Gedichte-Thread!

Lyrik, Ansichten und Debatten - für alles was Kopf und Geist entspringt.
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Ibex
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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Ibex » 29 Sep 2009, 14:01

mhm, hab vor einer Weile etwas geschrieben..
Es entstand in einer unruhigen Sommernacht. Meine Gedanken kreisten, während ich nicht einschlafen konnte. Plötzlich traf es mich und ich schrieb nieder, was mir nicht aus dem Kopf wollte.

Nimm ein Messer

Nimm ein Messer in die Hand
Und setz' es dir
Mit Fleischeslust
In deine Brust
Der Frust
scheint
Kein Verlust
für dich
und den Moment -
Er lässt dich Leben
lässt die Sinne beben
Bis in die Unendlichkeit die Hülle brennen
erlebt, was er nicht kennt
Kann seiner Sünde nicht entrennen.

Doch er lebt noch seine Tage
stellt sich manchmal nur die Frage
deren Antwort er schon kennt,
sieht er in Augen seiner Liebsten wie
ein kleiner Schimmer brennt.

Re: Gedichte-Thread!

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boy²
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Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon boy² » 01 Okt 2009, 01:49

Ich habe schon immer mit Vorliebe sehr tiefschürfende, traurige und nicht zuletzt zum Nachdenken anregende Gedichte verfasst. Viele dieser Gedichte handeln von der Unerreichbarkeit der wahren Liebe und wie sich Menschen, im Wissen, dass sie nie den oder die Richtige finden werden, in die rein sexuelle Definition von Liebe flüchten.

Eines der Gedichte von mir, das meines Erachtens die geballte Tragik des Lebens sehr schön in nur wenigen Zeilen zusammenfasst, ist das folgende. Es handelt sich um eines meiner emotionalsten Werke; ich habe beim Schreiben mehrmals geweint und war sogar kurz davor, Selbstmord zu begehen, weil mir während des Verfassens klar geworden ist, dass kein Mensch je das vollkommene Glück erfahren wird. Hie nun also mein Gedicht - es heißt

Der Teenager, der in einer depressiven Phase glaubte, poetisch begabt zu sein - von Justin A.

Auf der Liebesreise
sprach der Leibesriese:
"Reib es, Liese!"
Und sie rieb es leise.

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Re: Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon Seto » 01 Okt 2009, 10:26

boy² hat geschrieben: Auf der Liebesreise
sprach der Leibesriese:
"Reib es, Liese!"
Und sie rieb es leise.


Muss ich das Gedicht verstehen ;)? Eine kleine erläuterung dazu wäre ganz nett, für mich jedenfalls :) !

Lg
Und ich habe mich so gefreut! ,sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde.
Du hast dich gefreut - ist das nichts?

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Re: Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon monotone » 01 Okt 2009, 15:37

öhm so viel ich das verstanden habe, ist das alles nur ironisch gemeint...
aber trotzdem sehr kreativ von dir boy²

:lol:

also meine interpretation des 4 zeilers:
umarmender reim abba -> umarmung, liebe ?! klammern, zwang ?!
durchgehender jambus mit vorliegender weibl. kadenz. -> ??

ich find das gedicht drückt was trauriges und dazu noch was grausames aus.
ich seh verzweiflung eines kleinen mädchen. gezwungen von einem pädophilen seinen standhaften männlichkeit zu lieben.
das sieht man im 3. vers. mit einer aufforderung zwingt der lieschen müller es zu "reiben".
im 4. vers drück das wort "leise" die trauer in ihrem inneren aus..
ja.. trauriges gedicht.. jetzt versteh ich wieso du fast selbstmord begehen wolltest =(
.
yuke

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Re: Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon antinous » 01 Okt 2009, 19:33

Seto hat geschrieben:
boy² hat geschrieben: Auf der Liebesreise
sprach der Leibesriese:
"Reib es, Liese!"
Und sie rieb es leise.


Muss ich das Gedicht verstehen ;)? Eine kleine erläuterung dazu wäre ganz nett, für mich jedenfalls :) !

Lg

Hand-Job :lol: - was für ein anzügliches Sprüchlein^^ Erinnert von der Art her an Heinz Erhard
Wer in sich schaut, der schaut, was Sonn und Erde trägt.
Es regt sich alles zwar, doch er bleibt unbewegt.

boy²
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Re: Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon boy² » 01 Okt 2009, 19:35

monotone hat geschrieben:öhm so viel ich das verstanden habe, ist das alles nur ironisch gemeint...
aber trotzdem sehr kreativ von dir boy²

:lol:

also meine interpretation des 4 zeilers:
umarmender reim abba -> umarmung, liebe ?! klammern, zwang ?!
durchgehender jambus mit vorliegender weibl. kadenz. -> ??

ich find das gedicht drückt was trauriges und dazu noch was grausames aus.
ich seh verzweiflung eines kleinen mädchen. gezwungen von einem pädophilen seinen standhaften männlichkeit zu lieben.
das sieht man im 3. vers. mit einer aufforderung zwingt der lieschen müller es zu "reiben".
im 4. vers drück das wort "leise" die trauer in ihrem inneren aus..
ja.. trauriges gedicht.. jetzt versteh ich wieso du fast selbstmord begehen wolltest =(


Haha, großartig, diese Interpretation hat zweifelsohne einen Pulitzerpreis verdient :lol: Gerade die Auseinandersetzung mit der Reimform (umarmender Reim) hat mir ganz ausgezeichnet gefallen ^^

Jaaaa, selbstverständlich war das alles nur Ironie, ich wollte mal darauf aufmerksam machen, dass 90% der hier geposteten Gedichte so klingen, als hätte der Weltuntergang schonmal beim Schreiber höchstpersönlich an die Tür geklopft - warum müssen sich denn immer alle darüber auslassen, wie schlimm das Leben doch ist und warum kann man sein Leben ncht einfach genießen, und das eben auch in etwas fröhlicheren Gedichten zum Ausdruck bringen? Ich persönlich überscrolle Gedichte mit Titeln à la "Der Stich der Erlösung" oder "Schwarze Tage" jedenfalls immer schon unwillkürlich :lol:

[Und wen es interessiert: solche Reime nennt man Schüttelreime, weil bei ihnen die gleichen Buchstaben am Versende, aber vertauscht, also "geschüttelt", verwendet werden - ein weiteres Beispiel:

"Wer da vor sich hinbrüllt
das ist Brünnhild"

Schüttelreime sind für mich das Großartigste der Welt... Ich kann aber jeden verstehen, der meine Passion nicht teilt :lol:]

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Seto » 02 Okt 2009, 15:51

Oh ;)

bei den ganzen Gedichten davor, die ja ähnlich sind - dachte ich das es auch einer der Sorte sei und habe glatt die Ironie dahinter nicht entdeckt.

Ich entschuldige mich :P
Und ich habe mich so gefreut! ,sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde.
Du hast dich gefreut - ist das nichts?

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon viereck » 10 Nov 2009, 14:09

wo ist die zeit die eben noch zu verschwenden war?
verkrochen unterm geäst das unter unseren füßen zerbricht
vereint mit unserer einsamkeit harrt sie aus gefunden zu werden
still und leise in der ecke die wir stets zu putzen pflegten

wo sind die gedanken die eben noch einhämmerten?
verstörend kreise ziehend im kopf der beinahe platz
allein durch ihre unendlichkeit brechen sie ab ohne beendet zu werden
abrupt und schmerzvoll verloren obwohl wir schwuren festzuhalten

wo sind wir die wir eben noch tanzten im regen?
umhüllt von unserer zuneigung die aus unseren herzen spricht
kalte nasse füße die darauf warten zu meinen wurzeln zu werden
sachte flackern die laternen die euch behütet nach hause trieben

zusammen leben wir für immer
in unserer welt die der tod stets bereithielt
für uns darin verloren zu gehen

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Buddy » 28 Nov 2009, 03:08

Nunja, ich schreibe vieles, auch Gedichte...
Die meisten spiegeln das Leben meinerselbst oder das von anderen Geplagten wieder...
Hier eines, das meinem Ex gewidmet ist:

Knospe im Schnee

Alles, was ich sagte galt dieser einen Person.
Jedes Wort, jeder Gedanke, jedes Versprechen,
Doch diese Person tat, als würde sie sich rächen,
Ebenso gönnte sie mir jeden Hohn.
Doch ich hatte diese Person bei mir... 2 Wochen

Alles, was ich zeigte galt diesen einem Menschen.
Jedes Gefühl, jede Zuneigung, jede Wärme,
Doch dieser Mensch tat als mochte er mich kaum mehr gerne,
Ebenso wollte er mir kaum noch ein Stück Liebe schenken.
Doch ich hatte diesen Menschen bei mir... 6 Wochen

Alles, was ich gab galt dieser Liebe.
Jede Gabe, jedes Kompliment, jeder Kuss,
Doch diese Liebe zeigte mir, dass ich gehen muss.
Ebenso versetzte sie mir viele schmerzhafte Hiebe.
Doch ich hatte diese Liebe bei mir... 10 Wochen

11 Wochen sind vergangen...
Und Einiges wurde mir durch die vielen Gesten klar;
Trotz allem stand ich diesem Menschen noch nah,
Doch ich hatte kaum noch Mut, begann zu bangen.
Es kam diese erlösende Botschaft-
Die Person war nicht mehr bei mir... nach 11 Wochen

Und ich hatte vieles gelernt, doch vor Allem:
Der Mensch verliebt sich in die Liebe zu einer Person
Und letztendlich ist der Rest doch bloß Illusion...
80 Tage voll von Schmerz und verlorener Zeit,
Doch Neues wird kommen, bald ist es so weit.

-It´s only a heart beat away-
Ich vergleiche Äpfel mit Birnen. Dabei sehe ich immer wieder, dass beides auf Bäumen wächst.

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mario
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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon mario » 11 Feb 2010, 21:55

Hänsel und Gretel wie es wirklich war....


Es war einmal ein kleiner Hans,
der spielte gerne mit seinem Schwanz.
Im "Wald" er immer onanierte,
bis er sich dort einmal verirrte.

Die Gretel juckt derweil der Fummel sehr,
denn ihr Vibrator tuts nicht mehr.
Sie folgt der Spur am Waldesboden,
von Samen aus des Hänsels Hoden.

Am Baumstamm sieht den Hans sie sitzen
und ruft ihm zu : "Jetzt noch nicht spritzen"
Sie setzt sich auf den Rasen
und tut dem Hansi einen blasen....

Dann gingen beide durch den Wald
und kamen an ein Häuschen bald.
Sogleich erwachte die Gelüste
auf geile und gepiercte Brüste.
Und drinnen ladet zum Duett,
ein wunderschönes Wasserbett.

Derweil die Gretel Samen schluckt,
die Hexe durch das Fenster guckt
und denkt mit geilen Blicken :
"Der kleine muß mich auch mal ficken"


Doch als sie hinkam wars zu spät,
des Hänsels Stengel nicht mehr steht.
Darüber war sie sehr empört,
sodass sie ihn in einen Käfig sperrt.

"Du bleibst solange hier in dem Stall,
bis deine Nudel wieder prall ! "
Mit der Rübe, wie man sieht,
täuscht er vor ein steifes Glied.

Die Hexe spricht und tut sich bücken :
"Du tust mich jetzt von hinten ficken! "
Sie freut sich schon auf seinen Großen,
und wurd anstatt in den Kamin gestoßen.

Nach staunendem Entsetzen
die Gretl sagt : Jetzt gemma wetzen!";
Die Hexe war nicht mehr dabei,
nun frönen sie der Vögelei.

Sie machten noch so manche geile Nummer,
doch eines Tages kam der Kummer :
der Hänsel wurde impotent,
drum ist das Märchen jetzt zu End !!!

Fatboy94
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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Fatboy94 » 16 Feb 2010, 22:43

mario hat geschrieben:Hänsel und Gretel wie es wirklich war....


Es war einmal ein kleiner Hans,
der spielte gerne mit seinem Schwanz.
Im "Wald" er immer onanierte,
bis er sich dort einmal verirrte.

Die Gretel juckt derweil der Fummel sehr,
denn ihr Vibrator tuts nicht mehr.
Sie folgt der Spur am Waldesboden,
von Samen aus des Hänsels Hoden.

Am Baumstamm sieht den Hans sie sitzen
und ruft ihm zu : "Jetzt noch nicht spritzen"
Sie setzt sich auf den Rasen
und tut dem Hansi einen blasen....

Dann gingen beide durch den Wald
und kamen an ein Häuschen bald.
Sogleich erwachte die Gelüste
auf geile und gepiercte Brüste.
Und drinnen ladet zum Duett,
ein wunderschönes Wasserbett.

Derweil die Gretel Samen schluckt,
die Hexe durch das Fenster guckt
und denkt mit geilen Blicken :
"Der kleine muß mich auch mal ficken"


Doch als sie hinkam wars zu spät,
des Hänsels Stengel nicht mehr steht.
Darüber war sie sehr empört,
sodass sie ihn in einen Käfig sperrt.

"Du bleibst solange hier in dem Stall,
bis deine Nudel wieder prall ! "
Mit der Rübe, wie man sieht,
täuscht er vor ein steifes Glied.

Die Hexe spricht und tut sich bücken :
"Du tust mich jetzt von hinten ficken! "
Sie freut sich schon auf seinen Großen,
und wurd anstatt in den Kamin gestoßen.

Nach staunendem Entsetzen
die Gretl sagt : Jetzt gemma wetzen!";
Die Hexe war nicht mehr dabei,
nun frönen sie der Vögelei.

Sie machten noch so manche geile Nummer,
doch eines Tages kam der Kummer :
der Hänsel wurde impotent,
drum ist das Märchen jetzt zu End !!!


Das Gedicht kenne ich!!! :D

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon TomTalor » 20 Feb 2010, 12:24

Will auch mal kurz suchen gehen *wühl*, *blätter*, ah, hier eine Kurzgeschichte, die ich vor c.a einem Jahr schrieb (habe mich von Piontek und Borchert inspirieren lassen)

Von Himbeertee
Ein lautes dumpfes Dröhnen schlich durch die Dunkelheit. Zuerst war es nur dieses regelmäßige, monotone Brummen, dann durchbrach ein neonhelles Licht die Finsternis.
Das Licht näherte sich langsam, immer schneller und ganz plötzlich war es da. Die Tür springt mit einem rattern auf und der Krüppel stolpert hinein.

Sie sahen ihn schon als er in seinen zerrissenen Mantel einstieg. Und er setzte sich zu ihnen. Die Bahn setzt sich mit einem kräftigen Jaulen in Bewegung. In seiner Hand hielt er eine weiße Tasse. Er roch an der Tasse. Sie duftete nach lieblichem Himbeertee, meine kleine Tasse, sagte er und als er sein Ohr ganz nah an die Tasse hielt, vernahm er ein leises Pfeifen. Sie sahen ihn an: Er war barfuss. An der Stelle, wo normalerweise der Arm ist, war nur ein kleiner Stumpf, seine Kleider waren zerrissen. Was ist Ihnen denn widerfahren, fragte eine ältere Dame mit lockigen, gräulichem Haar. Ich saß gerade auf der Arbeit, da schrieen die Sirenen und dann kam er, der große Knall und danach eine grausame Explosion. Als ich aufwachte, war alles weg, alles was war, einfach weg, sagte er mit einem leichten Lächeln. Die Leute sahen interessiert auf ihn herab.
Aber sie hier, sie ist noch da. Er zeigt stolz seine Tasse in die Runde und durch sein verschmutztes Gesicht drang ein stolzes, verschmiegtes Lächeln. Man verstand ihn nicht.
Und sie haben alles verloren? Ja, es ist alles weg, von jetzt auf gleich, verschwunden.
Aber sie hier, sie ist übrig geblieben. Nächte lang konnte ich nicht schlafen, Stunden saß ich dann wach, irgendwann pustete sie ins Feuer und es wurde hell.
So früh schon wach? , fragte sie dann. Sie ging in die Küche und stellte den Kessel auf den Ofen und da war es, dieses vertraute Pfeifen. Minuten später goss sie den Himbeertee auf. Sie nahm die Tasse und brachte sie mir an den Ofen. Ihre Augen waren müde, sie hatte ja kaum geschlafen.
Dann saßen wir da, es war so normal, es war ja immer so gewesen.
Kurze Zeit herrschte Schweigen in der Runde.
Ein fein angezogener Mann war der erste, der das Schweigen brach. Und was ist mit ihrer Familie geschehen? Ach, sie meinen meine Frau und meine Eltern? Sie sind alle fort, alle fort. Stellen Sie sich das vor. Alles weg. Aber sie hier, sie ist übrig geblieben. Er roch wieder an der Tasse, es roch nach Himbeertee und als er sein Ohr ganz nah an die Tasse hielt, hörte er dieses vertraute Pfeifen. Der Zug hält an, der Stumpf steht auf und verlässt den Zug, ohne ein Wort zu sagen, da war nur dieses leichte Lächeln auf seinen Lippen.
Da umklammert er seine Tasse und geht in die Nacht hinaus. Sein zerrissener Mantel weht im Wind und schon bald war er in der Dunkelheit der Nacht verschwunden.
"Was willst du nur, Liebe, von mir? War ich nicht viel stärker alleine?"

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Re: Trauer. Tiefe, tiefe Trauer.

Beitragvon Feeluck » 22 Feb 2010, 15:51

boy² hat geschrieben:
[Und wen es interessiert: solche Reime nennt man Schüttelreime, weil bei ihnen die gleichen Buchstaben am Versende, aber vertauscht, also "geschüttelt", verwendet werden - ein weiteres Beispiel:

"Wer da vor sich hinbrüllt
das ist Brünnhild"

Schüttelreime sind für mich das Großartigste der Welt... Ich kann aber jeden verstehen, der meine Passion nicht teilt :lol:]


ohja,.. wenn man das so pureé massieren lässt, ist es ja ganz lustig :P :)

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Moonlight » 22 Feb 2010, 15:58

Ich liebe Hexameter^^ die sind einfach genial!

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Re: Gedichte-Thread!

Beitragvon Feeluck » 22 Feb 2010, 16:03

ich mag diesen thread :)
schade nur das er nicht so groß ist wie die anderen..
nunja^^
hier mal eins von mir.. (eins von den wenigen von mir)



Nur ein Traum

Du wars bei mir, diese Nacht,
drangst dich auf mit aller Macht.
Warst wieder da, in nächtlichen Stunden
hab mich qualvoll in Federn gewunden

- Unser Kontakt ist unser Verhängnis
Mein Geist - gefangen - in deinem Gefängnis
Flammend-heiß dein Gitter, deine Stäbe
Meine Hand - eiskalt - greifen sie, als ob sie's nicht gäbe.

Gefangen im Käfig, ich ganz allein
die Luft so zäh, man könnt' sie schneiden
Im Käfig sterb ich, kann ich nicht sein
Bin ich in ihm bin ich am leiden...

Tränen auf meiner blassen Haut,
die frage wann sich das Gewissen "traut"
zu sagen die Wahrheit über mich;
über mein wahres Angesicht.

Das alles kostet so viel Kraft,
entzieht mir meinen Lebenssaft;D
Die Qual die ich deswegen leide
kenn' nicht nur ich, sondern wir beide

Um keinen Preis will ich deine Tränen vergießen,
doch kann ich nicht einfach abschließen..
Die Gedanken sind es, die mir schmerzen
was macht es so schwer zu folgen dem Herzen?!

Lieg' nicht im Bett - nein - mitten im Raum
auf dem Boden, kalt von der Nacht
- was hast du bloß aus mir gemacht?!
Wieder war nichts echt,
... nur ein Traum

Re: Gedichte-Thread!

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