Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

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Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Ja
41
22%
Nur wenn er mir etwas bedeutet
115
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Nein
34
18%
 
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badkid
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon badkid » 07 Jun 2013, 17:33

Ich würde mich für meine Mitmenschen opfern. Egal in welcher Hinsicht. Wenn ich mich nur um mich kümmere, hat ja niemand einen Nutzen davon :) Ich liebe es anderen zu helfen, egal ob sie es bemerken und ich gelobt werde oder nicht.

Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

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Animo
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Animo » 16 Dez 2013, 21:56

badkid hat geschrieben:Ich würde mich für meine Mitmenschen opfern. Egal in welcher Hinsicht. Wenn ich mich nur um mich kümmere, hat ja niemand einen Nutzen davon :)

Wenn du dann aber nicht mehr lebst, hast du selbst auch keinen Nutzen mehr.
Thank you for ignoring me when I needed you the most.

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lukasimo
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon lukasimo » 17 Dez 2013, 11:57

Ich denke ich würden mich immer gedankenlos aufopfern, es sei denn, ich weiß, dass die Person wirklich nicht das leben wert ist. Da ich die Würde des Menschen jedoch auch als unantastbar erachte, müsste es schon ein Mörder sein, der gerade abdrücken will, um meine Meinung zu ändern. Also ja xD ich würde mich opfern :/
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon demo89 » 08 Jan 2014, 23:46

Ich würde mich nur für eine einzige Person opfern die in die ich Verliebt bin auch wen er mich nie so lieben wird wie ich ihn ich werde ihn für immer lieben.

palee
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 09 Jan 2014, 17:10

Ich stimme Anonuem96 absolut zu, dass wir alles aus Egoismus tun.
Ein gesunder Mensch kann sich rein biologisch nicht aus Selbstlosigkeit ohne eine Befriedigung daraus zu ziehen opfern, es gibt einen angeborenen Lebensdrang und auch sonst funktionieren Menschen wie alle anderen Tiere auch nach den Darwinistischen Prinzipien.
Bsp: Wenn wir aus Versehen auf einen Nagel treten zucken wir sofort zurück (sofern alles mit dem Nervensystem in Ordnung ist), wir können nicht anders! Wenn ich mir aber Vornehme auf einen Nagel zu steigen ist das natürlich Möglich, allerdings nicht der Sache wegen, sondern weil ich daher eine Befriedigung für etwas erhalte (z.B. manche finden das Geil, finden den weg zu Gott oder anderen Quatsch).
Genauso verhält sich das mit dem opfern für jemanden: Wenn ich es mir vorgenommen habe geht das, sonst nicht.

Interessanter Weise hat auch noch nie irgendein Philosoph es geschafft schlussendlich eine Moral zu schaffen die selbstlos ist. Selbst Kant, dessen Imparative theoretisch ja selbstlos sein sollten hat später noch ein Befriedigung der Seele im Jenseits postuliert wenn jemand moralisch richtig handelt. Man handelt also auch hier moralisch wg der Belohnung, also aus Egoismus.

Soviel zu denen allen die sich hier so heroisch vor die Kugel werfen würde :lol:

Ich habe übrigens NEIN gewählt. Abgesehen von dem allen liebe ich mein Leben viel zu sehr.

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Teito
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Teito » 09 Jan 2014, 17:34

ich habe für ja gestimmt.

@palee: interessanter ansatz aber in meinen augen nicht schlüssig. es mag richtig sein das der mensch seine handlungen immer
nach dem best möglichen ergebniss für seine eigene person wählt aber in meinen augen gibt es durch aus die möglichkeit das dass
opfern der eigenen person für eine andere eben genau das kriterium zumindest soweit erfüllt das es eine denkbare entschluss möglichkeit darstellt.
worauf ich hinaus will ist das es durchaus menschen gibt die das opfern der eigenen person nicht zwingent als verlust ansehen sondern
damit im geiste viel mehr einem größeren zweck dienen.
klingt im ersten moment religiös ist aber keineswegs so gemeint. vielmehr denke ich das erfahrungen die ein individuum gemacht hat
es durchaus zu einem wünsch des "beschützens" bewegen können.
ich denke das sehr viel mehr menschen denn nötigen background dafür haben als du denkst.
selbstaufopferung ist keinesfalls wiedernatürlich sondern in meinen augen nur eine durchaus logische folge aus erlebten des jeweiligem individuum
und denn situationsbedinkten umstände.
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 09 Jan 2014, 18:12

Jo das widerspricht meinen Punkten ja garnicht schließlich erfährt der Mensch hierbei eine Befriedigung bei dem "Dienst am größeren Zwecke". Vergleichbar zur Religion ist das allerdings doch. Ich wollte nur hier einigen Leuten die Vorstellung rauben, dass sie aus reinem Gutmenschen tun handeln.

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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Teito » 09 Jan 2014, 18:38

@palee: wie du das jetzt schlüssig mit religion vergleichen willst würde mich jetzt aber interessieren ^^
du wolltest einigen hier die vorstellung "rauben" ? nicht sehr nett ...
die motivationen von menschen sind bei weitem nicht so leicht zu analysieren wie du zu meine glaubst.
im großen und ganzen sind alle behauptungen die über mehrere personen gleichzeitig getroffen werden verallgemeinerungen
und somit nicht immer zutreffend ;) es gibt menschen die sich für andere opfern ohne groß nachzudenken was daraus
folgt und was sie dadurch verlieren bzw. was sie dadurch nicht erleben werden.
ist es nicht das was simples gut menschen handeln ausmacht ?
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 09 Jan 2014, 19:23

Vielleicht habe ich Dich auch falsch verstanden, aber wenn jemand von etwas höherem, größeren.... spricht, dann spricht er häufig von etwas empirisch nicht erklärbaren und nicht von Wolkenkratzern :wink: . Dazu gehört auch Gott, deswegen der Bezug zu Religion.
Das mit dem rauben ist natürlich sehr geil formuliert :D kann natürlich jeder denken was er will, aber in einer gebildeten Gesellschaft ist es doch auch erstrebenswert wenn sich jeder fernab von seiner Utopie früher oder später rationale Gedanken macht. Das hätte schon einige Kriege und Konflikte verhindert.

Zurück zum Thema:
Den wichtigsten Aspekt kann man Verallgemeinern, denn jeder Mensch hat ein Nervensystem und evolutionär bedingte Triebe die in gewissen Grenzen bei allen Menschen die gleichen sind. Ausnahme: Krankheit (wie wir sie z.Z. definieren), hab ich ja schon gesacht :)

Dieses Nervensystem und der Überlebensdrang hindern einen zumindest im AFFEKT sich zu opfern. Wenn man sich dennoch opfert hat man einen Grund und mit diesen auch einen Nutzen, es ist also nicht selbstlos.
Ich hoffe ihr versteht was ich ungefähr versuche zu sagen.

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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Teito » 09 Jan 2014, 19:39

@palee: von etwas größerem zu sprechen hat nichts mit religion zu tun, für mich ist teamgeist z.b. eines der größten
dinge die es gibt und denn kann ich sehr wohl an etlichen eckpunkten erfassen und erklären.
der satz in zusammenhang mit utopie macht in meinen keinen sinn ... da ist für mich kein themenbezug vorhanden.
ich glaube wir haben eine unterschiedliche definition von selbstlos. für mich bedeutet das eigene vorteile zu gunsten
der vorteile anderer hinten an zu stellen und eben so zu handeln.
das nervensystem und evolutionär bedingte triebe ein faktor sind ist logisch aber du vergisst in deiner
aufzählung frühkindliche prägung und eventuel speziele genetische anlagen.
was für einen nutzen habe ich denn davon wenn ich mein leben für das eines anderen gebe ?
eigentlich keinen (religion mal aussen vor) aber es besteht die möglichkeit das ich mich trozdem bereitwillig vor
einen anderen werfe weil ich gelernt habe das dass richtig ist, weil ich die menschen die mir lieb sind um jeden preis
beschützen will und dafür bin ich persönlich auch bereit mein eigenes leben zu geben.
ich verstehe was du sagen willst aber ich mag denn gedanken nicht alle menschen über einen kamm zu scheren.
ich hoffe du verstehst was ich meine ?
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 09 Jan 2014, 22:11

Ok das habe ich falsch verstanden ich konnte mir nicht vorstellen, dass man Teamgeist o.ä. als etwas größeres als das eigene Leben benennt.
Der Satz mit Utopie macht sehr wohl Sinn, Rationalität soll die Utopie der Vorstellung eines komplett selbstlosen/frei von Eigennutzen menschlichen Handelns überdenken.

Recht hast Du, Selbstlos hat tatsächlich mehrere Definitionen. Ich gehe hierbei von einem Handeln ohne Eigennutzen aus.

Im oberen Post hatte ich ja schon behauptet, dass es immer MINDESTENS EINEN MINIMALEN EIGENUTZEN hat. Deswegen ist deine Frage, welchen Nutzen man hat wenn man sein Leben für das eines anderen gibt hat auch damit zu beantworten, dass es einen hat:

es besteht die möglichkeit das ich mich trozdem bereitwillig vor
einen anderen werfe weil ich gelernt habe das dass richtig ist, weil ich die menschen die mir lieb sind um jeden preis
beschützen will und dafür bin ich persönlich auch bereit mein eigenes leben zu geben.

Ich habe hier z.B. folgenden Nutzen: Verhindern der eigenen Trauer bei Tod der Person; Verhindern von Trauer; empfinden von Glück bei dem Tun von dem mir meine Eltern beigebracht haben, dass es richtig ist (auch wenns hier wohl recht kurz ist)....

Du kannst gerne versuchen mir weitere Beispiele zu geben. Ich denke ich kann zu allen Gegenrede stehen :wink:
Und: Warum magst Du den Gedanken alle Menschen über einen Kamm zu scheren bei derartigen Inhalten nicht? Der ist hierbei völlig legitim und es liegt in der Natur des selbigen, dass es dadurch niemals zu einem Konflikt zwischen den Menschen kommen kann!
Das kommt mir so vor als würde man sagen: "Also das die Lehrer sagen, dass alle Menschen rotes Blut haben gefällt mir nicht. Man kann ja nicht alle über einen Kamm scheren."

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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 09 Jan 2014, 22:17

Ausnahme ist natürlich wenn ich z.B. vorher einen Jonny geraucht habe und mein Hirn nicht mehr so funkt.

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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Teito » 09 Jan 2014, 22:57

@palee: eine interessante sichtweiße, wie bereits gesagt, aber ich kann dir nicht bepflichten.
(btw... wtf ist ein Jonny? J3T ? ecstasy raucht man nicht ? als weed ???)
utopi klingt, so wie du es beschreibst, so negativ aber das muss es nicht. ist eine vorstellung die ausserhalb unserer
möglichkeiten lieg nicht genau das was uns dazu bringt unsere grenzen zu überschreiten und das möglich zu machen
was vorher nicht möglich war ?
die von dir angeführten nutzen: Verhindern der eigenen Trauer bei Tod der Person, Verhindern von Trauer,
empfinden von Glück bei dem Tun von dem mir meine Eltern beigebracht haben, sind für mich keine formen von nutzen.
nutzen ist etwas das mich im leben auf meinem weg voran bringt und das tut keines von denn oben genannten dingen.
nutzen ziehe ich aus erfolgen und misserfolgen anderer, nutzen ziehe ich aus situationen an dennen ich wachs,
mit dem eigenen tod verhält es sich gegenteilig, er verhindert jegliches wachstum und positiver veränderung.
der vergleich mit dem blut ... nicht das worauf ich hinaus will.
du vergleichst in meinen augen damit äpfel mit birnen. jeder mensch ist anders und es gibt menschen die nicht aus allem
im leben einen nutzen ziehen müssen, es gibt menschen die auch ohne ständige bestätigung und das nutzen jeder möglichkeit
zum eigenen besten prima auskommen.
eine frage habe ich zum schluss an dich, wenn du es erlaubst, wie alt bist du ? mich würde interessieren auf wie viele
jahre lebenserfahrung du dich stützt.
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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon palee » 10 Jan 2014, 00:50

Das wäre sicher ne interessante Diskussion, allerdings bin ich viel zu faul die Gedanken wirklich vollständig schriftlich wiederzugeben.
Nutzen ist/war in der Ethik ein ziemlich weit gefasster Begriff (gutes Gefühl, Glück, etc etc...).

Vorletzter Absatz gibt ja im Grunde das wieder was Du schon gesagt hast.

Mit nem Jonny mein ich Weed, Würzburg scheint ja doch ne Ecke weg zu sein :D dass das da so nicht bekannt ist, oder das ist nur in meinem Kopf so.

Ich bin 17j. Es kommt aber auch darauf an was man so anstellt hat mit seiner Lebenszeit!

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Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

Beitragvon Exibitus » 10 Jan 2014, 04:52

Das thema ist für mich nicht leicht zu verstehen.

Meint ihr jemanden das leben retten was im alltäglichen leben passieren könnte ?
z.B einfach aus instinkt heraus oder sowas wie ein autounfall

Dann würde ich eher zu nein tendieren

Aber

Wenn es um jemanden geht den ich schon sehr lange kenne und der mir wichtig ist. z.B mein bester hetero freund oder meine eltern
dann würde ich es ohne bedenken und nachdenken tun...also ja.

Re: Würdest Du dich für einen Menschen opfern?

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