Das leidige Thema Rauchen....

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Tatze92
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Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon Tatze92 » 09 Mai 2016, 05:26

Hallo liebes Forum,

ja ich weiß es gibt schon einige Threats zu dem Thema. Allerdings muss ich sagen, ich habe ganz bewusst einen neuen aufgemacht, weil mir die alten irgendwie auch nicht so recht passten.
Wir haben jetzt mitten in der Nacht, viertel vor fünf Uhr morgens, und ich kann immer noch nicht schlafen. Warum nicht? - Keine Ahnung. Ist auch nicht schlimm, das wird sich schon wieder die nächsten Tage regeln.

Ich habe mir aber heute Nacht ausgiebig Gedanken zu meinem Rauchverhalten gemacht und möchte sie hier nun einfach mal runterschreiben. Gerne auch Meinungen dazu hören, Erfahrungswerte von Euch.
Zu mir: Das erste Mal geraucht habe ich mit 16 Jahren. Das war damals nicht lange, war eher eine Mischung aus dem Gefühl der Gruppenzugehörogkeit und Neugier. Das ganze ging damals 3-4 Monate. Hatte dann aufgehört mit rauchen.
Mit 19 bin ich von Zuhause ausgezogen, nach Hamburg. Eine Entscheidung, die ich - am Rande erwähnt - jederzeit wieder machen würde. Hab hier ein Studium angefangen, irgendwann auch eine eigene Wohnung und mithilfe vom BAFöG und Nebenjob auch genügend Geld für mich gehabt. Mit 20 habe ich dann wieder angefangen zu rauchen. - Ein schwerwiegender Fehler im Nachhinein. Wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht mal genau sagen warum ich das gemacht hatte. Vielleicht um den ganzen Unistreß und damalige Fernbeziehung besser zu verarbeiten. Aber ganz genau weiß ich es nicht.
Nun bin ich 23,75 Jahre alt. rauche immernoch. Zirka eine Packung am Tag... Das ist ziemlich schlecht. Aber ich studiere noch und meinen Nebenjob habe ich auch noch. Nach wievor an einer Tankstelle, wo man viel mit Tabakwaren zu tun hat. Zwangsläufig.

Ich habe inzwischen mehrfach versucht aufzuhören mit dem Rauchen, ich weiß, dass es schädlich ist, merke auch schon ein paar Dinge körperlich bei mir selbst, weiß dass es teuer ist. Rein logisch gesprochen gibt es kein Grund es zu machen. Man zündet das Geld an. 6€ für 20 Zigaretten! - Das ist eine Menge Holz, was erstmal hergeschafft werden muss. Im Grunde genommen, könnte ich jeden Tag einen 5€-Schein nehmen und anzünden, und würde dabei immernoch günstiger sein. - Das jedoch würde ich nicht machen. Wo da der Unterschied ist, keine Ahnung. Da ich ein ziemlicher logischer Mensch bin, logische Zusammenhänge sich mir gut bis sehr gut erschließen, gibt es objektiv (!) betrachtet keinen Grund diesem "Hobby" nachzugehen. Völlig sinnbefreit und gleichzeitig auch makaber. Man zahlt Geld dafür, dass man sich selbst schädigen darf. Geht's noch????
Aber trotzdem mache ich es. Grade eben erst wieder. Vor zwei Stunden bin ich zur Tankstellen gelaufen (ca. 750m) um Nachschub zu holen. - Und das obwohl ich mir normalerweise zweimal überlege ob ich vom gemütlichen Sofa aufstehe.... - eine Leistung auf die ich (am Rande erwähnt) eher traurig als Stolz bin. Ich denke, dass das der "Süchtige"-Part in mir ist. Der hier auch ganz klar dominiert. Leider... Logisch/Objektiv betrachtet weiß ich, dass Rauchen so ziemlich bescheuert ist. Machen tu ich es trotzdem.

So bin ich nun heute Nacht also auf den Gedanken gekommen, dass ich vermutlich doch ein kleines Suchtproblem habe. Habe ein bisschen im Internet recherchiert, ein paar Suhcttests gemacht. 7-8 von 10 möglichen Punkten... Fast schon hochgradig süchtig. - Das nehme ich in meiner momentanen Lage gar nicht so war. Ganz im Gegenteil, ich kann auch ohne Probleme mal einen halben Tag nichtrauchen. - Aber auch nur dann, wenn ich mich vorher entsprechend drauf einrichten kann, gedanklich. Was mir auch schon aufgefallen ist, dass ich ein Problem habe, wenn ich mir gedanklich sage "Du machst die Sache noch fertig, dann gehst du rauchen" und in dem Moment etwas dazwischen kommt, sodass ich nciht rauchen gehen kann. In solchen Situationen werde ich nervös. Eindeutiges Suchtindiz. Meiner Meinung nach zumindest.

Allerdings wurde ich was das Thema betrifft auch ziemlich offen erzogen. Eltern haben geraucht (Vater immernoch), meine Oma hat geraucht, viele der Familienfreunde haben geraucht/rauchen. Warum auch nicht? - Es war nie ein Problem.

Selbst mein Freund hat sich damit inzwischen mehr oder weniger arrangiert. Ich nehme Rücksicht auf ihn, und er beschwert sich nciht mehr. Passt also. Warum soll ich dann also aufhören? - Klar die logischen Gründe, aber man denkt ja doch, das gesundheitlich nichts passieren wird. Trugschluss. - Das weiß ich auch. Tzrotzdem mache ich mir was vor. Sehr snnvoll (Ironie). Mal von dem Geld abgesehen. Ich habe nie berechnet und möchte auch nicht wissen wieviel ich in diesen Mist schon investiert habe. Ich weiß nur, dass es mich nervt. Und zwar zunehmend, und immer wenn ich darüber nahcdenke ein bisschen mehr. Manchmal auch direkt nach dem Rauchen, wenn ich den rauchigen Geschmakc im Mund habe.

Das Aufhören klappt aber noch nicht. Bloß was kann ich machen, als Suchtkranker? - Ein Begriff, bei dem ich an schlimme Junkies unter der Brücke denke. So einer bin ich? Schwer vorzustellen. Ich habe schließlich einen geregelten Tagesablauf und bringe sogar etwas Geld mit nach Hause.

Auch was das Geld betrifft mache ich mir was vor. Klar weiß ich, dass eine Packung 6€ kostet. Ich jeden Tag eine Packung verrauche. Sprich in der Woche 6 x 7 = 42€ ausgebe. - Aber eine Stange Zigaretten kaufen (10 Pakcungen) für 60€ würde ich trotzdem nie machen. Viel zu teuer... - es lebe der Selbstbetrug.

Wie ihr merkt, beschäftigt mich das Thema momentan ziemlich. Leider muss ich mir selber zugestehen, dass ich vielleicht doch süchtiger danach bin, als ich es möchte. Aber auch möchte ich davon loskommen. Vor allem weil es mir auch einfach zu teuer ist. Und ich es nicht weiter einsehe, Geld für meine Selbstschädigung zu bezahlen. - Sowas hirnverbranntes.... - und ja, da ärgere ich mich auch über mich selbst.

Körperliche Erscheinungen vom rauchen trage ich inzwischen auch schon davon. So ist mir aufgefallen, dass mein Körper weniger Leistungsfähig beim Sport ist. Manchmal machen mir auch schon länger Treppen zu schaffen. Mit 23,75 Jahren! - Geht gar nicht.
Wenn ich einmal Erkältet bin, braucht es inzwischen auch erheblich länger (ich möchte sagen dass doppelte) bis ich wieder vollständig genesen bin. - Ich weiß auch woher das kommt.

Bloß was dagegen machen? - Klar aufhören. Aber stelle ich mir dann doch die Frage, wie wird das Leben ohne Zigarette? Wenn ich beispielsweise zur Bahn laufe, rauche ich eine. Wenn ich auf den Bus warte, oder bevor meine Schicht auf der Arbeit beginnt, da rauche ich. Was mache ich stattdessen? Was mache ich wenn ich mich mit meinem Freund streite? - Oder mal wieder ein nerviges Telefongespräch mit meiner Mutter hatte? - Normalerweise rauchen, doch dann?

Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die sich diesen ganzen Text durchgelesen haben. Mir schwirren momentan ziemlich viele Gedanken zu dem Thema durch den Kopf und ich wollte sie hier einfach mal nieder schreiben. Ich würde mich über Meinungen und/oder Gedanken und/oder Erfahrungen von Rauchen/Exrauchen freuen. EInfach drauf losschreiben. So habe ich das zumindest gemacht (haben jetzt 05.24Uhr).

Vielen Dank und einen schönen Morgen wünscht

Tatze :flag:

P.S.: An die Moderation:
Ich war mir nicht sicher in welches Überthema man das am besten einordnet. Wenn es nicht passt, seit so gut und verschiebt es. Dankeschön
Liebe ist ein Glas, das zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest fasst.

Das leidige Thema Rauchen....

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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon Expedit » 10 Mai 2016, 14:45

Hallo Tatze =) ,
Schön das du dich damit auseinander setzt. Ich persönlich bin Nichtraucher und habe mit meinen bald 22 Jahren noch nichtmal versucht zu rauchen. Für mich kam dies auch nie in Frage, da auch im Freundeskreis niemand raucht. Daheim raucht nur der Freund meiner Mutter welcher dies auch gern zum drücken vor Hausarbeiten nutzt, nerv.

Ich finde es schon krass wie viel du rauchst, denn wenn man mal weiterrechnet sind das im Jahr ca. 2000€, dafür das du dich kaputt machst. Zumal für 2000€ ein schöner Urlaub, oder auch locker die Haltungskosten und Sprit für ein Auto drin wären... Für mich wäre rauchen auch echt ein Ausschlusskriterium für einen Freund: es stinkt, es hängt in der Kleidung und beim küssen schmeckts eklig. Ich glaube wenn du so massiv mit deinem Suchtpotential zu kämpfen hast, dann solltest du dir professionelle Hilfe suchen.

Für das stressbedingte Rauchen (nach Streits...) fällt mir als Lösung ein, sich zu überlegen was andere in dieser Situation zum Dampf ablassen machen. Ist ja schließlich kein Problem welches nur Raucher haben. Dem Einen hilft da Sport, anderen Musik,.... um mal nicht gleich die Schokolade zu nennen =)

LG Expedit
Persönlichkeit = einzigartige Struktur von relativ konstanten und doch veränderlichen Merkmalen eines Individuum, die ein beständiges Erlebens- und Verhaltensmuster zur Folge hat.

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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon Tatze92 » 12 Mai 2016, 11:07

Hallo Expedit,

danke für Deine Meinung.
Das ist schön, dass Du nie auf den Gedankengang kamst es mal auszuprobieren. - Und auf jeden Fall sinnvoll. Wobei ich die starke Vermutung/Meinung habe, dass das auch viel das Umfeld macht. Du hast ja selber geschrieben, dass in deinem Bekannten-/Verwandtenkreis lediglich der Freund deiner Mutter raucht, dass war bei mir schon immer anders. Meine Eltern haben früher beide geraucht (auch in der Wohnung, was sie später aber Gott sei Dank geändert haben), und meine Oma raucht auch. Meine Mum und meine Oma haben inzwischen aufgehört. Mein Vater und seine Freundin (Eltern sind inzwischen geschieden) rauchen beide. In meinem Bekanntenkreis sieht es nicht großartig anders aus. Seitdem ich in Hamburg wohne, kenne ich viele Raucher. - Wenn ich nur an meinen Aushilfsarbeitsplatz denke (Tankstelle), da rauchen zirka 50% der Belegschaft. - Wobei ich versuchen möchte mir einen anderen Job zu suchen, um mit dem Thema Zigaretten nicht mehr als notwendig in Berührung zu kommen (ist denke ich für den Anfang sinnvoll).
Bei meinen Unifreunden sieht es nicht wirklcih anders aus....

Mit dem finaziellen Aspekt hast du vollkommen Recht. Ich rechne eig gar nicht soweit, weil es mir ehrlich gesagt ziemlich kraust vor der Vorstellung - wo wir wieder beim Thema Selbstbetrug wären.
Du schreibst, dass rauchen für Dich ein Ausschlusskriterium bei der Suche eines neuen Freundes ist, da muss ich sagen, dass ich als Raucher diese Einstellung generell nicht in Ordnung finde (wobei ich keinen neuen Freund bracuhe). Klar stinkt es, und beim Küssen ist es vermutlich nicht angenehm (schwer vorstellbar, weil ich noch nie einen Raucher geküsst habe), aber ich persönlich finde diese Einstellung fast schon ein bisschen grenzwertig. Das aber nur am Rande erwähnt, wobei ich Deine Meinung auch akzeptiere. - Ist halt eine andere, wie ich sie vertrete.

An professionelle Hilfe habe ich auch schon gedacht. - Wobei ich mir inzwischen überlegt habe (- sind ja wieder ein paar Tage vergangen -), dass ich es erstmal alleine versuche. Bin grade dabei mir zu Überlegen, welche alternative ich machen kann, immer wenn ich eine Rauchen möchte. - Und da gibt es viele Möglichkeiten. Weiterhin habe ich mir überlegt wieder mit dem regelmäßigen Sport anzufangen. Das Wetter ist schön, da kann man auch viel draußen machen. Hab auch irgendwo gelesen, dass es helfen soll sich eine Liste zu machen, mit den Gründen für den Rauchstopp. Diese soll man dann da platzieren, wo normalerweise die Kippenpackung liegt. Klingt eigentlich alles nach Vorschläge, die machbar und relativ ablenkend sind. Wenn das alles nichts hilft (wobei ich auch noch nach anderen/weiteren Dingen suche), dann kann ich immernoch zu professioneller Hilfe zurückgreifen.

Damit möchte ich dann auch schon meine Antwort abschießen.
Vielen Dank nochmal für Deine Meinung,

Lg Tatze
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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon nikolas » 16 Jun 2016, 09:36

ob du rauchst oder nicht, ist dein problem, wahrscheinlich ein suchtproblem. aber mir ist es, auch wenn sich das etwas krass anhört, egal.
was mir nicht egal ist, ist meine belästigung durch raucher. dass in geschlossenen räumen normalerweise nicht geraucht werden darf, ist ja schon prima. aber wenn neben mir an der bushaltestelle einer raucht, kriege ich probleme mit meinem hals. wenn ich anfange zu husten, gehen manche einen (!) schritt weg von mir. andere merken das gar nicht und blasen ihren dampf weiter munter in meine richtung. letzte woche musste ich mich im kino auf einen anderen platz setzen. meinem kumpel war mein aufstand peinlich, aber die frau neben mir hat dermaßen nach kaltem rauch gestunken, dass ich es nicht aushalten konnte....
ich finde es gut und richtig, dass du dir gedanken machst über dein eigenes verhalten und seine folgen für dich. woran die meisten raucher nie denken, sind die folgen für andere (findet dein freund es wirklich ok, dass du rauchst (wenn ich mir vorstelle, einen raucher zu küssen, wird mir übel!) oder erträgt er es halt, weil er dich liebt?) aber es hat auch folgen für andere, und die merkst du wahrscheinlich gar nicht....

ich hoffe, du triffst eine gute Entscheidung - nikolas :flag:
rausgehen ist wie fenster aufmachen,
nur krasser.

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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon Tatze92 » 17 Jun 2016, 08:44

Hallo nikolas,

danke erstmal für Deine Meinung.

Das es Dir egal ist, dass ich rauche, kann ich mir gut vorstellen. Wäre es mir auch.
Ich finde Du gehst mit den Rauchern ein bisschen krass ins Urteil. Meiner Meinung nach, darfst Du nicht alle Raucher über einen Kamm scheren. Ich gebe Dir recht, dass es Raucher gibt, die es einen Dreck schert, was das für eine Belästigung/Belastung für einen Nichtraucher ist. Allerdings ist nicht jeder Raucher so. Es gibt auch viele, die auf die Nichtraucher Rücksicht nehmen. Am Rande erwähnt, dass mache ich auch.
Ich selbst finde es nämlich auch ein Unding, jemanden den Rauch um die Nase zu blasen, der eigentlich nichtraucht. Auch nehme ich bei Kindern (Alter egal) und älteren Menschen Rücksicht, und rauche in deren Anwesenheit gar nicht. Bei fremden Menschen achte ich auch drauf, dass sie meinen Rauch nicht abbekommen. Das gehört für mich zur Selbstverständlichkeit und allgemeinen Rücksichtsnahme.
Das in geschlossenen Räumen nicht geraucht werden darf, finde ich tatsächlich auch ganz positiv. Vor allem in vielen Restaurants gibt es Rauchverbote bzw. explizite Rauchräume. Ich finde es nämlich auch eklig, wenn ich mein Essen esse, und drei Tische weiter raucht jemand. Geht gar nicht....
Das mit dem Kinoplatz, naja was soll ich dazu sagen, so etwas gibt es. Hatte ich auch schonmal, eine ähnliche Situation, nur im Bus. Da hab ich mich dann auch woanders hingesetzt. Kalter Rauch ist nämlich wirklich ein bisschen eklig - sage ich selbst als Raucher.

Ich bin ein Mensch, der seine Taten durchaus reflektiert und sich auch mit allen (!) Konsequenzen auseinandersetzt. D.h. ich bedenke auch die Folgen meiner Mitmenschen und bin mir auch dessen bewusst. Deshalb achte ich auch darauf, so wenig wie möglich, im optimal Fall keine, Mitmenschen mit meinem Rauch zu belästigen.

Mein Freund findet es auch nur okay. Und okay heißt ja nicht gut. Ehrlich gesagt, glaube ich, erträgt er es eher, bin mir da aber nicht ganz sicher. Wobei ich weiß, dass er es gut/besser finden würde, wenn ich aufhören würde. Das mit dem Küssen geht eigentlich. Wir küssen uns halt nicht direkt nach dem Rauchen, sondern mit ein bisschen zeitlichen Abstand.

Meine generelle Entscheidung, dass ich aufhören möchte, ist eigentlich schon lange getroffen. Vor allem wegen dem Geld und der Gesundheit. Ich muss nur noch eine Möglichkeit finden, wie ich sie durchführe. Hatte es zwischenzeitlich schonmal zwei Tage ohne ausgehalten, bin dann doch wieder rückfällig geworden. Da kam dann wohl die Sucht durch....

Wünsche Dir einen schönen Tag,
Gruß

Tatze :flag:
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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon nikolas » 17 Jun 2016, 13:23

hmmm, wenn das jetzt so rübergekommen ist, als würde ich alle raucher als rücksichtslos einordnen, tut mir das leid. ich weiß, dass sehr viele da sehr aufmerksam sind, alle anwesenden fragen und so.
ich glaube auch gar nicht, dass die beispiele, die ich beschrieben habe, absichtsvolle handlungen sind, mit denen man einem anderen schaden oder ihn ärgern will. eher gedankenlosigkeit. und das war das thema meines posts. wenn ich etwas schön finde (zum beispiel das rauchen oder nachts laut singend durch die straße zu gehen...) denke ich vielleicht gar nicht daran, dass es andere stören könnte. als hinweis darauf war mein post gemeint. und dass es für dich besser wäre, nicht zu rauchen, weißt du ja auch selber schon.
viel erfolg beim aufhören - nikolas :flag:
rausgehen ist wie fenster aufmachen,
nur krasser.

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theheretic
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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon theheretic » 24 Jul 2016, 01:26

Hey Tatze :)
Bin grad zufällig hier rüber gestolpert und muss dir sagen ich versteh dich vollkommen. Ich bin selber Raucher und würd hier auch ganz genrn mal mein Senf dazugeben.
Als ich mein Studium angefangen habe, hatte ich auch ca 1e Schachtel pro Tag geraucht. Das ging ordentlich auf den Geldbeutel. Also so richtig. Wie du ja selbst schon erfahren hast.
Im Endeffekt bin ich auf Drehen umgestiegen. Das hat folgende Gründe:
1. Viele Drehtabak Sorten sind oft viel milder als Tabaksorten wie z.B. Gaulloises etc. (keine Zusatzstoffe, weniger Kohlendioxid und der ganze Quatsch) Außerdem (zumindest mir) schmecken gedrehte Kippen viel besser weil sie nicht so arg diesen chemischen Fliesbandgeschmack haben. Außerdem gibt es für mich wenig unterschied ob viel oder wenig Nikotin drin ist, daher kann ich auch die milden rauchen solange ich was zu rauchen hab^^
2. Drehen ist VIEL günstiger als Schachteln. Eine Packung Tabak + Filter + Papes kosten zusammen nur ca 6 Euro (wenn man Pepe Tabak nimmt (4.20) und doppelte Papes).
3. Drehtabak hält bedeutend länger. Eine "Fuhre" Drehzeug hält für mich ca 1e Woche. Und ich habe ja schon erwähnt dass ich ähnlich wie du recht viel rauche.

Selbstverständlich muss man sich drehen erst beibringen und manchmal ist es nervig sich erst eine drehen zu müssen aber im Endeffekt zahlst du statt 46 Euro die Woche nur ca 6 Euro die Woche und hast den selben Effekt.

Soviel zum Geld :D

Nun zu der Suchtangelegenheit. Ich hab mit 15 durch Gruppenzwang mit Rauchen angefangen und hab das bis jetzt (20 Jahre alt) "durchgezogen" wenn man so will. (Bin nicht Stolz drauf).
Ich muss ehrlich zugeben ich hab Rauchen nie gemocht und muss auch jetzt nach 5 Jahren Rauchen immer noch ein Kaugummi oder irgendein Getränk mit geschmack dazuhaben weil ich den Geschmack nach wie vor nicht sehr ansprechend finde.
Das Problem ist dass es einfach zur Gewohnheit geworden ist. Ich würde das nicht mal als Sucht bezeichnen da ich wenn ich z.B. zu meinen Eltern nach Hause gehe auch mal mehrere Tage von mir aus nur eine Kippe am Tag rauchen kann. Oder gar nicht. Und das für mehrere Tage. Es ist einfach eine Angewohnheit wie z.B. dass man jeden Morgen duscht oder der Morgenkaffe oder dass man jeden Abend die Lieblingsserie schaut. Man macht es einfach schon so lange dass es zum Tagesablauf dazugehört und es fehlt einfach etwas wenn man es nicht mehr hat. Im Endeffekt geht es glaub ich darum diese Angewohnheit durch eine andere zu ersetzen.(Viele Leute die mit dem Rauchen aufhören ersetzen die Leere mit Essen, weswegen viele nachdem man aufgehört hat einige Kilo zulegen). Stattdessen könnte man sich aber was anderes Suchen. z.B. Kaugummi essen immer wenn man rauchen würde oder irgendwas mit den Händen (blödes Beispiel aber Stricken wäre eine Option oder nen Rubix Cube lösen. Also nur damit du ein Bild davon bekommst^^).

Wie gesagt ich kann dich sehr gut nachvollziehen und habe auch oft die selben Gedankengänge aber ich weis bei mir zumindest dass ich wenigstens solange mein Studium noch geht oder bis ich einen Freund kriege (was ich derzeit eigentlich nicht will^^) nicht aufhören werde einfach ja weil es sehr sehr anstrengend wäre und ich die mentale Kraft derzeit dazu nicht habe.

Dir wünsche ich selbstverständlich sehr viel Glück bzw Erfolg beim aufhören und ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen! (Keine Ahnung ob du das überhaupt noch liest der Thread ist ja auch schon etwas älter. Aber vielleicht konnte ich ja dem ein oder anderen Raucher helfen^^)

Liebe Grüße
TheHeretic
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mafri
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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon mafri » 24 Jul 2016, 09:02

Ich bin auch sei ich 16 bin Raucher. In der Regel 1/2 Schachtel am Tag ging am Tag drauf. Zum Schluss dann etwas mehr.
Das etwas mehr machte mir vor allem wegen der Gesundheit Sorgen. Ich bin Süchtig, das weiß ich, aber genieße es zu rauchen.
Vor einigen Jahren habe ich die E-Zigarette ausprobiert und gleich gewusst, das das nichts für mich ist. Man musste extrem lange ziehen, schnell rauchen ging nicht. Das Rauchgefühl war nicht wie bei einer Zigarette, nicht warm etc..
Vor einigen Wochen dann ein zweiter Versuch. Ich kaufte die Innokin Endura T18, Tabakliquid und war rauchfrei. Kein Verlangen nach einer Zigarette mehr. Das Zugverhalten ist gleich einer Zigarette und der Rauch ist auch warm. Super!
Liquids mische ich jetzt aus Kostengründen selber und setze ganz langsam, Tropfenweise, den Nikotinspiegel herrunter. Ich habe nikotinfreie Liquids, die ich rauche, wenn ich etwas mehr rauchen will.
Aufhören möchte ich allerdings nicht, nur auf das Nikotin verzichten. Ich weiß, das E-Zigaretten auch ungesund sind, trotzdem hat sich meine Gesundheit und Fitness schon verbessert, da Zigaretten 1000mal ungesünder sind.

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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon gayangel » 24 Jul 2016, 23:31

Bin selber Nichtraucher und hab auch bis auf Ausnahmen nie viel damit zu tun gehabt.
Fühl mich dadurch eher belästigt, schon wenn Raucher einen Raum betreten, riecht man das auf 3 Meter Entfernung.
Deshalb sollte auch der Freund nicht rauchen. Wenn man Jemanden mag sucht man doch die Nähe und will ihn umarmen und dergleichen.
Und dann ist da jedesmal der Rauchgestank...
Soll ja jetzt aber auch nicht nur wegen mir aufhören. Er sollte sich selbst nicht schaden wollen, aber das ist sowieso immer nur ein frommer Wunsch. :wink:
Kenne aber auch 2 Freundinnen die rauchen bei denen merkt man das gar nicht so. Wenns mit guter Körperhygiene und Gesundheit einhergeht nehm ich an das es schneller verfliegt.
Oder man muss die andere Person eben einfach gut riechen können und da ist Rauch bestimmt nicht hilfreich bei. :P

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Re: Das leidige Thema Rauchen....

Beitragvon Joyful » 08 Aug 2016, 15:33

Da schließ ich mich meinem Vorredner an. Das wichtigste finde ich, dass man jemanden gut riechen kann. Manche Raucher stinken so unglaublich, dass man sich ihnen nichtmal auf 5 Meter annähern will, bei anderen riecht man es kaum. Kommt auch immer darauf an, was sie rauchen und wie viel. Malboro zum Beispiel ist aus meiner Sicht eine Marke, die besonders stinkt. Lucky Strike dafür weniger, aber auch nicht unbedingt angenehm.
Mein Ex-Freund hat auch geraucht, aber nicht viel und habe das selten mitbekommen.
Wenn ich einen Freund habe, der raucht, dann muss er aber damit rechnen, dass ich ihn für immer nerve, dass er damit aufhören soll. Schon allein seiner eigenen Gesundheit wegen. Vor allem wenn die Gefühle ernst sind, was sie in einer Beziehung sein sollten. Mein Opa wäre beinahe daran gestorben, dass er über Jahrzehnte geraucht hat. Und auch wenn er noch lebt ist er jetzt sehr krank deswegen und so ein Schicksal wünsche ich niemandem, den ich mag. Selbst wenn ich mit der Person bis dahin schon längst nicht mehr zusammen bin.
ich versteh auch ehrlich gesagt den Sinn vom Rauchen nicht. Habe selber mal eine Zeit geraucht, weil es mir geholfen hat, gegen den Stress. Aber mein Stress war zu viel, dass Zigaretten da bald gar nicht mehr gegen geholfen hat. Der Effekt ist wirklich nu sehr gering, da hilft es ja viel mehr, wenn man sich mal 10 Minuten ruhig irgendwo hinsetzt und an gar nichts denkt um seinen Kopf frei zu kriegen. Deswegen denke ich mir immer, wenn jemand sagt er raucht weil er seinen Stress los wird: deinen Stress möchte ich haben.
Die meisten meiner Freunde rauchen aber auch nur, weil sie mal mit 13,14 cool sein wollten und jetzt seit 10 Jahren nicht mehr davon loskommen.

Re: Das leidige Thema Rauchen....

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