Homosexualität bei Tieren

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Sebi1988
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Homosexualität bei Tieren

Beitragvon Sebi1988 » 21 Sep 2012, 11:52

Hey Leute, bisher habe ich eine solchen Thread nicht gefunden, drum dachte ich mir, ich eröffne mal die Gesprächsrunde damit:

Homosexualtät spiegelt sich oft in der Tierwelt wieder. Das beste Beispiel, welches ich auch des öfteren erlebt habe, sind männliche Hunde, die sich gegenseitig bespringen möchten.
Es muss sich aber auch nicht alles auf den Trieb und den Sex reduzieren.
Über viele Jahre wurden bei mehr als 1.500 Tierarten gleichgeschlechtliche Liebe nachgewiesen. Dabei wurde dies nicht anhand des Geschlechtverkehrs festgestellt, sondern es zeigte sich oft durch Treue und lebenslanger Partnerschaft. Schwäne sind, egal ob hetero- oder homosexuell, sogar nach dem Tod noch treu. Dazu kommt noch, dass junge Schwäne eine höhere Überlebenschance haben bei zwei männlichen Elterntieren. So wird der Geschlechtsakt mit dem Weibchen nur zur Fortpanzung vollzogen und anschließend verschwindet sie, damit die Männchen sich um die Kleinen kümmern können.
Allein bei Pinguinen sind homosexuelle Beziehungen keine Seltenheit. So werden viele verwaiste Eier von homosexuellen Pinguinen erfolgreich ausgebrütet und dann aufgezogen.

Dazu ein passender Artikel, der aber schon ein bisschen älter ist:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/homosexualitaet-bei-tieren-maennchen-mit-maennchen-weibchen-mit-weibchen-a-444512.html

Wie seht ihr das Thema? Gibt es euch eine Bestätigung oder lässt es euch eher kalt und sagt, dass sind zwei Paar unterschiedliche Schuhe?

Ich finds ja persönlich lustig und auch als eine Bestätigung denen, die Homosexualität als "unnatürlich" erachten, mal zu zeigen, "Halt! Die Natur zeigt genau, dass es doch so ist!" :D
"Was du hegst in Gedanken, das schreibe nieder zu Text und Papier, auf das der größte Besitz der Menschheit der Welt noch nach Jahren erhalten bleibt." :)

Homosexualität bei Tieren

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Dragon900
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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon Dragon900 » 21 Sep 2012, 12:20

Sehr interessantes Thema. :)

Zeigt mal wieder aufs neue, dass es doch normal ist, statt unnormal, wie gewisse Personen immer behaupten. :P
Ich finde es toll, das es in der Tierwelt genauso zugeht, wie bei uns. Wenn das wirklich unnormal wäre, wäre ja
die gesamte Tierwelt quasi auch unnormal. :D

Gruß,
Dragon.
Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben an denen du nichts ändern kannst. Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon Sebi1988 » 21 Sep 2012, 12:25

Genau auf diese Aussage wollte ich hinaus. ;)
"Was du hegst in Gedanken, das schreibe nieder zu Text und Papier, auf das der größte Besitz der Menschheit der Welt noch nach Jahren erhalten bleibt." :)

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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon SwingBOB » 24 Sep 2012, 10:50

Ach, die die der Meinung sind dass das unnormal ist haben keine Ahnung...Leider ist das so in unserer Gesellschaft das einige Dinge nicht akzeptiert werden wollen oder können...und wie man schön an diesem Bericht sehen kann (danke dafür ;)) ist es eben doch das normalste auf der Welt. Eine gute Freundin von mir hat auch einen Kater der immer männliche Genossen besteigen will, von daher gar nicht so ungewöhnlich für mich :p Ich finde im großen und ganzen geht die Gesellschaft schon lockerer mit dem Thema um jedoch immernoch noch nicht ausreichend genug. Gerade bei den älteren Menschen stößt man dann doch immer mal auf Unverständniss..

Naja, trotzdem interessanter Bericht zu der Tierwelt :)

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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon Raidon » 24 Sep 2012, 16:41

Menschen sind doch auch Tiere. Nur weil wir die einzigen sind, die sich anderen Lebewesen überordnen, heisst es noch lange nicht, dass wir die einzigen sind, die auf das eigene Geschlecht stehen können. Ich finde es schön, wenn sie das machen, es ist der Beweis, dass Tiere auch lieben und sich nicht nur paaren, um Junge zu kriegen. =)
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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon badkid » 26 Sep 2012, 20:25

Also das einzigste was ich zu diesem Thema beisteuern kann ist dass mein Hund mal einen anderen Hund besprungen hat, dann hat der andre Hund meinen besprungen, dann haben sie sich einen geblasen und dann so getan als nix wäre. Trotzdem ist mein Hund mit seinen 4 Jahren schon 2 mal Vater, also besteht Verdacht darauf dass mein Hund wenigstens Bi ist.

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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon YaZoG » 27 Sep 2012, 17:19

In irgendeinem Thread wurde vor kurzem auch ein wenig über die biologische Grundlage diskutiert und da hat jemand darüber geschrieben, ob man wirklich seine sexuelle Orientierung durch biologische Tatsachen begründen sollte. Ich habe den Beitrag leider nicht mehr gefunden, aber grob gesagt ging es um Folgendes:
Natürlich ist es interessant und hilfreich zu Wissen das Homosexualität auch bei Tieren vorhanden ist und damit scheinbar nicht nur ein Hirngespinst unsereins, aber eine biologische Grundlage kann kein Argumentationsweg sein, da wir erstens weit über das bloße Tiersein hinaus sind und zweitens sich auf gleiche Weise selbst die schrecklichstens Verhaltensweisen befürworten ließen. Kaum einer käme wohl auf die Idee, Mord zu legalisieren, nur weil es viele Tierarten gibt die Artgenossen oder andere Tiere töten, ganz im Gegenteil: Wir versuchen uns ja so viel es geht von triebgesteuerten Wesen abzusetzen. Zu sagen man sei "homosexuell, weil man es von Natur aus sein kann", wäre bloß eine Reduzierung eines Selbst und würde den homophoben Parteien auch noch in die Hände spielen.
Deswegen muss eine Begründung für Homosexualität und die Argumentation für ihre Akzeptanz immer auf einer moralischen, humanistischen Ebene passieren.
Natürlich kann man Homosexualität nicht mit Mord vergleichen, letzteres ist nunmal definitiv eine Tat die anderen Menschen schadet und das soziale Zusammenleben unmöglich macht (so wie es gerne von gewissen Parteien auch über den "Homosexuellen Lebenstil" propagiert wird...), aber sollten wir uns nicht zu Tieren degradieren, um Akzeptanz zu erhalten, sondern eben umgekehrt die Argumentationsgegner selbst zu menschlicherem Verhalten auffordern und ihnen aufweisen, dass ihre Haltung primitiv und "triebgesteuert" ist, wenn man so will.
Conservapedia.com: "Today people still report leaving homosexuality and becoming heterosexual through their Christian faith.[48][49][50][51][52][53] [54][55][56]"

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Re: Homosexualität bei Tieren

Beitragvon gnofi » 28 Sep 2012, 03:05

Diesen Gedanken hatte ich auch, YaZoG. Du bist mir aber zuvor gekommen ihn hier zu formulieren. ;)

Allein aus der Tatsache, dass ein Verhalten irgendwie natürlich geartet ist, kann man kein "richtig" oder "falsch" herleiten. Die Natur kennt keine Kategorien wie Ethik oder Moral, sie ist einfach nur ein Zustand, der beschrieben wird (deskriptive Ebene). Würde man nun von homosexuellen Tieren schließen, Homosexualität beim Menschen sei ethisch korrekt (normative Ebene), dann würde aus einem Sein ein Sollen werden. YaZoG hat bereits schon mit einigen Beispielen gezeigt, wieso diese Art zu argumentieren ganz und gar nicht in unser sonstiges Verständnis von Ethik und Moral passt. Wer sich damit noch etwas näher beschäftigen möchte, solle doch diesen Artikel lesen: Naturalistischer Fehlschluss

Re: Homosexualität bei Tieren

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