Coming out week/National coming out day

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Zuri
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Coming out week/National coming out day

Beitragvon Zuri » 10 Okt 2016, 20:13

Hi ihr lieben,

es gab in den vergangenen Jahren schon ein paar Threads zu dem Thema (z.B. "11. Oktober - Coming Out Tag! ;)" von Sebi1988), aber ich habe mal die Forensuche bemüht und mir fiel auf, dass die Diskussionen dennoch dazu offenbar relativ klein war und so nutze ich den gegeben Anlass, dass nicht nur generell der National Coming-out Day gefeiert wird, sondern es teilweise auch die coming out week gibt.

Was kann man am COD/in der COW tun?
  • Wenn du dich noch nicht goutet hat, könnte dir der Tag dabei helfen, dich zu outen
  • Du kannst anderen bei ihrem Coming out helfen . Das geht auf vielerlei Weise, wie zum Beispiel:
    • Einen Vortrag oder eine Filmveranstaltung in der Schule, auf der Arbeit, in der Uni, in der Kirche, auf entsprechenden Veranstaltung, innerhalb deines Vereins oder deiner Familie zum Thema "Coming out" (ab)halten. Es klingt jetzt vielleicht komisch, das aus heiterem Himmel zu tun, aber ich meine eher, wenn sich die Situationen anbietet. Viele LGBT*-Organisationen oder LGBT*-freundliche Gruppierungen, oder wenn du bereits geoutet bist und in deinem Umkreis die Leute damit gut umgehen, sodass du selbst nichts zu befürchten hast, geben Gelegenheit dazu
    • Anderen von deinem Coming-out erzählen. Sicherlich hast du das bereits bei einigen YouTubern gesehen. Diese könntest du zum Vorbild nehmen.
  • Du kannst deine Solidarität bekunden, Mut machen und zeigen, dass du den Schritt bereits erfolgreich gegangen bist, indem du Kleidung mit LGBT*-Aufdruck trägst oder Musik, die sich mit dem Thema LGBT* auseinandersetzt hörst

Warum ist er hilfreich/Was kannst dein Beitrag bewirken?
Primär geht es darum, dass du selbst den Mut bekommst, dich zu outen oder, wenn du bereits geoutet bist, anderen direkt oder indirekt den Mut zu machen, diesen Schritt ebenfalls zu gehen. Du zeigst damit, dass du dein Coming-out überstanden ist und dass es auch andere schaffen können. Außerdem zeigst du, dass die anderen LGBT*s nicht alleine sind und dass mit ihnen nichts falsch ist, dass sie Wertschätzung verdienen und das Recht auf ein Coming-out und ein Leben mit offenen Umgang mit ihrer Sexualität haben.

Ich bin schon geoutet, was hilft mir das? Muss ich dann da überhaupt mitmachen, wenn ich Coming-out nicht unterstütze?
Ja, du kannst damit helfen, wie du in den oben genannten Punkten sehen kannst. Und nein, keiner kann und wird dazu gezwungen werden. Das ist die freie Entscheidung jedes Einzelnen. Es kann von keinem verlangt werden, sich vor eine erzkatholische Kirchengemeinde zu stellen oder seinen homophoben Eltern von seiner sexuellen Orientierung zu erzählen, wenn es im eigenen Umfeld die beschriebenen Gruppen gibt, auch wenn diese auch nicht selten anders reagieren als man es erwartet bzw. man gedacht hat.

Es steht außer Frage, dass jeder seine eigene Meinung zu diesem Thema hat und das soll auch so bleiben.

Es gibt doch schon den CSD und ähnliche Veranstaltungen, muss es da noch eine mehr geben? Wo ist da der Unterschied?
Da gibt es einen großen Unterschied, auch wenn es hier und da Überschneidungen gibt, da alle letztendlich dasselbe Ziel haben: Dass jeder Mensch mit seinem Leben und sich selbst, was seine sexuelle Orientierung mit einschließt, glücklich ist. Der CSD hat es sich, wie sein Spitzname Gay Pride bereits sagt, primär zur Aufgabe gemacht, das "Anderssein" zu feiern, zu zeigen, dass es nichts schlechtes ist und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen. Der Coming-out day richtet sich viel mehr an Ungeoutete, die auch oft, aus Angst, gesehen zu werden, entweder gar nicht auf einen CSD gehen oder sich dort so gut es geht, verstecken. Ihnen soll wie gesagt Mut gemacht und geholfen werden. Die Veranstaltungen selbst sind häufig eher regionaler.

Gibt es prominente Beispiele, welche sich bereits an diesem Tag beteiligt haben?
  • Keith Haring spendete ein Bild, welches das Logo der Initiative zu diesem Tag wurde
  • Cyndi Lauper, Queen, k.d. lang, Jade Esteban Estrada, Sarah McLachlan und andere Musiker veröffentlichten 2002 eine CD unter dem Namen "Being Out Rocks"
  • Tyler Oakley gewann 2008 den "Come Out and Vote"-Video-Contest auf YouTube
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

Coming out week/National coming out day

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