Krebs - Meine Gedanken

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Omega
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Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Omega » 26 Feb 2015, 19:52

Hey,
ich weis überhaupt nicht wie ich anfangen soll. Ich beschreibe einfach mal was los ist.
Es geht um Krebs. Ich werde im Moment so viel damit konfrontiert, von allen Seiten, zu jeder Zeit.
Mein Opa ist vor vielen Jahren, als ich noch nicht mal auf der Welt war, an Krebs gestorben. Meine Uroma väterlicherseits erkrankte und starb nicht wenige Jahre nach dem Tod meines Opas an Krebs. Meine Oma mütterlicherseits hatte Brustkrebs, lebt aber Gott-sei-Dank noch. Bei der Oma meines besten Freundes wurden vor nicht einem Monat Magenkrebs und Lebermetastasen festgestellt, mit der Diagnose, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange lebt.
Die Tante meiner Mutter hatte schon einmal Krebs, welcher aber weggegangen ist. Nun ist er wieder da, im Endstadium.
Heute erhielt meine Mutter eine Nachricht ihrer besten Freundin, dass sie am Unterleib operiert wurde und einen Tumor in der Brust hat. Sie ist ~31/32.

Das verfolgt mich. Ich hab Angst und mich hat das von dem Moment an, als ich gestern das mit der Oma meines besten Freun des erfahren habe, psychisch angegriffen.
Ich bin psychisch nicht immer stabil und bin noch nicht so lange frei von Depressionen. Aber ich habe sie überwunden fürs erste.
Mir wurde, als ich die Nachricht meines Freundes erhalten habe, erst mal kotzübel. Mich lassen diese Gedanken nur schwer wieder los und fühle mit den Familienangehörigen der Erkrankten.
Ich weiß das es für mich besser ist, wenn ich mit jemandem reden kann und da man diesen Text im großen Sinne als "mit jemandem reden" bezeichnen kann, schreibe ich mir einfach mal meine Sorgen etwas von der Seele.
Ich weiß nicht genau ob andere das lesen werden, oder was ich selbst als Antwort darauf geben würde.
Ich wünsche auf alle Fälle allen Krebserkrankten oder Familienmitgliedern, die jemand Erkrankten in der Familie haben, oder jemanden verloren haben, alles Glück der Welt und beste Genesungswünsche.

Omega
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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Yahool3r » 27 Feb 2015, 19:58

Krebs ist mit 25% aller Todesfälle eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Also ist Krebs etwas, was jeder mal erlebt als Begleiter, oder als Patient selber. Krebs ist leider normal. Das ist aber auch etwas gutes an der Krankheit. Denn da sie so allgegenwärtig ist kann man sich gut darauf vorbereiten, da man viele Erfahrungen Anderer aufsammelt. Ich persönlich habe keine Angst vor Krebs, obwohl meine beiden Opas an Krebs gestorben sind und meine Oma ein mal Krebs hatte und nun wieder Darmkrebs hat, auch mein Onkel hatte Krebs.

Es ist nicht schön, aber das Leben muss weiter gehen, solange es eben weitergeht. Die beste Methode Krebs zu verarbeiten ist, ihn anzuerkennen, aber nicht zu akzeptieren. Man erkennt an, dass man mit ihm leben muss und tut dies aus so gut wie möglich. Man akzeptiert aber nicht, dass er das eigene Leben bestimmt. Getreu dem Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiung ist es zumindest eine enorme psychische Entlastung.

Als Begleiter solltes du dir noch weniger Sorgen machen, denn Mitleid bringt keinem etwas. Du kannst nichts am Zustand ändern, aber am Umgang. Also konzentriere dich lieber auf den Menschen, als auf die Krankheit, denn wenn man sich auf die Krankheit konzentriert, hat sie schon gewonnen.
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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Expedit » 27 Feb 2015, 23:08

Leider ... oder zum glück, wie mans sieht, muss sich der Großteil nicht mit dieser Krankheit beschäftigen.
Doch wenn man sich damit beschäftigen muss, ist es schwer. Letztens kam ein Film in Arte.
Heute bin ich blond https://www.youtube.com/watch?v=ZdrZlcjHz_c gab irgendwie nur doofe trailer :/
Ich fand ihn gut gemacht, aber ich glaube wenn man wirklich betroffen ist, fehlt einem oft die Kraft und man kann nicht ganz wie sie handeln.
Sie bringt in diesem Film jede Menge gute "Lebensweisheiten", welche zum denken anregen. Auch so über sein eigenes Leben.
Was der Trailer leider garnicht zeigt, ist wie ihre Familie hinter ihr steht, und ich glaube das ist eine der wichtigsten Dinge wenn man Krebs hat, Menschen die hinter einem stehen und für einen da sind.
Persönlichkeit = einzigartige Struktur von relativ konstanten und doch veränderlichen Merkmalen eines Individuum, die ein beständiges Erlebens- und Verhaltensmuster zur Folge hat.

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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Omega » 05 Mär 2015, 19:58

Ich muss jetzt doch noch mal etwas dazu schreiben.
Erstmal vorweg - danke für eure Antworten.
Nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Mit der Freundin meiner Mutter war es jetzt so: Sie hat erzählt, dass nun, durch 1 Chemo ihr Knoten in der Brust von 3 auf einen cm geschrumpft ist und sie nur noch Tabletten nehmen muss. Andererseits kamen von ihr auch Aussagen wie zB.: "Ja er hat sich schon ausgebreitet". Aber dann auf einmal soll er weg sein. Sie kann sich gerne einmal an meine Oma wenden, und sie fragen wie es bei ihr abgelaufen ist.
Mich hat diese Nachricht so rasend gemacht. Die Freundschaft zwischen den beiden war ziemlich lange auf Eis gelegt, aus dem Grund weil die Freundin meiner Mutter immer so viel Schei** erzählt hat und gelogen hat am laufenden Band.
Und nun, über so etwas schreckliches Scherze zu machen bzw. Lügen zu erzählen geht für micht absolut nicht!! Andere verlieren ihre Familienmitglieder und Freunde und dann kommt so eine aufmerksamkeitgeile Schl**** und behauptet so etwas.
Alles was sie geschrieben hat war in sich nicht stimmig und wiedersprach sich von Satz zu Satz und ich persönlich weiß jetzt entgültig was ich von dieser Person halten soll.
Ich denke mir wie krank Personen sein müssen um so etwas zu erfinden.

LG Omega
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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Azazel » 05 Mär 2015, 22:45

Ich denke mir wie krank Personen sein müssen um so etwas zu erfinden.


Was wenn sie psychisch wirklich krank ist und deshalb den Drang hat, so etwas zu erfinden. Nicht sicher ob man so einen Menschen dann "aufmerksamkeitgeile Schl****" nennen sollte.
"Sie mögen 'Gott ist groß' rufen, aber tatsächlich wird er jedesmal ein bisschen kleiner, wenn sich jemand in seinem Namen in die Luft sprengt."

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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Omega » 05 Mär 2015, 23:06

Ich kenne sie . Sie erzählt einfach das Blaue vom Himmel herunter. Wenn ich nicht wüsste, dass sie geistig auf der Höhe eines jeden anderen normalen Menschen ist, würde ich das nicht sagen. Ich selbst habe sowohl körperlich, als auch geistig behinderte Menschen in meiner Familie und weiß, dass diese Personen es nicht einfach haben. Sie hat es zuhause nicht einfach und ist deshalb vielleicht so. Du hast Recht @Azazel wahrscheinlich sollte man sie eher bedauern, dass sie es vielleicht zuhause nicht anders erlebt hat und Lügen für sie normal sind. Ob das eine psychische Krankheit ist? Wenn ja nehme ich das zurück, weil dann meine Meinung anders wäre. Aber wenn es tatsächlich nicht der Fall ist und sie nicht psychisch krank ist und das nur der Aufmerksamkeit halber macht, habe ich meine Meinung schon mitgeteilt.
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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Yahool3r » 06 Mär 2015, 18:32

Es ist immer gut zu wissen, wenn Personen einen Tick oder Drang haben, wie zum Beispiel die Bekannte deiner Mutter, denn dann kann man sich darauf einstellen und wird weder überrascht, noch enttäuscht. Wenn man es richtig macht wird man auch nicht wütend.^^
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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon TechBoy96 » 05 Apr 2015, 21:39

Würde ich selbst an Krebs erkranken oder eine geliebte Person... Daran will ich gar nicht erst denken ...
Das wäre zu schmerzhaft! :cry:

Wie man sowas auch noch erfinden kann ist mir unbegreiflich! :(
Sowas macht mich wütend! :evil:

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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon Heureka » 14 Jun 2015, 20:20

Krebs ist eine furchtbare sache... ich hab zwei meiner großeltern dran verloren
Und ich habe etwa schon ein jahr einen etwa walnussgroßen lymphknoten am hals und der termin für den mrt steht schon und muss jetzt warten und hoffen dass es eben kein krebs ist... mit 16 wär das schon echt heftig
Es gibt keine Evolutionstheorie, es gibt nur eine Liste von Kreaturen denen Chuck Norris es erlaubt zu leben.

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Re: Krebs - Meine Gedanken

Beitragvon maybebi » 21 Feb 2016, 03:46

Krebs ist schlimm. Ich verlor als ich 13 war meine Mutter dadurch. :( Jetzt wo ich 16 bin habe ich aber verstanden, dass der Tod eher die Erlösung für meine Mutter war. Seit ich denken kann, kannte ich sie krebskrank. Am Schluss hatte sie über 10 Operationen erleiden müssen, doch sie ließ sich bis zum Schluss nicht unterkriegen und hat gekämpft. Ich vermisse sie...
verwirrt, erregt,fett :rat:

Re: Krebs - Meine Gedanken

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