Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Euer Bereich für Schule, Ausbildung und Studium (auch für Fragen rund um Schulthemen, Hausaufgaben und Uniarbeiten)
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Apfel
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon Apfel » 05 Mai 2011, 19:38

Was zu hoch ist und was nicht, beurteilt immer noch das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

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NoMercy
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon NoMercy » 05 Mai 2011, 23:09

Deshalb kann ich den Stundensatz trotzdem für überzogen halten.

Außerdem gibt es für Nachhilfe keine Börse, an welcher das Angebot 1 zu 1 mit der Nachfrage korreliert.
Wenn sich mal an einer Schule ein gewisser Lohn etabliert hat, dann wird der Nachhilfelehrer einen Teufel tun & für "Kundenfang" auf einen Teil seines Honorars verzichten.
Bei uns an der Schule hängen Bedürftige Kontaktanzeigen aus, auf welche sich dann Interessenten melden.
Kurzum, wer zuerst kommt, mahlt zuerst, bekommt also seinen Stundenlohn von ca. 10-15€.
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Apfel
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon Apfel » 06 Mai 2011, 06:33

Nun ja, ich kann dir versichern, dass ich nie eine Anzeige geschaltet habe, weil ich bisher immer weiterempfohlen wurde.

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timtom
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon timtom » 06 Mai 2011, 10:28

Was ist denn für dich die Referenz, an der du fest machst, wann etwas überzogen ist?
Ich find jeder sollte das verdienen, was er wert ist. Dazu kommt ja auch, das ich möchte dass der Lehrer motiviert ist, sowohl in der Übung als auch bei Vorbereitung und eigener Qualifikation, die in der Regel nicht separat bezahlt wird, sondern im stundensatz eingerechnet ist.
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon Janus » 06 Mai 2011, 12:30

Also 22€ hätte ich von einem Schüler nicht verlangt. Allerdings habe ich aber auch die offizielle Mathenachhilfegruppe der Schule mitgestaltet, da finanziert das eh die Schulbehörde. Und da sind 22€/h nicht drin. Ansonsten hab ich immer Freunden (kostenlos) oder deren Verwandten (moderater Stundenlohn) Nachhilfe gegeben.
Ich muss allerdings auch sagen, dass es mich keine Vorbereitungszeit gekostet hat, Realschülern oder Gymnasiasten Mathenachhilfe zu geben. Das war eher so ein bisschen Wiederauffrischen für mich und ein paar Euro verdienen. Zusätzlich konnte ich noch Leuten helfen.
Ich persönlich würde allerdings auch keine 22€/h für eine Nachhilfestunde zahlen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich eigentlich für alle evtl. auftretenden Probleme Freunde und Verwandte habe und eine regelmäßige Nachhilfe bisher auch nicht nötig hatte.

Am Ende muss jeder wissen, was er verlangen, bzw. ausgeben möchte. Ich pflege es eher mit dem Grundsatz "Bildung muss bezahlbar oder kostenlos sein", weswegen ich zu den Befürwortern von organisierten Nachhilfegruppen an den Schulen bin. Da können die Hilfebedürftigen Schüler sich kostenlos und effektiv helfen lassen, der "Lehrer" wird von der Schulbehörde finanziert.
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon Janus » 06 Mai 2011, 12:34

Ach und als Nachtrag: Ich habe übrigens festgestellt, dass viel zu wenig Leute, die es nötig hätten, überhaupt Nachhilfe in Anspruch nehmen. Wenn wir dann manchmal von den Lehrern gehört haben, dass in ihrer Klasse von 25 Klausuren 10 mit 4- oder schlechter bewertet wurden und sie die Leute an uns verwiesen haben, und dann aber nur einer von denen auftaucht, dann braucht man sich über solche Ergebnisse nicht wundern.

Deswegen ja die Eingangsfrage: Wer von euch würde ehrlich zugeben, die Wichtigkeit von Nachhilfe nicht zu erkennen, bzw. zu stolz zu sein, sich von Anderen, vlt. auch Fremden, helfen zu lassen?

(Um das Preisthema mal zu beenden.)
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon NoMercy » 06 Mai 2011, 12:58

timtom hat geschrieben:Was ist denn für dich die Referenz, an der du fest machst, wann etwas überzogen ist?


Das ist unterschiedlich, in diesem Fall der Lohn für Nachhilfeunterricht an meiner Schule, für Nebenjobs uvm. .

EDIT: Ich habe kein Problem damit, mir und anderen Schwächen in schulischer Hinsicht einzugestehen, wieso auch?
Und wer sich zu stolz ist, Hilfe anzunehmen, muss mit den Konsequenzen leben.
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon SpaceJumper » 19 Mai 2011, 23:17

Janus hat geschrieben:Deswegen ja die Eingangsfrage: Wer von euch würde ehrlich zugeben, die Wichtigkeit von Nachhilfe nicht zu erkennen, bzw. zu stolz zu sein, sich von Anderen, vlt. auch Fremden, helfen zu lassen?

(Um das Preisthema mal zu beenden.)


Nachhilfe kann man sich selber geben, da ist keine andere Person notwendig. Ein Buch bzw. das Internet erzielt den selben Zweck bzw. ist meiner Meinung nach sogar besser.

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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon agilis » 19 Mai 2011, 23:28

Ich kann für die "eigene Nachhilfe" die Trainingsbücher des Stark-Verlags empfehlen!

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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon rene » 20 Mai 2011, 13:00

meine nachhilfe bin ich ich lerne sehr schnell wenn ich das thema mag zum Beispiel mathe dieses algebra ist so trocken :( ich musste erstmal kurz die formel wissen und mir irgendwas vorstellen dasses interessant ist und jethzt kann ichs ^^

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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon NoMercy » 20 Mai 2011, 21:22

SpaceJumper hat geschrieben:Nachhilfe kann man sich selber geben, da ist keine andere Person notwendig. Ein Buch bzw. das Internet erzielt den selben Zweck bzw. ist meiner Meinung nach sogar besser.


Du sprichst mir aus der Seele!
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon ToonBunny » 11 Mär 2014, 20:34

Doch manche Leute wollen sich nicht helfen lassen, aus verschiedenen Gründen. Manche sind zu stolz dafür, manche denken, sie schaffen es schon alleine und andere bemerken gar nicht, dass sie in bestimmten Gebieten Schwächen haben.

Wie sieht das also bei euch aus? Lasst ihr euch helfen, wenn es irgendwo hapert? Oder nehmt ihr lieber keine Hilfe in Anspruch, obwohl ihr sie benötigt? Und im Umkehrschluss: Gebt ihr anderen Nachhilfe auf Gebieten, die ihr richtig gut beherrscht, oder nicht? Und wenn nicht, wieso nicht?


Ich hatte auf dem Beruflichen Gymnasium in Mathematik zwei Jahre lang Nachhilfe. In der 11. Klasse hatte ich eine 5 in Mathe stehen. Die Lehrerin war so schrecklich und meine Motivation war so im Keller, dass ich später nichtmal mehr für die Klausuren gelernt hatte. Da hatte ich dann auch mal ne 6 in der Klausur. Interessierte mich nicht.

Ich konnte dann in der 12. Klasse Mathe endlich nur als "Abdeckerkurs" (also Mathe nur als Fach ohne irgendwelche Prüfungen im Abitur) nehmen und ergriff auch sofort die Chance. Ich hatte dann einen strengen und autoritären Lehrer. Dann nahm ich Nachhilfe, weil ich in Mathe nicht mehr länger eine Niete sein wollte. Die bekam ich auch - bis zur 13. Klasse. Die Kosten beriefen sich auf 100€ im Monat, also macht das auf zwei Jahre gerechnet 2400€. Zum Glück zahlten das meine Eltern.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. In Mathematik habe ich endlich auch mal Dinge "verstanden" und konnte sie auch anwenden. Bei Mathe ist es nunmal so, dass man eigentlich nicht viel lernen braucht, sondern einfach nur Dinge verstehen muss. Dank der Nachhilfe, des autoritären Lehrers (der viel besser als die Schl... in der 11. Klasse war) und der Tatsache, dass der Kurs in den Klassen 12 und 13 meiner Meinung nach einfacher war als der Einführungskurs in der 11. Klasse, konnte ich mich von einer 5 auf eine 2 bessern.

Mein zweites Defizit war in Spanisch. Normalerweise bin ich recht sprachbegabt, aber bei Sprachen ist es nunmal so, dass man von Anfang an dabei sein und Defizite sofort bekämpfen muss, um auch später noch gute Chancen zu haben. Das Fach habe ich am Ende aber schleifen lassen, weil der Aufwand einfach zu groß gewesen wäre, um da noch gute Noten zu erhalten. Hätte ich den Aufwand getätigt, hätten darunter ganz sicher alle anderen Fächer gelitten. Schließlich war das Berufliche Gymnasium nicht einfach.

Fazit: Nachhilfe bringt eben doch was, wenn man es WILL. Wer von vorneherein keine Motivation hat und Nachhilfe eher als Bestrafung als als Chance ansieht, der braucht sie gar nicht erst in Anspruch nehmen. Ich selbst gebe keine Nachhilfe (obwohl ich es in Englisch könnte), einfach weil ich kein Selbstbewusstsein habe (außerdem mache ich auch Fehler, bin in Englisch schließlich nicht auf Mutterspracheniveau) und ich will einem nichts beibringen, der keine Motivation hat.

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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon TechBoy96 » 04 Okt 2014, 20:08

Meiner Erfahrung nach bringt Nachhilfe nur dann etwas, wenn man auch motiviert und fleißig ist.
Es ist eben nur eine Hilfe. Ohne "Reinhängen" kommt man nicht weit.

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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon Yahool3r » 05 Okt 2014, 01:56

Ich kenne ja viele, die die Nachhilfe nicht zum nachholen haben, sondern nur zum machen der Hausaufgaben nutzen. Das ist irgendwie dämlich.
Ich glaube viel hängt auch von der Nachhilfe ab. Ob sie hübsch ist^^, ob sie sich durchsetzen kann und dich motivieren kann deine (Nachhilfe)Hausaufgaben zu machen und wie gut sie die Nachhilfe plant.
Ich hatte für ein halbes Jahr in der 7ten. Nachhilfe in Englisch. Damals hatte ich eine schwache 4 und ich hab bei der hübschen Nachhilfe nie meine Hausaufgaben für die Schule gemacht, sonder immer etwas gelernt und sie hat mir dann auch selber kleine Hausaufgaben...eher training aufgegeben. Das hat was gebracht. Aber da stimmte auch die Sympathie. :D
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Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

Beitragvon blub89 » 05 Okt 2014, 10:31

Ich habe eine Zeit lang sehr viel Nachhilfe gegeben und konnte recht schnell zwischen denen unterscheiden, die auch noch so was gemacht haben, und denen, die die Nachhilfe wohl in erster Linie auf Wunsch ihrer Eltern genommen haben. Erstere sind ziemlich schnell besser geworden; die anderen nicht. Ich hatte mir auch einmal die Mühe gemacht und für jemanden für jeden Tag Übungsblätter erstellt....die wurden dann kurz vor der Nachhilfe mit dem Buch gelöst...Hausaufgaben aus der Schule habe ich nicht in der Nachhilfe gemacht...das ist ja irgendwie nicht der Sinn der Sache. Es geht ja um zusätzlichen Unterricht (Fragen/Probleme diesbzgl sind dann auch wieder was anderes).
Überzeugungen sind größere Feinde der Wahrheit als Lügen F. Nietzsche

Re: Nachhilfe - Euer Weg zum Lernerfolg?

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