Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

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Rainbowsix
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Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Rainbowsix » 21 Nov 2009, 23:16

Es war eine laue Sommernacht. Gelächter schalte aus den unzähligen kleinen Straßencafés und ein leichter Wind verwehte sein Haar, während die Straßenlaternen das rege Treiben in den kleinen Gassen mit ihrem goldgelben Licht ausleuchteten.

Aus dem kleinen Eck-Lokal, das für seine einzig artige Gastfreundschaft bekannt ist, wehte verführerischer Essensduft. Ein Gast bat lautstark um die Rechnung, während seine Frau und Kinder lachend das rege Treiben beobachteten. Das kleinste Kind, etwa 7 Jahre alt, mit Krauskopf und etwas Ketchup an der Wange, zeigte begeistert mit dem Finger auf den riesen Eisbecher am Nachbartisch.

Es war schön, durch die Gassen zu schländern und für kurze zeit Teil eines Lebens zu sein, dass Alex selbst nie führen würde. >>300 Meter, dann rechts... Werd heute früh da sein<<
dachte er und überqueerte die Straße.
Es war ein harter Tag gewesen. Die Ausbildung war grad abgeschlossen und der neue Job zährte an den Nerven.
>> Jetzt links und wieder rechts<<
Nach 5min. stand Alex schließlich mitten vor dem Club "Boyzone one".
Zwei mitte 20er turtelten rege neben dem Eingang und etwa 50 Meter entfernt sah er einen etwa 30 Jährigen, wie er 2 kleine Dosen an einen wesentlich jüngeren Mann gab. Vermutlich Poppers...

Er ging direkt an die Bar, wo ihn der Barceper Pierre gleich herzlich begrüßte.
>> Einmal wie immer?<<
Alex nickte kurz und schaute in die Menge. Er war jetzt 24, sein Körper durch regelmäßiges Fintnesstraining gestählt, seine Haare kurz und gepflegt. Das wie vielte mal saß er jetzt schon hier? Er wusste es nicht mehr. Zu oft schon war er hier gewesen. Flirtend mit der Vorfreude auf Sex und ein Auge immer auf die Tür gerichtet, ob er nicht noch etwas besseres für den Abend bekommen könnte.

Eigentlich hatte Alex wenig wirkliche Freunde. Um genau zu sein war er einsam. Doch es war zu schmerzlich, weiter darüber nachzudenken. Er hatte doch alles. Regelmäßigen Sex, gutes Ausehen, einen festen Job und eine eig. Wohnung. Die Ratenzahlung für das Auto war gut zu bezahlen und der Handyvertrag für das neue Iphone war auch verhältnissmäßig günstig.
Okay, jede Woche ein neues T-Shirt zu kaufen war auf dauer doch recht teuer, aber daran hatte er sich schon längst gewöhnt. Aber er konnte ja unmöglich zweimal mit den selben Klamotten gesehen werden. Die Szene hatte eigene Gesetze und wenn man beliebt und erfolgreich sein wollte, musste man sich diesen eben anpassen.
Die neue Dieseljeans zwickte etwas, als er sich zur Seite drehte und die Leute beobachtete. Er war wirklich früh dran. Noch kaum jemand da, den er kannte.

Ein plötzliches >>Hey, schon lang nicht mehr gesehen mein Freund.<< riss Alex aus seinen gedanken. Es war Tina. Seine wohl einzige wirkliche Freundin. Eigentlich war es viel mehr Bud. Durch ihn lernte er "Tina" erst kennen. Und bei But waren die Preise wirklich gut. Tina war der Name für "Crystal Meth". Ein Methamphetamin.
"Der Unterschied zwischen Sex mit Crystal Meth ist wie der Unterschied zwischen Farb- und Schwarzweißfernsehen" hieß es und Alex konnte dem nur voll zustimmen. Berauschender Sex, starke Bizeps und schweißnasse, sich eng an einander schmiegende Körper im Rausch der Methamphetamine...
was gab es schöneres?

Nur abends, wenn das kalte Neonlicht von der Straßenlaterne durch das Fenster die Zimmerdecke beleuchtete und er allein im Bett lag, dann fühlte er sich einsam- verlassen.
Aber was gab es für eine Alternative?
Zuletzt geändert von Rainbowsix am 21 Nov 2009, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon mogli » 22 Nov 2009, 08:00

zuerst mal: schöner text :)

aber ... kann es so schwer fallen, alternativen zu sehen?
zu erkennen, dass materieller besitz vergänglich ist? meth einen bei häufigem konsum kaputt macht?
das es neben dem feiern noch gaaaanz viele andere möglichkeiten zur freizeitgestaltung gibt und
regelmäßige ficks kein ersatz für eine harmonische beziehung, die einem das gefühl gibt "zu hause" zu sein, sind?
Zuletzt geändert von mogli am 22 Nov 2009, 08:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Rainbowsix » 22 Nov 2009, 23:32

So, dachte ich schreib mein anliegen mal in Form einer Geschichte. Ist ja mal eine nette Abwechslung ;-)

@ mogli: genau das frag ich euch:

Kann es so schwer sein, alternativen zu sehen?
Wieso sind Poppers und Drogen gerade in der Schwulenszene so beliebt?
Wieso gibt es so viele, die nur Sex und keine Beziehung führen wollen/können?
Wieso halten die allermeisten Beziehungen unter Schwulen nie länger als ca. 3 Monate?
Was soll man tun, wenn man gerne ein Familienleben führen will?
Wieso sind so viele Schwule depressiv?
Wieso suchen so viele Heterolike? --> Mach noch ein eigenes Thema dazu...
Wie soll man solche "Hetero" Menschen kennen lernen?
Wieso suchen so viele einen Partner, der entweder ein Spiegelbild von einem selbst ist, oder das hat, was man selbst gerne hätte?
Wie oft kommt es vor, das wie in den Filmen man sich irgendwo zufällig trifft, verliebt und auf ewig glücklich ist?
Wie oft gibt es wahre Liebe unter Schwulen?
...
Ich bin bei Filmen fast am heulen, bzw. bin am heulen, in denen die "Schwule" wahre Liebe existiert.



Ach, ich weiß auch nicht was eig. mein Problem ist... Ich weiß wohl einfach nicht, wie ich mit meinem Schwulsein umgehen soll. Ich wünsch mir jemand, wie aus einem Film, weiß aber nicht, wie ich ihn finden soll. Ich dachte ich bin bi, aber denk nur den ganzen Tag übers Schwulsein nach. Aber soll ich auf das Familienleben verzichten? Wo ich Frauen ja auch Sexy finde und mich auch schon in Mädchen verliebt habe?

Ich mag die Szene nicht und bei GR chatten, erst recht nicht. Ich will gleichzeitig jemand die starke Schulter bieten, aber selbst auch eine haben, an die ich mich anlehnen kann. Ich will jemand, der mich akzeptiert wie ich bin. ja und mir wird grad klar, so jemand gibt es. mein bester Freund. Aber in den könnt ich mich nicht verlieben.

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich jammer hier rum, suche Verständniss, Hilfe und liebe Worte von euch. Und gleichzeitig will ich der starke Kerl sein. Den nun mal die Mehrheit sucht.

Ich verachte Menschen, die nur auf Äußerlichkeiten achten. Und gleichzeitig achte ich NUR auf das äußeres zu anfang. Ich weiß irgendwie wenn ich jemand sehe, ob ich mich in den verlieben kann, oder nicht. Auch, wenn er noch kein Wort gesagt hat. Innerhalb von sekunden. Der Blick, das Lächeln und das etwas, was ich nicht deuten kann. Ich Ordne Menschen verschiedenes Verhalten zu, nur dadurch das ich sie sehe. Und meistens hab ich sogar recht. Und Menschen, die ich hübsch finde, die haben meistens auch genau das Verhalten, das ich liebenswürdig finde.
Wirklich verliebt bin ich dann aber erst, wenn ich den anderen schon länger kenne. Bei meinem Ex war ich erst nach einem Monat "wirklich" verliebt.

Man und dann will ich immer so selbstbewusst sein und bekomm es nicht mal hin, meinem Chef zu sagen, das es ein unding ist, wie er mich behandelt. Mein Herz schlägt schon bis zum Hals, nur wenn ich daran denke ihm das zu sagen... Mein Körper macht da was er will. Mein Verstand kommt überhaupt nicht gegen an... Ich weiß nciht mal, wer ich eig. bin...

Im Buch z.B... da erstellt man einen ausdrucksstarken Charakter. schaut, was ihn ausmacht. Ich weiß was mich asumacht, aber ich will ganz anders sein. Was bin ich denn dann? Ein Charakter, in einem Charakter gefangen der er nciht sein willl?

Ja, und wenn man sich da mit Drogen vollhaut, mit materiellen Dingen eindeckt und regelmäßigen Sex hat, dann vergisst man all diese Dinge, die einem so beschäftigen... bzw. verdrängt sie... Aber so ein Leben aus Drogen und Sex will ich nicht führen und tue es auch nicht. Aber da denk cih jettz halt so viel nach und bin kurz davor depressiv zu sein...

Ich glaub, ich versteh meinen Text nicht mal mehr selbst. Hmmm, naja, tat gut das mal aufzuschreiben... da kann ich ihn jetzt auch absenden.

LG
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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Gladio » 23 Nov 2009, 23:09

Poppers soll ja angeblich die Muskeln entspannen, deswegen ist es bei Schwulen so beliebt, glaube ich. Keine Ahnung, hab ich schon mehrmals angeboten bekommen, aber immer abgelehnt.

Ich rauche, wenn ich weiss das ich gleich rangenommmen werde, gerne ein bisschen Gras vorher, das entspannt mich auch sehr gut.

Kiffe allgemein sehr gerne, dass ist auch meine einzige wirkliche Schwäche.

Hatte auch schon recht viele ONS, aber was soll man machen, ganz ohne Sex gehts halt auch nicht. Leider noch nicht den passenden gefunden. Bin eigentlich auch eher der Beziehungsmensch.

Und Drogen und Suff findet ja man nicht nur in der Schwulen-Szene, sondern allgemein ist das ja bei Jugendlichen IN, Stichwort Komasaufen und 14 Jährige mit 3 Promille und so.

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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Rainbowsix » 23 Nov 2009, 23:58

Hmmm Gras rauchen, jaaa das nett *seufts* Hab aber seit der 11 Klasse damit aufgehört. wollt ja mein Realschulabschluss und später Abi bestehen^^

Ich hatte noch nie einen ONS. Hatte jetzt oft die Möglichkeit, aber hatte dann immer kein Bedürfniss auf Sex mit dem jenigen. Wobei ich grad gar nicht weiß, ob ich nur Schiss habe, mit einem "Fremden" Sex zu haben, oder ob Sex ohne Liebe einfach nicht mein Ding ist.
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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Gladio » 02 Dez 2009, 19:54

Mir ist Sex mit Liebe auch lieber, aber ich brauchs dann doch schonmal ab und zu. Mein Ding sind ONS auch nicht, aber was soll Mann machen ;)

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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon GRWB » 02 Dez 2009, 21:33

Ich find das sehr beeindruckend, wie gut du schreiben kannst (der Text ist dohc von dir?), und vor allem wie offen du bist und dir solche fargen stellst.
Zu dem Thema Drogen will ich nur sagen, auch wenn ich mich in der Schwulen Szene nicht aus kenne, das es glaub ich allgemein ein problem der zeit ist, und auch genauso bei Heteros vorkommt.
Und zu der Frage wieso soviel nach dem Heterolike Typen suchen, nun ich denke, genau aus dem grund den du gesagt hast, weil sie auch einen haben wollen an dem sie sich anlehnen können. Aber das kann ich ja nicht beurteilen, ich vermute nur...

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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Schleps » 02 Dez 2009, 23:43

Interessanter Thread, den du gestartet hast. Ich stelle mir auch immer wieder die Frage, ob es eigentlich schwule Leute gibt, die die Szene und GR überhaupt nicht reizt. Scheinbar gibt es ja einige. :). Häufig frage ich mich eigentlich, warum ich überhaupt kein Interesse habe in die Szene zu gehen, bzw. mich bei GR anzumelden. Es hat bei mir einfach damit zu tun, dass ich eigentlich mein Leben nicht dadurch verändern, nur weil ich gemerkt habe dass ich schwul bin. Ich habe überhaupt keinen Drang dazu, meine Sexualität exsessiv in den Vordergrund meines Lebens zu stellen. Klar es ist nur ein Teil, aber das bleibt er auch nur, genau wie mich 1000 andere Facetten zu dem Mensch machen, der ich bin.

Ich glaube das größte Problem, die von Rainbowsix angesprochene Beziehung zu finden, die übrigens auch ziemlich meiner Vorstellung entspricht, liegt einfach darin, das halt nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung schwul, von denen wiederrum auch nur ein bestimmter Teil zu einem passt. Ausserdem spricht man die Leute, die einem gefallen auch nur selten an, weil halt die Wahrscheinlichkeit, das die Person schwul ist, einfach statistisch sehr gering ist.

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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Rainbowsix » 03 Dez 2009, 21:47

Servus

Also, der Text ist von mir. Kann mein Gefühls-Chaos immer ganz gut ordnen, wenn ich kleine Geschichten schreibe.

Zu den Drogen:
Tja das mit den Drogen ist echt so ne Sache. Auf jeden Fall nicht nur in der Schwulenszene. War diese Jahr auf der Airbeat one (Techno Festival). Kam mit nem Kumpel erst ziemlich spät an. Haben dann unsere Leutz gesucht, die schon knapp 1 Tag da waren und denn haben wir sie auch gefunden... alle voll auf speed. Ja das fand ich echt traurig. Hät das einigen gar nicht zugetraut.
Aber ich stand dann da auch vor der Versuchung, einfach mal abzuschalten, nicht mehr so viel nachzudenken und sich einfach mal gehen lassen, sich so richtig gut fühlen... bis einen die Realität wieder einholt. Hab mir nichts eingeworfen, aber wenn das Zeug einfach da ist, man (erstmal) nur nehmen brauch und es einen nichts kostet. Da sagen viele dann nicht nein.

Zu Gay Romeo:
Das Problem ist halt, dass man Schwule, die sich nicht speziell "schwul" benehmen einfach schlecht kennen lernt.
Wobei mich letztens bei der Arbeit als ich den Müll runter gebracht hab, einer nur gefragt hat, ob ich den Karton noch brauche. Der wirkte voll nicht schwul, aber irgendwie wusste er, das ich schwul bin und ich, das er schwul ist. War so ein kurzes "aha, du also auch" im Blick. Naja, ist nicht weiter was draus geworden. Aber man lernt auch ohne GR durch den Zufall "Heteroschwulis" kennen.
Naja Gay Romeo ist eben eine einfache Möglichkeit, schwule Leutz kennen zu lernen.

Zur Beziehung:
Hmm, wenn ich meine Beziehungen mit Mädchen, mit meiner letzen Homobeziehung vergleiche, ist eine Mann-Frau-Beziehung echt unkompliziert.
Da gibt es irgendwie das Verhalten, das man von eienr Frau erwartet und das, was sie vom Mann erwartet.
Bei Schwulen sind es beides Männer, die sich in einen "Mann" verliebt haben.
In dieser Hinsicht sind wir eig. alle eine Frau. Das was Frauen an Männern süß/Sexy/liebenswert finden, emfinden wir meistens genau so.
Und in einer Beziehung muss man dann eig. beides bieten. Der Mann und die Frau sein. Und dann sucht jeder eine Art Kopie von sich selbst, bloß das diese nicht die eigenen Schwächen wie man selbst hat. Jemand, der die eigenen Schwächen ausgleicht, der ffür einen da ist. Bloß das wollen beide Seiten meistens. Und man darf echt nicht den Fehler machen zu sagen: Er oder ich ist/bin die Frau in der Beziehung. Jeder ist irgendwie beides. Und da eine Beziehung zu meistern ist eine echte Herausforderung.
Das ist denke ich mal ein Hauptgrund, warum viele Beziehungen nicht sonderlich lange halten und warum so viele "Heterolike" suchen.

Zu mir:
Ich versuche mir selbst nichts vor zu machen und mir die Realität einzugestehen. Manchmal übersehe ich dabei zwar grundlegende Dinge aber das dann keine Absicht.
Naja, dadurch denke ich ziemlich viel nach.. viel zu viel. Komm zum Schluss was ich tun müsste, tu es dann jedoch irgendwie nicht.
Und dann bin ich mit mir selbst so unzufrieden und das mit meinem Hang zu Perfektionismus. Ich will am liebsten fehlerlos sein. Ist natürlcih nie möglich.

Joa und denn hab ich wohl ein schauspielerisches Tallent. Kann mich dann äußerlich so verhalten, wie ich gerne sein möchte. Hab viel rumprobiert, was wie ankommt. Naja, kann mich da jetzt relativ gut so verhalten, dass ich voll selbstbewusst usw. wirke. Bloß das ich es eben noch nicht wirklich bin. Also ich verhalte mich wie jemand, der ichs elbst halt nciht ibn, aber sein möchte. Kann ich grad ganz schecht erklären.
So, als wenn cih die ganze Zeit eine Rolle spiele, die ich selbst gerne auch sein möchte, aber nicht bin.
Kp, wenn mich z.B. jemand beleidigt, weiß ich, wie ichi mich verhalte, damit es schlagfertig wirkt, der andere denkt, ich sei ihm überlegen und dass ich da drüber stehe. Aber in wirklichkeit verletzt es mich z.B.
Tja, da weiß ich eben nicht so recht wie ich da weiter komme.

Und zur Statistik:
In Großstätten ist jeder 7. - 10. immerhin schwul. Bei im Schnitt sagen wir knapp 2Mio. Einwohnern kommt da schon ganz gut was zusammen.
Wenn man dann noch bereit ist, ca. 2 Stunden zu seinem Schatz zu fahren, sollte man schon den passenden finden.
Hab mal ne ganz gute Statistik hierzu gesehen. Wenn ich sie wiederfinde poste ich mal den Link.

Gruß an euch lieben hier,
euer Rainbow
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Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

Beitragvon Elendil » 12 Dez 2009, 12:07

Hallo,

echt interessantes Thema. Denke selber auch viel darüber nach.

Auf unserer Schule sind geschätzt 70% Jungen, davon sagen wir mal sind 6% schwul (soweit ich weiß sagen die Statistiken irgendwas zwischen 5 und 10%), ob geoutet oder nicht. Ich kenne zwar keinen einzigen geouteten Schwulen auf meiner Schule, aber wir sind ja auch in Oberbayern. Das wären dann 50 Schwule auf meiner Schule, was natürlich nur ein geschätzer statistischer Wert ist.

Ich hatte noch nie eine richtige Beziehung, und richtig verliebt war ich auch noch nicht. Ich denke, es wäre ganz gut, es mal mit einer Frau zu "probieren", allerdings wär das jetzt schon komisch bei mir, da einige in meinem Umfeld schon wissen, dass ich glaube schwul zu sein. Für mich selber wärs wahrscheinlich auch komisch.

Bislang dachte ich immer, dass diese Standard-Vorstellung vom Heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen und glücklich sterben eh nur eine Illusion ist, zumal ich sehr sehr viele Beziehungen zwischen Mann und Frau kenne, in denen es gar nicht gut läuft, aber wegen der Ehe (und oft damit verbundenen Kinder / gemeinsamen Besitz etc.) einfach weitergeführt wird. Glücklich ist das dann auch nicht.

Aber wie ist das bei Schwulen? Ich glaube, dass Schwule oft sehr einsam sind. Ich glaube auch, dass es nichts für mich wäre, alle paar Wochen oder Monate eine neue Beziehung einzugehen. Wenn auch nicht ein Leben lang, aber was Festes wär schon mal schön, glaube ich.

In letzter Zeit gab es da zwei Mitschülerinnen, die mir auf bestimmte Art und Weise ihre Zuneigung mitgeteilt haben. Ich werd mal drüber nachdenken und es vielleicht einfach mal probieren. Dass die "schwule Phase" dennoch nicht vorbei ist, werd ich meiner Mutter halt nochmal erklären müssen :D

Re: Schwul & cool... Drogen, Sex und Einsamkeit.

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