Alles lief anders als erwartet

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Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 03 Jul 2014, 17:18

Servus liebe Community^^

Das hier ist meine erste Love-Story hier. Ich habe bereits ein Fanfiction geschrieben, welches allerdings auf englisch war und ich bin nicht so stolz darauf. Dieses Mal will ich es auf deutsch versuchen. Einige wundervolle Geschichten hier inspirierten mich. Die Geschichte ist zwar erfunden, doch es gibt einige Parallelen zu meinen Leben. Ich hoffe euch gefällt der erste Teil meiner Geschichte. Wann der zweite Teil raus kommt, weiß ich noch nicht genau. Sicherlich wird es nicht all zu lange dauern. Im Umgang mit Rechtschreibung und Grammatik bin ich relativ geübt, also werde ich wahrscheinlich nicht so viele Fehler machen, naja hoffe ich :D

Alles lief anders als erwartet: Teil 1
Ich war gerade dabei meinen Koffer zu packen, als ich eine Nachricht von meinen Kumpel bekam. "Wann kommst du noch mal hier an?", fragte er mich. "So gegen 17 Uhr, sei dann bitte am Hauptbahnhof.", antwortete ich. Ich freue mich schon richtig auf diesen "Urlaub". Ich fuhr mit den Zug nach Köln, zu einen Freund den ich vom zocken kenne. Wir zockten schon seit ein paar Jahren zusammen und dieses Jahr auf der Gamescom sollten wir uns das erste Mal treffen. Am Samstag werde ich sogar meinen ganzen Clan treffen, ich freue mich wirklich sehr darauf. In unseren Clan waren wir uns so nahe wie in einer Familie, meine Eltern sahen das anders. Es war viel Überzeugungsarbeit nötig, um meine Eltern von diesen Urlaub zu begeistern. Naja, wirklich begeistert waren sie nicht, aber sie erlaubten es mir, was mir ausreichte. Vier Tage würde ich bei meinen Kumpel in Köln wohnen, ich hoffe wir verstehen uns im Real life genau so gut wie beim zocken.
Endlich hatte ich meinen Koffer gepackt und guckte auf die Uhr, schon 11! Ich musste jetzt schnell zum Bahnhof. Ich verabschiedete mich kurz von meinen Eltern, natürlich bekam ich wie immer einen widerlichen Abschiedsschmatzer von meiner Mutter, langsam war ich echt zu alt dafür. Gott sei Dank ist mein Freund, bei den ich unterkommen werde, schon zuhause ausgezogen. Er ist 18 und somit ein Jahr älter als ich. Er heißt übrigens Felix, ich hatte mal ein Bild von ihn gesehen, aber das war schon lange her. Ich hoffe ich erkenne ihn wieder, sonst könnte das ein ewiges gesuche werden.
Ich ging zu Fuß zum Bahnhof, da dieser nur wenige Meter entfernt war. Gerade noch rechtzeitig erreichte ich meinen Zug. Ich wusste genau, dass die nächsten paar Stunden sehr langweilig werden würden. Ich steckte mir Kopfhörer in die Ohren und hörte ein wenig Musik. Linkin Park, Billy Talent, Green Day und so weiter machten mir die Fahrt um einiges angenehmer.
Endlich am Kölner Hauptbahnhof angekommen stieg ich aus den Zug. Die Fahrt war sogar noch langweiliger als erwartet, da ich anscheinend mein Handy nicht ausreichend aufgeladen hatte und der Akku nach 2 Stunden den Geist aufgab. Ich ging zu den Ausgang an den Felix auf mich warten wollte. Ich erkannte ihn sofort, auch weil er ein Schild gemalt hatte. "Manu der Möchtegern", stand auf den Schild. Mit einen leicht peinlichen Lächeln ging ich auf ihn zu. Anscheinend erkannte er mich auch sofort, denn er hatte selber ein breites Grinsen auf seinen Gesicht. Ich wusste nicht genau, ob ich ihn zur Begrüßung umarmen oder nur die Hand geben sollte. Meine anderen Freunde umarme ich immer. Letztendlich wurde daraus eine peinliche Mischung aus beiden, er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich ihn umarme. "Was geht ab?", begrüßte er mich, genau wie beim zocken. "Die Fahrt war voll langweilig, alter.", antwortete ich. "Ich bin mir sicher, die Langeweile wird bald vergehen.", sagte er lächelnd. Wir machten uns auf den Weg zu seinen Auto, er fuhr einen relativ neuen VW Polo.
Kurze Zeit später kamen wir in seiner Wohnung an. "Fühl dich wie zuhause", sagte er und öffnete die Tür. Durch den Flur führte er mich direkt in das Wohnzimmer. Ohne irgendwas zu sagen setzte ich mich an den schwarzen Flügel, der mitten im Raum stand. Es schien, als wäre er lange nicht benutzt wurden. Ich spielte mein Lieblingsstück, River flows in your von Yiruma. "Wow", sagte er, als ich fertig war. "Spielt du auch Klavir?", fragte ich. "Nee, den Flügel hab ich von meiner Oma geerbt, ist echt eine schicke Deko", scherzte er. Wahrscheinlich hatte er auch eine Menge Geld geerbt, denn ich weiß nicht, wie er eine so große Wohnung bezahlen will. Jetzt zeigte er mir sein Schlafzimmer, wo auch ich auf einer Matratze neben den Bett schlafen werde.

Das war der erste, etwas kurze, Teil dieser Geschichte. Ich hoffe es hat euch gefallen. Bitte gebt mir feedback und Verbesserungsvorschläge :) Ich denke der nächste Teil wird nicht all zu lange auf sich warten lassen.

Ciao :)
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Alles lief anders als erwartet

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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon PurpleGecko » 03 Jul 2014, 21:17

Netter Anfang! :) Gefällt mir, das mit der GamesCom ist auch ein cooler, neuer Einstieg.

Du wolltest nen Verbesserungsvorschlag, ok :D Ich würde darauf achten, dass die Erzählzeiten ein bisschen konsequenter durchgehalten wird, gerade im ersten Teil bist du'n paar mal vom Imperfekt abgekommen. Muss nicht, macht nur den Stil schöner.

Soweit mal, bis zum nächsten Teil :flag:
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 03 Jul 2014, 21:54

PurpleGecko hat geschrieben:Netter Anfang! :) Gefällt mir, das mit der GamesCom ist auch ein cooler, neuer Einstieg.


Danke! Das mit der GamesCom ist eine der Sachen, die wirklich in meinen Leben passieren, aber ich fahre erst dieses Jahr dahin, leider bin ich mir sicher, dass das nicht so wird wie in meiner Geschicht, wäre auch zu schön :cry: :D Aber man will ja nicht spoilern

PurpleGecko hat geschrieben: Du wolltest nen Verbesserungsvorschlag, ok :D Ich würde darauf achten, dass die Erzählzeiten ein bisschen konsequenter durchgehalten wird, gerade im ersten Teil bist du'n paar mal vom Imperfekt abgekommen. Muss nicht, macht nur den Stil schöner.


Und ich prahle noch, dass ich im Umgang mit Grammatik geübt wäre, peinlich peinlich.. :roll:
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon PurpleGecko » 04 Jul 2014, 10:30

justsomeguy hat geschrieben:
PurpleGecko hat geschrieben: Du wolltest nen Verbesserungsvorschlag, ok :D Ich würde darauf achten, dass die Erzählzeiten ein bisschen konsequenter durchgehalten wird, gerade im ersten Teil bist du'n paar mal vom Imperfekt abgekommen. Muss nicht, macht nur den Stil schöner.


Und ich prahle noch, dass ich im Umgang mit Grammatik geübt wäre, peinlich peinlich.. :roll:


Das hat ja nix mit Grammatik zu tun, sondern mit Erzählstil/-technik. Nicht alles, was die Grammatik erlaubt, gefällt auch, aber das ist wie so vieles Geschmackssache. Manche Autoren spielen ja auch mit permanentem Zeitenwechsel; wenn du das bewusst tust, is das auch ok, mir persönlich gefällt halt stringentes Im- bzw. Plusquamperfekt besser :D

Ich hab trotzdem noch mal gründlich drübergelesen, und mir ist als einziger Grammatikfehler aufgefallen, dass du wirklich häufig ein "den" schreibst, wo eigentlich ein "dem" hingehört. Das kommt vermutlich daher, dass du so schreibst, wie du sprichst. (Außerdem bei der Rechtschreibung 2-3 Fehlerchen. Aber ich will ja nicht nur motzen...)
Auch hier empfehl ich einfach nochmal genaues, mehrmaliges Durchlesen, gerne auch mal an zwei verschiedenen Tagen. Meiner Erfahrung nach hilft das enorm.

Aber lass dich davon bitte nicht entmutigen. Deine Fehleranzahl ist im Vergleich zum Ganzen sehr gering, also immer weiter :flag:
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 04 Jul 2014, 13:09

Keine Angst, entmutigen lassen werde ich mich sicher nicht, ich brenne quasi darauf, den nächsten Teil zu schreiben :D Außerdem war dein feedback ansonsten recht positiv. Das mit "den" und "dem" verpeil ich auch in der Schule immer, ist so ne Marotte von mir^^ Ich denke ich sollte den nächsten Teil ein paar mal mehr Korrekturlesen
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon J1mmy90 » 04 Jul 2014, 14:22

Also ich finde der erste Teil macht Lust auf mehr ;-) weiter so :-)

Lg Chris
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 04 Jul 2014, 22:57

Jetzt gibt es schon den nächsten Teil :) Ein bisschen früher als geplant, gewöhnt euch nicht dran :D Ich habe einfach viel zu viel Lust darauf, hier weiter zu schreiben.

Alles lief anders als erwartet: Teil 2
"So.. worauf hast du denn jetzt Bock, Manu?", fragte Felix mich. Worauf ich Bock hatte? Eigentlich war ich ziemlich müde, aber ich bezweifelte, dass er schon schlafen wollte. "Wie wäre es, wenn du mir ein bisschen die Stadt zeigst? Ich war ja noch nie in Köln, den Dom würde ich gerne mal sehen", antwortete ich. "Sightseeing was? Naja mir soll es recht sein", sagte Felix in einer Stimmlage, die verriet, dass er nicht wirklich Lust darauf hatte. "Wenn du nicht willst, können wir auch gerne etwas anderes unternehmen. Ich bin eigentlich für alles offen", bot ich an. "Ach ist doch kein Ding, du bist mein Gast und diesen Gefallen erfülle ich dir gerne. Vielleicht könnten wir ja auch, nach einer kleinen Tour durch die Stadt, etwas trinken gehen", hatte er etwa vergessen, dass ich erst 17 bin? "Ach ja, du bist ja noch minderjährig, in die Bar kommst du ja noch gar nicht", fuhr er amüsiert fort,"Dann lass uns doch einfach etwas Alkohol kaufen und es hier trinken." Das war ein Angebot, das ich niemals abgelehnt hätte. Ich bin in einen kleinen Dorf aufgewachsen, in den es üblich ist, früh mit den Trinken zu beginnen, so hatte ich schon einige Erfahrung mit Alkohol und meinen ersten Absturz hatte ich auch schon hinter mir. "Gerne, nur da wir ja morgen früh hoch müssen, sollten wir nicht all zu viel trinken", antwortete ich. "Da kann wohl jemand nichts ab", scherzte er, "Keine Angst, ich pass schon darauf auf, dass du nicht zu viel trinkst."
Wir fuhren in Felix' Polo von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, bis wir schließlich am Kölner Dom angekommen sind. Es war bereits fast 9 Uhr und auch schon recht dunkel. Der Dom war sogar noch schöner, als erwartet. Der Himmel war wolkenlos und voller Sterne. Es war fast schon etwas romantisch, nur leider konnte ich diese Romantik mit niemanden teilen. Es waren viele Paare hier, was meine Einsamkeit noch verschlimmerte. Noch nie hatte ich eine richtige Beziehung, ich stand zwar schon seit längeren auf ein Mädchen in meiner Klasse, doch es hatte sich nie etwas ergeben. Anscheinend hatte Felix gemerkt, wie sehr mich der Anblick des Doms bei Nacht faszinierte, denn er bot an, alleine zum nächsten Getränkemarkt zu gehen und etwas Alkohol zu besorgen. Kurz nachdem er weg war, kam er auch schon wieder zurück. Er hatte sein Geld vergessen und so gab ich ihn meins. Er versprach mir, dass er mir das Geld später wiedergebe, da ich ja sein Gast war. Ich versuchte ihn das auszureden, doch er bestand darauf.
Nur eine halbe Stunde später standen wir wieder in Felix' Wohnung, er hatte eine Flasche Korn gekauft, welche wir uns mit Cola mischen wollten. Sofort holte er sein Geld, um seine "Schulden" zu begleichen. Es fiel etwas aus seinen Portemonnaie, erst konnte ich nicht genau erkennen, was es war, doch dann wurde mir klar, dass es sich um ein Tütchen Gras handelte. Er hob das Tütchen blitzschnell auf und starrte mich ernst an. "Du hast nichts gesehen!", warnte er mit ernster Stimme. Ich begann unkontrolliert zu lachen, diese ernste Art hätte ich ihn gar nicht zugetraut. Er sah jetzt ziemlich verwirrt aus. "Keine Bange, ich kiffe doch auch", sagte ich und die Verwirrung in seinen Gesicht verschwand. Stattdessen lächelte er nun. "Dann können wir uns den ja auch noch genehmigen", sagte er und holte einen bereits fertig gedrehten Joint aus einer Schublade. Wir tranken noch die ganze Flasche Korn aus, Felix trank um einiges mehr als ich, und den Joint haben wir uns auch noch reingepfiffen. Es war eine wirklich witzige Nacht.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte ich einen leichten Karter, es war aber noch auszuhalten. Felix ging es weniger gut, was mich ein wenig verwunderte, da er ja noch große Stücke auf sich hielt. Er erklärte mir, dass er noch nicht lange kiffen würde und dass es ihn jedes Mal Kopfschmerzen hinterlassen würde. Ich machte mir ein bisschen Sorgen um ihn, ich glaubte ihn ging es schlechter, als er zugeben wollte, aber was hätte ich denn tun sollen? Es war erst 9 Uhr morgens, also machten wir uns in Ruhe Frühstück. Ich hoffte, dass es ihn durch das Frühstück ein wenig besser gehen, was aber nicht der Fall war. Schließlich machten wir uns auf den Weg zur Gamescom, ich war echt aufgeregt.

So das war der zweite Teil, ich hoffe er hat euch gefallen :) Bitte gebt feedback!
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon Arkay » 04 Jul 2014, 23:13

So.. damit habe ich mein "reinlinsen "erfüllt :D

Bis jetzt eine recht schicke Geschichte, freue mich jedenfalls auf weitere Teile :) Ich kann mir zwar schon vorstellen wie es weiter geht aber mal schauen, vielleicht irre ich mich auch :D
(Ich bin nur froh das das nicht eine von den Geschichten mit diesen miesen Cliffhangern ist :D)
Liebe Grüße Arkay~

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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon PurpleGecko » 05 Jul 2014, 08:15

Ja, der Teil war schon besser. Schön! :)

Dass die alle saufen und kiffen müssen.... :roll: Tsss, diese Jugend/Nerds von heute :lol:
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 06 Jul 2014, 11:41

So, hier ist der nächste Teil, viel Spaß :)

Alles lief anders als erwartet: Teil 4
Kurze Zeit später standen wir schon in der Schlange von der Kasse. Wir haben uns schon im Voraus unsere Tickets online gekauft und mussten diese nur noch in die Armbänder umtauschen. Die Schlange war echt lang, in den Hallen musste es sehr voll sein. Wir standen bereits 15 Minuten an und kein Ende war in Sicht. Wie sollte das denn erst werden, wenn wir bei den Spielen anstehen? Es ging sehr schleppend voran, ungefähr jede Minute konnten wir ein paar kurze Schritte nach vorne machen. Ich hatte echt keine Lust auf das stundenlange Anstehen, aber das gehörte wohl dazu. Wir redeten nicht viel, während wie warteten. Wir hatten beide Kopfhörer in den Ohren und jeder hörte für sich Musik. Heimlich behielt ich immer ein Auge auf Felix, ich war immer noch besorgt um ihn. Er sagte, es ginge ihm bereits besser, doch das glaubte ich nicht. Er sah nicht sehr gesund aus und war viel blasser als am Vortag. Hätte er gestern bloß nicht so viel getrunken.
Eine halbe Stunde später waren wir endlich in einer der Hallen und sahen uns ein wenig um. Felix sagte, er müsse auf die Toilette, also wartete ich draußen. Da ich keine nahe gelegene Bank fand, wartete ich stehend, angelehnt an eine Wand. Ich betrachtete die vorbeiziehenden Menschen, manche waren echt interessant. Einige kamen sogar im Cosplay, hauptsächlich Anime/Manga-Cosplays. Ein paar Cosplays waren echt gut und ich war kurz davor, ein Foto mit ihnen zu machen. Als sich mein Blick von einem Ezio-Cosplay löste, bemerkte ich, dass Felix schon ziemlich lange auf der Toilette war. Ich schaute auf mein Handy. Er war schon seit 20 Minuten da drin. Ich beschloss mal nach ihm zu sehen, was sich als gute Idee entpuppte, denn als ich das WC betrat, hörte ich jemanden in einer der Kabinen kotzen. Ich war mir sicher, dass es Felix war, der da kotzte. Ich klopfte an die Kabine und fragte, ob alles in Ordnung wäre. Er hörte auf zu kotzen und ich hörte, dass er noch ein paar Mal in die Schüssel spuckte. Ich war mir nicht ganz sicher, aber ich glaubte ein leises "Scheiße alter.. vernommen zu haben. Ich fragte erneut, ob alles in Ordnung wäre. "Manu? Scheiße.. tut mir Leid. Mir ist so verdammt schlecht, ich glaube, ich fahre besser nach hause.", sagte Felix. "Ich komme mit", antwortete ich. Er beneinte mein Angebot, denn schließlich wollte er mir den Tag nicht auch noch versauen. "Du kannst bestimmt kaum stehen. Ich bring dich heim. Das ist kein Problem für mich, wirklich.", jetzt wurde ich ein wenig stur. Dieses Mal nahm er mein Angebot an. Ich war zwar ein wenig enttäuscht, aber was für ein Freund wäre ich, wenn ich ihn in diesen Zustand allein gelassen hätte. Er kam raus aus der Kabine, ich hatte recht, er konnte kaum noch laufen. Ich legte seinen Arm über meine Schultern und half ihm zu gehen, bis wir schließlich am Parkplatz angekommen waren und vor seinen Auto standen. Er fragte mich, ob ich fahren könne, da er nicht in der Lage dazu wäre. Ich wusste nicht recht was ich tun sollte, ich hatte zwar einen Führerschein, aber nur einen auf Probe, ich durfte also nur mit meinen Eltern fahren. Nach längerem überlegen entschloss ich mich, es einfach zu riskieren. Wenn man mich erwischt hätte, hätte das sehr, sehr viel Ärger gegeben, doch alles ging gut.
Ich half Felix hoch in seine Wohnung und brachte ihn sofort in sein Bett. Immerhin hatte er aufgehört, sich zu übergeben. Ich fragte ihn, ob er noch etwas bräuchte und er antwortete, dass ihm kalt wäre. Kalt? Es war Sommer und warm! Naja das kam wahrscheinlich davon, dass es ihm nicht gut ging. Er war bereits zugedeckt, also blieb mir nur übrig die Heizung aufzudrehen. "Keine Chance, die Heizungen sind während des Sommers abgeschaltet", sagte er mit krächzender Stimme. Ich sagte, dass ich seine Bitte dann nicht erfüllen konnte, seine Antwort war unerwartet und schockierte mich ein wenig. "Leg dich doch zu mir ins Bett, körperliche Wärme bringt auch viel.", sagte er. Ich sollte mich zu ihn legen? Wollte er mit mir kuscheln? Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich starrte ihn verdutzt an. "Wir müssen ja nicht kuscheln,", sagte er mit scherzender Stimme,", aber wenn du dich zu mir legen würdest, wäre ich dir echt dankbar." Ich war zwar immer noch nicht ganz überzeugt, doch es ging ihn schließlich nicht gut und ich glaubte nicht, dass er einen Hintergedanken hatte, zumal wusste ich, dass er sich erst vor kurzem von seiner Freundin getrennt hatte, also war er sehr wahrscheinlich nicht schwul. So legte ich mich dann zu ihm unter die Decke, mit ein wenig Sicherheitsabstand. Schon nach wenigen Minuten schlief er ein. Er sah irgendwie süß aus, wenn er schlief. Süß im Sinne von unschuldig, nicht im Sinne von gut aussehend, obwohl er durchaus gut aussah. Ich starrte ihn an, er hatte mittellange, braune Haare, komischerweise waren seine Augen aber blau. Ich kannte zwar ein paar Menschen, die sowohl braune Haare als auch blaue Augen hatten, aber bei keinen von denen harmonierten die Farben so miteinander, wie bei ihm. Irgendwie war er wunderschön. Was dachte ich da? Ich schob diesen Gedanken sofort beiseite, doch er kam immer wieder zurück. Wieso hielt ich ihn für wunderschön?

So das war Teil 3 :) Bitte gebt feedback.
Ich habe in diesen Teil indirekte und direkte Rede gemischt, soll ich eurer Meinung nach so fortfahren, oder nur direkte Rede, oder nur indirekte Rede verwenden?
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon Arkay » 06 Jul 2014, 20:10

Wieder einmal ein sehr schicker Teil :D :flag:
Jetzt scheint ja die Action auch mal so langsam los zu gehen. ;)
Hab nur einen kleinen Fehler gefunden. Obendrüber steht "Alles lief anders als erwartet: Teil 4", dabei müsste es Teil 3 sein, so wie es auch unten drunter steht :) :flag:
Liebe Grüße Arkay~

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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 06 Jul 2014, 20:13

Oha, das musste ja passieren :D da haben wir uns schon so viel Mühe für die Rechtschreibung gegeben und dann das :D
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon xTidus » 07 Jul 2014, 12:39

Mir gefällt die Geschichte auch, weiter so! :)
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon justsomeguy » 10 Jul 2014, 16:47

So hier der nächste Teil, viel Spaß :)


Alles lief anders als erwartet: Teil 4 (Diesmal wirklich Teil 4)
Irgendwas weckte mich auf, ich musste wohl eingeschlafen sein. Zuerst wunderte ich mich, wo ich war, doch dann fiel mir alles wieder ein. Felix war krank und wir schliefen zusammen in seinem Bett, doch nun lag ich alleine im Bett. Ich wunderte mich wo er war. Ihm ging es doch echt scheiße und was ist wenn es noch schlimmer wurde und er ins Krankenhaus musste? Nein, dann hätte er mich sicher geweckt. Er war wahrscheinlich nur kurz zur Toilette gegangen, hoffentlich übergab er sich nicht wieder. Ich hörte, wie sich die Tür zum Schlafzimmer öffnete. Felix kam ins Zimmer und zog sich seine Jacke aus. Wieso war er draußen gewesen? "Ich wollte dich nicht wecken.", sagte er. Ich erkundigte mich, wo er war. Er sagte, er wäre noch einmal zur Gamescom gefahren. Jetzt war ich total verwirrt, wieso denn das? Er hielt mir einen Zettel entgegen. Ich las ihn durch. "Liebe Grüße an Manu, Gronkh". Ungläubig starrte ich ihn an, stammte diese Notiz echt von dem Gronkh? "Ich bin etwas früher aufgewacht, dann habe ich bei facebook gelesen, dass er nur heute da sei. Ich weiß ja, wie sehr du ihn bewunderst, da wollte ich dir auch mal einen Gefallen tun.", erklärte er. Er musste beim reden mehrere Pausen einlegen, es schien ihn noch nicht besser zu gehen. "Du darfst doch in diesem Zustand nicht einfach das Haus verlassen!", rief ich mit ernster Stimme. Es schien ihm egal zu sein, dass ich seine Taten für dämlich hielt, denn er wollte sich wohl unbedingt revanchieren. Auch wenn ich immer noch anderer Meinung war als er, dankte ich ihn für dieses wunderbare Geschenk. Ich war echt ein großer Fan von Gronkh, er war mein Lieblingsyoutuber. Ich hätte ihn echt gerne selber gesehen, doch das wollte ich Felix jetzt nicht vorhalten.
Auf einmal sprintete Felix ins Badezimmer und kotzte sich erneut die scheiße aus dem Leib. Ich sollte wohl doch recht behalten. Mit nur ein ganz wenig Schadenfreude lehnte ich mich an den Türrahmen vom Badezimmer. Ich lächelte ihn schelmisch an. Er hob seinen Kopf und starrte mich an. "Fuck.", mehr brachte er nicht heraus, bevor er erneut begann, sich zu übergeben. Jetzt empfand ich doch irgendwie Mitleid mit ihm, schließlich ist er ja nur raus gegangen, um mir einen Gefallen zu tun. Ich hockte mich neben ihn und legte meine Hand auf seinen Rücken. Ich fragte, ob ich etwas für ihn tun könne, aber er brauchte angeblich nichts. Ich fühlte mich ein wenig hilflos. Ich konnte ihm nur zusehen und rein gar nichts für ihn tun. Erst jetzt bemerkte ich, dass es bereits 20 Uhr war. Wir hatten anscheinend den ganzen Tag verschlafen.
Endlich hörte Felix auf zu spucken. Ich half ihn hoch und brachte ihn zurück in sein Bett. "Eine wenig Schlaf und die Welt sieht schon ganz anders aus.", versicherte ich ihm. Er schien mir nicht zu glauben, legte sich aber dann trotzdem schlafen. Er fragte, ob ich auch schon schlafen wolle, aber ich war noch nicht müde. Ich wollte noch ein wenig fernsehen und setzte mich auf das Sofa im Wohnzimmer. Leider lief nichts Gutes, weshalb ich auf dem Sofa einschlief.
Am nächsten Morgen wachte ich auf und musste feststellen, dass Felix mich anscheinend noch zugedeckt hatte. Ich fragte mich, ob er das noch am Abend oder am Morgen getan hatte. Ich stand auf und suchte Felix. Schließlich fand ich ihn in der Küche, er hatte den Tisch schon gedeckt. Er saß da und aß ein Brötchen, außerdem hatte er wieder Farbe im Gesicht. Er starrte mich erschrocken an. Es dauerte ein paar Sekunden bis ich realisierte, dass ich eine Morgenlatte hatte und man diese durch meine Jogginghose deutlich erkennen konnte.


So, das war Teil 4 :) Gebt feedback!
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Re: Alles lief anders als erwartet

Beitragvon xTidus » 10 Jul 2014, 16:52

Lustiger Teil :D
Bin gespannt wie Felix darauf reagiert^^
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Re: Alles lief anders als erwartet

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