Gedankengänge

Platz für eure Beziehungsstories - fact and fiction
Gay Stories - keine Sexstories!
Benutzeravatar
NikiLu
new-boy
new-boy
Beiträge: 46
Registriert: 22 Jun 2016, 23:20
Kontaktdaten:

Re: Gedankengänge

Beitragvon NikiLu » 20 Jul 2019, 21:20

Die Semesterferien sind da und etwas mehr Zeit. An alle die noch büffeln müssen ihr schafft das. Scary Movie stimmt. Ist mir beim Schreiben nicht aufgefallen.
Charaktere:

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris: Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder, gerade 18 geworden
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: ist entsetzt

Kapitel 1: Finde dich selbst

Warum hatte ich gerade diesen Namen gesagt?

Nicht nur das ich Marie damit vor den Kopf gestoßen hatte,
sondern selbst einen Gang in der Persönlichkeitsentwicklung ausgelöst habe.
Das konnte nicht sein.
Es war unmöglich.
Der Name der fiel gehörte zu einem Jungen.
Warum so nah vor dem Höhepunkt ?
War ich doch nicht so hetero,
wie ich geglaubt hatte?
Eins wusste ich, um ein paar Antworten zu finden,
musste ich mich der Person stellen,
aber ich wusste nicht wie ich es anstellen sollte.
Sollte ich mit Emilia darüber sprechen?
Nein, ich muss erst Silas ausfindig machen.
Silas….
Ich hatte eine Idee.
Der Entschluss stand und ich ging am Abend dorthin,
wo ich ihn zum ersten Mal getroffen hatte , in den Park…
Aufgeregt wie ich war, was mich wohl erwarten würde,
zog ich meine Jacke an und schnupperte die frische Abendluft.
Bei nah im Jogging-Tempo lief ich schnurstracks in das kleine Wäldchen,
mit den wünderschönen Teichen und
den riesen Bäumen, die den Weg säumten.
Der Wind raschelte in den Wipfeln und ließ mich erzittern.
Nun doch etwas verlangsamt erreichte ich die Bank , wo er gesessen hatte.
Voller Enttäuschung musste ich feststellen, dass die Bank leer war.
Eine Leere durchströmte mich.
Mein einziger Plan den ich hatte, schien im Sand zu verlaufen.
Blind von den wirren Gedankengängen schrie ich in den Wald hinein:
Silas, Wo bist du?
Zeig dich.
Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilaaaaaaaaaaaas.
Erschrocken vor mir selbst, hörte ich auf.
Auf einmal begann ich mich zu schämen.
Es könnten doch noch andere Menschen im Park sein.
Schließlich schrie ich auch nach einen Jungen.
Nach einer Weile setzte ich mich nachdenklich und
erschöpft auf die Bank und nickte ein.

_Wach auf_
Gänsehaut und ich erschrak.
Silas?
Ich öffnete meine Augen.
Er stand direkt vor mir.
Fokussierte mich mit seinen eisklaren Augen,
die mich auf eine Art zum dahin schmelzen brachte,
die ich noch nicht kannte und nicht verstand.
Es war mir egal.
Mein Kopf war wie ausgestellt, aber ich wusste was zu tun war.
_Küss mich_
Fest entschlossen bewegte ich meinen Kopf nach vorne und spürte seine Lippen, die sich auf meine legten.
Energie durchströmte meinen Körper.
Ich schloss die Augen, wollte ich diesen Moment voll und
ganz auf Sinnesebene erleben, genießen und spüren.
Ein Gefühl der völligen Glückseligkeit. Besser als jede Droge.
Es sollte nicht aufhören.
Plötzlich ging alles ganz schnell.
Ich spürte eine Veränderung.
Der Energiestrom ebnete ab und mein Mund wich zurück.
Tatsächlich er war weg.
Er hat mich sitzen gelassen.
Wo war er hin?
Ein noch inhaltslosere Leere durchströmte mich. Kälte.
Nach diesem Kuss hinterließ er mich, mit noch mehr Fragen
und einem pulsierenden Kopf
Hatte ich wirklich einen Jungen geküsst?


Jakob

Seit Stunden dachte ich nur noch daran,
wie Marlon und Marie es miteinander treiben.
In dem Hemd war er so süß und ich hab es gleich, als mein neues Hintergrundbild eingestellt, was mir vielleicht nicht ganz so gut tut,
aber das weiß ich selbst.
Marie und Jakob wie konnte das nur passieren.
Unglaublich.
Je länger der Tag dauerte, desto trauriger und trübsaalblasender wurde ich.
Die Zimmerwände schienen mich zu erdrücken.
Irgendwann hatte ich wenig Kraft.
Ich nahm mein letztes Fünkchen Motivation in die Hand und
ging an die frische Luft. Ich war ein Draußen-Mensch.
Es hat mich schon immer beruhigt in aufwühlenden Momenten raus zu gehen.
Der Weg führte mich auf unerklärlicherweise in den Park.
An diesem Abend gab es wenig zu tun, sodass ich mir viel Zeit nehmen konnte.
Ich mied die Stelle, an der mich Marlon sitzen gelassen hatte.

Gerade als mein Geist die Stille genoss und zur Ruhe kam, hörte ich ein mark-
erschütternden Schrei.
Nach kurzer Zeit erkannte ich die Stimme.
Es war Marlons.
Er brüllte einen Jungsnamen.
Wurde er verletzt?
Ich setzte mich in Bewegung.
Vielleicht braucht er Hilfe.
Gedeckt von den Bäumen näherte ich mich der Richtung,
aus der ich die Stimme hörte.
Es dauerte noch eine Weile bis ich ihn fand,
weil die Schreie weniger wurden und dann ganz verstarben.
Ich sah ihn.
Im selben Moment….

Schock
Wut
Eine gewisse Gleichgültigkeit.
Wie in Trance holte ich mein Handy raus und machte ein Foto davon, wie Marlon einen mir fremden Jungen küsste.
Vergewissernd ob ich mich jemand beobachtet, schaute ich mehrmals nach Links und Rechts.
Wieder ein Schock und leichte Panik durchfuhr mich,
als ich zurück zu Marlon blickte.
Der fremde Junge war verschwunden.
Er schien sich in Luft aufgelöst zu haben.
Etwas an ihm war seltsam.
In diesem Moment wo ich ihn hassen sollte,
überwiegt das Gefühl des Seltsamen.
Unbedingt wollte ich mehr über ihn wissen.
Zwiegespalten ging ich nach Hause.
Zum einen hoffnungslos und traurig darüber,
was ich gesehen hatte und
zum Anderen aufgeregt und unentschlossen,
aufgrund des Jungen und ich hatte dazu ein Foto,
mit dem ich einiges auslösen könnte, aber ich Liebe Marlon zu sehr.
Wenn er sich nicht immer so arschig verhalten würde.
Vielleicht zahle ich es ihm doch heim.
Jetzt wo er noch einen anderen geküsst hat.


Marlon

SMS Marlon: Es tut mir leid, Marie.
Ich weiß zur Zeit selbst nicht was los ,mit mir ist.
Kannst du die Sache für dich behalten?
SMS Marie: Schon gut. Ich erzähle es Niemandem versprochen. Auch wenn du mich ganz schön gekränkt hast.
SMS Marlon: Du hast was gut bei mir.

SMS Jakob: Wie lief das Date?
SMS Marlon. Lief Scheiße. Mir ist was peinliches passiert.
Jakob schreibt…
SMS Marlon : Nachricht wurde gelöscht.
Jakob SMS: Habs Gelesen… Was den?
Marlon SMS: Nicht so wichtig. Bis Morgen
Jakob SMS : Gute Nacht. Mach dir nicht so viele Gedanken.
Marlon SMS: Wenn du wüsstest.

Am nächsten Morgen stoß ich wie gewohnt auf Emilia.
„Guten Morgen Grinsebacke, Du strömst vor Energie und siehst so aus , als würde es seit zwei Wochen nichts mehr zu Essen geben.“
„Morgen. Danke , Du brauchst mich nicht daran zu erinnern, dass ich fertig aussehe. Es war eine harte Nacht.“
„Muss ich dich foltern, oder erzälst du mir was los ist?“

Re: Gedankengänge

Werbung
 

Benutzeravatar
Quianye
member-boy
member-boy
Beiträge: 173
Registriert: 22 Feb 2019, 07:33
Wohnort: Nähe Bamberg
Kontaktdaten:

Re: Gedankengänge

Beitragvon Quianye » 23 Jul 2019, 09:07

Schön mal wieder von dir zu hören.
Hoffe mal Jakob macht jetzt nichts was er später bereuen könnte. Das Marie das So locker aufnimmt hat mich dann aber doch etwas gewundert...
Das Leben ist keine Keksfabrik

Benutzeravatar
NikiLu
new-boy
new-boy
Beiträge: 46
Registriert: 22 Jun 2016, 23:20

Re: Gedankengänge

Beitragvon NikiLu » 13 Aug 2019, 13:32

Danke und weiter gehts, mit einem eher kleinen Part.

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob : 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

_ Was verschweigt er mir._
_Ich sehe, es ihm an._
Sie wird sagen, ich sei verrückt.
Einen Jungen geküsst…
Naja, ich hatte ein Date mit Marie, gab ich leise zu.
Das war auch noch nicht mal gelogen.
_Warum sieht er dann so fertig aus? _
_Er müsste sich doch tierisch freuen._
Langsam geht mir die Freude, über das Gedanken lesen verloren.
„ Ohhh, tolle Neuigkeit, deshalb sprühst du so vor Energie.“
Ich liebe trotz allem, Emilias beizeiten schlagfertige Ironie.
„Ich habe einfach keine Lust auf Schule.“,
auch das war nicht gelogen.
Langsam kleckerte der Tag vor sich hin,
aber dann kam der erlösende Schlussgong.
Zuhause angekommen hielt ich es nicht lange aus
und zog endlich das Buch wieder aus seinem Versteck.
Seit der Begegnung mit Silas, hatte sich ein unbändiges Verlangen aufgebaut, erneut ein Blick hinein zu werfen.
Noch einmal las ich den Einführungstext.
Auserwählter…
Und wieder Gänsehaut.
Voller Neugierde schlug ich die nächste Seite auf.
Das Glück schien heute auf meiner Seite zu sein.
Es wurden überraschenderweise Buchstaben sichtbar…

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Menschen tendieren dazu sich zu verstecken.
Sie erkennen ihren eigenen Wert nicht, oder akzeptieren ihn nicht an.
Sie verstecken sich vor sich selbst und vor anderen Menschen.
Sie verstecken sich, weil sie Angst haben.
Sie verstecken sich, weil sie Angst vor der Wahrheit haben.
Sie bauen sich eine Illusion auf.
Sie geben jemanden vor, der sie gar nicht sind.
Sie verstecken sich.
Du bist ein Auserwählter.
Du hast deine Gabe gefunden.
Wenn du es schaffst aus deiner Illusion zu brechen,
erkennst du wer du wirklich bist.
Lerne dich selbst kennen und lasse dich nicht von den Anderen einschüchtern.
Schau hin, erkenne und schaffe deine neue Welt.
Schaffe dein wahres Ich.
Dies ist der Anfang und zunächst musst du Lernen mit deiner Gabe umzugehen, als wäre sie ein Teil von dir.




…Schwarz…
Keine neuen Buchstaben.
Das musste ich erstmal sacken lassen.
Ausatmen….
Wovor verstecke ich mit?
Eine Frage , die sich in meinen Kopf gesetzt hat, wie eine Zecke in ihr Opfer.
Also ist meine Fähigkeit das Gedanken lesen.
Gut, soviel Klarheit hatte ich jetzt.
Was bedeutet das für meine Mitmenschen und für mich?
Früher oder später musste ich mit Silas, meinem Mentor darüber sprechen, da das Buch kein Aufschluss darüber gab.
Erschöpft schlief ich schnell ein und ein neuer Tag brach an.

„Guten Morgen , Marlon.“
„Morgen.“
„ Heute so gut gelaunt?“ fragte mich Doris.
„ Ja hab geschlafen, wie ein Baby.“
Nachdem Frühstück war es Zeit für die Schule.

In einer Pause traf ich zufällig auf Jakob.
„ Hi Marlon.“
Meine Konzentration lag auf seinen Gedanken.
Doch, es schien nichts anzukommen.
Das muss ich wohl nochmal üben.
Ich beließ es vorerst damit.
„Hi , Jakob.“
„Lust mal was zu unternehmen?“
Ich bemerkte, dass es ihm wohl sehr schwer fiel, mich zu fragen, aber warum?
„ Klar, Wann hast du Zeit?“
„ Morgen 19:00?“
Es war Freitag und ich hatte nichts vor, also stimmte ich zu.
Ich freute mich darauf, da mir Jakob ans Herz gewachsen mehr und
wir viel zu wenig miteinander Zeit verbringen.
„Treffen wir uns am Eingang vom Park?“
„Geht klar“
„Cool, Bis dann. Muss zur nächsten Stunde.“
„Bis dann.“

Abends schickte ich ihm noch eine SMS.
SMS Marlon: Morgen geht alles klar? Ich freue mich darauf.
SMS Jakob: Geht klar. Ich mich auch.
SMS Marlon: Schlaf gut.

Jakob

Wie konnte ich mich nur mit Marlon verabreden.
Es war eine Schnapsidee, so kurz nachdem Date mit Marie,
aber es ist sowieso kein Date.
Zumindest nicht für ihn.
Es war so schwer meinem Schwarm unauffällig nach einem Treffen zu fragen.
Als er zusagte durchströmte mich eine Welle der Erleichterung, aber es machte sich sofort Nervosität breit, wie es wohl werden würde.
Sie wuchs von Stunde zu Stunde.
Schon war Freitag.
Auch wenn es nur ein normales Treffen war, ließ ich es mir nicht nehmen mich schick anzuziehen und holte eines meiner besten Hemden aus dem Schrank und nahm sogar ein bisschen Haar Gel, um meine Frisur zu stabilisieren.
Freitag….18:30h.
Schnell zog ich meine Schuhe an und
machte mich auf den Weg zum verabredeten Treffpunkt.
Pünktlich um 19:00h stand ich am Parkeingang.
Marlon war noch nicht da.
Nervös lief ich hin und her und versuchte mir die Zeit tot zu schlagen.
10 Minuten vergingen und ich schaute auf mein Handy.
Keine SMS von Marlon, dass er später eintreffen würde.
Meine Ungeduld stieg.
Er würde mich doch nicht nochmal sitzenlassen, das hat er mir versprochen aber dann wüsste ich, wie wenig Marlon wirklich von mir hielt.
Nach einer halben Stunde voller Gedanken hielt ich es nicht mehr aus und verfluchte Marlon dafür, dass er nicht erschienen ist.
Wie kann er nur.
Es brachte mich zurück, auf den Boden der Tatsachen und ich musste mich beherrschen, nicht loszuheulen.
Nach langem hin und her und geistiger Zerrissenheit verließ ich traurig und mit einem noch nie zuvor gespürten Gefühl der Einsamkeit den Ort und trat den Heimweg an.
Doch soweit sollte ich nicht kommen.
Da ich zur Beruhigung noch etwas gehen wollte, nahm ich einen Schleichweg durch den Park, fernab der Hauptwege, wo nicht mehr so viel los ist.
Nach einiger Zeit bemerkte ich etwas, am Wegesrand.
Lustlos trat ich näher.
Es war eine zerfetze Jacke.
Merkwürdig.
Langsam überstieg die Neugierde meine Traurigkeit und ich beschloss das Terrain etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Hinter einem Baum fand ich zu meiner Überraschung auch etwas.
Eine Person lag da, mit viel Blut überall.
Ich erschrak.
Die Person die da lag, war meine Verabredung.
Marlon.
Aller Ärger war vergessen. Ich musste handeln.
Mein Traummann schien Bewusstlos zu sein,
aber ich fühlte, Gott sei Dank, noch einen Puls.
Schnell zückte ich die Nummer und wählte den Notruf.
Er wurde ins Krankenhaus gebracht und untersucht.
Ich wusste Marlons Adresse und gab sie weiter, damit seine Mom informiert werden konnte.
Was war bloß geschehen?

Benutzeravatar
NikiLu
new-boy
new-boy
Beiträge: 46
Registriert: 22 Jun 2016, 23:20

Re: Gedankengänge

Beitragvon NikiLu » 16 Aug 2019, 00:02

Findet ihr Jakobs Verliebt-Sein süß, oder zu viel des Guten?
Ich bin mir da etwas unischer( sofern es überhaupt Leser gibt xd)

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Marlon

10 Minuten vor verabredeter Zeit stand ich fertig und gut gelaunt
an dem kleinen Eingangstor und war zugegebener Maßen etwas verwirrt.
Nachdem Kuss, auch wenn er nicht von Jakob war,
konnte ich die Situation nicht mehr klar einordnen.
War es nur eine ganz normale Verabredung unter Freunden ,
oder so etwas, wie ein Date?
Dieser Gedanke machte mir Angst und ich schob ihn beiseite.
Ich wollte nichts von Jungs und ich war nicht schwul,
bi, oder sonst irgendetwas, wobei der Kuss mit Silas einfach nur schön war.
Eins musste ich jedoch feststellen,
nämlich dass ich wenig über Jakob wusste,
obwohl wir uns jetzt schon einige Zeit kannten
und ich mich auf dieses Treffen freute.
Jakob zeigt eine sehr angenehme Persönlichkeit,
die es verdient hat, näher kennengelernt zu werden.
„Maaaaaarlon“
Ein Schrei.
Jemand rief nach mir.
Es war Maries Stimme.
Was tat sie hier?
10Minuten blieben mir, also ging ich schnell zu ihr.
Vielleicht war es was Wichtiges.
Immerhin hat sie mir verziehen,
und ich musste nicht lange suchen,
da der Park um diese Uhrzeit ziemlich leer war.

„ Schön, dass du her gekommen bist.“
Ein böses Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Irgendetwas stimmte hier nicht.
Und zwar ganz und gar nicht.
Ein Gefühl der Angst machte sich breit.
Mein Gefühl sollte bestätigt werden.
Sie umhüllte sich in Schweigen.
_Du wirst für deine Taten bezahlen._

„ Was ist hier lo….“Weiter sollte ich nicht kommen.
Es packte mich jemand von hinten und nahm meine Arme,
sodass ich Marie schutzlos ausgeliefert war.
Ich war zu überrumpelt, um irgendetwas dagegen zu tun.
„Bleib ruhig und es wird nur ein bisschen weh tun.“
Es war Erik.
Der erste Schlag ging in die Magengrube.
Es folgten mehrere Tritte.
Schreien war nicht mehr möglich.
Schmerz.

Plötzlich sah ich ein Messer.
Panik, dass würden sie nicht tun.
Oder doch?
Die Schmerzen verhinderten, dass ich mich
auf ihre Gedanken konzentrieren konnte.
Marie schien sich rächen zu wollen.
Wieso Erik?
Was hatte er gegen mich?
Gedankengänge innerhalb von Sekunden Bruchteilen.
Dann wieder Schmerz.
Sie haben mir das Messer in die Schulter gerammt.
Blut.
Immer mehr Blut.
Qualvolle Schmerzen.
Emotional und körperlich.
Noch ein Stich und noch einer.
Meine Gedanken sprangen zwischen den Personen,
die ich am Meisten liebte hin und her,
bis ich gar nichts mehr denken konnte.

Meine bis dato sogenannten Freunde schienen auf einmal von mir abzulassen.
Ich erkannte sie nicht wieder.
Was ist aus Ihnen geworden?
Ein heftiger letzter Schmerz durchfuhr mein Leib und
mich verließ die Kraft nach und nach.
Zuerst langsam, dann immer schneller,
sodass ich nicht genügend Zeit hatte dagegen ankämpfen zu können.
Nicht nur die kraft verließ mich , auch die Hoffnung nach Hause zu kommen.
Gib nicht auf.
Es ging nicht anders.
Zuviel Blut in zu kurzer Zeit verloren.
Unverhofft und unvermittelt umgab mich die Dunkelheit.
Mein Körper sackte auf den Boden, wo ich regungslos liegen blieb.
Nichts war mehr zu spüren.
Nur noch leere und schwarze Bewusstlosigkeit.

Daaa
Ein Körpergefühl.
War ich im Himmel?
Langsam öffnete ich meine Augen.
Geparkt, war ich in einem Bett.
Ein Krankenhausbett.
Ich habe überlebt.
Ausatmen.
Gefühle des Glücks und des Schmerzes durchzuckten mich gleichzeitig.
Erst einige Momente später realisierten meine Augen,
dass noch zwei weitere Personen im Raum waren.
Zu meiner Überraschung waren, dass nicht Emilia oder Mom ,
sondern Jakob und Silas.

Jakob lag mit seinem Kopf auf seinem Arm und hielt wohl ein Nickerchen.
Während Silas hinter ihm stand und mir ein Lächeln zu warf.
_Willkommen zurück. Es freut mich, dich bei Bewusstsein zu sehen.
Inzwischen sind Sommerferien.
Du warst mehrere Wochen lang bewusstlos.
Jakob hat dich gefunden und versucht so oft es geht, bei dir zu sein.
Bevor du fragst, ich habe nichts damit zu tun.
Marie woll….._
„ Ohhh, Du bist wach.“

Eine Träne kullerte über Jakobs Wange und
auch Marlon stand kurz vorm Heulen.
Silas?
Silas war weg.
Aufgelöst, oder durch die Tür gegangen.
Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren,
mit so viel Eindrücken direkt nachdem Aufwachen.
Was wollte mir Silas noch sagen?
Egal.

„ Jakob, Danke, dass du mich gerettet hast.“
Sprechen gelang mir nur unter schwersten Bemühungen
und ich sank gleich erschöpft in mein Bett zurück.
„ Kein Problem. Ich werde eine Krankenschwester rufen und deiner Mama schreiben.
Sie ist schon halb krank vor Sorge, konnte aber nicht die ganze Zeit hier sein.“
Voller Dankbarkeit, nickte ich ihm zu und schlief wieder ein.

Benutzeravatar
Quianye
member-boy
member-boy
Beiträge: 173
Registriert: 22 Feb 2019, 07:33
Wohnort: Nähe Bamberg

Re: Gedankengänge

Beitragvon Quianye » 30 Aug 2019, 06:51

Bei Marie hatte ich ja fast schon so eine Vermutung. Aber Erik? Hat er vielleicht herausgefunden, dass dein kleiner Bruder auf Marlon steht und wollte ihn deshalb aus dem Weg räumen? Oder steckt da evtl. mehr dahinter?
Das Leben ist keine Keksfabrik

Benutzeravatar
NikiLu
new-boy
new-boy
Beiträge: 46
Registriert: 22 Jun 2016, 23:20

Re: Gedankengänge

Beitragvon NikiLu » 10 Sep 2019, 18:27

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Marlon

Nach ein paar Tagen durfte ich wieder zurück nach Hause
und sollte mich da weiter auskurieren.
Den ersten Abend zuhause kam Mama in mein Zimmer, um nach mir zu sehen.
„ Hallo Schatz, Wie geht es dir?“
„ Den Umständen entsprechend gut.“
_Mein Sohn, Mein Armer Sohn._
„ Ich bin hier, um dir noch ein paar Sachen zu sagen, aber erstmal bin ich froh, mit dir wieder sprechen zu können.“
Tränen schimmerten in ihren Augen.
_Mein armer Sohn_
„ Ich habe mir solche Sorgen gemacht, als ich erfahren habe, dass du zusammen geschlagen im Krankenhaus liegst.
Erik und Marie haben je weil vier Jahre Freiheitsstrafe bekommen.
Dank eines Zeugen und Überwachungsvideos
konnten sie schnell gefasst werden.
_ Hmm Über das Foto , spreche ich später mit ihm._
Sie nahm mich in den Arm.
Foto?
„ Eine Schande, was sie dir angetan haben.“
„Ach Mama, Mir geht es doch fast schon wieder richtig gut.“
Versuchte ich sie und mich etwas zu beruhigen.
Sie lächelte mich aufmunternd an.
„ Es ist wichtig, dass du jetzt ausreichend schläfst und genug Ruhe bekommst.
In der zwischen Zeit habe ich mit deiner Schule gesprochen, da du alle wichtigen Vor- und Hauptprüfungen verpasst hast,
kann dir kein Abiturzeugnis bescheinigt werden.
Es besteht die Möglichkeit, an der gleichen Schule noch ein Jahr zu machen. Leistungen können vom letzten Mal miteinberechnet werden,
da war der Schulleiter ganz kulant, falls du schlechter sein solltest
als schon erbrachte Notenpunkte.
Mach dir darüber aber nicht zu viele Sorgen und
ruf mich an falls du was brauchst.
Ich habe jetzt noch einen Termin und schaue später nochmal bei dir rein.
Hab dich ganz dolllle lieb“.
Sie drückte mich noch einmal.
Gab mir ein Wangenküsschen und verschwand.
Heilige Scheiße.
Ich konnte mein Abitur nicht mit meiner Klasse beenden und meine Freunde verabschieden.
Emilia zum Beispiel.
Das ist echt ungerecht.
Auf den letzten Metern passiert mir so etwas.
Noch ein ganzes Jahr Schule.
Dabei hatte ich mich, so auf das Studium gefreut .
Auf ein neues Leben.
Wie sollte ich mich nochmal ein Jahr motivieren können?
Neue Klasse heißt auch neue Freunde.
Nur wenige kannte ich aus diesem Jahrgang.
Während ich darüber nachgrübelte, wie es wohl in einer neuen Klasse werden würde, kam mir ein Bild in den Sinn.
Jakob, wie er am Tisch saß und Tränen in den Augen hatte.
Hat er um mich geweint?
Warum sollte er das tun?
Es schien mir unbegreiflich.
Trotzdem schaltete ich seit langem mein Handy wieder ein.
SMS Marlon : Danke Jakob, dass du da warst.
Ich hoffe, wir können unsere Verabredung wiederholen und das du mir nicht böse bist.
Ein Lächeln stahl sich über mein Gesicht und erschöpft schlief ich ein.
Am nächsten Tag freute ich mich über seine Antwort
SMS Jakob: Hei Marlon. Sehr gern. Wenn es dir nicht zu viel ist, kann ich die Tage auch mal vorbei kommen.
SMS Marlon: Ja klar, sag mir vorher nur kurz Bescheid.

SMS Emilia: Dürfte ich den edlen Herren, den auch endlich mal besuchen kommen.
SMS Marlon: Der edle Herr braucht Ruhe.
SMS Emilia: Du hast die Wahl, entweder breche ich bei euch ein, oder du lässt mich freiwillig rein.
SMS Marlon: Ein klein wenig vermissen tue ich dich wohl.
SMs Emilia: Ein klein wenig? Dein Kopf ist wohl immer noch etwas verdreht. ;D
Komme die Woche vorbei.

Dabei brauchte ich wirklich Ruhe.
Jedoch hatte ich die Beiden, besonders Emilia lange nicht mehr gesehen
und fand die Nachricht etwas schäbig, mit dem edleren Herren.
War mir aber sicher, dass Emilia das schon nicht in den falschen Hals bekommen würde.

Zwei Tage später stand Emilia an der Tür.
Überraschenderweise hielt sie ein Karton in den Händen.
Sie war irgendwie aufgewühlt.
„Hallo Marlon, Schön dich endlich wieder zu sehen.“
Vorsichtig fiel sie mir um den Hals.
„ Ach Emilia. Es tut so gut, dass du mich besuchen kommst.
Aber was hast du da im Karton? “
Ich dachte es ist ein Geschenk, dabei hatte ich doch gar nicht Geburtstag.
Behutsam öffnet sie den Deckel und ich traute meinen Augen kaum.
Ein kleines graues dürres Wollknäul schaute mich mit großen Augen an, die ich augenblicklich in mein Herz schloss.
Emilia stellte den Karton ab und sofort kroch sie heraus und versuchte auf mein Bett zu klettern.
Was sie auch schaffte und schnurrend Streicheleinheiten entgegen nahm.
Sie wirkte etwas verwahrlost und abgemagert, aber dennoch zutraulich.
Im Karton war auch schon eine Tüte Trockenfutter.
Nach ein paar Minuten schlief sie auf der Decke ein.
„ So ne Unmenschen, wie kann man so einem kleinen Ding so etwas an tun.“
„ Wo hast du die Katze her?“ unterbrach ich Emilia, die Geistes abwesend vor sich hin fluchte.
„ Neulich hab ich eine Rad Runde außerhalb der Stadt gedreht und hab in einem Wald Pause gemacht. Plötzlich hörte ich es mieezen und das Tier kam mir taumelnd und völlig erschöpft entgegen. Ich konnte nicht anders und lud es in meinen Fahrradkorb ein.
Gern hätte ich sie auch bei uns behalten, aber du weißt ja, wir haben so einen großen Hund. Der erste der mir einfiel, der sie aufnehmen würde, warst du.“
„ Wir brauchen noch einen Namen.“
„ Lass in uns Pan nennen. Nachdem griechischen Gott des Waldes und der Natur.“

Re: Gedankengänge

Werbung
 

Zurück zu „Schwule Geschichten“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast