213

Platz für eure Beziehungsstories - fact and fiction
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Azazel
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Re: 213

Beitragvon Azazel » 24 Sep 2013, 20:41

Du bist echt ein Genius des bösen oder? -.-
"Sie mögen 'Gott ist groß' rufen, aber tatsächlich wird er jedesmal ein bisschen kleiner, wenn sich jemand in seinem Namen in die Luft sprengt."

Re: 213

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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 25 Sep 2013, 00:10

Es wäre ja nicht mehr spannend. Und ihr müsst euch irgendwie leider ziemlich lange wohl mit dem momentanen teil abfinden weil ich nochmal was umschreibe und ka es dauert einfach und ich hab stress momentan...

findet es denn niemand schockierend das der vater vergewaltigt wurde :D ?
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Azazel
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Re: 213

Beitragvon Azazel » 25 Sep 2013, 07:26

Ich finde schockierend das du mich eiskalt auf entzug setzt ohne mit der wimper zu zucken :o
"Sie mögen 'Gott ist groß' rufen, aber tatsächlich wird er jedesmal ein bisschen kleiner, wenn sich jemand in seinem Namen in die Luft sprengt."

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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 26 Okt 2013, 19:06

Alors... Dann werde ich mal nicht so sein und es weiter gehen lassen. Es ist einen Monat her seid dem letzten Post!

ich bin momentan irgendwie an einem Punkt in der Geschichte angelangt der mir nicht gefällt, aber das ist nicht unbedingt was schlechtes aber es dauert einfach daran zu schreiben :)

lasst es euch gut ergehen!

__________________________________________________

Up heaven's stairway to gold
Mine myself like coal
A mountain of a soul
Each day I cry
I feel so low
From living high
I'm sorry and I love you


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Habt ihr euch jemals so gefühlt einfach wegzurennen? Einfach davon sein, ohne ein Wort, ohne Ankündigung, ohne irgendeine Erklärung. Einfach aufstehen und rennen, rennen bis man nicht mehr rennen kann, rennen bis die Lungen brennen, bis man so oft nach Luft schnappt bis man keine mehr bekommt. Einfach verschwinden und nie wieder zurück schauen müssen. Ich fühlt mich so. In diesem Moment als Andreas diesen Satz sagte, versuchte Tränen wegzukämpfen, versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Ich wollte einfach weg und wollte das dies hier nie passiert ist. Niemals, das sie niemand daran erinnern würde. Aber so etwas geht nicht. So etwas ging nie. Man kann nicht einfach Dinge für immer vergessen. Jede Sache die war machen, jeden Satz den wir sagen, jede Handlung hat eine Folge, oder mehrere, es wird immer etwas davor und danach geben, aber es wird nicht das gleiche sein. Und man wird es nicht vergessen können. Dinge wie sein erstes Mal vergisst man nie. Andreas würde nie vergessen das ich mit ihm schlafen würde, ihm Hoffnungen machen würde, und danach nie wieder anrufen würde, nie wieder auf seine SMS antworten würde, nie wieder etwas mit ihm anstellen würde. Ich würde so tun als ob ich ihn völlig vergessen würde, ausradieren würde. Aber er könnte es nicht. Für mich wäre es nur ein Fick, ganz einfach, ein Junge, wie jeder andere den ich haben kann, haben könnte. Aber für ihn war ich nicht nur der Fick den er immer wieder haben kann. Man kann sein erstes Mal nicht immer wieder haben. Aber warum machte mir das so viel aus? Warum konnte ich nicht einfach eiskalt bleiben? Warum war es nicht so wie immer, normalerweise waren mir solche Gefühle egal, ich kannte keine Schuldgefühle, ich konnte sie ausblenden. Aber irgendetwas an Andreas hielt mich davon ab zu einem Stück Eis zu werden. Irgendetwas war anders dieses mal. Und ich hatte Angst davor es herauszufinden. Ich war also kurz davor einen hilflosen Jungen mit falschen Vorstellungen zu entjungfern, seine Unschuld zu rauben und ihn für sein Leben zu prägen. Ich wollte mich übergeben, ich wollte weg von hier.
,Bist du dir sicher das du das willst?‘ fragte ich ihn dann, er zitterte unter mir, es war kalt geworden in seinem Zimmer. Andreas nickte, schüttelte dann den Kopf und nickte dann wieder. Er kämpfte weiter gegen die Tränen an, nicht weinen, bitte nicht, wenn du jetzt anfängst zu weinen.
,Du musst das nicht wir können auch einfach nur nebeneinander schlafen.‘ sagte ich dann. Er zitterte weiter. Andreas schaute zu Seite, schluckte, zwang sich nicht zu weinen, zwang sich nicht zu zittern, und schaute mir dann in die Augen.
,John ich will das du mit mir schläfst.‘ er sagte es so förmlich und zerbrechlich das ich nur noch mehr wegwollte. Ich schloss die Augen, die letzte Möglichkeit noch wegzurennen, weg von hier. Jetzt oder nie. Und dann küsste mich Andreas. Und zog mich auf ihn. Jetzt musste es passieren oder es würde nie passieren.
Ich schaltete jetzt meinen Kopf aus, auf jedenfall versuchte ich das. Nicht mehr nachdenken. Es einfach durchziehen und fertig. Andreas war sich also sicher. Na dann los.
to be continued . . . ;)
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Re: 213

Beitragvon Azazel » 26 Okt 2013, 22:21

ich bin momentan irgendwie an einem Punkt in der Geschichte angelangt der mir nicht gefällt, aber das ist nicht unbedingt was schlechtes aber es dauert einfach daran zu schreiben :)


ich dachte du bist fertig :o

und ja sehr guter Teil nach EINEM MONAT :(
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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 27 Okt 2013, 01:12

Ich war auch fertig, aber nicht zufrieden und dann hab ich alles umgeschmissen und ab einem bestimmten Punkt wieder neu angefangen und daran bin ich jetzt :)

Bekommt morgen noch einen kleinen Teil :)
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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 10 Nov 2013, 15:41

Irgendwie habe ich euch angelogen mit dem teil morgen, ehrlich gesagt hab ich es total vergessen tut mir leid :(

Ich muss auch gestehen das ich ewig nicht mehr weitergeschrieben habe, obwohl ich wirklich will. Ich hab einfach so viel Arbeit um die Ohren, auch wenn das immer wie eine schlechte Ausrede klingt. Und mir geht es nicht so gut momentan und dann fällt es natürlich noch schwerer weiter zu schreiben. Ich geb mein bestes!

Jetzt erstmal den neuen Teil:

_______________________________

I am alone
When the only real thing is
The blood running down my arms
I am alone
You say you are there, but you're not.
I am a lone
You are a liar.


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ich begann meinen Penis einzuführen. Andreas verzog das Gesicht, versuchte sich nicht seine Schmerzen anmerken zu lassen, ich wusste genau wie er sich fühlt, es tat ihm weh, das tat es immer. Aber du kannst nicht einfach losschreien, man lässt es über sich ergehen. Ich war vorsichtig, und langsamer kam ich immer tiefer. Spaß würde ihm das sicher nicht machen und mir auch nicht. Es ging nicht darum Spaß zu haben oder es schön zu haben, es war einfach das man es hinter sich hatte. Ich wartete kurz darauf das er sich an das Gefühl gewöhnte. Und dann zog ich mein Programm durch, was war da schon romantisches dran? Ich fühlte mich wie Scheiße und auch wenn er es noch nicht wusste, er würde sich auch so fühlen. Spätestens wenn ich weg war. Wenn das alles vorbei war, würde er sich auch Scheiße fühlen.
Ich kam in ihm und dann war es das. Andreas‘ erstes Mal. Die ganz große Show an Romantik, und du hast gerade die Hauptrolle gespielt. Ich stand auf und ging in sein Bad, warf das Kondom weg und übergab mich in die Toilette. Mir war so schlecht. Ich versuchte so lautlos wie möglich zu kotzen, ich wollte nicht das Andreas es mitbekommt, er sollte denken es wäre alles gut und normal, das war das mindeste was ich tun konnte. Als ich fertig war schaute ich in den Spiegel und ekelte mich weiter vor mir selbst. Ich ging zurück in sein Zimmer, er lag genauso da wie ich ihn verlassen hatte. Ich legte mich neben ihn. Er drehte sich zu mir, mir war nicht nach kuscheln zu mute, ich wollte keine körperliche Nähe, keine Zärtlichkeit. Ich drehte mich weg. Er berührte meinen Rücken, ich zuckte zusammen. Hör auf, dachte ich, hör auf nett zu mir zu sein.
,War es okay für dich?‘ fragte er dann. Andreas fragte ob es okay für mich war. Ich fühlte mich von Minute zu Minute schlechter wie ich so dalag. Ich konnte das nicht lange aushalten, es kroch in mir hoch, dieser Ekel vor mir selbst, dieser Hass und dann war es wieder da. Ich wollte am liebsten mir die Arme aufritzen bis es aufhörte, bis alles aufhörte, doch ich konnte nicht. Und hier liegen zu bleiben tat mindestens genauso weh.
,Ja natürlich, für dich?‘ bekam ich dann heraus. Es war gefühllos. Ich konnte nicht zulassen jetzt Gefühle zu zeigen, wenn ich das tat war es vorbei.
,Ja...‘ er war nicht gefühllos. Er war voller Gefühle ,...danke John.‘
Das gab mir den Rest. Warum war er so verdammt lieb zu mir, warum konnte er nicht sehen das ich ihn nur ausnutzte, das ich ihm nur wehtun würde. Ich drehte mich zu ihm und schaute ihm direkt in die Augen, sie waren so weit offen, sie waren so verliebt, verliebt in einen Jungen der etwas wie Liebe nicht kennt, nie empfinden kann, für niemanden. Noch nichtmal für sich selbst.
,Warum bist du so lieb zu mir?‘ fragte ich ihn. Er schaute verwundert.
,Warum sollte ich anders sein?‘ kam zurück.
,Du siehst gut aus und du bist toll. Ich kann einfach nicht anders sein, warum sollte ich?‘ fügte er noch hinzu, nachdem ich nichts sagte. Ich konnte nichts darauf antworten. Ich konnte ihm ja schlecht alles offenbaren, das ich krank war, das ich nicht das bin was er denkt, nicht das vorhabe was er denkt. Ich konnte einfach nicht. Ich streichelte sein Gesicht. Er war noch so jung, er hatte noch so wenig gesehen. Ich fühlte mich so fremd.
Er starrte auf meinen Arm, frische Narben, alte Narben, völlig zerstörte Haut.
,Woher hast du die ganzen Narben?‘ fragte er. Es wurde noch kälter, aus seiner Stimme wichen die Gefühle und machten Angst platz. Er kannte so etwas nicht. So etwas passiert nicht in seinem Leben, solche Leute gibt es nicht in seinem Umfeld. Ich antwortete nicht. Ich konnte nicht.
,Warum machst du sowas?‘ fragte er dann. Er schien wirklich Angst zu haben. Er rückte von mir weg, als ob es ansteckend wäre. Als ob ich ansteckend wäre.
,Tut mir leid Andreas, ich kann da nichts für.‘ er sprang auf. Er stand halbnackt in seinem Zimmer vor mir und starrte mich an, als ob ich ein Monster war.
,Ich mache das ja gar nicht mehr.‘ sagte ich dann noch. Versuchte ich gerade das hier alles zu retten? Warum tat ich das? Warum war mir es nicht wie immer scheißegal was Leute darüber dachten? Irgendwie war es mir bei ihm nicht egal. War ich verliebt? Schwachsinn. Ich kann mich nicht verlieben. Konnte ich noch nie. Ich war es nicht. Aber irgendwie löste Andreas etwas in mir aus. Es war als ob er noch nie zerbrochen wurde, er war ganz, und ich wollte, ich konnte nicht derjenige sein der ihn zerstört. Und dann fiel mir ein Schauer über den Rücken. Er war wie ich. Er war jung und unerfahren wie ich damals. Ich hatte einfach Angst um ihn, auf irgendeine Weise. Und davor gruselte ich mich. Ich stand auf, suchte meine Sachen zusammen.
,Ich muss los.‘ ich konnte ihm nicht in die Augen gucken. Ich hatte ihn entjungfert und jetzt verpisse ich mich einfach. Er würde mich hassen und müsste sein ganzes Leben an mich denken, sein ganzes Leben an dieses Abend an dem er zum ersten mal Sex hatte, mit einem Psycho der sich die Arme aufritzt.
Ich lief mit meinen Sachen direkt zur Tür, ich fühlte mich wie betäubt, ich war doch garnicht mehr besoffen. Aber irgendwie fühlte ich mich so. Kurz bevor ich die Tür öffnen konnte, hielt mich Andreas fest. Er hielt mich an den Schultern, seine Berührung wie Feuer auf mir. Ich wollte am liebsten zerfallen und weg sein. Andreas drehte mich zu ihm, ich wich seinem Blick aus. Dann zog er mich zu sich, immer näher und küsste mich. Ich wollte weg. Er küsste mich weiter. Ich ließ es zu, ich wollte weg. Als er fertig war schaute er mich an, und da war es wieder. Dieser Blick, der mir so Angst machte.
,John?‘ sagte er. Ich schüttelte den Kopf, ich wollte nicht das er weiter redet. Ich wollte das ganze nicht hören. Ich wollte einfach weg von hier.
,John, ich glaube...‘ hör auf. Hör auf. Hör mit dem Scheiß auf, sag einfach nichts, lass mich gehen und vergesse mich sofort, sag nichts.
,Ich glaube, ich liebe dich.‘
to be continued . . . ;)
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Re: 213

Beitragvon Prometheus » 10 Nov 2013, 18:42

Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, wie wahnsinnig fies du bist???
Uns einfach hier mit so einem Cliffhanger sitzen zu lassen!!!!! :-o :-o
Trotzdem wieder genial geschrieben. Ich finds super wie authentisch du alles herüber bringst.
Weiter so :)
"Oh gravity, you are a heartless bitch"

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Re: 213

Beitragvon Azazel » 10 Nov 2013, 19:24

Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, wie wahnsinnig fies du bist???

ja ich :D

Steve wenns dir nicht gut geht und du viel zu tun hast dann schreib nicht, auch wenn du willst :-/

Und dieser Teil... du weißt wie ich deine Geschichte finde, dieser Teil ist sogar einer meiner Lieblinge
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Re: 213

Beitragvon Cool_Phil » 10 Nov 2013, 20:51

Ich glaub ich habs schonmal geschrieben, ABER: ICH LIEBE DEINE GESCHICHTE!!
Bitte schreib sie unbedingt zusammen wenn du fertig bist und lads iwo hoch :) :) :)
lg
Phil

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Re: 213

Beitragvon Prometheus » 10 Nov 2013, 21:16

Azazel hat geschrieben:Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, wie wahnsinnig fies du bist???

ja ich :D



Ich wollts nur noch mal betonen. :D
"Oh gravity, you are a heartless bitch"

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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 20 Nov 2013, 00:51

Es geht weiter! Denn alles Endet aber nie die Musik! (SIE WOLLEN NUR SPIELEN!!!!! LASS SIE SPIELEN!!! Wo die guten Jungs an schlechten Orten ohne Hoffnung ohne Sorgen Nasenblutend Sechs Uhr morgens spielen, zu dem BEAT!) :D

_________________________

Blood on my hands
And in my hair
Can't stand how the mirror stares
This baby girl you raised is dead
Fell from heaven down instead
And while you were laughing and drinking
He was in my bed
And though I screamed
No one came
No I wasn't saved from him


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

An wie viel aus seiner Kindheit kann man sich noch erinnern. Wo hören die Erinnerungen auf, wo fangen sie an, und was glaubt man nur hätte man erlebt? Wissenschaftler gehen davon aus, man könne sich an die ersten drei Lebensjahre nicht erinnern. Kein bisschen, kein Geräusch, kein Gefühl, kein Bild heraufbeschwören. Ich wusste nicht genau ob das stimmte. Ich konnte zwar mich auch nicht bewusst an etwas vor meinem dritten Lebensjahr erinnern, ich wusste aber auch nicht von wann meine Frühkindlichen Erinnerungen sind. Ich war überzeugt davon das wir unterbewusst alles mitbekamen, egal wie alt wir sind. Ich konnte mich an vieles aus meiner Kindheit erinnern. Und vieles davon war enttäuschend. Ich will nicht sagen das ich eine schlimme Kindheit hatte, dies wäre eine Lüge. Aber es gab sicherlich bessere. Mein Vater war so gut wie nie da und wenn hat er sich mit mir beschäftigt, bis er merkte das ich nie so sein würde wie er ist. Und damit war ich dann uninteressant. Eines Abends habe ich die Unterhaltung mitbekommen das ich ein Unfall war. Mein Vater wollte mich nie, meine Mutter mich abtreiben, aber naja wenn man dann schon mal da ist. Genau das sagte meine Mutter. Sie war mal wieder betrunken von einer Party gekommen mit einer Freundin. Früher war meine Mutter oft auf Parties und lange weg, ich hatte eine Nanny. Irgendwann meinte mein Vater dann, das ich eine richtige Mutter brauchte. Und damit war die Nanny weg und meine Mutter da. Ich war traurig, ich mochte meine Nanny. Sie kam aus Russland und hatte selbst 4 Kinder. Ich hatte mich immer gefragt wer auf ihre Kinder aufpasst wenn sie doch bei mir ist, und warum sie mich nicht mit zu sich nach Hause nimmt, dann hätte ich Geschwister. Aber eine Antwort bekam ich nie. Sie ging mit mir oft spazieren und erzählte mir von ihrer Kindheit in Russland. Und obwohl sie bettelarm war, schien sie immer die bessere Kindheit zu haben. Was wäre wohl aus mir geworden wenn ich bei ihr und ihren Kindern aufgewachsen wäre, und was ist aus ihr geworden? An eine Sache aus meiner Kindheit kann ich mich noch genau erinnern. Es war irgendwann im Herbst, ich war ungefähr sechs oder sieben Jahre. Ich kam in unser Haus mit meiner Mutter und es war still und ausgestorben wie immer. Aber das Auto von meinem Vater war da. Meine Mutter schien sofort zu wissen was los war, sie schickte mich auf mein Zimmer. In meinem Zimmer saß eine blonde Frau, nicht älter als 25 Jahre, sie hatte den Bademantel von meiner Mutter an, ihre Haare waren ungeordnet. Und sie spielte mit meinem Game Boy. Ich wusste nicht was das sollte. Als sie mich sah machte sie ein geschocktes Gesicht. Ich hörte laute Schreie und Stimmen aus dem Schlafzimmer meiner Eltern. Ich wusste genau das sie sich stritten. Ich stand einfach in meinem Zimmer und starrte diese fremde Frau an. Dann gab es einen dumpfen Schlag. Türen gingen auf und knallten zu. Schritte näherten sich meinem Zimmer, die Frau schaute ängstlich, legte ihren Finger auf ihren Mund, ich sollte still sein, dann versteckte sie sich unter meinem Bett. Ich wusste nicht was das sollte. Ich setzte mich auf mein Bett und spielte das Level weiter auf meinem Game Boy, die Frau war nicht wirklich gut gewesen. Meine Mutter öffnete die Tür, ihre Wange war rot und geschwollen, sie hatte geweint und tat ihr bestes jetzt die Tränen vor ihrem Sohn zurück zu halten.
,John. Komm, schnell, ins Auto.‘ ich schüttelte den Kopf, ich weinte.
,John!‘ sie zog aus meinem Zimmer, die Treppe hinunter, ins Auto. Sie fuhr einfach los und fuhr wortlos. Es regnete, wir kamen aus der Stadt, fuhren die Landstraße entlang, wortlos, sie fuhr einfach weiter, sie weinte nicht, ich hatte aufgehört zu weinen. Ich wusste nicht was hier passierte.
Nach ein paar Stunden nur wortlosem Auto fahren hielt sie an einem Parkplatz an. Sie stieg aus und setzte sich auf die Motorhaube, sie weinte wieder. Ich lief zu ihr.
,Hat dich Papa geschlagen?‘ sie lächelte mich an.
,Papa war sehr böse gewesen heute.‘ sagte sie dann. Ich nickte.
,Gehen wir wieder zurück nach Hause?‘ fragte ich.
,Ja.‘ sie nickte, dann schüttelte sie den Kopf, dann fing sie wieder an zu weinen. Es war das erste und letzte mal das ich meine Mutter so aufgelöst gesehen habe. Bis jetzt.
to be continued . . . ;)
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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 22 Nov 2013, 09:41

While I powder my nose, he will tie his shoes. And if I try to get close, he is already gone. Don’t know where he’s going. I don’t know where he’s been, but he is restless at night, and he has horrible dreams. So we lay in the dark, we’ve got nothing to stay, just the beating of hearts. I don’t know what we’re doing. I don’t know what we’ve done, but the summer fire is coming, so I think we should run.

And while I brush my hair, he will put on his shirt. And we will step outside, checking that the coast is clear on both sides, because we don’t want to be seen by anyone. I won’t tell my mother, it’s better she don’t know. And he won’t tell his folks, cause they’re already ghosts. We’ll just keep each other as safe as we can, until we reach the boarder, until we make our plan, to run.


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bis wir in der Küche sitzen, sie völlig betrunken und ich mit frischen Narben. Bis jetzt, als sie mir eröffnete das mein Vater als Kind missbraucht wurde. Warum jetzt, warum überhaupt? Warum sagt meine Mutter mir das.
,Der beste Freund von deinem Opa, du hast ihn nie kennengelernt, du hast nie deinen Opa kennengelernt, dein Vater hat den Kontakt völlig abgebrochen. Er war oft zu Besuch gewesen bei deinem Vater, damals.‘ zwischen den Sätzen lachte sie entweder kurz auf, kämpfte mit Ekel und Tränen und nahm große Schlücke Wein.
,Vor allem im Sommer, bei den Grillfesten die dein Opa immer veranstaltet hatte, jeder war betrunken. Abends als niemand mehr wirklich was mitbekommen hatte, ist er in das Zimmer von deinem Vater. Er hat sich zu ihm gelegt und Dinge erzählt, man macht so etwas in jeder Familie, das ist doch ganz normal. Niemanden passiert dabei etwas, und dein Vater ist doch so schön, so jung und so lieb. So ein lieber Junge.‘ ich wollte das sie aufhört, ich wollte das nicht hören.
,Jedes verdammte mal, wo er da war, hat er Dinge von deinem Vater verlangt, er wollte doch nur seinen Spaß. Dein Vater hat es über sich ergehen lassen, was sollte er auch tun, wer würde ihm denn glauben? Bei einer Grillparty ist dann seine Mutter ins Zimmer gekommen, als dein Vater gerade vergewaltigt wurde. Dein Opa wollte es trotzdem nicht glauben. Irgendwann war dein Vater zu alt geworden, uninteressant, aber trotzdem kam der Freund weiterhin. Als dein Vater 16 war ist er von Zuhause weggegangen und nie wieder gekommen. Völlig den Kontakt abgebrochen. Mir hat er nie etwas davon erzählt.
Eines Tages stand der Freund vor der Haustür, ich ließ ihn hinein, ich wusste ja nicht wer er war. Er wollte Geld, er sagte er wäre ein alter Freund von deinem Vater, von deinem Opa, von der Familie. Als dein Vater dann nach Hause kam, stritten sie sich, und irgendwann war es still gewesen. Als ich wieder in das Wohnzimmer kam, musste dein Vater mir alles erzählen.‘ Sie lächelte nun, doch die Tränen liefen weiter. Ihr Ton wechselte vom verbitterten, nüchternen erzählen zu Melancholie.
,Dein Vater war so anders als wir uns kennengelernt haben, er war lustig, charmant, attraktiv, ein Traummann. Aber meine Schwester meinte immer er hatte ein Geheimnis, und irgendwann glaubte ich das auch. Und spätestens als wir in dieses Haus, dieses Gefängnis gezogen sind, wusste ich es. Er fing an diese Affairen zu haben, mich zu schlagen, mich zu erniedrigen. Er hat mich immer geschlagen, überall wo man es nicht sehen konnte. Er hat nicht damit aufgehört. Ich war selbst Schuld, ich kam zu spät nach Hause, oder ich roch nach Männerparfum. Er hat erst damit aufgehört als ich schwanger mit dir war. Als du dann auf die Welt gekommen bist und dich für ihn als Enttäuschung herausgestellt hast, hat er wieder angefangen, ich wollte ihn immer umbringen. Ich wollte immer weg. Weg von ihm.‘ sie stockte kurz.
,Ich konnte nicht. Ich kannte sein Geheimnis, er konnte nichts dafür das er so war. Er wurde missbraucht. Ich hatte Mitleid, er war doch nur ein gebrochenes Kind, verletzt, armselig, zerstört, ich konnte ihn nicht töten.‘
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Re: 213

Beitragvon Azazel » 22 Nov 2013, 21:49

ah du verwöhnst uns ja richtig ;)
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Re: 213

Beitragvon steveXbird » 08 Dez 2013, 21:33

So bla bli blub, wie geht es euch?

(mehr kommt die tage, sicherlich, wahrscheinlich, vielleicht)

________________________________________

How could you know what it feels like
To fight the hounds of hell?
You think you know me so well
How could you know what it feels like
To be outside yourself?
You think you know me so well
I just want you to realize I blame, I blame myself


. . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ich wollte kotzen, ich wollte noch nie so stark in meinem Leben kotzen, einfach mich übergeben, alles herauslassen, das nichts mehr in mir ist, kein Leben, keine Erinnerungen, keine Gefühle, einfach garnichts. Dann würde ich zusammenbrechen, dann wäre ich Tod, dann gäbe es nichts mehr, und ich hätte die Wahrheit nie erfahren, nie.
Meine Mutter starrte leer in den Raum, sie hatte keine Tränen mehr übrig, der Schmerz in ihr, der Hass war so groß, dies war nicht die Zeit für sie in Tränen weiter auszubrechen.
,Warum hast du mir das nie erzählt?‘ brachte ich nach gefühlten Stunden hervor.
Sie schaute mich fest an, kalt, plötzlich war alles aus ihr gewichen, dann mitleidig, voller Gefühle.
,Ich wollte das er für dich immer dieses Monster bleibt. Ich wollte nicht das du Mitleid mit ihm bekommst, du solltest nie Mitleid mit ihm haben.‘
Ich verstand nicht. Meine Mutter schaute weg und mich dann wieder fest an.
,Gott John, ich hatte gehofft das du ihn umbringst.‘
Ich konnte nicht mehr.
,Mama, wie ist Papa gestorben?‘ sie antwortete nicht. Sie lächelte in sich hinein.
,Verdammt! Wie ist er verfickt nochmal gestorben?!‘ ich schrie sie an. Sie lachte, dann schaute sie aus dem Fenster zu unseren Garagen, dann schaute sie mich wieder an.
,Es war ein Unfall.‘
Ich sprang auf, lief aus dem Haus, in meinem Kopf hallten ihre letzten Worte. Ich rannte zu den Garagen, um mich herum ein Sturm, ein Gewitter, Regen, doch er wusch nichts weg.
Die Worte hallten in meinem Kopf ,Es war ein Unfall.‘
Ich öffnete die erste Garage, nichts. Die zweite, nichts.
Und dann wollte ich nicht weiter machen, ich hatte plötzlich so eine große Angst vor unserer dritten Garage. Es war das ungute Gefühl das ich schon bei meiner Ankunft hatte. Ich zwang mich immer näher an das Tor. Meine Hand kam immer näher. Und dann machte ich sie auf.
,Es war ein Unfall.‘
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