Wartesemster und sowas

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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 10 Dez 2015, 06:56

Wenn Du ein Studium findest, dass Dich zu 10% echt interessiert, dann liegst Du da schon gar nicht schlecht, meiner Meinung nach.
Ohne Deine genaue Situation zu kennen, Du interessierst Dich ja fuer Psychologie... https://de.wikipedia.org/wiki/Belohnungsaufschub

Selbst dann, wenn Dir wichtig ist, mit Menschen zu arbeiten, so kann man das vor allem auch im Medieninformatik Bereich genauso unterbringen, wie als Psychologe. Gerade wenn Du mal Projekte leiten willst oder - oh Graus ;) - direkten Kundenkontakt hast, werden Softskills und eine halbe Psychotherapieausbildung schnell zur impliziten Anforderung.

Ich will jetzt nicht sagen, dass (gerade als Uni Studiengang) Informatik das tollste ist, aber von dem, was Du schreibst klingt der Abbruchswunsch nicht nach einer gut informierten und abgewogenen Entscheidung. Ich wuerde _unbedingt_ die Alternative mal testen, bevor Du Dir da Illusionen machst, dass das Gras auf der anderen Wiese gruener, saftiger und vor allem mit weniger Anstrengung zu erreichen ist.
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Re: Wartesemster und sowas

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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 10 Dez 2015, 11:07

Also das mit dem Aufhören habe ich mir ja nicht von heute auf morgen mal eben überlegt. Eigentlich dachte ich schon seit dem ersten Semester daran und hab mir immer wieder gesagt "durchhalten, später kommen die guten Fächer" aber irgendwie kamen die Fächer nicht wirklich bzw hatten im Endeffekt andere Thematiken als ich erwartet hatte.

Fächer auf die man keinen Bock hat, wird es in jedem Studiengang und jeder Ausbildung geben, das ist mir sehr wohl bewusst. Aber ich finde der Kern eines Betätigungsfeldes sollte einen schon irgendwie interessieren oder? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das, was ich mit dem Studiengang machen kann später nicht mehr machen möchte. Wenn mal in einem Medienfach eine Art kleines Projekt kommt (z.B. eine Video-Animation mit Blender erstellen) dann war das etwas wo ich aus dem Stand sagen würde "oh cool", aber eigentlich hat es mich total angenervt und ich wollte es nur mit dem geringst möglichen Aufwand hinter mich bringen. Projekte bringen vielleicht Abwechslung und vertreiben Langeweile am Arbeitsplatz, aber sie tragen auch mehr Aufwand mit sich. Wenn Projekte, dann welche für die ich brenne. Zumindest von der Grundthematik. Ich habe einfach immer mehr gemerkt, dass mein Interesse im Bereich Medien mit Fortschreiten des Studiums immer weiter zurück geht.

Zusammengefasst:
-Informatik = doof
-Medienanteil: war mal interessant, seit ich damit näher in Kontakt bin aber auch nicht mehr wirklich
-Psychologieteil: immer noch interessant, aber im Studium in verschwindend geringem Anteil vorhanden

Zudem kommen halt einige unnütze Fächer, die meines Erachtens im Studiengang nur Lückenfüller sind. Und ein gewisser Teil Mathematik. Den habe ich (bis auf Theoretische Informatik) hinter mich gebracht. War zwar nicht schön aber auch nicht so ein riesen-Problem wie Informatik.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon Turlough » 10 Dez 2015, 21:42

Es ist tatsächlich nicht ganz leicht, einen Platz im Studiengang Soziale Arbeit zu bekommen, aber auf jeden Fall möglich. Ich studiere inzwischen im sechsten Semester, hatte einen schlechteren Schnitt als du (Fachabitur) und 3 Wartesemester. Von 43 Bewerbungen habe ich immerhin eine Zusage erhalten, aber das reicht ja auch :)
An deiner Stelle würde ich es auf jeden Fall versuchen und wenn du keine Zusage bekommen solltest, kannst du danach immer noch überlegen, wie es weitergeht. Bei meinen Kommilitonen gab es einige, die direkt nach dem ersten Semester die Hochschule gewechselt haben, weil sie eigentlich in einer anderen Stadt studieren wollten, das wäre vielleicht auch eine Option für dich, wenn du einen Platz an einem Ort bekommst, der zu weit weg von deinem Freund ist.

Ansonsten wäre es noch wichtig zu beachten, dass häufig ein Vorpraktikum abgeleistet werden muss, da kannst du dich auf den Homepages der jeweiligen Hochschule informieren, bei mir waren es 12 Wochen.

Du hast geschrieben, dass du später vielleicht therapeutisch arbeiten möchtest. Um Therapeut in wasauchimmer zu werden, brauchst du eine Ausbildung, die Voraussetzung dafür ist ein abgeschlossenes Studium (z.B. Soziale Arbeit), das wäre anschließend also auch noch eine Option für dich.

Wenn du weitere Fragen zu dem Studium hast, kannst du sie mir gerne stellen, ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, egal, wofür du dich letztlich entscheidest. :)
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 11 Dez 2015, 12:30

hm okay dankeschön. :)

Ein Semester woanders absolvieren... darüber habe ich noch nicht nachgedacht.

Kann ich dann ganz easy woanders hin wechseln wie ich das möchte, oder mit welchen Einschränkungen ist das verbunden? Weil davon habe ich bis jetzt absolut keine Ahnung.

Und zweite Frage, wie ist das Studium so? Also macht es Sinn anwesend zu sein in den Vorlesungen, oder hast du sogar eine Anwesenheitspflicht? Gibt es Übungsaufgaben, die Pünktlich abgegeben werden müssen? Ist sicher von Hochschule zu Hochschule anders, aber wäre ja mal interessant zu wissen wie das bei dir so ist.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 11 Dez 2015, 12:32

Du kannst sonst natuerlich auch eine Fernuniversität in Betracht ziehen, wenn Du Dir mehr Flexibilität wünschst. Das würde es Dir auch erlauben dazu parallel mal Praktikum in genau den Bereichen zu machen, in denen Du später arbeiten möchtet. (Schule, Kindergarten, Ergotherapiepraxis o.ä.).
Ich würde gerade wenn Du so unsicher bist unbedingt mal gucken ob das wirklich was fuer dich ist.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 11 Dez 2015, 13:10

Ja Fernuni fände ich jetzt auch nicht so sehr verkehrt, aber das kostet meines Wissens nach Gebühren, welche ich selbst nicht bezahlen kann und ich mir nicht sicher bin, ob sie mein Vater bezahlen will.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 11 Dez 2015, 13:12

Das ist ja gerade das toll an einer Fernuniversität: Du kannst parallel arbeiten. Die Gebühren für die Fernuni sind auch nicht so dramatisch hoch, wenn man dagegen vergleicht, dass man sehr viel Material bekommt und sich weniger Bücher selber kaufen muss.
Und es schadet ja auch nicht, wenn man parallel Berufserfahrung sammelt - im Gegenteil wirkt sich sowas sehr positiv bei Gehaltsverhandlungen aus.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 11 Dez 2015, 15:02

Okay stimmt auch wieder. Naja ich denke mal darüber nach. Schlecht finde ich die Idee bis jetzt nicht.

Falls Interesse besteht, kann ich mich ja gern nochmal melden, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe. :)
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 11 Dez 2015, 15:04

Nicht nur wenn Du die Entscheidung getroffen hast, auch wie gut du damit dann fährst, bitte! :)
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon Turlough » 11 Dez 2015, 18:40

Wie das genau mit dem Hin- und Herwechseln ist, kann ich dir im Einzelnen nicht sagen, bzw. weiß ich auch nicht, ob es da möglicherweise Unterschiede gibt, je nach Hochschule. Es wäre aber wahrscheinlich eine eher umständliche Lösung, weil die Inhalte nicht überall gleich sind und du ggf. Prüfungen nachholen müsstest. Dazu käme dann ja auch noch, dass du zumindest ein Semester weiter weg studieren würdest und einen Platz zum Wohnen bräuchtest. Vielleicht ist hier ja jemand, der schon einmal gewechselt hat und dazu was schreiben könnte?

Ein Fernstudium wäre natürlich auch noch eine Alternative, da findest du hier ganz gute Informationen: http://www.fernstudium-soziale-arbeit.de/

Zu deiner zweiten Frage:
Bei mir ist es so, dass ich im Schnitt etwa bei zwei Vorlesungen pro Semester Anwesenheitspflicht habe (75%), die meisten sind also ohne. Ich gehe zu den anderen trotzdem immer hin, würde aber behaupten, dass das je nach Dozent nicht unbedingt nötig ist. Viele laden ihre Powerpointfolien und weitere Materialien zu Beginn hoch und damit hast du auf jeden Fall eine Grundlage und kannst in der Bibliothek immer noch weitere Bücher zum Thema leihen. Es gibt in der Regel mehrere Vorlesungen zu rechtlichen Grundlagen, da ist es schon empfehlenswert hinzugehen, vor allem auch um erstmal zu lernen, wie man mit Gesetzestexten umgeht. Da fallen dann auch relativ viele durch die Prüfung, hab ich auch von anderen Hochschulen schon gehört, bei mir waren es knapp 2/3. Ich hab im weiteren Verlauf noch einen Schwerpunkt auf Strafrecht gesetzt, aber meistens kann man das dann auch umgehen, wenn es dir nicht so liegen sollte.

Übungsaufgaben... eher nicht. Ich weiß nicht genau, wie du die definierst, klingt für mich nach sowas Ähnlichem wie in der Schule Hausaufgaben. Das hatte ich in nur einer Vorlesung mal sporadisch. Wobei ich noch eine Sprache belegt habe, da ist Vokabeln lernen dann natürlich unumgänglich.
Es ist eher so, dass du die meisten Vorlesungen mit einer Prüfung abschließt, die dann auch benotet wird: Klausur, Hausarbeit (20 Seiten zu einem selbst gewählten Thema), Referat (20 Minuten mit anschließender Diskussion + schriftlicher Ausarbeitung) oder eine mündliche Prüfung (20 Minuten + schriftliche Ausarbeitung). Das gilt jetzt natürlich hauptsächlich für die Hochschule, an der ich studiere, aber ich denke, besonders große Abweichungen wird es da nicht geben. Wenn dich das genauer für eine bestimmte Hochschule interessiert, sind die Prüfungsordnungen aber im Normalfall auch über die Homepage einsehbar.

Was ich auf jeden Fall gut finde, ist ein hoher Praxisanteil. Bei mir waren es 12 Wochen Vorpraktikum, 7 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem ersten und zweiten Semester, im vierten und fünften Semester sowie der vorlesungsfreien Zeit dazwischen nebenbei, 5 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem fünften und sechsten Semester und in manchen Bundesländern hat man dann nach dem Bachelorabschluss noch ein Jahr Berufspraktikum, um die staatliche Anerkennung zu erreichen (muss man aber nicht). Der Vorteil ist natürlich, dass du dann jedes Mal in ein komplett anderes Arbeitsfeld hineingucken könntest, das hilft bei der Entscheidung, wo du nach deinem Studium gerne arbeiten möchtest.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 12 Dez 2015, 11:58

Ich bin vor allem daran interessiert, wenn jemand mal berichten wuerde, wie sich das im weiteren Verlauf dann alles bewaehrt hat. Sprich, ist der Job nachher erfuellend. Hat man das Gefuehl dass es hinreichend honoriert ist. Wuerde man die Entscheidung anderen auch so anraten, oder eher nicht.
Ich hatte mal kurz die Einstiegsgehaelter verglichen. Geld ist nicht alles, aber wenn ich mit 50k Euro im Jahr starte als ITler vs. Quasi-Mindestlohn...
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 12 Dez 2015, 12:24

Wegen der Anwesenheitspflicht hatte ich nur gefragt wegen der Wohnung. Gäbe es keine Anwesenheitspflicht könnte ich dieses eine Semester als "Quasi-Fernstudium" betreiben und dann die Hochschule wechseln. Das selbe gilt für Übungsaufgaben.

Hier in Lübeck ist es in fast allen Studiungängen der Uni Usus, so eine Art Hausaufgaben aufzugeben. Das kann jeder Prof für sein Fach selbst entscheiden ob er das macht oder nicht. In den meisten Fächern ist es jedoch so, dass wir jede Woche Pünktlich einen gelösten Übungszettel mit Aufgaben abgeben müssen. Dieser wird bewertet und nur wenn man eine Mindestpunktzahl (meist 50% pro Zettel) erreicht hat, ist man für die Klausur zugelassen. Ob man dann 70, 80 oder 90% in den Übungen erreicht hat, spielt für die Klausur keine Rolle. So kann es zum Beispiel sein, dass einige meiner Kommilitonen jetzt schon nicht mehr für die Klausur "Theoretische Informatik" zugelassen sind, und das Fach nächstes Jahr von vorn beginnen müssen mit allen Übungszetteln.

Gäbe es soetwas, müsste ich ja auch anwesend sein um die Zettel zu bearbeiten und abzugeben.



Mir ist durchaus bewusst, dass ich später sicher nicht schlecht verdienen werde, wenn ich mein Studium durchziehe und Arbeit damit finde. Jedoch kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass mich diese Arbeit auch nur in Ansätzen zufrieden stellen würde. Es soll Leute geben die haben Spaß an Informatik und alles in der Art, aber ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich möchte später auch nicht den Computer als besten Freund auf der Arbeit haben sondern viel lieber Menschen, mit denen ich reden und interagieren kann. Ob das Erwachsene, Jugendliche oder Kinder sind weiß ich noch nicht, da bin ich erst mal ganz offen. Würde ich soziale Arbeit oder Ergotherapie machen, kann ich mich im Laufe des Studiums/der Ausbildung immer noch spezialisieren und erhoffe mir, dass ich mit der Zeit erkenne, welche Bereiche ich besonders spannend finde.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 12 Dez 2015, 12:34

Ich hab das an der Uni Münster nie erlebt, dass jemand wirklich nicht zugelassen wurde wenn die Zettelpunkte nicht ausreichten. Sogar dann, wenn es in der Tat besser gewesen waere, weil die Zettel ein guter Indikator fuer de Klausur sind.
Bei uns war es so, dass Du automatisch zugelassen warst, wenn Du die Punkte hattest, wenn Du die Punkte nicht hattest, hat der Übungsgruppenleiter entschieden. Finde ich ein faires Verfahren. Dazu kommt, dass die Zettel immer in Gruppen gemacht wurden. Zum einen weil der Umfang fuer einen alleine schon sehr happig war - zum anderen weil man sich gegenseitig die Sachen erklaert hat. Die Zettel, bei denen ich alleine gearbeitet habe, waren meist auch mit mehr Stress und schlechterer Note verbunden.
Das waere mein groesster Tipp fuer alle Studierende :)

Was Deine Vorstellung von dem Beruf angeht, finde ich die etwas strange. Woher kommt das? Hast Du mal Praktika in verschiedenen Firmen gemacht?
Klar gibts da ein ganzes Spektrum von dem Nerd-sitzt-im-Keller bis zum Projektleiter der gar nicht mehr selbst entwickelt. Aber ich behaupte mal, dass >50% meiner Arbeitszeit Arbeit mit Menschen ist. Softskills und Projektmanagement sind wesentliche Erfolgskriterien - wie in jeder anderen Branche fuer hoeher qualifizierte Wertschoepfung auch.
Oft wuensche ich mir sogar weniger Interaktion mit Menschen :D

Da Du Dich aber schon entschieden hast spare ich mir mal die warmen Worte. Ich habe nur die Sorge dass Du eine uninformierte Entscheidung triffst die nicht sehr emotional gepraegt ist und Du damit spaeter ungluecklich wirst.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon aussiegerman » 12 Dez 2015, 13:21

Achso danke noch an Tourlough für den Link :)

Naja wir haben mit dem Übungsleiter gesprochen und er meinte er könne eine Ausnahmeregelung machen, wenn wir die verhauenen Zettel nachholen und alle zukünftigen bestehen. Das ganze ist in dem Fach recht unwahrscheinlich aber immerhin gibt er uns die Chance.

Ja bei uns ist meistens auch vorgesehen, die Zettel in kleinen Gruppen zu bearbeiten. Setzt man sich aber mit einer zweiten Gruppe zusammen und löst es als große Gruppe, dann ist das nicht zulässig, zählt als abgeschrieben und wird mir 0 Punkte bewertet. Finde ich ziemlich sinnlos, da man sich ja trotzdem damit befasst hat aber naja diese Regeln mache ich nicht.

Woher meine Vorstellung von der IT-Branche kommt? Sicher wird auch hin und wieder erwähnt, dass man mit dem Kunden reden muss und seine Wünsche umsetzen muss, oder dass man in Gruppen, Projekte macht und diese gemeinsam Lösen muss. Aber wenn ich jetzt schon merke, dass Projekte an der Uni, welche auch in Gruppen zu lösen sind und ich mir hier sogar meine Mitarbeiter frei aussuchen kann, absolut nervend sind und ich keine Lust habe mich mit der Thematik zu befassen, dann kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sich das später ganz krass ändern wird. Hinzu kommt, dass ich immer wieder Leute sehe die Spaß an solchen Projekten haben, oder Programmieren toll finden. Ich dagegen sitz nur da und denke mir "was fürn scheiß".


"eine uninformierte Entscheidung, die nicht sehr emotional geprägt ist"
Naja eigentlich finde ich meine Entscheidung schon emotional. Ich höre damit auf, was mir keine Freude bereitet und wo ich mich fehlgeleitet fühle und suche mir etwas, was mich erfüllt und mir Freude bringt. Ob das zukünftige mir später wirklich die erhoffte Freude bringt, kann mir natürlich niemand garantieren, aber das konnte mir bei Medieninformatik auch niemand. Ein Risiko besteht, dem bin ich mir wohl bewusst, aber das gilt für so ziemlich alle Optionen. Und bevor ich mich entscheide will ich mich ja informieren. Hab mir jetzt erstmal Tonnen von kostenlosem Infomaterial von diversen Fernunis bestellt. Ob das sinnvoll ist werde ich sehen. Vielleicht versuche ich mich auch mal in 2, 3 Vorlesungen reinzusetzen um das mal auszuprobieren. Vielleicht schafft es mein Freund auch endlich mal mich jemandem Vorzustellen, zum Beispiel seiner Schwester, welche soziale Arbeit studiert hat. Dann könnte ich mal mit jemandem reden, der das ehrlich einschätzen kann.
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Re: Wartesemster und sowas

Beitragvon timtom » 12 Dez 2015, 14:00

Ah das kommt davon wenn man Saetze umformuliert, gemeint war 'emotional gefaerbt', der urspruengliche entwurf war 'nicht sehr rational', das fand ich aber zu boese :)

Wenn Du schreibst, dass Du nur noch machen willst was Dir Spass macht... naja. :)
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Re: Wartesemster und sowas

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