Die Herrschaft des Feuers

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ArokhsSohn
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon ArokhsSohn » 29 Dez 2016, 04:45

Zuri, der die Story „über Wasser“ hält, hat geschrieben:wenn du wieder etwas Luft hast und entspannt weiter schreiben kannst, freuen wir uns natürlich alle über einen neunen Part (auch hier rechne ich nicht mit Widerspruch^^)

Dem stimme ich zu 100% zu!

Und da ist sie ja, die Fortsetzung. Wuhuuu, was für ein schönes Weihnachtsgeschenk!!!

Koan, der Bruchlander hat geschrieben:Hart schlugen meine Wange und meine Brust auf den Boden

Au! Da war der Parkourlauf dann wohl zu Ende – aber gleich wieder so brutal!? Armer Koan, der Wortmaler kennt einfach kein Erbarmen. Da gibt es keine Gnade, nicht für uns und nicht für sie (die Hauptcharaktere). Übrigens war das gerade passender Weise ein Zitat aus dem Film „Die Herrschaft des Feuers“ von 2002 (der IMO nicht so übel ist, wie viele Kritiken behaupten) :-D

Koan hat geschrieben:das Mädchen war nach einem letzten Blick verschwunden

Hmmm, hab ich was verpasst oder vergessen? So oft und offensichtlich, wie das Mädel erwähnt wird, scheint sie irgendwie wichtig zu sein. Oder war das einfach nur zum Veranschaulichen der hoffnungslosen Situation gedacht?

Koan, der niemals Aufgebende, hat geschrieben:Es war keine Kraft da. Als würde sie mir entzogen werden.

Und damit könnte er gar nicht mal so falsch liegen, wenn man sich die Verbindung der beiden Jungs ins (nach all den Monaten stark beanspruchte) Gedächtnis ruft…

Och Mann, Leon, schon wieder ein gemeiner Cliffhanger und immer noch kein Zeichen von Lio. Nein, stattdessen hat die WachsmannPain(TM) GmbH & Co. KG erneut zugeschlagen und nun auch unseren zweiten Protagonisten in ungewisse Gesundheitsgefilde geschickt.

Wie sehr darf ich hoffen, den nächsten Teil in naher Zukunft (vielleicht ein Monat oder so?) lesen zu können? :-P

Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich auf die Fortsetzung, egal wie lange es dauern mag.

Meine Theorien:
1. Wenn Koan wieder aufwacht, befindet er sich endlich bei Lio
1.1 Er wird dann das gleiche zweifelhafte Vergnügen einer Begegnung mit dem Perversling haben
1.2 Er wird Lio völlig „geschädigt“ vorfinden
1.3 Er wird die Leiche von Lio vorfinden (das wagst Du nicht! (hoffe ich))
1.4 Er wird, zusammen mit Lio, durch die Nähe zu ihm neue Kraft für eine neue Aktion finden
2. Wenn Koan wieder aufwacht, befindet er sich in der Nähe von Lio (separater Raum)
2.1 Er wird für ein Verhör vorbereitet
2.1.1 Er wird davor jedoch unvermittelt von Lio befreit (Wie das? Auf die Erklärung wäre ich ja mal gespannt)
2.2 Er wird weggesperrt und wartet auf die Verhandlung
2.3 Er wird mit Herrn Morgenwind zusammen gesperrt
Usw., könnte hier noch viele Theorien aufführen, aber noch lieber würde ich gerne den neuen Teil lesen ^^

Mentol hat geschrieben:ich hoffe mal lio entgeht der Vergewaltigung und die 2 kommen heil aus der Sache raus

Der Autor, mürrischer Wortmaler und Striezer von Praktikanten, hat bekanntlich einen recht offensichtlichen Hang zum Sadismus, wenn es um ganz neue Dimensionen der Quälerei seiner Hauptcharaktere geht ^^ …


@Zuri: Applaus für Deinen Einfallsreichtum, um uns die elend lange Wartezeit auf den neuen HdF-Part zu verkürzen. Ich wurde gut unterhalten inzwischen ^^
*Btw., PhrasenwesenA ist inzwischen doch sehr besorgt, welches Ausmaß an Befugnissen die Abteilung Schleimpolizei inzwischen angenommen hat. Das ist nicht gut, gerade wo PhrasenwesenA schon wieder voller Lob in Gedanken ist. Sollte es dieses also lieber nur spärlich verteilen? Ach was, wo bleibt denn da der Spaß. Und außerdem, was gut ist, kann auch honoriert werden. Sollen die nur kommen, eine Kommentarflut ohnegleichen wird sie stoppen ^^

Zuri hat geschrieben:"Hmmm", machte das Informatikphrasenwesen.
"...", machte das Autorenphrasenwesen.
"Hast du was?", fragte der Wortmaler.

Haha, könnte direkt aus dem echten Leben stammen. Von Programmierung hat das PhrasenwesenA nämlich tatsächlich nicht die geringste Ahnung :-D

ein Befürworter drastischer Mittel hat geschrieben:Wenn Sie binnen einer halben Stunde nicht hier draußen sind, werden wir das Gebäude stürzen.

Hui, normalerweise werden Gebäude doch ersteinmal gestürmt, bevor sie gestürzt werden :-P Die Phrasenwesen und der Wortmaler müssen der SPZ (SchleimPolizeiZentrale) ja ein echter Dorn im Auge sein ^^


LG, Arokh

Re: Die Herrschaft des Feuers

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 29 Dez 2016, 20:57

ArokhsSohn hat geschrieben:@Zuri: Applaus für Deinen Einfallsreichtum, um uns die elend lange Wartezeit auf den neuen HdF-Part zu verkürzen. Ich wurde gut unterhalten inzwischen ^^

Danke, das freut mich sehr :)

Dann habe ich dich ja auch noch richtig eingeschätzt^^

Und einen Fehler hast du auch noch gefunden... ;)

Zuri 0:1 Fehlerteufel

Ich kann mir auch echt nicht erklären, wie die so mächtig geworden sind...

1. Koan wird zusammen mit Lio eingesperrt
1.1 Lio ist schwer verletzt, aber nicht vergewaltigt worden
1.1.1 Mjorv befreit beide
1.1.2 Dadurch, dass sie sich beide in der Nähe aufhalten, spenden ihnen die Male genug Kraft für einen Ausbruch
2. Koan wird alleine eingesperrt
2.1 Mjorv befreit Koan
2.1.1 Gemeinsam befreien sie Lio
2.2 Mjorv befreit Lio
2.2.1 Gemeinsam befreien sie Koan
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Mentol » 29 Dez 2016, 21:12

ArokhsSohn hat geschrieben:Der Autor, mürrischer Wortmaler und Striezer von Praktikanten, hat bekanntlich einen recht offensichtlichen Hang zum Sadismus, wenn es um ganz neue Dimensionen der Quälerei seiner Hauptcharaktere geht ^^ …


Erst an nen kubikmenschen verheiratet werden sollen, mehrfach fast von Monstern umgebracht werden, seinem ersten Schwarm (vermeintlich) beim sterben zusehen, anschließend mit nem launischen koan und 2 kleinen Kindern schwer verletzt im Herbst fast ne Woche durch den Wald laufen, die ganze Zeit von allem und jedem aufs Maul bekommen und jetzt auch noch ne Vergewaltigung? Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Das soll doch ne fantasy-liebesgeschichte werden, kein horrormärchen!

Lieber leon, gönn denen doch mal ne pause in der sie sich ein bisschen näher kommen und ihre magischen Fähigkeiten trainieren können. Die Audienz wäre sehr dankbar ;)

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Iroc » 30 Dez 2016, 00:41

Heyho, da bin ich schon wieder. :D

Wie es der Zufall will bin ich tatsächlich mal zum Schreiben gekommen. Hachja, die Weihnachtsferien sind schon was tolles. Dann stürze ich mich gleich mal in die Beantwortung der neuen Kommentare, bevor es wieder was neues zwischen die Augen gibt. :D

@Mentol:

Jop, aber es muss ja spannend bleiben, oder? :D
Ist aber auch nah am Tiefpunkt, das muss ich zugeben. Vielleicht kommen sie raus, vielleicht auch nicht? Wer weiß? Vielleicht lasse ich sie alle einfach an Ort und stelle sterben und ihr werdet das wahre Ende nur erfahren, wenn ihr das Buch kauft? :DD

@Arokh:

Hey, altes Phrasenwesen! :D Man hört von dir in diesem Thread mehr als von mir, also kann ich nicht "lang nix gehört" schreiben, da das überwiegend von meiner Abwesenheit abhängig ist. :D Aber schön, mal wieder mit dir zu schreiben. ^^

Da gibt es keine Gnade, nicht für uns und nicht für sie (die Hauptcharaktere). Übrigens war das gerade passender Weise ein Zitat aus dem Film „Die Herrschaft des Feuers“ von 2002 (der IMO nicht so übel ist, wie viele Kritiken behaupten) :-D


Ich und Gnade? Also wirklich. :D
Haha, hat also doch jemand den Film entdeckt. ^^ Tja, echt schade, dass es den Namen schon gibt, ich finder, er passt eigentlich ganz gut zu meiner Geschichte. Nunja, auf Dauer, wenn ich das Buch vielleicht auch mal in dem ein- oder anderen Buchladen stehen sehen will, muss ich mir da wahrscheinlich noch was anderes einfallen lassen.
Der Film ist tatsächlich nicht soo übel, nur etwas...Naja Amerikanisch? :D Kann mich aber nicht mehr in allen Details daran erinnern.

Hmmm, hab ich was verpasst oder vergessen? So oft und offensichtlich, wie das Mädel erwähnt wird, scheint sie irgendwie wichtig zu sein. Oder war das einfach nur zum Veranschaulichen der hoffnungslosen Situation gedacht?


Gut erfasst, sie spielt tatsächlich noch eine Rolle. Ich sage nur nicht, welche. :P Und nur, dass dur mit deinen Vermutungen daneben liegst. :P

Und damit könnte er gar nicht mal so falsch liegen, wenn man sich die Verbindung der beiden Jungs ins (nach all den Monaten stark beanspruchte) Gedächtnis ruft…


Hmm, ich helfe deinem Gedächtnis mal ein bisschen auf die sprünge, nachdem ich selbst nachlesen musste. :P
Also, Koans Kapitel beginnt eigentlich ziemlich genau in dem Zeitpunkt, an dem das von Lio endet. Die Brandmale kommen nicht von ungefähr, das ist ein Zeichen ihrer Verbundenheit und sie zeigen auch irgendwie an, was mit dem Anderen gerade so passiert. Wer es genauer lesen will, muss noch mal ein paar Seiten zurück blättern. :P
Jedenfalls muss wohl zu dem Zeitpunkt was anderes passiert sein, im weiteren Verlauf mit Lio oder allgemein mit ihrer Verbindung oder der verbindenden Kraft...
Ich weiß, ich stelle wieder mehr fragen, als ich kläre, aber so gehört sich das ja. :P

Wie sehr darf ich hoffen, den nächsten Teil in naher Zukunft (vielleicht ein Monat oder so?) lesen zu können? :-P


Hmm, sehr darauf, da du heute schon was neues bekommst. Es ist einer meiner guten Vorsätze für 2017, das Buch fertig zu machen und dadurch ist es in meiner ToDoIst Liste (gute App btw zum organisieren) mittlerweile mit der obersten Priorität zu behandeln. Vielleicht gibts also demnächst häufiger mal wieder was zu lesen, auch wenn ich mal wieder für nichts garantieren kann...

Von deinen Theorien kommt übrigens eine relativ nah dran. :P

Ich ein Sadist? Niemals! xD
Ich bin nur etwas...nunja...unbefangen im Umgang mit meinen Charakteren. :D

@Zuri:

Meinst du, wie die Menschen in der Stadt so mächtig wurden? :D
Naja, alles hat seinen Grund... :D

Eine deiner Theorien ist übrigens auch richtig, aber eins kann ich dir versprechen. :P
Mjorv findet erstmal keinen Weg in die Stadt. ^^

@Mentol:

Wow, gleich zwei Kommentare von dir. :D Respekt. (Y)

Hahaha, ich musste gerade echt herzhaft lachen, ja, das fasst es bisher irgendwie erstaunlich gut zusammen. xD
Es ist zwar kein Horrormärchen, aber auch keine pure Liebes ... sorry, ich bin leidher geradghw etwas abgekenkt, da mein liebster Freund meint mich in idiewsem Moment kitzlenin ztu müssen . Er hat anscheinend Langeweile. :D
ICH GLAUB ups capslock ich muss ihm gleich mal den neusten Part vorlesen, dann gibt er vielleicht Ruhe. :D

Also, es soll keine pure Liebesgeschichte werden, dafür kennt ihr mich mittlerweile genug. :D Sorry an alle Leser, die jetzt abspringen. :D
Aber ein bisschen Liebe wird es auch noch geben. Vielleicht auch gleich noch *hust*...
Wenn er denn Ruhe gäbe. :D

Okay, ne Pause wird kommen...So in 2-3 Kapiteln. :D Vielleicht. :D

So, in diesem Sinne, danke für die vielen Kommentare und viel Spaß mit dem nächsten Teil, den ich meinem großen Peiniger hier auch gleich mal präsentieren werde. :P

»-o-0-O-»«-O-0-o-«

KAPITEL ZEHN
Part dreizehn
Paskoan

Tiefe Finsternis erstreckte sich in meinem Geist, als ich wieder zu mir kam und leise stöhnte. Nur langsam fand mein Bewusstsein zurück in meinen Körper, doch was es dort vorfand war eine Welle aus pochenden, stechenden, ziehenden, wummernden und pieksenden Schmerzen, die sich langsam in allen Gliedern einfunden und nicht mehr weniger wurden. Ich stöhnte erneut. Warum waren sie da? Sie sollten doch einfach wieder weg gehen. Mein Bewusstsein wollte zurück in die Dunkelheit, doch den Gefallen tat mir mein Körper nicht. Mein Schädel schien schier zu platzen. Ich schlug die Augen auf, doch die Finsternis um mich herum wurde nicht weniger.

Ich hing mit meinem gesamten Gewicht an meinen Armen, die nach oben gebunden waren. Meine schmerzenden Handgelenke hingen in metallenen Schellen, die unter meinem Gewicht kalt und scharf in meine Haut schnitten. Kettenglieder klimperten, als ich mich ein wenig bewegte. Warmes lief die Arme hinab und mir in den Nacken. Meine Schultern brannten und waren in einem unnatürlichen Winkel gestreckt. Es stank bestialisch. Mein Gewicht zog schmerzhaft an meiner verletzten Brust, in dem ein kleines Inferno loderte, das bei jeder Bewegung sprunghaft explodierte. Meine Atmung beschleunigte sich, als ich merkte, dass ich in der Falle saß und die Panik kroch mir den Rücken hinauf. Doch mit jedem Atemzug wurde der Schmerz in meiner Brust schlimmer. Keuchend verdrehte ich die Augen und befahl meinen Körper zur Ruhe, was mehr oder weniger funktionierte, stattdessen versuchte ich meine direkte Umgebung zu erkennen. Ich spürte einen schmalen Steinvorsprung an meinem Rücken, dessen Kälte sich penetrant durch mein Hemd fraß und mich zittern ließ. An meinen Fußgelenken spürte ich ebenfalls metallische Fesseln, die mich noch weiter nach unten zogen und an meinem pochenden Bein zerrten. Der Verband schlackerte nur noch lose und schwer um meinen Unterschenkel. Ein wildes pochen gesellte sich zum gelegentlichen Zucken. Ich konnte meine Beine immerhin mehr oder weniger frei bewegen, was die an den Schellen befestigten Kettenglieder mit einem hellen Klirren beantworteten. Sie schienen in einem Bogen zu hängen und irgendwo rechts und links von mir verankert zu sein.

Plötzlich erschallte ein ähnliches Klimpern von gegenüber von mir. Ich blinzelte in die Dunkelheit hinein, doch ich konnte nichts ausmachen. Ich schloss die Augen wieder und bemühte mich, gegen all die hämmernden Schmerzen, mich zu konzentrieren. Ich spürte, dass ich nicht alleine war. Eine Person war gegenüber von mir, viele weitere Punkte in meinem Kopf über und unter mir. Dutzende noch schwächer und weiter weg, undeutlich, als wären sie verschleiert. Beinahe nur noch ein Glimmen. Ein Blitz durchzuckte meinen Kopf und brachte auch das letzte Bisschen Konzentration zu erliegen. Ein stechendes Brummen machte sich in meinem Kopf breit. Ich verdrehte wieder die Augen und ächzte leise. Ein weit entferntes Schreien hallte durch die Dunkelheit. Ein Echo, hundertfach gebrochen und gespiegelt. So etwas gab es sonst nur in tiefen Höhlen. War ich in einer Höhle?

Das Schreien ertönte erneut und es waren merkwürdige Laute dazwischen, die sich in meinem Kopf zu fernen Worten zusammensetzten.

»Nein! Ihr werdet niemals bekommen, was ihr wollt. Nicht auf diesem Planeten und nirgendwo sonst! Ahhr. Tötet mich doch! Dann habt ihr endlich die Genugtuung, doch niemals, was ihr wollt! Man kann Feuer nicht mit Feuer bekämpfen! Ah. Ahhhr. Ahhhhhhrg!«

Das Schreien ging weiter und mit einem Mal war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich gehört hatte, oder ob.

Gegenüber von mir regte sich wieder etwas. Die Ketten klimpern und etwas raschelte. Scheinbar waren alle anderen Wesen hier ähnlich aufgehangen, wie ich. So glatte Steine, die Echos so gut übertragen und so viel Metall waren ungewöhnlich für eine Höhle. Das hier musste eine Höhle der Menschen sein.

Eine raue, brüchige und doch irgendwie bekannte Stimme raunte durch das Gemäuer. Sie war sehr nah und schien von vorn zu kommen.

»Hey. Bist du wach?«

Ich brauchte einen Moment, bis ich die Worte verstand. Langsam nickte ich, so sehr es mein stechender Nacken zuließ, doch dann fiel mir ein, dass Menschen das in der Dunkelheit wohl nicht sehen könnten.

„Ja“ wollte ich sagen, doch stattdessen kam nur ein krächzendes »Ehh« aus meinem Hals. Meine Kehle war völlig ausgedörrt. Ich versuchte zu schlucken, doch stattdessen musste ich Husten. Das Inferno in meiner Brust schwoll wieder zu schier unerträglichen Schmerzen an, die mich kurz zurück in die Dunkelheit trieben, doch ebenso schnell kehrte ich wieder in meinen Körper zurück.

Ich musste mir wohl eine oder mehrere Rippen gebrochen haben.

»Wasser…« krächzte ich.

Mein Gegenüber lachte leise und verkündete mit ebenso brüchiger Stimme:

»Darauf kannst du hier lange warten. Dich haben sie wohl übler zugerichtet, als mich. Sehr zu Recht, wie ich finde. Was hast du Dummkopf dir dabei nur gedacht mich den Wachen direkt vor die Füße zu werfen? «

In seiner Stimme schwang unverhohlene Wut und Agression mit.

Mir dämmerte langsam, woher mir diese Stimme bekannt vor kam. Sie hatten uns zusammen festgenommen. Er war der mit dem Sack.

»O…Or…Orka?«


»Tut mir leid, ich habe mich noch gar nicht wirklich vorgestellt. Da wir vermutlich hier noch einige Zeit zusammen abhängen werden, sollte es sich lohnen, wenn wir uns gegenseitig kennen, du mieser Versager. Wahrscheinlich, damit ich dich finden und in Stücke hacken kann, wenn wir hier heraus kommen. Falls wir hier heraus kommen und du nicht vorher an den Ketten hängend verrottest, was ebenso gut möglich ist, mir aber weniger Befriedigung bescheren würde. Dann geht’s dir so wie dem alten Jimmy über dir.«

Er machte eine kurze Pause und raschelte. Möglicherweise deutete er mit irgendeinem Körperteil auf die Wand über mir. Ich hob meinen Blick mühsam nach oben, doch ich erkannte auch dort nur blanke Finsternis. Ich verstand ihn nicht. Warum hatte er auf einmal so einen freundlichen Ton in der Stimme und sprach so schreckliche Sachen? Musste es ihm nicht auch schlecht gehen? Wieder musste ich husten.

»Wenn du Durst hast kannst du natürlich die Wand ablecken und daran krepieren, wie all die Anderen vor dir hier, damit würdest du mir sogar einen Gefallen tun. Aber nicht mit mir. Ich halte das durch und komme hier wieder raus. Wenn möglich noch am Leben. Achja, ich wollte mich vorstellen. Orkan Morgenwind. Zu deinen Diensten. Zumindest, wenn du nicht so ein dreckiger Schwachkopf wärst, der obendrein nicht mal gut von Böse unterscheiden kann. Was treibt dich ins wunderschöne Sturmtal? Ach weißt du was? Eigentlich interessiert es mich nicht. Wie heißt du?«

Mein Kopf hatte Mühe mit den Schellen Worten von Orkan Schritt zu halten.
»Koan.«

»Und weiter?«

»Paskoan«

»Koan Paskoan? Was ist denn das für ein Name? Und kannst du eigentlich nicht vernünftig reden?«

»Wie lange hier?«

»Ah, endlich mal eine Sinnvolle Frage. Einen halben Tag, würde ich schätzen, seitdem sie uns in die Festung gezerrt haben und uns hier aufgehangen haben. Naja, lieber so aufgehangen, als anders herum. Auch wenn die Hundesöhne meine Fesseln vielleicht etwas enger machen könnten.«

Ich verstand nicht. Warum sollte er seine Fesseln enger wollen? Mir tut es auch so schon sehr weh. Ich könnte schreien. Doch ich tat es lieber nicht. Meine Rippen würden nur wieder weh tun.

»Und eigentlich würde ich jetzt daheim vor dem Ofen sitzen und meine Rubine zählen.« fuhr er fort. »Aber nein, irgend so ein dahergelaufener, unfähiger Mistkerl musste mich ja vom Dach werfen, direkt vor die Füße der Wachen. Kannst du eigentlich nichtmal vernünftig reden?«

»Ich…reden kann. Und ich dich nicht von Dach geworfen. Lio…«
Ich ächzte, als mir wieder einfiel, warum ich hier war. Durst… Warum konnte Orkan noch so viel reden, er hing doch hier schon genauso lange, wie ich.

»Was willst du? Lio? Wenn du scheißen musst, lass es einfach laufen. Der, der es unter dir abbekommt kann ruhig wütend sein. Soll er doch hoch kommen. Auch wenn hier niemand mehr so erpicht aufs Klettern zu sein scheint. Offensichtlich halten die es hier nicht so mit dem Füttern, ganz im Gegenteil zu einigen anderen Gefängnissen, die ich schon von innen besichtigen durfte. Heute hatten sie anscheinend besonders schlechte Laune und haben uns in den Sterbeturm gehangen. Diese Sturmtaler sind echt radikal, das muss man ihnen lassen.«

Ich stöhnte leise, als ich meinen schmerzenden Kopf in verschiedene Richtungen drehte und versuchte, andere Menschen auszumachen, doch es gelang mir nicht. Es war einfach absolut dunkel.

»Wie kamst du eigentlich auf die Idee mich zu verpfeifen? Ach ja, stimmt ja, du kannst ja gar nicht Sprechen. Selbst von einem dreckigen Hundesohn einer verlaufenen Dorfdirne hätte ich mehr erwartet. So jemand schwachsinniges ist mir tatsächlich noch nicht unter gekommen. Und ich kenne viele Schwachmaten, doch bisher war keiner so, wie...«

Seine Tiraden wurden jäh von einem lauten Poltern unterbrochen. Mein Kopf fuhr nach oben, was noch im gleichen Moment von einem beißenden Ziehen in meinem Nacken quittiert wurde. Eine Tür, viel weiter oben, schwang auf und ließ einen gleißend hellen Lichtschein in den Turm. Ich schloss die Augen, doch auch meine Augenlider konnten meine nun empfindlichen Augen nicht davor schützen, geblendet zu werden. Aus einem Reflex heraus wollte ich mir die Hand vor das Auge ziehen, doch das ging nicht und brachte mich ungewollt in ein schmerzhaftes Pendeln.

Oben aus dem Licht tauchte ein Wesen auf, das ich erst für eins der Monster hielt, doch dann, als sich meine Augen langsam an das nicht einmal allzu helle Licht von flackernden Fackeln hinter der Tür gewöhnt hatten, stellte sich heraus, dass es nur ein extrem voluminöses Beispiel der Menschen war. Es trug eine Rüstung, die überall aus den Nähten zu platzen schien und auf seiner blanken Stirn glänzte der Schweiß. Seine Augen verschwanden in den tiefen Höhlen und wirkten, als wären sie gar nicht vorhanden. Ein eindrucksvolles Doppelkinn wölbte sich unter seinem nur spärlich vorhandenen Bart. Er trug ein Stück Fleisch in der Einen und eine Kerze in der Anderen Hand, die er neben der Tür an einem Haken befestigte.

»Ruhe dort unten! Sonst kann ich euch noch langsamer und qualvoller sterben lassen!«
Mürrisch biss er von seinem Fleisch ab und schmatzte laut.

»Noch seid ihr vorlaut, aber das wird euch schnell vergehen, das werdet ihr schon noch sehen.«

Er wandte sich zum gehen und furzte noch einmal genüsslich. Nicht, dass es den eh schon bestialischen Gestank hier noch hätte verschlimmern können. Die schwere, hölzerne Tür schwang mit einem lauten Knallen wieder zu und hätte beinahe die Kerze zum erlöschen gebracht, die er scheinbar hier vergessen hatte. Laut hallte das schabende Geräusch eines Riegels durch den Turm, der vor die Tür geschoben wurde.

Ich beobachtete das Innere des Gebäudes. Die schwach flackernde Kerze spendete spärliches Licht und ließ tauchte die Situation in ein neues Licht. Es war offensichtlich ein gemauerter Turm. Viel weiter oben, bestimmt einige dutzend Körperlängen, befand sich eine kreisrunde Ebene, die im Inneren des offensichtlich runden Gemäuers einen Ring um den Schacht bildete, auf der sich auch die Kerze und die Tür befanden. Darunter waren Ketten erkennbar, an denen dunkle Schemen hingen. Viele dunkle Schemen. Viel mehr, als ich Lichtpunkte gesehen hatte. Keiner der Schemen bewegte sich. Mir schauderte und ich hustete erneut.

Vor mir konnte ich nun auch einen Schemen erkennen. Orkan hing ebenso wie ich an dicken Eisenringen, die in der Wand verankert waren. Er sah mich aus undefinierbaren, dunklen Augen blitzend an, so als würde er überlegen, wie mich am besten umbringen könnte.

Er schüttelte mit dem Kopf und flüsterte dieses Mal:
»Egal, um die Feindseligkeiten kann ich mich auch noch kümmern, wenn wir hier heraus sind und ich mein Leben darauf ausrichten kann, dich zu Jagen und dir das Leben möglichst lange zur Hölle zu machen. Erst einmal müssen wir gucken, wie wir hier heraus kommen. Ich habe keine Lust, wie die alle hier zu verrotten. Irgendeinen Weg gibt es immer. Und du wirst mir helfen, ihn zu finden.«

»-o-0-O-»«-O-0-o-«

Btw, neues, weihnachtliches Unterteilungszeichen. :P
How many homophobes does it take to change a light bulb? None. They're afraid of change, even if it will make the world a brighter place.

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon ArokhsSohn » 30 Dez 2016, 12:31

Heyhey, das ist ja schön, dass es so schnell weiter geht. Dein Vorsatz gefällt mir übrigens sehr gut :good:

Danke, dass Du mir bezüglich der Verbindung der beiden nochmal auf die Sprünge geholfen hast. Da hat mich mein Sieb von Gedächtnis ja nicht vollständig getrügt.
Von den Theorien, die nah dran kommen, ist es hoffentlich nicht die mit der Leiche O.o

Haha, und ein schöner Special-Effect, wie Du den Kommentar instant verfasst hast, ohne die Kitzelattacke zu „vertuschen“ :lol:

Zum aktuellen Part:
armer Koan hat geschrieben:War ich in einer Höhle?

Wohl eher in einer Hölle! Der arme Koan, beim Lesen seiner Gefangenschaftsumstände tut einem ja beinahe selbst alles weh.

mit einem Mal war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich gehört hatte, oder ob.

Da fehlt ein „nicht“ am Ende, oder?

O…Or…Orka? hat geschrieben:Da wir vermutlich hier noch einige Zeit zusammen abhängen werden,

Haha, da ist er, der sogenannte Galgenhumor ^^

O…Or…Orka(n) hat geschrieben:Diese Sturmtaler sind echt radikal

Die sind nicht nur radikal, die sind echt barbarisch. Ich stelle mir gerade vor, wie Dutzende Gefangene in einem Turm aufgehangen sind, wie geräucherte Würstchen – in völliger Dunkelheit und Orientierungslosigkeit. Widerlich. Aber ernsthaft, warum kann der Morgenwind noch so gut reden? Ist da was faul?

Er wandte sich zum gehen und furzte noch einmal genüsslich. Nicht, dass es den eh schon bestialischen Gestank hier noch hätte verschlimmern können.

Hahaha, sorry Leon, ich weiß, die Szene ist alles andere als witzig, aber so banal und trocken, wie Du das geschrieben hast, musste ich erstmal laut lachen :-D Koan möge mir verzeihen, aber in Sturmtal geht es scheinbar überall windig zu ^^

Kerze spendete spärliches Licht und ließ tauchte die Situation

Und
Wie (er) mich am besten umbringen könnte

Da war einer von den gemeinen Fehlerteufeln am Werk.


Hui, es geht endlich mal weg von der Straße, hinein ins Verließ. Und wahrlich, verlassen sind die armen Leute dort so was von.
Hmm, vielleicht kann Koan ja etwas mit der zurück gelassenen Fackel anfangen. Evtl. ist das Feuer irgendwie über seine besonderen Fähigkeiten zu nutzen…

Leon, es war eine Freude, mal wieder einen neuen Teil lesen zu dürfen – vor allem nach so kurzer Zeit, Wow. Jetzt steigt meine Hoffnung langsam, dass wir bald etwas Neues von Lios Lage erfahren.

Liebe Grüße und auch Dir einen guten Start ins neue Jahr (möglichst ohne Rutschen, kann gefährlich sein),
Arokh

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 30 Dez 2016, 20:24

Der 'Deutschland sucht den Supersadisten'-Gewinner hat geschrieben:Vielleicht lasse ich sie alle einfach an Ort und stelle sterben und ihr werdet das wahre Ende nur erfahren, wenn ihr das Buch kauft? :DD

Dann frage ich einfach Kivan. Wenn ich ihn so anschaue wie er Kathy, kann er mir den Wunsch sicherlich nicht abschlagen :P

Das Mädchen wird Koan möglicherweise interessieren. Ich nahm erst an, dass Koan sich nicht durch gesellschaftliche Zwänge gebunden fühlen und Lio seine Gefühle, die er möglicher- und wünschenswerterweise für ihn entwickelt, zeigen würde, aber möglicherweise nimmt er doch denselben Umweg und interessiert sich erst einmal für dieses Mädchen... Oder Lio denkt das nur... :P

Ich meinte eigentlich, wie die Schleimpolizei so mächtig wurde^^

Das Schreien ging weiter und mit einem Mal war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich gehört hatte, oder ob.

Sollte der Satz ursprünglich noch weitergehen...?

In den ersten Kapiteln sollte Lio doch Frella von Sturmtal heiraten. Also sind Koan und er offensichtlich in einem Nachbarkönigreich gelandet...

»Ich halte das durch und komme hier wieder raus. Wenn möglich noch am Leben.
[...]
Kannst du eigentlich nichtmal vernünftig reden?
[...]
So jemand schwachsinniges ist mir tatsächlich noch nicht unter gekommen.
[...]
Egal, um die Feindseligkeiten kann ich mich auch noch kümmern, wenn wir hier heraus sind [...]. Erst einmal müssen wir gucken, wie wir hier heraus kommen. Ich habe keine Lust, wie die alle hier zu verrotten. Irgendeinen Weg gibt es immer. Und du wirst mir helfen, ihn zu finden.«

Er hält also Koan für schwachsinnig, glaubt aber ebenso, dass der ihm bei der Flucht behilflich sein kann und kein Klotz am Bein sein wird?

Dich haben sie wohl übler zugerichtet, als mich. Sehr zu Recht, wie ich finde. Was hast du Dummkopf dir dabei nur gedacht mich den Wachen direkt vor die Füße zu werfen?
[...]
Und eigentlich würde ich jetzt daheim vor dem Ofen sitzen und meine Rubine zählen. Aber nein, irgend so ein dahergelaufener, unfähiger Mistkerl musste mich ja vom Dach werfen, direkt vor die Füße der Wachen.
[...]
Zumindest, wenn du nicht so ein dreckiger Schwachkopf wärst, der obendrein nicht mal gut von Böse unterscheiden kann.
[...]
Da wir vermutlich hier noch einige Zeit zusammen abhängen werden, sollte es sich lohnen, wenn wir uns gegenseitig kennen, du mieser Versager. Wahrscheinlich, damit ich dich finden und in Stücke hacken kann, wenn wir hier heraus kommen. Falls wir hier heraus kommen und du nicht vorher an den Ketten hängend verrottest, was ebenso gut möglich ist, mir aber weniger Befriedigung bescheren würde.
[...]
Egal, um die Feindseligkeiten kann ich mich auch noch kümmern, wenn wir hier heraus sind und ich mein Leben darauf ausrichten kann, dich zu Jagen und dir das Leben möglichst lange zur Hölle zu machen.

Also hat Koan jetzt einen Mithäftling, der mit ihm gemeinsam fliehen will und obendrein in der selben Person auch noch einen Todfeind und muss sich (zumindest vorerst) nicht den Wachsmann mit Lio teilen...

Wegen "so einer Kleinigkeit" hasst Orkan Koan (interessanterweise wäre ersterer ein Anagramm von letzterem, würde man das "r" weglassen) jetzt? Oder geht es ihm nur ums Prinzip und er macht das immer so? Wenn das der Fall ist, ließe sich das Schlimmste vielleicht noch abwenden...

Viel habe ich nicht gesagt, aber viel kommentiert. Kennst mich ja^^

Iroc hat geschrieben:»-o-0-O-»«-O-0-o-«

Btw, neues, weihnachtliches Unterteilungszeichen. :P

Hat was, auch wenn die "»«" etwas klein wirken :D

Zumindest sind das Ketten und keine Seile, sonst würde die Umschreibung Sadismus nicht mehr ausreichen... Was aber unter Umständen den Ausbruch erleichtern würde...

ArokhsSohn hat geschrieben:
O…Or…Orka? hat geschrieben:Da wir vermutlich hier noch einige Zeit zusammen abhängen werden,


Haha, da ist er, der sogenannte Galgenhumor ^^


Koan Paskoan hat geschrieben:Nur langsam fand mein Bewusstsein zurück in meinen Körper, doch was es dort vorfand war eine Welle aus pochenden, stechenden, ziehenden, wummernden und pieksenden Schmerzen, die sich langsam in allen Gliedern einfunden und nicht mehr weniger wurden. Ich stöhnte erneut. Warum waren sie da? Sie sollten doch einfach wieder weg gehen. Mein Bewusstsein wollte zurück in die Dunkelheit, doch den Gefallen tat mir mein Körper nicht.

Haha, da ist er der Koandenk :D

ArokhsSohn hat geschrieben:Aber ernsthaft, warum kann der Morgenwind noch so gut reden? Ist da was faul?

Vielleicht soll Koan ihm dafür beim Ausbruch helfen und wird dann dafür noch einmal gefoltet... Ach, könnten die eh machen...

Dass da immer wieder Leute einfach sterben, erinnert mich echt stark an Konzentrationslager.

Da ja Fantasy meistens zum Teil im mittelalterlichen Kontext angesiedelt ist, ist das auch gar nicht so falsch. Vor dem Nationalsozialismus schien sogar Karl der Große so etwas in stark vereinfachter und sicherlich vielfach harmloserer Form bereits gehabt haben.

ArokhsSohn hat geschrieben:Koan möge mir verzeihen, aber in Sturmtal geht es scheinbar überall windig zu ^^

Sogar Morgens bei O... Or... Orka(n) ;)

Auch von mir einen guten Rutsch auf der Schleimspur direkt rein in ein neues, möglichst produktives, aber ebenso auch glückliches und zufriedenes Jahr :P ;)

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Mentol » 01 Jan 2017, 17:01

Iroc hat geschrieben:Heyho, da bin ich schon wieder. :D

Rette sich wer kann! ;P

Iroc hat geschrieben:Dann stürze ich mich gleich mal in die Beantwortung der neuen Kommentare, bevor es wieder was neues zwischen die Augen gibt.

Tut das nich weh? ;)

Iroc hat geschrieben:Vielleicht lasse ich sie alle einfach an Ort und stelle sterben und ihr werdet das wahre Ende nur erfahren, wenn ihr das Buch kauft?

Dafür muss es erstmal fertig werden ;P

Aber die Idee wäre interessant. Die vermeintlichen hauptcharaktere sterben lassen und dann wo anders mit der eigentlichen Geschichte anfangen. Oder die Erlebnisse in der Stadt sind ein fiebertraum auf den Rücken der Wölfe und sie erwachen durch ihren Tod daraus (so ähnlich wie dylans Besuch auf Nero in skys evo-geschichte). Eine Art Vorwarnung, was passiert wenn sie die Stadt getrennt betreten. Dann würden sie auch wissen, wer Ihnen weiterhelfen kann (das Mädchen und der Dieb, eventuell auch der Dealer vorm Stadttor) und könnten durch ihre "Erfahrung" vom Traum die Ungerechtigkeit in der Stadt beheben. Wär ein genialer storytwist und ne gute Möglichkeit die Geschichte auszubauen. Dadurch könnten Sie auch zu ihrem (dringend benötigtem) Training kommen.

Iroc hat geschrieben:Hahaha, ich musste gerade echt herzhaft lachen, ja, das fasst es bisher irgendwie erstaunlich gut zusammen. xD

Sehr gut, mein Kommentar hat seine Wirkung nicht verfehlt :P

Zu Arokhs ausbruchtheorie:
Koan kann zwar mit Feuer umgehen, aber ich glaube seine Spezialität ist Pflanzenmagie. Das passt auch damit dem Rest seines Charakters zusammen:
- Er ist im Wald aufgewachsen
- Sein "Unfall" im Wald, nachdem er lio getroffen hat, als er statt die Erde zu verbrennen das Gras hat wachsen lassen
- sein Zeichen am Arm, welches (wenn ich mich recht erinnere) einen Baum und Blumen darstellt.

Lios Spezialität ist dann (gemessen am Zeichen) das Feuer. Die Monster brennen zwar alles nieder, allerdings ist Licht auch ihre Schwachstelle, da sie dadurch nachts sichtbar werden. Es heißt ja auch Feuer mit Feuer bekämpfen ;)

Grüße, Alex

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 01 Jan 2017, 17:45

Bis zu der Sache auf der Lichtung beherrschte Koan offenbar das Wachsenlassen von Pflanzen überhaupt nicht und Lio setzte sein Mal bisher zur Heilung ein. Aber Lio und Feuer...?
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Mentol » 01 Jan 2017, 17:55

Er muss es erstmal lernen, aber trotzdem glaube ich, dass das sein Talent ist. Elektrizität wäre auch ne Möglichkeit, da diese ebenfalls Licht erzeugt. Das würde auch besser zu der Art passen wie er das Dorf in Schutt und Asche gelegt hat.

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 01 Jan 2017, 18:19

Lio hat ein Dorf in Schutt und Asche gelegt!? :O

Elektizität? Warte... Das erinnert mich an was...
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Mentol » 02 Jan 2017, 09:04

Zuri hat geschrieben:Lio hat ein Dorf in Schutt und Asche gelegt!? :O

Ja, nachdem sie die beiden kleinen Kinder durch den Wald getragen haben, kamen sie in ein Dorf, welches in der Nacht von Monstern angegriffen wurde. Von dem Dorf war nich mehr viel über, nachdem lio sauer geworden is. Müsste Kapitel 7 oder 8 gewesen sein.

Nein, eher wie bei luxs elementist-skin in der Sturm-form (league of Legends).
Bin leider zu doof das hier als Bild darzustellen, daher müsst ihr euch mit links zufrieden geben ^^

Bild 1
Bild 2

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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 02 Jan 2017, 19:45

Stimmt, du hast recht. Das ist so verdammt lange her... :O

Ahso, okay. Du bist also LoL-Spieler. Ich zocke kaum, aber kenne das von meinem Bruder ;-)
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 12 Jan 2017, 20:05

Alle, die jetzt mit einem neuen HdF-Teil gerechnet haben, muss ich jetzt bitter enttäuschen. Wer gerne liest, und sich an meine tertiäre Story rantraut, dem sei die Wartezeit bis zu diesem aber zumindest ein klein wenig verkürzt ;)

Als ich jetzt kürzlich von Windows auf Linux umgestiegen bin, hat mir das die Formatierung des Teils total durcheinandergeworfen, sodass ich nur die allseits bekannten und beliebten Rechtecke mit den vier Zahlen drinnen hatte. Hätte ich jetzt mit Lotto spielen können, aber ich habe mir lieber wieder das Zeichen aus dem Unicodezeichensatz ergoogled. War auch nicht sonderlich schwierig: Es handelte sich um zwei Gevierteiltstriche und einen Haufen Anführungszeichen, wobei mich bei letzteren wunderte, wieso Linux damit Probleme hat...

Ich muss zugeben, dass der Großteil des nun folgenden Teils nicht meiner, sondern Lewis Carols Feder entsprungen ist und ich ihn nur meinen Zwecken angepasst habe. Die nächsten Teile entsprechen dann wieder mehr meinen Stil. Wem Lewis Carol nichts sagt, wird sicherlich bald erraten, wohin es unsere lieben Phrasenwesen verschlagen hat :D

Und es geht weiter mit:
WtF :D So heißt überigens das Crossover jetzt offiziell :P

Als ich übrigens vor nunmehr zehn Jahren mit meinen Eltern im Harz im Urlaub war, wohnten wir in einem Dorf namens "Altenau", was ein bisschen an Altleben erinnert, aber wir besuchten an einem Tag einen sogenannten 19-Lachter-Stollen in einem Ort namens Wildemann. Also wenn da nicht jemand kreativ war ;)


Zuri (31. Jul 2015) hat geschrieben:Für mich klingt das etwas nach Alice im Wunderland.


Zuri (15. Jan 2016) hat geschrieben:Na, so ganz ohne Recherche kommst du auch nicht aus :P Es sei denn, du schreibst Alice im Wunderland. Okay, es ist weniger die Recherche als die interne Logik, ja.


Zuri (03. Apr 2016) hat geschrieben:
ArokhsSohn hat geschrieben:Oje, Du entdeckst bestimmt noch das ein oder andere Plothole, hoffentlich bleibst Du nicht in einem stecken.


Tja, dann lieber in einem Rabbit hole. Was meinst du, wo ich (und möglicherweise auch ein paar andere) diese verrückten Ideen herbekommen?


ArokhsSohn (29. Nov 2016) hat geschrieben:
die Drogenfahndung hat geschrieben:Ähm... Das klingt gerade etwas nach Drogen


Was meinst Du, woher mir die ganzen Ideen kommen ^^ Nein, Spaß, es soll ja mitunter ein wenig rätselhaft/kryptisch klingen.


Zuri (09. Okt 2016) hat geschrieben:Ich hoffe zumindest, dass es kein Kaninchenbau ist, denn wir wissen, ja, dass dahinter sich ganze Welten verstecken, die, durch nach Verzehr der richtigen Speise zu notwendiger ursprünglicher Größe zurückgekehrt, man nach einem solchen Fall auf wundersame Weise bereisen kann.


Zuri (28. Aug 2016) hat geschrieben:Nicht, dass jetzt die vier- bis fünfbuchstabigen Schreiberlinge/Phrasenwesen jetzt ein Crossover zu "Alice im Anderland" oder so machen^^


Zuri (10. Nov 2016) hat geschrieben:Ich hab's! Wandel des Herzens ist eigentlich Wunderland. Dann wäre Sandy sicherlich die Grinsekatze (makaberer Gedanke), die die Kunst des Verdampfens (offenbar erst durch Tim Burtons Verfilmung so benannt) beherrscht, sodass sie verschwinden, aber ihr lächeln zurückbleiben kann.
Obwohl ich mir Sandy eher mit dem Lachen einer Bellatrix Lestrange vorstellen kann :D


Wusste ich also schon vorher, dass ich das schreiben wollte? Ganz klar: Nein. Die Idee kam mir erst, als ich bereits mit der tertiären Kapitel angefangen, die ersten Kapitel schon geschrieben hatte und ich in Rücksprache mit Leon erfuhr, dass ich noch etwas Luft für das Schreiben von neuen Parts für die tertiäre Story hatte. Also bewusst hatte ich den Gedanken nicht; höchstens unterbewusst.

Und was haben die Illuminaten damit zu tun!? :O

Hilfe, wo ist mein Aluhut!? :O Leon, hast du deinen schon verschenkt, wie alles andere an dir, du

Zuri hat geschrieben:menschliches Ersatzteillager mit Fundbüro für alle, die für irgendeinen Verdienst belohnt werden sollen


falls du den noch nicht verschenkt haben solltest.

Tja, da bleibt nur noch zu fragen: Was haben die Illuminaten damit zu tun? Oder besser nach modernerer Art der Fomulierung nach Reichsbürgerart (nein, das ist keine Schnitzelvariante, sondern eine Zuordnung für Verrückte (oh mist, ich bin ja auch verrückt, wenn auch anders, aber was sollen denn Muslime sagen, wenn man über den IS redet?)): "Was haben die Aldebaraner damit zu tun?"
Erinnert mich irgendwie an den von Großmoff Wilhuff Tarkin kurz nach dem Diebstahl der Todessternpläne von Scarif bei einem Verhör zum Test der Feuerkraft einer Weltraumkampfstation ausgelöschten Planeten, Heimat Bail Organas und Leia Organa Solos (Achtung, Legend!).

-o-0-O-0-o-

"Hier spricht das SEK. Das Gebäude ist umstellt. Kommen Sie mit erhobenen Händen heraus. Sie widersetzen sich Anordnungen der Schleimpolizei und leisten damit Widerstand gegen die Staatsgewalt. Wenn Sie binnen einer halben Stunde nicht hier draußen sind, werden wir das Gebäude stürzen."
"Was jetzt?", wiederholte das fünfbuchstabige Phrasenwesen noch einmal die bereits gestellte Frage.
"Ich glaube, es sollte uns möglich sein, genug über die kriminellen Aktivitäten der Schleimpolizei herauszufinden, um sie beim SEK ans Messer zu liefern. Die könnten sich damit also eventuell sogar doch noch als hilfreich erweisen."
Wie um das Gesagte zu neutralisieren erklang erneut eine Stimme, diesmal von vor der Tür.
"Wir haben euch gefunden. Und ihr solltet euch jetzt wünschen, dass euch das SEK hier rausgeholt hätte. Wir sind nämlich etwas unbequemer. Ihr wollt es aber offensichtlich auf die harte Tour. Wer nicht hören will, bekommt halt eben die Konsequenzen zu spüren. Lass sie uns ausräuchen!"
Die beiden Phrasenwesen gaben sich nun alle Mühe, ihre Gesichtsfarbe der des kürzlich noch dagewesenen ehemals pinken, nun weißen Hippos anzunehmen, als sei dies ein neuer Modetrend. Welche Gesichtsfarbe Zorro hinter der Maske hatte, ließ sich allenfalls erahnen.
Einen Moment später zog Rauch durch die Belüftungsanlage in den Raum und schon bald gab es kein Entrinnen mehr. Selbst Stoff vor Nase und Mund stellte nur ein kurzzeitiges Entkommen dar und konnte den Rauch nicht lange aufhalten, bis er sich seinen Weg in die Atemwege bahnte.
"Das ist kein normaler Rauch", stellte Zorro kurz danach leicht nasal fest.
"Wäre es ein Betäubungsgas", meinte das fünfbuchstabige Phrasenwesen, "wären wir schon längst bewusstlos."
"Ähm...", räusperte sich nun das vierbuchstabige Phrasenwesen und klang dabei, als hätte es Distickstoffmonoxid (N2O), auch bekannt unter seinem Trivialnamen Lachgas, konsumiert. Doch dann war die Stimme wieder normal. "Lachgas ist es auch nicht."
Mittlerweile war der Rauch relativ dicht und sie konnten nur noch schwerig etwas erkennen. Auf einmal huschte etwas weißes an ihnen vorbei.
"Habt ihr das auch gesehen?", rief Zorro gleich darauf mit ziemlich schriller Stimme, als habe er auf einmal eine Spinne entdeckt.
"Nee, was denn?"
"Ist das Hippo wieder reingekommen?"
"Nee, das ist zwar auch weiß, hat aber keine so langen Ohren."
"Ich komme zu spät... Muss mich beeilen..."
"Sag bloß, du siehst schon weiße Mäuse!?"
"Kaninchen."
"Das ist nicht dein Ernst!"

Wieder schrie Zorro, aber nun lauter und schriller als zuvor und als es die beiden Phrasenwesen für möglich gehalten hatten. Er zeigte auf ein Grinsen, welches vor ihm in der Luft schwebte und ihn — was sollte es auch anderes tun — angrinste. Nach und nach erschien ein Gesicht und letztlich eine gesamte Katze.
"In der Richtung," sagte die Katze, die rechte Pfote schwenkend, "wohnt ein Hutmacher, und in jener Richtung," die andere Pfote schwenkend, "wohnt ein Faselhase. Oder sollte ich ihn 'Phrasenhase' oder 'Faselwesen' nennen? Besuche welchen du willst: sie sind beide toll."
"Aber ich mag nicht zu tollen Leuten gehen," bemerkte das vierbuchstabige Phrasenwesen.
"Oh, das kannst du nicht ändern," sagte die Katze: "wir sind alle toll hier. Ich bin toll. Du bist toll."
"Woher weißt du, daß ich toll bin?" fragte das Phrasenwesen.
"Du mußt es sein," sagte die Katze, "sonst wärest du nicht hergekommen."
Es fand durchaus nicht, daß das ein Beweis sei; fragte jedoch weiter: "Und woher weißt du, daß du toll bist?"
"Zu allererst," sagte die Katze, "ein Hund ist nicht toll. Das giebst du zu?"
"Zugestanden!" sagte es.
"Nun, gut," fuhr die Katze fort, "nicht wahr ein Hund knurrt, wenn er böse ist, und wedelt mit dem Schwanze, wenn er sich freut. Ich hingegen knurre, wenn ich mich freue, und wedle mit dem Schwanze, wenn ich ärgerlich bin. Daher bin ich toll."
"Ich nenne es spinnen, nicht knurren," sagte das fünfbuchstabige Phrasenwesen.
"Nenne es, wie du willst," sagte die Katze. Dann verschwand sie wieder, wobei sie mit der Schwanzspitze anfing und mit dem Grinsen aufhörte, das noch einige Zeit sichtbar blieb, nachdem das Übrige verschwunden war.
"Was nehmen die da, um uns auszuräuchen!?", fauchte das vierbuchstabige Phrasenwesen.
"Die haben uns unter Drogen gesetzt!", vermutete das fünfbuchstabige Phrasenwesen entsetzt.
"Halt, halt. Das wissen wir gar nicht."
Nun konnten sie nicht einmal sich selbst sehen, folgten ihren Stimmen, irrten umher, fanden sich aber nicht und glaubten, jeden Moment hart gegen die Wände des Raumes zu stoßen oder ungewollt in die Arme eines anderen zu laufen, doch nichts dergleichen geschah. Irgendwann rissen die Nebelschwaden auf und sie fanden sich vor einer langen Tafel in einem Garten wieder. Sie trauten ihren Augen nicht.
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 19 Jan 2017, 21:05

Ungeduldig wartende: Folgt mir! Dort gibt es einen neuen Teil der tertiären Story ;)
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Re: Die Herrschaft des Feuers

Beitragvon Zuri » 28 Jan 2017, 16:53

Und wieder aufs neue ist es soweit und es folgt statt langen Worten heute gleich der nächste Teil:

"Die Raupe bekommt ihren Tee oder die Zutaten von einem gewissen... Himmel!", teilte der Faselhase mit.
"Was hast du?", fragte das vierbuchstabige Phrasenwesen vorsichtig.
"Ich hätte fast meinen Tee verschüttet."
"Aber warum?"
"Das weiß ich nicht mehr."
"Und der Typ, der der Raupe den Tee bringt?"
"Achso der. Sky. Ja, so heißt er."
Der Märzhase nickte, wie um sich selbst zu bestätigen und wurde dann wieder nachdenklich.

Irgendwo schlug ein Gong und eine Schildkröte erschien in einer Sänfte. Ihr Blick war glasig. Als sie ein Bein hob, um die Sänfte zu verlassen, eilte ein greiser Diener herbei, um ihr den Arm zu reichen, welcher ihr den Ausstieg erleichtern soll. Doch sie lehnt mit einer harschen Handbewegung wortlos ab und lässt sich am Tisch nieder.

"Die Raute Nimmersatt ist bedauerlicherweise im Amt verstorben und konnte nicht zu ihrem Geburtstagsessen erscheinen, Milady." Die Schildkröte nickte verständnisvoll. "Die ist schon über zweihundert Jahre alt", flüsterte der Hutmacher und stieß damit das ihm am nächsten stehende Phrasenwesen an, um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen.

"Obsolem mochte sie eh nicht. Auch die schwarze null ließ sich leider entschuldigen. Harrison Ford wurde dank Disney von seinem Sohn getötet und auch George Clooney konnte in der kurzen Zeit für ihr leibliches Wohl nicht besorgt werden." Wieder nickte die Schildkröte. "Aber ein paar ihrer alten Freunde sind tatsächlich erschienen: Da haben wir einmal den Hutmacher." Er zeigte auf den Hutmacher. "Daneben..." Er zeigte wieder auf den Hutmacher. "... haben wir Johnny Depp. Daneben wiederum..." Diesmal wies er auf das schlafende Murmeltier, welches auch eine Haselmaus sein könnte. "... sitzt Mad Eye Mattis. Zu dessen Linken..." Er wies ins Leere. "... haben wir Sarah Wagenknecht und Oscar Lafontaine. Die sind aber nur hier,  weil Sarah überraschend und entgegen aller Erwartungen — auch der Kritiker übrigens, die sie übrigens bezahlte — nicht zur Oscarverleihung zu ihrer Hauptrolle im autobiographischen Film 'Das fünfte Rad am Wagen' eingeladen wurde. Aber wenn man erst einmal einen Oscar für sich gewonnen hat, kann man sowas mit Fassung tragen. Nebst dem Ehepaar Wagenknecht-Lafontaine hat Platz genommen..." Er zeigte auf das fünfbuchstabige Phrasenwesen "...George R. R. Martin(?)...", woraufhin diesem die Röte ins Gesicht schoß. Seine Hand wanderte am vierbuchstabigen Phrasenwesen vorbei und zeigte erneut ins Leere. Der Finger wanderte erneut in Richtung des eben passierten Phrasenwesens "Linus Torvalds..." Das Phrasenwesen spitzte die Ohren "... konnte leider nicht kommen." Er ging zu einem Tisch, der als reiches Buffet gedeckt war, von dem aber weder der Hutmacher noch der Märzhase Notiz genommen hatte. "Beginnen wir mit der Vorspeise. Ein Amuse-Geulle." Es dauerte einen Moment, bis gefunden hatte, was er suchte und mit einem der speziell geformten Löffel zurück kam. "Wein? Aber sicher! Welcher darf es denn sein? Weißwein.(?) Dieselbe Prozedur wie im letzten Jahr? Oh, pardon, natürlich: Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr, verzeiht." Also ging er wieder zum Buffet, um den Wein zu holen und stolperte dabei fast über die Haselmaus, die auch ein Murmeltier sein könnte, welche im Schlaf vom Stuhl gefallen war, fing sich aber rechtzeitig wieder. Als er allen imaginären Gästen Tee eingeschenkt hatte, denn Wein hatte er keinen finden können, hob die Schildkröte ihr Glas.

"Warum spricht sie nicht", fragte das vierbuchstabige Phrasenwesen den Hutmacher. "Weil sie tot ist." "Und deshalb quält ihr sie, dass sie das jedes Jahr wieder machen muss?" "Nein, sie macht das." "Wie? Ich dachte, sie sei tot." "Nun, sie selbst ist tot, aber der Körper lebt noch. Er macht das ganz von alleine. Und wenn er weiterhin die Geburtstagsfeier genießt..." "Pscht! Seid still!", fuhr der Faselhase dazwischen "Ich will nichts davon verpassen!"

Währenddessen beendete der Butler seinen Toast und begann, für die einzelnen imaginären Gäste die Teetassen zu leeren. Als er an der Stelle war, an welcher er für Mad Eye Mattis trinken sollte, rief die Haselmaus, die ebenso gut ein Murmeltier hätte sein können: "Skøl!" und schlug im Schlaf die Hacken aneinander, dass es klang, als habe sie Hufe. Nach der zweiten Runde fragten sich die beiden Phrasenwesen, wie der Butler, was er ganz offensichtlich zu werden schien, von Tee betrunken werden konnte. Das Dessert allerdings, bei welchem die Schildkröte abwinkte, stellte er, der diesmal nicht über die Haselmaus stolperte, die genauso gut ein Murmeltier hätte sein können, worauf diese sich im Schlaf wieder an ihren Platz setzte, interessanterweise sogar offenbar leicht verstimmt darüber, dass die Stolperfalle dieses Mal nicht funktioniert hatte, dem Hutmacher und dem Faselhasen vor die Nase, welche sich sogleich über die beiden Hälften des Kosakenzipfels stritten, während die Sänfte mit der Schildkröte wieder fort getragen wurde.
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Re: Die Herrschaft des Feuers

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