?! Meine Fruchtblase ist geplatzt du Grünschnabel! Meine Wehen haben eingesetzt. Ich bekomme gerade mein Baby!“

Oha, bei dir kommt die Dramatik nicht immer von der zu erwartenden Seite! Gut geschrieben ;)

Wow, dass die das auf Katharinas Rücken austragen... Aber sie ist trotz der Situation echt schlagfertig. Hast wirklich nicht zu viel versprochen. Das Kapitel ist echt genial!

Ich dachte erst, Milo bildet sich die Wiese, ohnmächtig wie er ist, wieder mal nur ein, wie die Snackpolonaise. Dass er Erik sieht, hätte damit zusammenhängen können, dass er ihn hört und seine Fantasie ein Bild dazu erzeugt, aber offenbar hat man ihn tatsächlich auf die Wiese hinausgetragen.

Mein kleiner Richard und ich sind euch zu ewigen Dank verpflichtet.

Das ist schon sehr pathetisch... oO

Somit habe ich den, wie du sagst, dritten Abschnitt abgeschlossen und beim nächsten Mal widme ich mich dann Kapitel 32 ;)
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 23 Jan 2017, 22:25

„[...] Das es Katharina und ihrem Baby so gut geht, haben sie nur dir zu verdanken. Wirklich großartig. Das hätte ich dir im Leben nicht zugetraut.“

Das "Das" müsste zwei "s" haben ;)

Plötzlich spürte ich einen gewaltigen Schmerz zwischen meinen Beinen, als ob mir jemand mit einem Stock in meine Kronjuwelen schlug – und genau so war es auch! Mit Tränen in den Augen und vor schäumender Wut im Bauch, drehte ich mich zu meinem Attentäter herum, der so groß war, dass er mir gerade einmal zum Bauchnabel reichte. „Liam, du kleiner Wicht!“, stieß ich laut aus, als ich Klein-Liam vor mir stehen sah. Dieser grinste mich frech an, auch wenn ihn etwas zu stören schien.
„W-Was? Ich hab doch gar nichts getan!“, rief der große Liam mir von hinten zu. Ach stimmt. Er kennt seine Miniaturausgabe ja noch gar nicht. Na das dürfte jetzt lustig und interessant werden.
„Ist es richtig, was man sich im Zug erzählt?“, fragte mich der kleine Liam. „Ein dummer Jugendlicher hat die Notbremse gezogen, weil er in seinem Schlafabteil eingesperrt war, in dem sich auch eine schwangere Frau befand, die gerade ihr Kind zur Welt brachte?!“
„Ähm ja…?!“, entgegnete ich verwirrt und noch immer unter Schmerzen.
„Ja danke dafür.“, sagte Klein-Liam wütend. „Ich hab zu diesem Zeitpunkt gerade ein leckeres Eis gegessen, was ich mir bei der Notbremsung über die Hose gekippt habe. Ich fühlte mich wie ein Eiszapfen und das habe ich nur dir zu verdanken. Nur du kannst auf diese glorreiche dumme Idee kommen, die Notbremse zu ziehen. Haben alle großen Jungs nur Pudding im Hirn?!“

Bei dem kleinen Jungen mit Luxusproblemen und Aggressionsabbauventilsabhandengekommensein sollte der Vater, mit dem dieser sich ja nun versöhnt hat, unbedingt etwas tun.

Ein kleiner Liam und ein großer Liam. Welcher der Beiden ist nun schlimmer [...]?

Tja, eine wirklich gute Frage...^^

nobodyfrm hat geschrieben:Sehr geheimnisvoll, was die Beiden (Erik und groß-Liam) da machen. Auch wenn Milo/Lolo kein Ärger heraufbeschwören will, hat er ja jetzt trotzdem gefragt. Das Einfachste wäre, wenn groß-Liam einfach auf Lolo stehen würde, aber zu feige ist, es zuzugeben - Erik es aber weiß und somit versucht sie zu verkuppeln.

Den Gedanken hatte ich auch...

„Bitte bleib hier bei Liam, Liam…“, bat ich ihn freundlich drum. „Warte hier mit ihm auf seinen Vater.“ Liam war alles andere als begeistert, doch erhob er zu meiner Erleichterung keinen Einspruch und zog ein Kartenspiel aus seiner Hosentasche. Na hoffentlich veranstaltet er kein Strippoker, dachte ich mir.

Auf die Idee wäre ich jetzt nicht gekommen, aber wäre bei Liam fast vorstellbar. Na gut, vielleicht nicht im Zug und mit Klein-Liam würde es ihm sicherlich jetzt auch nicht so viel Spaß machen :D

Bisher traute ich mich nicht, die Frage laut auszusprechen, doch nun wo wir unter vier Augen waren, nahm ich all meinen Mut zusammen und stellte ihm diese Frage: „Bist du etwa in Luca verliebt? Hast du Kontakt zu ihm? Wolltest du mich mit Liam verkuppeln, damit du freie Bahn bei Luca hast? Sag bitte die Wahrheit!“

Oha, den Gedankengang habe ich jetzt nicht erwartet :O

„Oh man Milo…, wir sind noch lange nicht quitt.“, sagte Erik daraufhin. Er ließ sich auf das untere Bett fallen und wirkte auf einmal etwas niedergeschlagen. Ich setzte mich zu ihm und hielt seine Hand, die größer und rauer war, als die meine.

Warum hält Milo Eriks Hand? Das kommt jetzt wirklich etwas komisch... oO

„Ich will dir keine Angst einjagen, oder dir deine Beziehung schlecht reden, aber Fernbeziehungen halten in der Regel nie sehr lange und zwischen dir und Liam da ist irgendwas.“

Noch so einer, der meint, nur weil man sich nicht so häufig sehen kann, sollte man seine Beziehung wegwerfen und was mit dem nächstbesten Chaoten anfangen. Na toll...

Da ich die Geschichte erst nach ihrer Fertigstellung lese, hat, wie auch bei den Geschichten, die ich bisher gelesen habe, welche immer schon ein ganzes Stück vorangeschritten waren den Vorteil — oder Nachteil (wie man's nimmt) —, dass ich den Inhalt nicht so intensiv wahrnehme, als würde ich die Geschichte quasi live lesen. Was für mich, wie eben erwähnt aber auch häufig eher ein Vorteil denn ein Nachteil ist. Spannung lässt sich trotz der Tatsache, dass ich nach einem Cliffhanger sofort die Möglichkeit habe, weiterzulesen, aufrecht erhalten, während Themen, die Beziehungen und Romantik betreffen, deutlich abgeschwächt werden, da ich sie in der Geschichte auch zumeist als störend empfinde. Das soll keinesfalls heißen, dass ich niemandem eine glückliche Beziehung oder dergleichen wünsche, sondern mich eher über die Tatsache freue als über deren Inhalt. Deshalb kann ich Dragon900 prinzipiell zustimmen, auch wenn ich, was Antipathie und Sympathie oder sogar Hass gegenüber Liam als Person unabhängig von Milo nicht Teile und im der Hinsicht eher eine versöhnlichere Einstellung an den Tag lege und an Liam sowohl positive als auch negative Eigenschaften sehe, die es meiner Meinung nach je nach Situation zu gleichen Teilen zu würdigen und zu verurteilen gibt.

[...] lag es einfach daran, dass ich sehr poetisch veranlagt war? [...] Das Wort „Liebe“ bereitete mir so allerhand Probleme, denn die einzigen Reime die mir dazu einfielen waren „Hiebe“, „Diebe“, „Getriebe“, oder auch „Ziege“.

Ach ja, die Liebe,
sie ist des Herzens Diebe
Nicht anders bei Erdogan und seiner Ziege
manche, denen es sanft und zärtlich beliebe,
manche stehen eher auf Hiebe
oder gar ganz andere Umtriebe
die dem einen oder anderem lieber ganz unterbliebe,
Eh ich es vergess,
da bliebe
auch noch die Vorliebe
für Technik und Getriebe
manch anderer viel lieber im geschäftigem Betriebe
dem Worte zuliebe
selbiges aufs Papiere schriebe

Eh jetzt einer sagt, "Das ist nun aber alles andere als schön", dem muss ich leider sagen, dass mir das Nichtvorhandensein dieses Talents durchaus bewusst ist und es eher dem spaßigen Kommentar diente und keinen anderen Sinn als den Nonsens hat ;)

Dafür begegnete ich dem netten muskulösen Jungen wieder, der mir vor einigen Stunden wieder auf die Beine half, als ich tollpatschig stolperte. Unsere Blicke trafen sich, als ich an ihm vorbei marschierte, weshalb ich mich zu einem herzlichen Winken hinreißen ließ.

Einem wildfremden Jungen zu winken ist definitiv nicht normal... Ja, er merkt, dass er Liam damit eifersüchtig macht, aber war das auch so geplant?

Die Geschichte ließe sich gut als (Theater)Stück inszenieren: Das ganze kann in einem einzigen Abteil spielen, die Figuren sind, wie oft im Theater sehr stereotypisch angelegt die Charaktere sind szenengebunden an- und abwesend und jede Szene findet auf begrenztem Raum statt.

Dragon900 hat geschrieben:
Ich erinnerte mich nur zu gut daran, wie ich einst an einem späten Winterabend an meinem Schreibtisch saß, die Nachttischlampe brannte auf meinem Schreibtisch, auf der ein Notizblock lag und mein Teppichboden mit zerknüllten Papier zugemüllt war.



Die Formulierung ist an den blau hinterlegten Stellen nicht so toll gewählt. Oder man schließt den ersten Satz halt mit einem Punkt ab, statt diesen mit Komma weiterzuführen.

Ich würde für diese Stelle eher ein Semikolon empfehlen ;)

Dragon900 hat geschrieben:Darunter würde mich nun interessieren, was es nun mit dem Jungen mit dem Comic aufsich hat. Steht er nun auf Jungs oder Mädchen?
Nach den bisherigen Tatsachen wohl eher auf ersteres oder? Wäre halt toll, wenn das noch irgendwie gelüftet werden würde. :)

Als Autor bereitet es einen ja häufig geradezu diebische Freude, seine Leser rätseln und zappeln zu lassen, gleichsam brennt es einem auch nicht selten unter den Fingern, ein Geheimnis zu teilen. Fragt sich, welche Seite gewinnt und er dem Drang nachgibt, es am Ende überhaupt noch zu verraten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sky uns nur in die Irre führen will und der Junge ist einfach hetero und desinteressiert^^
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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Skystar » 24 Jan 2017, 20:49

Okay es ist mal wieder Zeit, auf ein paar deiner Kommis einzugehen Zuri ^^

Zuri hat geschrieben:Kann ja keiner was dafür, dass es nun eine Fernbeziehung geworden ist. Das ist zwar schwieriger, aber lieben tun sie sich ja trotzdem. Und nur, weil Liam "möglicherweise" mehr in Milos Nähe wohnt, ist das noch keine Berechtigung, einfach den Partner zu tauschen. Das wäre ja jetzt der Freifahrtschein, Fernbeziehungen kaputt zu machen. Und nicht alle Fernbeziehungen gehen kaputt. Außerdem muss man ja nicht gleich alles hinwerfen, nur weil es schwierig wird. Das klingt ja so, als läge es an Luca selbst. Dass es eine Fernbeziehung ist, können sie ja nicht ändern. Dazu sind Trennungen in den wenigsten Fällen angenehm und sollten damit das letzte, wohlüberlegte Mittel sein.

Richtig so. Kann dir eigentlich in allen Belangen zustimmen. Auf jeden Fall liegt es an beiden - an Milo und an Luca - ob die Fernbeziehung auf Dauer funktioniert.

Zuri hat geschrieben:Übrigens: Die Deutsche Bahn meint, man fährt fünfzehn Stunden nach Roma Termini, den Hauptbahnhof Roms ;)

Ich hab damals extra bei der Deutschen Bahn nachgeschaut und Zugfahrten von fast 24 Stunden gefunden :wink:

Zuri hat geschrieben:Na ja, was soll's: Mach ich halt eine (nicht ganz ernst gemeinte) Spekulationsliste darüber: (Anmerkung: über Katharina und Klein-Liam)

Naja, die war ja wohl für die Katz. Da hat ja gar nichts gestimmt :lol: Auch das heitere Rätselraten mit seinem Vater hat nicht wirklich zu einem Ergebnis geführt, das am Ende gestimmt hat :P

Zuri hat geschrieben:Dem kann ich mich nur anschließen! Es erging mir diesmal ähnlich wie dem Mann mit der lesbischen Tochter... :3 Ich muss zugeben, diese Kapitel gefallen mir immer mehr, als reine Milokapitel.

Wenn du mir manchmal sagst, welches Kapitel das gerade ist, welches du liest, tu ich mich leichter, deinen Äußerungen zu folgen^^.

Zuri hat geschrieben:Warum siezt er Katharina eigentlich, aber nennt sie beim Vornamen? Allerdings müsste das "sie" dann auch großgeschrieben werden.

Ich hab manchmal die Angewohnheit jemanden zu siezen, ihn aber dennoch beim Vornamen zu nennen. Das mag auf den ersten Blick seltsam wirken, hat meiner Meinung nach aber etwas von Anstand, auch wenn man per Du ist. "sie" schreibe ich nur ungern groß, wie dir vielleicht öfters auffällt bzw. noch auffallen wird.

Zuri hat geschrieben:Oha, bei dir kommt die Dramatik nicht immer von der zu erwartenden Seite! Gut geschrieben ;)

Hin und wieder muss ich auch für eine Überraschung sorgen...^^

Zuri hat geschrieben:Bei dem kleinen Jungen mit Luxusproblemen und Aggressionsabbauventilsabhandengekommensein sollte der Vater, mit dem dieser sich ja nun versöhnt hat, unbedingt etwas tun.

Hab mich weggeschmissen vor Lachen bei dieser Aussage von dir. Ich mag Klein-Liam so wie er ist. Ich finde den zum Knudden, auch wenn er mir vermutlich dann in die Eier treten würde, aber er erinnert mich ein wenig an meinen ehemals besten Freund xD

Zuri hat geschrieben:Ach ja, die Liebe,
sie ist des Herzens Diebe
Nicht anders bei Erdogan und seiner Ziege
manche, denen es sanft und zärtlich beliebe,
manche stehen eher auf Hiebe
oder gar ganz andere Umtriebe
die dem einen oder anderem lieber ganz unterbliebe,
Eh ich es vergess,
da bliebe
auch noch die Vorliebe
für Technik und Getriebe
manch anderer viel lieber im geschäftigem Betriebe
dem Worte zuliebe
selbiges aufs Papiere schriebe

Dafür das es spontan war..., war es... ok es ist trotzdem mies xD

Zuri hat geschrieben:Die Geschichte ließe sich gut als (Theater)Stück inszenieren: Das ganze kann in einem einzigen Abteil spielen, die Figuren sind, wie oft im Theater sehr stereotypisch angelegt die Charaktere sind szenengebunden an- und abwesend und jede Szene findet auf begrenztem Raum statt.

Gute Idee! Sollte das wirklich mal in die Tat umgesetzt werden, würde ich bitte in der vordersten Reihe sitzen, um alles zu sehen^^

Liebe Grüße
Himmelsstern :flag:

PS: Danke für die Lehrstunde über Karl den Großen xD
Mein Geschichten-Forum: http://www.skystar-stories.de/ :flag:

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Re: Die Zugfahrt meines Lebens

Beitragvon Zuri » 29 Jan 2017, 22:35

--- Kapitel 38 ---
Nur weil jemand keine Tischmanieren hat, ist er sofort nicht liebenswert? Da hat Milo aber wieder eine sehr strenge Ansicht...

Wenn seine Mutmaßung auf Liam zuträfe, wäre er nicht schizophren, sondern hätte eine multiple Persönlichkeit. Das wird häufig verwechselt.

Irgendwie erschien mir das Aufkeimen der Liebe Milos zu Luca nicht wirklich glaubwürdig rübergebracht. Das ist ein bisschen schade... oder ist das schon das Ergebnis der Weichenstellung für die Möglichkeit einer Beziehung mit Liam?

GoldenStar18 hat geschrieben:Hätte nicht gedacht dass Milo aktiv und Luca passiv ist XD

Ganz so unwahrscheinlich finde ich das gar nicht. Im Kontrast dazu war er bei Erik passiv. Wenn man sich nur die Charaktere anschaut, weiß man, dass Erik, wenn auch ruhig, schon gerne den Ton angibt und auch wenn Milo oft unsicher ist, will er trotzdem das Ruder an sich reißen, sofern der andere das zulässt und nicht domianter ist als er selbst vorgibt, zu sein.

--- Kommentarantwort ---
Skystar hat geschrieben:
Zuri hat geschrieben:Na ja, was soll's: Mach ich halt eine (nicht ganz ernst gemeinte) Spekulationsliste darüber: (Anmerkung: über Katharina und Klein-Liam)


Naja, die war ja wohl für die Katz. Da hat ja gar nichts gestimmt :lol: Auch das heitere Rätselraten mit seinem Vater hat nicht wirklich zu einem Ergebnis geführt, das am Ende gestimmt hat :P

Wieso? Ich lag doch richtig damit, dass er Klein-Liams Stiefvater ist! :P
In irgendeinem Punkt auf der Spekulationsliste stand das ;) Zusammen mit anderem Nonsens...^^

Skystar hat geschrieben:Hab mich weggeschmissen vor Lachen bei dieser Aussage von dir.

Na das war ja auch mein Ziel! :P Schön, dass ich es jetzt auch bei dir geschafft habe :) Kann dich also auch auf der Liste abhaken, was mich aber nicht davon abhalten wird, es noch weitere Male zu versuchen oder es unbewusst zu tun ;)

Skystar hat geschrieben:Gute Idee! Sollte das wirklich mal in die Tat umgesetzt werden, würde ich bitte in der vordersten Reihe sitzen, um alles zu sehen^^

Warte... Ich schreib es mir auf. Gleich nach der Verfilmung von "Herrschaft des Feuers" und vielleicht noch "Wandel des Herzens" ;)

Skystar hat geschrieben:Danke für die Lehrstunde über Karl den Großen xD

War das ein "Danke, war doch recht lehrreich und unterhaltsam" oder eher ein "Danke, ist ja schon gut, wir wissen alle, dass du ein großes Mitteilungsbedürfnis hast, aber bitte kein weiteres Mal"?

Ich höre nicht auf, zu lesen, wenn du dich für letztere Interpretation entscheidest. Ich weiß ja selbst, dass ich manchmal ziemlich abschweife und dass das meine Art durchaus gewöhnungsbedürftig macht...

--- Kapitel 39 ---
Skystar hat geschrieben:Der Grund warum Liam die Fahrkarte geklaut hat, wird in der Tat noch auf sich warten lassen. Genau genommen wird das sogar erst in den letzten Teilen aufgelöst, da es das Ende meiner Geschichte beinhaltet. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. :)

Jetzt wage ich mal die verrückte Theorie aufzustellen, dass Luca zweigleisig fährt, mit Milo und Liam eine Fernbeziehung führt und die beiden sich eigentlich gar nicht begegnen sollte. Dazu gekommen sein könnte es, als Liam Luca besuchen wollte und dieser ihm sagte, er könne nicht kommen und herumdruckste, was ihn zu veranlasste, seinen Entschluss entgegen alle Widerstände — Fehlen finanzieller Mittel zum Kauf einer Fahrkarte eingeschlossen — durchzusetzen.

Für mich war er ein Gemisch aus Liam und Luca. Er sah mindestens genauso gut wie Liam aus, besaß zum Glück aber einen weitaus freundlicheren Charakter, der mich ein wenig an Luca erinnerte.

Ein gefährliches Mittelding, da er Liam ja schon nicht uninteressant, wenn auch abschreckend fand...

Dragon900 hat geschrieben:Tze anstatt, dass ich hier mal Jemanden habe, der sich auf meine Seite schlägt aber nein, stattdessen habe ich hier wohl alle gegen mich. Gegen meine erwähnte Kombination gibt es absolut nichts entgegenzusetzen. Die ist doch super. Euch kann man es nie recht machen. :D

Ich finde, das ist schon ein großartiges Entgegenkommen zu deiner vorherigen Einstellung, dass Milo und Luca unbedingt zusammen bleiben sollten.
Ich bin gar nicht so viel anderer Meinung wie du: Wäre Milo nicht mit Luca zusammen, wäre Jonas augenscheinlich eine gute Wahl. Da Jonas und Liam aber ohnehin gut zusammenpassen, wäre das Problem damit fast schon aus der Welt geschafft... Wenn da nicht der Sadismus der Autoren wäre, der zu leichtfertig unterschätzt wird :D
Möglicherweise steht Jonas wirklich auf Liam, wie Milo vermutet und dieser findet Jonas auch interessant und hätte gegen Sex nichts einzuwenden, steht aber für eine Beziehung auf Milo, der ja bekanntermaßen in einer Fernbeziehung ist und sich für Liam unter keinen Umständen, für Jonas vielleicht trennen würde.

Gibt ja auch nicht nur Zweierkonstellationen in Beziehungen... Einfach einmal einen Gedanken daran verschwenden ;)

--- Kapitel 40 ---
Ich finde, diesmal hat Liam die Gedanken von Milo nicht verdient. Er hat sich vorher mit Jonas amüsiert und nun verstehen sich auf einmal Jonas und Milo so gut. Liam hat ja bereits sein fett wegbekommen und auch nicht besonders fair. Ich mag zwar Liam nicht so sehr, aber fair sollte es schon noch bleiben. Aber Milo und Liam haben bestimmte Charaktereigenschaften, die sich nicht so vertragen, zumindest wenn das Ziel Frieden sein soll. Und Jonas steht da sehr unglücklich zwischen den Stühlen.

Wie gesagt, Milo ist mit Luca glücklich. Jetzt wäre es zu wünschen, dass Liam vielleicht mit Jonas glücklich wird, solange Liam in der Lage ist, Beziehungen zu führen und nicht lieber einfach nur Sex mit dem nächstbesten hat. Vielleicht könnte Jonas Liam dann immer mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen...

diddel24 hat geschrieben:Man sagt das ungefähr 10% der Männer schwul sind[...]

Andere Schätzungen gehen nur von gut der Hälfte aus.

Dragon900 hat geschrieben:Ich frage mich ja, wie es im nächsten Part ausschaut. Vermutlich ein schnarchender Liam, der Milo in den Wahnsinn treibt.

An Milos Stelle hätte ich ein bisschen Angst, mit Liam in einem Abteil zu übernachten :D

Liebe Grüße,
Zuri (aka Zürich aka Żurek)
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

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