Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Lyrik, Ansichten und Debatten - für alles was Kopf und Geist entspringt.

Wie steht ihr zur Nahrung?

Veganer - keinerlei Tierprodukte!
1
5%
Ovo-lacto Vegetarier - Milchprodukte, Eier, Honig etc. sind okay, so lange keine Tiere dafür sterben und gut behandelt werden (Bio-produkte usw.)
5
24%
Halber-Vegetarier - diejenigen, die kein Fleisch, aber Fisch essen und sich als Vegetarier rühmen
2
10%
Fleischfresser - ihr stopft euch das Zeug hinein, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
13
62%
 
Abstimmungen insgesamt: 21

Sindrom
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Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Sindrom » 22 Jan 2010, 20:15

Nun denn, community :D

Wer gehört hier zu den Vegetariern?

Wer schwört allen Tierprodukten ab?

Wem ist es egal, dass tausende Tiere täglich geboren werden, nur um eines Tages auf dem Teller zu landen?


Stimmt ab und zeigt, wie tierlieb das Boypoint Forum wirklich ist!

Natürlich sind Begründungen zu eurer Position gerne gesehen.




Ich gehöre zu den Ovo-lacto Vegetariern und esse seit nun ein paar Monaten keine Tiere mehr, egal ob Kuh, Vogel oder Fisch. Käse, Milch, Eier etc. esse ich im Moment, aber ich versuche, dies auch zu ändern, so bald ich besser weiß, wie man Tofu zubereiten kann (ansonsten würde mir zu viel Eiweiß fehlen und ich kenn mich mit Tofu noch nicht so gut aus^^)


Liebe Grüße,
Alex
Zuletzt geändert von Sindrom am 22 Jan 2010, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.

Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon michael » 22 Jan 2010, 20:31

Der Mensch ist Mischköstler und damit hat die Natur vorgesehen, dass er auch Fleisch isst. Fressen und gefressen werden, ein ganz normaler Vorgang in der Natur. Warum sollte ich aus falsch verstandener Tierliebe auf leckeres Fleisch verzichten? Darauf muss ich mir erstmal ne Wurst reinziehen ^^
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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon michelangelo » 22 Jan 2010, 20:36

@Sindrom:
Wieso formulierst du es so negativ, wenn man kein Vegetarier ist?
Du Pflanzentöter. Pflanzen sind auch Lebewesen. Und du isst sie einfach. Sowas von kaltblütig...
Unser Körper braucht nunmal organisches Material zum Überleben. Und organisches Material kommt eben - man staune - von Lebewesen. Ich finde es okay, Fleisch zu essen. Genauso wie ich es okay finde es nicht zu tun. Das muss jeder selbst wissen. Aber ich würde von keinem der beiden so abwertend reden.
Ich finde es auch nicht gut, wie Tiere in nicht artgerechten Verhältnissen gehalten werden. Das bringt die riesige Menge an Menschen nunmal leider mit sich. Deswegen sollte man sich mehr für ordentliches, artgerechtes Halten der Tiere kümmern, als darum sie gar nicht mehr zu halten.

Warum willst du denn auch keine Milchprodukte etc mehr essen? Dafür muss doch nun wirklich gar niemand sterben.
Zuletzt geändert von michelangelo am 22 Jan 2010, 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Wirklichkeit reden könnte, würde sie keine wissenschaftlichen Formeln aufsagen, sondern ein Kinderlied singen.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon DesBardenLaute » 22 Jan 2010, 20:49

Hmm... ich kann nicht daran Teilnehmen da die letzte Auswahlmöglichkeit den Anschein macht als würde man mich deswegen Verurteilen.
[x] esse Fleisch.

Wo ich jetzt nochmal die Themenüberschrift lese stößt er mir wieder böse auf... Vegetarier = Gut / Fleischfresser der kaltblütig jederlei Getier abschlachtet und meuchelt = Böse


Ja, ich esse Fleisch... wenn man es mir abverlangen würde würde ich auch Insekten essen.
Aber nur weil ich sie esse muss es doch nicht gleich heißen das ich ein was auch immer bin.

Ich persönliche stelle jedes Lebewesen über die Menschen... sie sind einfach ein Abfallprodukt Bio-Organischen Materials.
Sie trugen nichts zum erhalt der Natur bei... im gegenteil... selbst eine Fliege hat einen größeren nutzen für die Natur als wir es je sein könnten.
... Da wir ja nichtmal einen natürlichen Feind haben sind unsere Körper nicht einmal für andere Lebewesen als Nahrungsquelle von nutzen.
Aber wir existieren trotzdem...

Aber das kann mir eig. sowas von egal sein.. ich Lebe, habe Spaß daran und esse das was mir schmeckt :D
Vegetarier sollten sich eher schämen das sie den Tieren ihr Futter weg essen. :roll:
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Ertrinke in dem Schein läßt die Last vergessen sein
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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Yuke » 22 Jan 2010, 20:50

Der Mensch kann Fleisch essen, muss aber nicht. Ihm ist durch die Evolution beides gegeben. Das heißt nicht, dass es gut oder notwendig ist, Fleisch zu essen.
Gut und Schlecht ist eh so ne Sache. Viele Dinge, die wir tagtäglich machen und seit Jahrhunderten machen sind scheisse. Sklaverei, Frauenunterdrückung, Kriege...

Wir haben deswegen auch ein relativ ausgeprägtes Moralempfinden, was uns ermöglichen sollte, Leid auf der Welt zu vermeiden.
Bisher galt das überwiegend nur für Menschen und die Tiere sind die letzten Opfer, die wir rücksichtslos ausbeuten, nur weil uns die Möglichkeit dazu gegeben ist. Die Natur gibt uns dazu auch die Möglichkeit Menschenfleisch zu essen.. im Grunde sind wir auch nur ein Tier, ein Säugetier und es gibt noch Völker, die kannibalisch leben. Stellt euch vor so ein Volk wäre eine Weltmacht... es würde Massenmenschenhaltung geben und womöglich auch Menschenversuche in diesem Land...

Tier und Mensch unterscheidet sich grundsätzlich auch so gut wie gar nicht.
Tiere fühlen Schmerzen. Tiere haben den Drang zu leben. Tiere haben teilweise ein Moralempfinden. Tiere zeigen Sozialverhalten. Viele Tiere haben die Intelligenz von 1-3 jährigen Kleinkindern.

Warum also ist es uns erlaubt Tiere zu essen aber das Säugetier Mensch nicht ?

Pflanzen fallen übrigens aus der Definition von lebenswertem Leben, weil sie keinen Drang zu leben zeigen, weder Sozialverhalten noch Moralempfinden und eine "höhere" Intelligenz ist auch nicht sichtbar. Selbst bei Schmerzen ist man sich nicht einig, da die Nervensysteme ganz anders aufgebaut sind und Pflanzen zb. kein "Gehirn" besitzen - somit womöglich auch gar kein richtiges Bewusstsein.
Zuletzt geändert von Yuke am 22 Jan 2010, 20:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon michael » 22 Jan 2010, 21:05

Ich finde, Tiere sollten ein "angenehmes" Leben haben, bevor sie in der Pfanne landen und sie sollten möglichst schnell und schmerzlos getötet werden. Bei der industriellen Massentierhaltung geht es aber vorzugsweise um Effektivität und Profit. Deshalb ist mir nicht ganz wohl dabei.
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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon DesBardenLaute » 22 Jan 2010, 21:09

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Schnuffi » 22 Jan 2010, 21:14

Ich bin Vegetarier und esse Tierprodukte nur wenn ich weiss, wo sie herkommen und dass das Tier nicht ausgebeutet wurde.
Also vorzugsweise hole ich die Milch und den Käse beim Biobauern mit dem Fahrrad ab, wo die Kühe noch von den Bäumen fallen können. ^^
Ich hab in meinem ganzen Leben vielleicht drei oder vier Bissen Fleisch versucht aber ich fand das ehrlich gesagt ziemlich eklig. >_>

Aber ich verurteile niemanden weil er Fleisch isst.
Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Allerdings bin ich der Meinung, wenn man schon Fleisch und tierische Produkte isst, dann sollte man einfach drauf achten, dass kein anderes Wesen dafür leiden musste.
Schlachten bedeutet ja nicht leiden lassen, normalerweise geht das schnell, das Tier hatte keine Angst und keine Schmerzen.
Aber ein Leben in Würde haben alle verdient. Kauft kein Fleisch oder andere Tierprodukte aus Massentierhaltung wo die Tiere zusammengedrängt ein schmerzhaftes und angstgeprägtes Leben führen. Das sind wir unseren Brüdern und Schwestern schuldig.
Lasst nicht zu, dass sie nur für euren Genuss und ein paar Rappen weniger leiden müssen, sowas kann sich keine Art leisten, die sich selbst als zivilisiert und als Krone der Schöpfung betrachtet.

Ein weiterer Punkt der mich ziemlich in Rage bringt sind die Tonnen Fleisch die jährlich als "Abfallprodukt" weggeworfen werden.
Allgemein Lebensmittel, ich stehe jedesmal kurz vor einem Tobsuchtsanfall, wenn ich sehe wie in den Läden Sachen weggeschmissen werden, die man angeblich nicht mehr verkaufen kann, die man aber ohne weiteres noch in drei Wochen gefahrenfrei konsumieren könnte.
Ich meine, anderswo sterben sie vor Hunger und hier wird Mitleid und Anteilnahme geheuchelt und munter weiter Essen verschwendet.
Das ist so ein Unding, wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und das find ich persönlich einfach absolut unethisch.


Also Fakt ist, wir leben alle in einer total kaputten Gesellschaft aber jeder einzelne kann was dafür tun, dass es ein Stück besser wird.
Und ich würd sagen, dass sind wir dieser Erde schuldig.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon michelangelo » 22 Jan 2010, 21:24

@Yuke:
Ich glaube die Frage, wie die Wertigkeit von pflanzlichem Leben zu bewerten ist, ist sehr müßig. Pflanzen besitzen vielleicht kein mit den Tieren vergleichbares Nervensystem, dennoch sind Aktionspotentiale auch in pflanzlichen Organismen nachzuweisen. Pflanzen können also Reize wahrnehmen und weiterleiten.
Forscher haben nachgewiesen, dass beispielsweise Tomaten bei einem Raupenangriff nicht nur Abwehrstoffe, sondern auch Duftstoffe bilden, die zur Warnung anderer artgleicher Nachbarpflanzen dienen. Es gibt weitere Beispiele dafür, dass Pflanzen in vielfältiger Art und Weise untereinander kommunizieren. Das ist vielleicht mit dem Sozialverhalten hochentwickelter tierischer Organismen nicht zu vergleichen, doch es ist eine Art Sozialverhalten.

Und dass Pflanzen keinen Drang zu leben zeigen, ist quatsch. Jede Pflanze hat einen Schutzmechanismus gegen natürliche Feinde. Seien es Gifte, Dornen oder Nesseln. Wenn eine Tomate (ich greife mal obiges Beispiel wieder auf) Abwehrstoffe gegen eine Raupe produziert, zeigt sie eindeutig den Willen weiter zu leben.

Ich finde deshalb, dass der Wert pflanzlichen Lebens nicht unter den anderer Lebewesen zu stellen ist. Es gibt vielfältige Prozesse pflanzlicher Organismen, die bewundernswert und für uns noch unverständlich und ungeklärt sind, welche zeigen, dass sie in vielerlei Hinsicht anderen Lebewesen einiges Voraus haben.
Wenn die Wirklichkeit reden könnte, würde sie keine wissenschaftlichen Formeln aufsagen, sondern ein Kinderlied singen.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Yuke » 22 Jan 2010, 21:28

Unethisch ist es doch vielmehr Lebewesen, aufgrund von egoistischem Handeln, aufzuessen und sie dabei "möglichst wenig" leiden zu lassen.
Wobei Tiere auch leiden, wenn sie in die Schlachtfabrik kommen und das Blut ihrer Artgenossen riechen oder in Gefangenschaft leben.
Wenn die kleinen Tiere von ihren Eltern oder Artgenossen getrennt werden. Viele Tiere trauern Wochen lang um ihre Artgenossen.
Wellensittiche zb. sterben nur, weil ihnen ihr Partner fehlt. Gorillas tragen ihre toten Babys noch Tagelang durchs Gehege. Elefantenmütter bleiben bei
ihrem toten Baby und sterben, nur weil sie es nicht alleine lassen wollen - ebenso helfen sie ihren Artgenossen in der Not.

Das ist komplexes soziales Verhalten und wir halten diese Lebewesen wie Gegenstände oder Produkte, nur um sie aufzuessen und wieder zu verdauen..
obwohl wir das gar nicht müssten.

Wir könnten genauso gut Menschen schmerzlos umbringen. Das wäre ebenso total unethisch und grausam.

Man ist sich einfach nicht bewusst was Tiere für lebenswerte Lebewesen sind. Jeder der Haustiere hat, weiß zb. auch, dass jedes einzelne Tier ein
andere Wesen hat. Es gibt schüchterne, ängstliche, hyperaktive und verrückte Tiere ^^ Tiere sind vielleicht menschlicher als wir Menschen es sind.

Und wir behandeln sie wie gefühlslose Gegenstände ohne Recht auf Leben - und das nur, weil wir es können.
Gewohnheiten legt der Mensch nie leicht ab, er ist einfach prinzipiell zu egoistisch um einzusehen, dass seine Gewohnheit falsch ist. Egal um was es sich handeln würde.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Yuke » 22 Jan 2010, 21:33

michelangelo hat geschrieben:@Yuke:
Ich glaube die Frage, wie die Wertigkeit von pflanzlichem Leben zu bewerten ist, ist sehr müßig. Pflanzen besitzen vielleicht kein mit den Tieren vergleichbares Nervensystem, dennoch sind Aktionspotentiale auch in pflanzlichen Organismen nachzuweisen. Pflanzen können also Reize wahrnehmen und weiterleiten.
Forscher haben nachgewiesen, dass beispielsweise Tomaten bei einem Raupenangriff nicht nur Abwehrstoffe, sondern auch Duftstoffe bilden, die zur Warnung anderer artgleicher Nachbarpflanzen dienen. Es gibt weitere Beispiele dafür, dass Pflanzen in vielfältiger Art und Weise untereinander kommunizieren. Das ist vielleicht mit dem Sozialverhalten hochentwickelter tierischer Organismen nicht zu vergleichen, doch es ist eine Art Sozialverhalten.

Und dass Pflanzen keinen Drang zu leben zeigen, ist quatsch. Jede Pflanze hat einen Schutzmechanismus gegen natürliche Feinde. Seien es Gifte, Dornen oder Nesseln. Wenn eine Tomate (ich greife mal obiges Beispiel wieder auf) Abwehrstoffe gegen eine Raupe produziert, zeigt sie eindeutig den Willen weiter zu leben.

Ich finde deshalb, dass der Wert pflanzlichen Lebens nicht unter den anderer Lebewesen zu stellen ist. Es gibt vielfältige Prozesse pflanzlicher Organismen, die bewundernswert und für uns noch unverständlich und ungeklärt sind, welche zeigen, dass sie in vielerlei Hinsicht anderen Lebewesen einiges Voraus haben.


Das Problem ist nur, dass Pflanzen, wenn sie Schmerzen empfinden könnten, weglaufen müssten. Das wäre die logische Konsequenz in der Evolution.
Da sie aber festsitzen und auch nachweislich nicht das Nervensystem besitzen um derartig Schmerz zu empfinden, unterscheiden Tierrechtler zw. Tieren und Pflanzen. Ebenso ist ein Bewusstsein unwahrscheinlich.

Allerdings kommt noch ein wissenswerter Punkt dazu, der jeden Pflanzenverteidiger gleichermaßen zum Tierschützer machen müsste.
Denn durch Tierzüchtung wird ein Vielfaches mehr an Pflanzen "getötet" um die ganzen Massen an Tieren zu ernähren. Gäbe es keine Tierzüchtung, könnte man die Menschen mit weit weniger Pflanzen ernähren..

Pflanzenrechtler gibt es übrigens auch. Diese sind dann Frutarier, und ernähren sich ausschließlich von Früchten.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon michelangelo » 22 Jan 2010, 21:44

Ich habe oben schonmal gesagt, dass ich klar für bessere und artgerechtere Haltung von den Tieren bin. Natürlich muss das Tier trotzdem noch getötet werden, was an sich immernoch grausam ist.
Aber welche Alternativen haben wir denn? Sollen wir tatsächlich Menschenfleisch essen? Auch Menschen trauern um ihre Angehörigen und sterben deswegen. Man muss ja nicht ein ganz so misanthropisches Menschenbild haben...
Um Pflanzen zu essen musst du auch töten. Das ist auch grausam.

Weglaufen ist eine Konsequenz von Schmerzen. Nur weil sie das nicht tun, können wir doch nicht schlussfolgern, dass sie keine Schmerzen empfinden. Sie zeigen ja dennoch andere Reaktionen auf einen Angriff, der Schmerzen verursacht. Die Pflanzenneurobiologie ist viel zu wenig erforscht um festzustellen, dass sie "nachweislich nicht das Nervensystem besitzen um derartig Schmerzen zu empfinden". Aber viele Bestandteile pflanzlichen Verhaltens legen es nahe, dies in Betracht zu ziehen, genauso wie ein Bewusstsein von Pflanzen.
Wenn die Wirklichkeit reden könnte, würde sie keine wissenschaftlichen Formeln aufsagen, sondern ein Kinderlied singen.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon blowfish » 22 Jan 2010, 21:46

Ich esse gerne Tiere. Am liebsten solche die Freude an ihrem Leben hatten. An einem Leben, das sie nie gelebt haetten, wenn ich sie nicht essen wollte.
Bin ich schwul? 83% der Menschen, die diese Frage stellen, sind schwul. Hast du dich vorher extra in einem schwulen Forum angemeldet, beträgt die Wahrscheinlichkeit sogar 97%.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Schnuffi » 22 Jan 2010, 21:54

Du bist halt ein Wohltäter. ^^

Aber so eine Einstellung find ich eben richtig.
Wenn schon Tiere essen dann solche die ein schönes Leben hatten und keine Angst.

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Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

Beitragvon Yuke » 22 Jan 2010, 21:58

Stell dir vor du bist eingesperrt, lebst dein Leben lang in dem Glauben, es gibt keine Freiheit, wirst mit Medikamenten aufgepumpt, damit du schön fett und gesund wirst, siehst wie täglich ein paar deiner Freunde verschwinden und letztendlich landest du, nachdem du tagtäglich nur Medikamente im Essen zu dir nimmst per Lastwagen in einem Hof. Dort siehst und riechst du überall Blut und wartest auf deine Hinrichtung, von der du ganz genau weißt, dass sie stattfinden wird. Du wirst mit einem schlag auf den Kopf betäubt und blutest elendig aus. Wenn du Glück hast, kommst du dabei nicht wieder zu Bewusstsein.

Schönes Leben ohne Angst :)
Zuletzt geändert von Yuke am 22 Jan 2010, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Wer ist Vegetarier und wer lässt kaltblütig Tiere töten?

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