Schwul und homophob

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Hodor
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Schwul und homophob

Beitragvon Hodor » 14 Jul 2016, 23:05

Hallo Forum,

Gibt es unter euch auch Schwule, die andere Schwule nicht mögen? Ich kann vor allem Schwule nicht ab, die leugnen, dass sie schwul sind.
Seid ihr auch so drauf, dass ihr andere Schwule nicht akzeptiert, wenn sie feminin rüberkommen ?
Ich habe echt Probleme mit Leuten was anzufangen.Für mich sind irgendwie alle Spinner, mit Heteros möchte ich mich nicht treffen, weil naja... ihr wisst schon. Mit Frauen habe ich auch kein Bock mich zu treffen und alleine irgendwelche Schwule kennenzulernen klappt auch nicht. Habe mich mal auf romeoplanet.com angemeldet, aber das ist nichts für mich. Ich hatte noch nie Sex mit einem Mann und will ich ehrlich gesagt auch gar nicht...

Schwul und homophob

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Sky26
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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Sky26 » 15 Jul 2016, 01:37

Hey :)

Wahrscheinlich wirst Du in diesem Forum niemanden finden, der andere wegen ihrer Sexualität ablehnt. Auch Menschen, die sich schwer tun mit gesellschaftlichen Erwartungen umzugehen, haben hier eine verständnisvolle Community.


Hodor hat geschrieben:Ich habe echt Probleme mit Leuten was anzufangen.

Das kann sein, hat aber bestimmt andere Gründe, als Deine Sexualität. Oft ist es so, dass man andere nicht vollkommen akzeptieren kann, bis man sich selbst so mag, wie man ist.


Hodor hat geschrieben:Für mich sind irgendwie alle Spinner

Wenn Dir ohne Ausnahmen alle anderen als Spinner erscheinen, möchte ich behaupten, dass es auf Dich zurückfällt. Das Problem liegt dann nicht im Verhalten Deiner Mitmenschen, sondern in Deiner Wahrnehmung.

Ich vermute, dass Du viel aufzuarbeiten hast. Teilweise kann Dir dieses Forum dabei eine Unterstützung sein, durch Erfahrungsaustausch, Begleitung und Motivation. Aber was Dich belastet, solltest Du mit professioneller Hilfe bewältigen.


Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute dafür. :)


Viele Grüße

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Maxi98 » 15 Jul 2016, 08:02

Hodor hat geschrieben:Gibt es unter euch auch Schwule, die andere Schwule nicht mögen? Ich kann vor allem Schwule nicht ab, die leugnen, dass sie schwul sind.


Hodor hat geschrieben:Du bist schwul. Du bist erst 14 Jahre alt, das bedeutet outen geht gar nicht, denn ansonsten wirst du in der Schule fertig gemacht. Das ist auch der Grund, warum du wahrscheinlich nicht schwul sein willst. warte ab, kümmere dich erst mit 20 um deine Sexualität. Falls ein Mädchen mit dir schlafen möchte und passabel aussieht, dann mach es um vorzugaukeln du seist hetero.



Du willst andere dazu verleiten, zu leugnen, dass sie eine andere Sexualität haben, kannst diese Leute aber nicht ab? Aha.
Schön wär's gewesen, zumindest für's Leben..
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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Hodor » 15 Jul 2016, 16:15

Maxi98 hat geschrieben:
Hodor hat geschrieben:Gibt es unter euch auch Schwule, die andere Schwule nicht mögen? Ich kann vor allem Schwule nicht ab, die leugnen, dass sie schwul sind.


Hodor hat geschrieben:Du bist schwul. Du bist erst 14 Jahre alt, das bedeutet outen geht gar nicht, denn ansonsten wirst du in der Schule fertig gemacht. Das ist auch der Grund, warum du wahrscheinlich nicht schwul sein willst. warte ab, kümmere dich erst mit 20 um deine Sexualität. Falls ein Mädchen mit dir schlafen möchte und passabel aussieht, dann mach es um vorzugaukeln du seist hetero.



Du willst andere dazu verleiten, zu leugnen, dass sie eine andere Sexualität haben, kannst diese Leute aber nicht ab? Aha.


Der Threadersteller gab an 14 Jahre alt zu sein. Ich würde niemandem empfehlen sich in der Schulzeit zu outen. Wegen Mobbing und so. Ich dagegen bin 25 Jahre alt, Leute aus meinem Umfeld, die schwul sind, es aber nicht zugeben kann ich nicht ab. Und hey selbst mit 25 reden Leute hinter meinem Rücken, dass ich schwul bin. Nur mit 25 ist das nicht mehr so belastend.

Sky26 hat geschrieben:Für mich sind irgendwie alle Spinne

Ich habe mich in diesem Post etwas zu ungenau ausgedrückt. Ich habe ein Umfeld, das aus unwissenden Homosexuellen besteht. Die eine Frau/Freundin haben, aber sich nach Männern umschauen. Für mich sind das Spinner, weil Sie nicht wissen, wer sie sind und ihr vorgekaulter heterosexueller Lebensstil sie enorm stresst.
Ich glaube, dass die Mehrheit der Homosexuellen so lebt.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Sky26 » 15 Jul 2016, 16:53

Du weisst also besser als diese Menschen, ob sie homosexuell sind? Du bezeichnest sie als Spinner, aufgrund Deiner Vermutungen? Bist Du es nicht möglicherweise, der nicht weiss, wer sie sind? Weil Du über Menschen urteilst und sie hasst, statt sie richtig kennenzulernen? Selbst wenn alle Deine Vermutungen richtig wären, was bedeutet das für Dich? Es ist nicht Deine Sache, ob jemand, der schwul ist, mit Männern oder Frauen schläft. Wenn sich andere nicht trauen, ihre Sexualität auszuleben, ist das ja nichts, was bewirkt, dass es Dir schlechter geht.



Hodor hat geschrieben:Eigentlich will ich, dass alle Homosexuelle mit mir übereinstimmen, dass Schwulsein scheiße ist, und die Regierung endlich irgendwas finden sollte um uns von unserem Leiden zu befreien.


Durch diese realitätsferne Vorstellung, den kuriosen Etatismus und diese generalisierte Pathologisierung hatte ich angenommen, dass das ein schlechter Scherz war. Aber je mehr Du hier schreibst...

Ich glaube, Du hast ein großes Problem damit, dass Du schwul bist. Für das Krankhafte an Dir halte ich nicht Deine Homosexualität, sondern Deinen Drang, Dich gesellschaftlichen Normvorstellungen zu unterwerfen und Deine übersteigerte Interpretation von Verhaltensweisen als absolute Realität zu verwenden.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Joyful » 15 Jul 2016, 18:15

Da stimme ich Sky26 zu.
,,uns von unserem Leiden zu befreien'' Du solltest wirklich mal den Weg zu einem Therapeuten aufsuchen, als gut gemeinter Rat. (kann mir jemand erklären, wie man hier richitg zitiert?)

''dass ihr andere Schwule nicht akzeptiert, wenn sie feminin rüberkommen.'' Tut mir Leid, aber Leute die andere nicht akzeptieren brauchen wir nicht in der LGBT* Community. Kann mich nur wiederholen: Ich habe absolut gar kein Verständnis dafür, wenn jemand, der einer Gruppe angehört, die Diskriminierungen erlebt andere diskriminiert für etwas, was ihnen selbst doch keinen Schaden zufügt. Man sollte doch eigentlich aus seiner Situation lernen und andere so behandeln und annehmen, wie man es sich wünschen würde, behandelt und angenommen zu werden.

Und wie auch schon erwähnt wurde; woher willst DU wissen, dass diese Leute alle schwul sind aber so tun, als wenn sie Hetero wären?
Du solltest nicht einem 14 Jährigen einreden, er solle sich nicht outen wenn er es möchte und lieber erstmal was mit Frauen anfangen. Ich habe mich auch in der Schulzeit geoutet und lebe immer noch. In meinem letzten Schuljahr gab es in der siebten oder achten Klasse sogar einen Schwulen der soweit ich weiß nie etwas negatives abbekommen hat. Die jüngeren Generationen werden da scheinbar immer toleranter. Nur weil du dein Leben nicht so offen gelebt hast, wie du es gerne wolltest, musst du anderen nicht einreden, sie sollen es genauso tun. Man sieht ja, wo das hinführt. Bist du glücklich mit deinem Leben? Scheint nicht so.
Fang an zu trennen zwischen dem Leben anderer und deinem Leben. Was andere, außerhalb deines Umfelds für Entscheidugen treffen hat keinen Einfluss auf dein eigenes Leben, also kann es dir egal sein.

Irgendwie machst du mir den Eindruck, dass du in einem homophoben Umfeld aufgewachsen bist und jetzt selbst nicht mit dir klarkommst. Tu dir selbst einen Gefallen und geh mal etwas mehr unter Leute, lerne verschiedene Menschen kennen und erweitere mal dein Weltbild. Was du hier teilweise im Forum schreibst wirkt, als würdest du einfach nur die allgemeinen Kischees aufzählen, ohne selbst wirklich Erfahrungen mit verschiedenen Menschen gemacht zu haben.
Und versuch dich nicht selbst zu belügen und dein Weltbild immer so umzukrempeln, wie du es gerne hättest. Damit macht man sich auch nicht glücklich. Du wirst anderen Menschen hier nicht von ihrer offeneren Meinung abbringen. Stattdessen solltest du offener für ihre Meinung werden. Was bringt es dir zu Hassen und dein Schicksal als Leid anzusehen, während andere sehr glücklich mit dem selben Schicksal sind?
Also anstatt hasserfüllt gegen dass anzukämpfen, was niemandem schadet und sich nicht unterkriegen lässt, solltest du lieber übertreten zu der Seite der Menschen, die offen und tolerant für jeden sind und vor allem glücklich mit ihrem Leben und im reinen mit sich selbst.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Hodor » 16 Jul 2016, 16:09

Sky26 hat geschrieben:Du weisst also besser als diese Menschen, ob sie homosexuell sind? Du bezeichnest sie als Spinner, aufgrund Deiner Vermutungen? Bist Du es nicht möglicherweise, der nicht weiss, wer sie sind? Weil Du über Menschen urteilst und sie hasst, statt sie richtig kennenzulernen?

Das sind Leute, die ich schon seit über 10 Jahren kenne, Schulfreunde, die sich noch nie für Frauen interessierten. Außerdem, ja man merkt wenn man mit Leuten jahrelang Kontakt hat, ob sie auf Frauen stehen oder nicht. Und bzgl. der äußeren Merkmale: Schonmal was vom Gayface gehört ? Ist zwar diskriminierend, es gab aber Studien, die sich damit beschäftigt haben.

Selbst wenn alle Deine Vermutungen richtig wären, was bedeutet das für Dich? Es ist nicht Deine Sache, ob jemand, der schwul ist, mit Männern oder Frauen schläft. Wenn sich andere nicht trauen, ihre Sexualität auszuleben, ist das ja nichts, was bewirkt, dass es Dir schlechter geht.

Wovon redest du ? Mir geht es nicht schlechter, aber ich kann mit Leuten, die zu ihrer Sexualität nicht stehen nicht viel anfangen. Ist doch klar, oder nicht ?

Fang an zu trennen zwischen dem Leben anderer und deinem Leben. Was andere, außerhalb deines Umfelds für Entscheidugen treffen hat keinen Einfluss auf dein eigenes Leben, also kann es dir egal sein.

Wenn sich die Leute aber bei mir melden, habe ich kein Lust auf sie zusehen. Es ist mir nicht egal, wenn Homosexuelle nicht zu ihrer Sexualität stehen, weil sie anscheinend ein Problem mit Homosexualität haben, sonst würden sie sich ja akzeptieren. Und wer ein Problem mit Homosexuellen hat, wird dann aufgrund meiner Homosexualität ein Kommunikationsprobem mit mir haben.

Joyful hat geschrieben:Was du hier teilweise im Forum schreibst wirkt, als würdest du einfach nur die allgemeinen Kischees aufzählen, ohne selbst wirklich Erfahrungen mit verschiedenen Menschen gemacht zu haben.

Ich kenne nur einen Klischeeschwulen, ungefähr 10 die weiblich sind, und einen kleinen Teil, der nicht so weiblich ist, aber nach einer Zeit bemerkt hat, ja der ist schwul. Und Übrigens, was hier andere als meine subjektive Meinung beurteilen, viele meiner Hetero Freunde/innen sind auch der gleichen Meinung wie ich :) Vor allem mit Hetero Frauen habe ich darüber gesprochen, ob sie Schwule erkennen. So wurde auch nämlich icht entlarvt, als eine Frau mitten im Vekehr meinte, dass "ich das so mache, als hätte ich gar keine Lust." Das hat mir zu denken gegeben.

Ich bin einfach nur frustriert, da die meisten Schwulen, die so sind wie ich, nicht zugeben, dass sie schwul sind oder meinen sie seien bisexuell...
.

Da, sich offenbar eine paar von euch beleidigt fühlen, weil ich feminine Schwule angeblich verurteile, weil sie nicht mein Typ sind, kommen wir nun zu zur eigentlichen Frage:
t u dir selbst einen Gefallen und geh mal etwas mehr unter Leute, lerne verschiedene Menschen kennen und erweitere mal dein Weltbild.
Ja, aber wo ? Wo kann man denn (alleine) hingehen und Schwule kennenlernen ? Und hat jemand Erfahrungen gemacht z.B. alleine in eine Schwulenbar zu gehen ?

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Joyful » 16 Jul 2016, 16:55

Du widersprichst dir wirklich sehr massiv.
Darf ich dich an deinen Post erinnern wo du geschrieben hast:

,,Und wer ein Problem mit Homosexuellen hat, wird dann aufgrund meiner Homosexualität ein Kommunikationsprobem mit mir haben.''
≠ ,,Eigentlich will ich, dass alle Homosexuelle mit mir übereinstimmen, dass Schwulsein scheiße ist, und die Regierung endlich irgendwas finden sollte um uns von unserem Leiden zu befreien.''

,,Da, sich offenbar eine paar von euch beleidigt fühlen, weil ich feminine Schwule angeblich verurteile, weil sie nicht mein Typ sind''
≠ ,,Seid ihr auch so drauf, dass ihr andere Schwule nicht akzeptiert, wenn sie feminin rüberkommen ?''

Irgendwie alles nicht ganz schlüssig in sich. Und nur weil jemand jahrelang keine Freundin hat, muss er noch nicht schwul sein. Er hat ja umgekehrt auch jahrelang keinen Freund. Ich finde so was total bescheuert. Meine Eltern dachten auch lange Zeit, dass mein älterer Bruder schwul ist, nur weil er sehr viele Jahre nie eine Beziehung hatte. Er ist aber absolut nicht schwul und hat auch sehr viel mit Frauen gehabt. Nur hat er keinen Wert darauf gelegt, dass meinen Eltern unbedingt unter die Nase zu reiben. Das seinem Bruder zu erzählen ist dann schon was anderes.

Außerdem ist das auch ein Klischee wenn du sagst, dass die Schwulen weiblich sind. Und wenn du sagst, dass man es ihnen ansieht. Wie du ja in deinem Post ,,Definition Homosexualität'' versichert hast, dass du es wirklich jedem Homosexuellen ansiehst.

Und natürlich merkt eine Frau das wohl, wenn der Mann keine Lust hat mit ihr Sex zu haben. Denn ein Schwuler Mann hat für gewöhnlich keine Lust mit einer Frau zu schlafen. Das ist doch nun wirklich keine große Kunst das zu merken. Dadurch hat die Frau es aber nicht an deinem Klischeeweiblichen Verhalten oder an deinem ,,Gayface''' gemerkt, sondern daran, dass du keine Lust auf Frauen hast. Was auch Homosexualität ausmacht: Dass ein Mann nicht auf eine Frau steht. Dein Vergleich ist so dämlich als würde ich sagen: ,,Mein Mathelehrer hat gemerkt, dass ich schlecht in Mathe bin, weil ich eine sechs geschrieben habe. Und das ist der Beweis dafür, dass man es auch an der Haarfarbe sieht, ob jemand gut in Mathe ist.''

Und das mit dem ,,Gayface'' ist in etwa genau so ein Schwachsinn wie Hitlers Rassenideologie, der anhand des Nasenwinkels gemessen hat ob jemand ein ,,arisches Gesicht'' hat.

Die Schwulen die ich kenne habe ich eigentlich außerhalb von Schwulenbars kennen gelernt. Das waren immer Leute aus meinem Freundeskreis, oder von irgendwelchen Veranstaltungen, aus dem Sportverein etc... die sich dann anfreunden wollten wenn sie erfahren haben, einen gleichgesinnten gefunden zu haben. Deswegen bin ich allgemein der Meinung man sollte ganz viel unter Menschen gehen, viel unternehmen, viele Leute kennen lernen und dann werden unter all den Leuten auch genug Schwule sein. Oder Leute die Schwule kennen und euch dann gerne mal bekannt machen. In Bars und Clubs sind ja eh oft eher Leute, die nach einer Nacht suchen und mehr nicht. Dann schon lieber ein schwules Cafe oder Restaurant. Da kann man auch mit dem Alibi hingehen, etwas Essen zu wollen und es gibt auch öftermals Stammtische wo du hingehen kannst und dann gleich mit Leuten ins Gespräch kommst.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Hodor » 16 Jul 2016, 18:09

Joyful hat geschrieben:,,Und wer ein Problem mit Homosexuellen hat, wird dann aufgrund meiner Homosexualität ein Kommunikationsprobem mit mir haben.''
≠ ,,Eigentlich will ich, dass alle Homosexuelle mit mir übereinstimmen, dass Schwulsein scheiße ist, und die Regierung endlich irgendwas finden sollte um uns von unserem Leiden zu befreien.''


Wo ist da der Widerspruch. Ich bin schwul, habe es akzeptiert, finde es scheiße und schlafe nicht mit anderen Schwulen. Trotzdem finde ich Leute scheiße, die aus Angst vor ihrer eigenen Homosexualität andere Schwule meiden. Auch wenn das jahrelange Bekannte sind.

,,Da, sich offenbar eine paar von euch beleidigt fühlen, weil ich feminine Schwule angeblich verurteile, weil sie nicht mein Typ sind''
≠ ,,Seid ihr auch so drauf, dass ihr andere Schwule nicht akzeptiert, wenn sie feminin rüberkommen ?''
"

"akzeptieren" ist das falsche Verb. Abneigung empfinden, sich nicht hingezogen fühlen. Ich habe 2 wirklich sehr feminine Schwule als Bekannte
, aber sexuell lassen sie mich kalt.

Joyful hat geschrieben:Und nur weil jemand jahrelang keine Freundin hat, muss er noch nicht schwul sein.


Jo das stimmt. Meine Bekannten von denen ich denke, dass sie schwul sind, sind es aber hundertprozentig :)

Außerdem ist das auch ein Klischee wenn du sagst, dass die Schwulen weiblich sind. Und wenn du sagst, dass man es ihnen ansieht. Wie du ja in deinem Post ,,Definition Homosexualität'' versichert hast, dass du es wirklich jedem Homosexuellen ansiehst.


Ist halt meine Meinung. Wie schon jemand sagte: was bedeutet "weiblich" ? Nach ner Zeit merke ich wer schwul ist und wer nicht. Komischerweise, kann ich auch sofort sagen, wer nicht schwul ist. :) Es gibt natürlich auch zarte heterosexuelle Männer, die ich aber nicht als schwul bewerte.
Genauso können große muskulöse Schwule für mich weiblich sie sind.

Joyful hat geschrieben:Und natürlich merkt eine Frau das wohl, wenn der Mann keine Lust hat mit ihr Sex zu haben. Denn ein Schwuler Mann hat für gewöhnlich keine Lust mit einer Frau zu schlafen. Das ist doch nun wirklich keine große Kunst das zu merken. Dadurch hat die Frau es aber nicht an deinem Klischeeweiblichen Verhalten oder an deinem ,,Gayface''' gemerkt, sondern daran, dass du keine Lust auf Frauen hast. Was auch Homosexualität ausmacht: Dass ein Mann nicht auf eine Frau steht. Dein Vergleich ist so dämlich als würde ich sagen: ,,Mein Mathelehrer hat gemerkt, dass ich schlecht in Mathe bin, weil ich eine sechs geschrieben habe. Und das ist der Beweis dafür, dass man es auch an der Haarfarbe sieht, ob jemand gut in Mathe ist.'


Es hat mich verwundert, weil ich davor mit einigen frauen mehrmals geschlafen habe.
Das sollte kein Vergleich sein, sondern wie es zu meiner Selbstreflexion gekommen ist, dass ich nicht mehr mit Frauen schlafen will.
Dämlich sind die Homosexuellen, die andere Homosexuelle nicht erkennen lol.

Anscheinend habt ihr ein Problem damit, dass andere Menschen erkennen, dass ihr schwul seid. Warum ?

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Joyful » 16 Jul 2016, 21:27

Ich habe kein Problem damit, wenn andere erkennen, dass ich schwul bin. Ich habe aber ein Problem damit wenn Leute es so darstellen, als ob jeder Schwule total die Klischeeschwuchtel ist, der man es auf den ersten Blick ansieht. Und zwar nicht weil ich damit bei mir selbst ein Problem hätte, sondern weil es viele Schwule gibt, die das stört und die gegen solche Vorurteile ankämpfen. Das ist so als würde man zu einer Frau sagen, sie ist schwach und kann nicht Fußball spielen, weil sie eine Frau ist. Bevor man sie überhaupt kennt.
Es gab auch mal bei einer Serie Leute, die sich über den schwulen Hauptcharakter aufgeregt haben mit der Begründung, dass er einen ziemlichen Stereotyp darstellt und somit das Bild vermittelt wird, alle sein so. Ein Beispiel was so ein vermitteltes Bild mit uns macht ist der Feminismus: Wir alle haben das Bild einer hysterischen psychisch total gestörten Frau im Kopf, die sich in den Medien total bloßstellt und gegen Männer hetzt wo sie nur kann, wenn wir das Wort Feminismus hören. Und warum? Weil es uns von den Medien so vermittelt wird, und weil es immer die sind, die auffallen. Genau wie bei Veganern: Es fallen immer nur die Extremen auf, deshalb herrscht ein so geprägtes Gesellschatsbild, obwohl es auch ganz normale gibt.

Und glaub mir mal, wenn du meinen Ex-Freund oder meinen ehemaligen besten Freund sehen würdest, dann würdest du im Leben niemals darauf kommen, dass die schwul sind. Weder am Aussehen, noch am Verhalten noch an sonst irgendwas. Du solltest dir auch glaube ich nicht rausnehmen zu sagen, dass Homosexuelle dämlich sind, die andere nicht erkennen. Du mit deinen 15 Homosexuellen Bekanntschaften. Zumal du ja scheinbar auch jahrelang so dämlich warst, dich selbst nicht zu erkennen.

Wenn du dein Schwulsein als Leiden darstellst, und generell nicht mit anderen Männern schlafen willst, dann hast du es nicht akzeptiert. Natürlich muss man nicht jeden Tag mit irgendwem Sex haben wollen. Aber wenn jemand sagt, er ist schwul aber will niemals mit einem Mann schlafen klingt das für mich so, als wenn er es entweder nicht akzeptiert hat oder aber selbst nicht weiß ob er wirklich schwul ist oder einfach nicht bei Frauen landet.

Es macht auch einen gewaltigen Unterschied wie du dich ausdrückst. Es ist ganz normal, egal ob Hetero, Homo was auch immer, dass man nicht auf jeden Typ, des Geschlechtes das man mag, steht. Ich zum Beispiel stehe absolut nicht auf Bodybuilder. Deswegen sage ich aber nicht, dass ich Abneigung gegen diese Empfinde oder sie nicht Akzeptiere. Sie gehören halt nicht zu den 0,001% der Männer, die ich attraktiv finde. Du solltest echt aufpassen mit solchen Formulierungen die du hier teilweise ablässt. Weil sowohl weibliche Homosexuelle, als auch Bi-Sexuelle seit jeher immer sogar noch in der Schwulenszene mit Ablehnung und Vorruteilen kämpfen müssen. Und ich will nicht der Jenige sein, der dieser Leute Gefühle verletzt, wenn so jemand meine Texte liest. Vor allem auch auf das bezogen, was du über Bi-Sexuelle geschrieben hast.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Sky26 » 16 Jul 2016, 22:26

Hodor hat geschrieben:Ich bin schwul, habe es akzeptiert, finde es scheiße und schlafe nicht mit anderen Schwulen. Trotzdem finde ich Leute scheiße, die aus Angst vor ihrer eigenen Homosexualität andere Schwule meiden.


Also kurz gesagt - Selbsthass. :roll:



Hodor hat geschrieben:Nach ner Zeit merke ich wer schwul ist und wer nicht. Komischerweise, kann ich auch sofort sagen, wer nicht schwul ist. :) Es gibt natürlich auch zarte heterosexuelle Männer, die ich aber nicht als schwul bewerte.


Die Menschen sind so, wie Du sie "bewertest"? Wie kommst Du darauf? Hast Du mal jemanden darauf angesprochen und es bestätigt bekommen?



Hodor hat geschrieben:Anscheinend habt ihr ein Problem damit, dass andere Menschen erkennen, dass ihr schwul seid.


Das ist für mich eine an den Haaren herbeigezogene Vermutung. :roll: Ich glaube, dass die meisten hier weniger ein Problem damit haben. Als Geouteter freut man sich eher, wenn man jemanden hat, der einen erkennt. Kann es sein, dass Du Angst davor hast, jemand könnte bei Dir bemerken, dass Du nicht hetero bist?

Und die von Dir so genannten Indizien, treffen die auch alle auf Dich zu?

Hodor
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Re: Schwul und homophob

Beitragvon Hodor » 17 Jul 2016, 01:01

Sky26 hat geschrieben:Kann es sein, dass Du Angst davor hast, jemand könnte bei Dir bemerken, dass Du nicht hetero bist?

Und die von Dir so genannten Indizien, treffen die auch alle auf Dich zu?


Kommt darauf an, wie die Leute mit dieser Erkenntnis umgehen. Wenn es ihnen gleichgültig ist, ist es in Ordnung.
Ich freue mich dann, dass sie mich damit in Ruhe lassen.
Wenn ich mit Diskriminierung rechnen muss, ja schon.
Ich denke man merkt mir nach einer Zeit an, dass ich schwul bin.
Einige Leute meinen, dass ich nicht schwul bin, obwohl ich es ihnen schon zig mal gesagt habe.

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Re: Schwul und homophob

Beitragvon gayangel » 17 Jul 2016, 02:46

Hi Hodor.
Also ich habe jetzt alle deine Beiträge gelesen und glaube ehrlich gesagt an sowas wie ne gespaltene Persöhnlichkeit (dissoziative Störung).
Nicht deine Schuld, liegt an krass kranker Erziehung oder schlimmen Erlebnissen. Gebe keine Garantie, denn ich maße mir nicht an mir 100%ig sicher zu sein. :wink: Aber weshalb ich das denke:
Wo ist da der Widerspruch. Ich bin schwul, habe es akzeptiert, finde es scheiße und schlafe nicht mit anderen Schwulen.

Du widerspricht dir sehr oft allein schon innerhalb eines einzigen Satzes. Der Widerspruch: Wenn du es akzeptiert hast findest du es nicht scheiße.
Hoffe ein Beispiel reicht erstmal, kann noch welche nachreichen wenn du willst. :wink: Wird auch so lang genug.
Schlafen tust du übrigens nicht mit anderen Schwulen, weil das in deinem jetzigen Zustand nicht möglich ist. Du würdest es wahrscheinlich schon gerne. Redest dir aber eine das wäre nicht so, weil es nicht zustande kommt. Damit du dir selbst nicht zugeben musst, dass du verletzt wirst. Weil du schon viel zu verletzt bist. Von daher würde ich es auch begrüßen, wenn Niemand von den anderen beleidigend werden würde.
Du hast vermutlich bisher immer brav einem Bild entsprochen, welches dir vorgegeben wurde. Wenn dir niemand beibringt du selbst zu sein, sondern immer nur neue Anforderungen dir gegenüber gestellt werden, dann tust du das auch.
Nebenbei projezierst du deine Probleme auf deine Mitmenschen:
Jo das stimmt. Meine Bekannten von denen ich denke, dass sie schwul sind, sind es aber hundertprozentig :)
Es ist mit Sicherheit nicht so wie du denkst. Du denkst wenn sie dir in die Augen oder auf den Schwanz gucken gerne, dass sie an dir interessiert sind. Ist aber nicht die einzige logische Schlussfolgerung. Du willst, dass es so ist, weil du nach Akzeptanz und Anerkennung suchst. Natürlich geben die Menschen dir mit deiner unfertigen Einstellung auch nicht gerne zu schwul oder bisexuell zu sein. Aber die Gewissheit hast du aber eben erst, wenn sie es dir sagen oder aber mit dir schlafen. Das Menschen dennoch lügen ist natürlich im Bereich des Möglichen, aber ich denke mit dem Lügen kennst du dich auch gut aus. :wink:
Bin übrigens der Auffassung, dass alle Menschen zwischen einer Skala von Homo und Hetero liegen. Und das die Kombination aus Hormonen dafür verantwortlich ist. Von daher ist es durchaus möglich, dass du früher wirklich auf Frauen standest.
Gut ist erstmal, dass du dir schonmal Hilfe suchst z.B. hier im Forum. Professionelle Psychologische Hilfe wäre aber meiner Meinung nach angebrachter.
Meine Frage wäre: Gibt es denn einen Grund welcher deinen Sinneswandel hervorgerufen hat? Ich vermute Mal du hast dich für einen Mann interessiert oder interessierst dich immernoch für ihn. Deshalb auch auf einmal weg von den Frauen bzw. dir macht es mit Ihnen keinen Spaß mehr. Verliebt sein ist aber was Gutes, von daher kann alles gut werden! :P

Re: Schwul und homophob

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