Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

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trimoro
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Re: Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

Beitragvon trimoro » 18 Sep 2015, 17:11

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration vor nun mehr als 3 Jahren abgeschlossen. Deshalb sind meine Schilderungen auch aus der Richtung des Systemintegrators/Administrators.
In der Berufsschulklasse war es auch teilweise so, wie schon von manchen beschrieben: Ich war in einer Mischklasse aus FI SI und AE und sogar noch ITSE (IT-Systemelektroniker). Die ersten beiden Jahre in den Ausbildungszweigen sind komplett identisch, im 3. Jahr war es ca. 20% unterschiedlich. Wenn man bedenkt, wie krass die Zweige sich letzten Endes unterscheiden, ist das System auch schon recht angestaubt.

Begonnen habe ich in der Fachrichtung ITSE, abgeschlossen als FI SI. Dazwischen sind einig Dinge passiert.

Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass Informatiker bzw. IT´ler in vielen Lebenslagen eine andere Herangehensweise haben und auch anders ticken sowie einen anderen Humor haben, als IT-Fremde. Themen werden direkt logisch "berechnet", vorausgesehen und auf Machbarkeit geprüft.
Zudem ist das Dasein in der EDV zeitweilig "komisch". Man wird kaum beachtet, arbeitet im Hintergrund. Wenn mal etwas nicht funktioniert oder ausfällt, ist das Geschrei groß! Ein Dankeschön am Ende gibt’s zudem selten. Klar, es ist der Job, den man zu erledigen hat, auch wenn man sich die eine oder andere Nacht um die Ohren haut. Es ist einfach zu selbstverständlich, dass immer alle Systeme zur Verfügung stehen müssen.

Ich habe es bisher nur wenige Male bereut, diesen Berufszweig gewählt zu haben. Es gibt Höhen und Tiefen, große Löcher, die mir Probleme bereitet haben und es immer noch tun.

Wie kommst du klar im Job? Es ist nun schon eine Weile seit deinem letzten Post vergangen. Sagt dir deine Berufswahl immer noch zu?

Re: Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

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Re: Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

Beitragvon Zuri » 18 Sep 2015, 22:22

Danke für deine Antwort trimoro!

Ja, das mit der Ähnlichkeit ist echt heftig. Es hat den Vorteil, dass man sich auch mal mit anderen Sachen beschäftigt, aber ich muss zugeben, so richtig Lust habe ich da auch nicht zu. Sonst hätte ich ja gleich eine Ausbildung in der Fachrichtung machen können. Ich finde auch, man sollte die Zeit, die man hat, da etwas differenzierter nutzen können.

Ich würde diese ITler-Mentalität nicht so absolut sehen, wie du sie beschreibst, aber einige Eigenschaften, die zu ähnlichen Verhaltensweisen führen, sind schon häufiger erkennbar. Kennst du eigentlich bastard operator from hell?

Ich komme da super klar, habe tolle Kollegen. Ja, ich habe mich gefragt, ob ich nicht alle damit gelangweilt habe :D
Ja, mir sagt meine Berufswahl immer noch sehr zu ;)
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Re: Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

Beitragvon trimoro » 19 Sep 2015, 02:35

Die Ausbildungsberufe und dessen Inhalte sind auch schon seit 1997 am Start. Seitdem hat sich in dem schnelllebigen IT-Geschäft vieles getan. Es wurde und wird immer komplexer. Leider decken die Ausbildungsberufe das tatsächliche Arbeitsumfeld, so wie es heute eben ist, nur unzureichend ab. Daher steht und fällt eine gute Ausbildung auch mit den Betrieben, in denen man ausgebildet wird. Wenn diese gut ausbilden, Wissen vermitteln und sich gute Konzepte für Azubis überlegen, klappt das auch. Leider ist das nicht immer der Fall und die Azubis sind dann die "Dummen", was ich leider selbst erleben durfte :-? (kann auch mal näher darauf eingehen, wenn es jemanden Interessieren sollte).

Absolut sehe ich die Verhaltenswiese nicht, klar. Aber man schafft es doch immer wieder, auf eine Wellenlänge zu kommen und man erkennt Denkmuster, die eben in anderen Berufsbildern nicht angewandt werden. Seis drum! Du verstehst hoffentlich, was ich meine :)

Ja, der gute BOFH... Mal angelesen und auch gelacht, da viele parallelen zutreffen. Ähnlich wie bei der guten alten Serie, The IT Crowd (dürfte dich als Entwickler nicht so betreffen).
Ich weiß nicht, ob du das schon kennst: http://projectcartoon.com/pdf.php?CartoonID=2&PaperSize=A4
Das hängt bei uns mehrfach im Büro und es trifft einfach bei vielen Projekten zu. Falls du in Projekten arbeitest, wirst du das schnell merken ;)

Ich habe auch das Glück, mit genialen Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen (junges, hochmotiviertes Team), in einer noch nicht allzu stark geformten Firma, in der wirklich jeder etwas bewegen kann. Ich habe den idealen, perfekten Arbeitsplatz nach dem 3. Anlauf gefunden :D
Seitdem ist meine Psyche auch deutlich stabiler und die Berg- und Talfahrten der Gefühle werden immer schwächer und pendeln sich ein.

Es freut mich zu hören, dass es bei dir letzten Endes auch super geklappt hat und du deinen Platz gefunden hast. Das ist viel wert!

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Re: Meine Ausbildung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

Beitragvon Zuri » 19 Sep 2015, 07:16

Ja, eines der letzten neu eingeführten Berufsfelder. Damit aber auch eines, welches nun am dringendsten der Überarbeitung bedarf...

Ich denke schon, dass ich dich verstehe. Das mit dem Kunden und dem Support fand ich in Quezzles Thread gut gelungen.

Ja, das mit dem Projekt haben wir zum Beispiel, dass die Kunden ein und denselben Wunsch bei unserer Software nicht einheitlich formulieren können und so müssen wir immer nachfragen. Das beste ist dann immer, wenn am nächsten Tag der Kunde anruft und sagt, er fände es doch nicht so toll und habe es sich nun anders überlegt. Du Arbeit hattest du aber bereits und hast sie nun erneut. Viel Spaß!^^

Dass auch bei dir letztendlich alles ins Lot gekommen ist, freut mich sehr. Werde auch sehr bald mal einen neuen Teil veröffentlichen ;)
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