Ein kleiner Spruch

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Ein kleiner Spruch

Beitragvon Joshkisum » 22 Feb 2013, 22:44

Hallo
Ich habe im Internet einen kleinen Spruch gefunden und finde ihn eigentlich ganz gut.
Was haltet Ihr von ihm? :-?
:- Erfahrungen und Erlebnisse sind die Einheit der Zeit.
:rat:

Ein kleiner Spruch

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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Fabi123123 » 23 Feb 2013, 11:54

Ich musste ihn mir echt noch 3 mal durchlesen um ihn zu kapieren :D ich finde den spruch schoen und wahr. ich befinde mich auch grrad in sober phase auf die der spruch iwie passt. Ich find dn toll :D
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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Joshkisum » 15 Apr 2013, 23:04

o o ich habe noch einen ^^ Tja mal schauen, ob der mehr Wellen schlägt:

- Liebe ist das Alltägliche immer neu zu erleben. !
Ich bin gespannt... =>

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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Schulbuch » 16 Apr 2013, 14:49

Erfahrungen und Erlebnisse sind die Einheit der Zeit.

Ich würde eher sagen, dass es keine "Einheit" der Zeit gibt. Erfahrungen und Erlebnisse sind vielleicht die Einheiten des Lebens, aber nicht der Zeit. Aus Erinnerungen konstruieren wir eine Vorstellung von Vergangenheit, die es so nie gegeben hat. Aus der Fantasie konstruieren wir eine Vorstellung von Zukunft, die es so nie geben wird. Und selbst die Idee von Erlebnissen als Einheiten der Zeit gefällt mir nicht sonderlich, denn wann sind wir "fertig" mit dem Erleben und wann fängt ein neues Erlebnis an? Das ist schlichtweg willkürlich von uns eingeordnet. Ergo wäre die Zeit völlig beliebig, wenn man Erlebnisse als ihre Einheit ansieht, vor allem jedoch: nicht einmal konstant - außer natürlich man geht davon aus, dass es nur eine große Erfahrung gibt und nur ein großes Erleben. Dann aber gäbe es natürlich keinen Ablauf der Zeit, sondern nur die Unterscheidung zwischen Zeit und Nicht-Zeit.
Wissenschaftlich gesehen ist beides Unsinn und selbst hier gibt es keine einheitliche Zeit, sondern eine variable Zeit, je nach Umgebungsbedingungen.

Liebe ist das Alltägliche immer neu zu erleben.

Liebe also als die Fähigkeit vom Alltäglichen nicht gelangweilt zu sein? Dann wird sie überflüssig, sobald man das Offensichtliche erkennt: Es gibt nichts Alltägliches. Das ist vielleicht die große Schlussfolgerung aus Liebe. Und damit wird der Spruch wieder interessant: "Liebe ist [...] immer neu zu erleben". Da das zweifellos jeder könnte, tragen wir also alle unendliche Liebe in uns.
Mir gefällt dieser Schluss. :lol:



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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Joshkisum » 18 Apr 2013, 21:48

gut gut ein Kritiker, das mag ich XD
Was dein Kommentar zum ersten Spruch angeht, gebe ich dir recht, der scheint noch nicht ganz ausformuliert gewesen zu sein. man müsste das Wort Zeit vielleicht durch etwas ersetzen wie Lebenszeit oder eben Leben. Was deine Vorstellung von Vergangenheit angeht, denke ich da bist du zu relativ: durchaus lässt sich doch eine Erinnerung, die so war wie wir sie wahrgenommen haben.
Auch gehe ich davon aus, dass man Erlebnisse klar von einander abgrenzen kann und zwar wenn sich ein Hauptfakter eines Elebnisses ändert, wie z.B. der Ort, Die Handlung oder die Leute, mit denen man das erlebt.

Zum zweiten Spruch scheint mir nur eins aufzufallen wir haben unerschiedliche Definitionen von Alltäglich XD,
Aber ich möchte dich zufrieden stellen und mal schauen, ob ich einen Spruch finde, der dir gefällt ^^
Ok ich glaube hier wirst du eine Unzufriedenheit finden , ich versuche es aber trotzdem =]
-->- Das Schlechte ist gut, denn ohne das Schlechte wäre das Gute nicht gut, sondern normal.

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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon blowfish » 18 Apr 2013, 23:49

Schulbuch hat geschrieben:Ich würde eher sagen, dass es keine "Einheit" der Zeit gibt.

Geliebtes Schulbuch, ich bin bisher mit Sekunden, Minuten, Stunden, usw. sehr gut gefahren...
Bin ich schwul? 83% der Menschen, die diese Frage stellen, sind schwul. Hast du dich vorher extra in einem schwulen Forum angemeldet, beträgt die Wahrscheinlichkeit sogar 97%.

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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Schulbuch » 19 Apr 2013, 02:33

Ich würde eher sagen, dass es keine "Einheit" der Zeit gibt.

Geliebtes Schulbuch, ich bin bisher mit Sekunden, Minuten, Stunden, usw. sehr gut gefahren...

Du bist ein Schelm! Du weißt ganz genau, dass ich "Einheit" absichtlich in Anführungszeichen gesetzt habe, weil ich damit gerade nicht auf die physikalische Einheit der Sekunde hinaus will, sondern auf die nicht vorhandene Konstanz der zeitlichen Wahrnehmung.
Wenn du von Sekunden redest, sprichst du von:
Seit 1967 ist die Sekunde als das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung festgelegt [...]
- Wikipedia

Und ehrlich gesagt haben wir also von der exakten Zeit ohne Hilfsmittel keine Ahnung. Praktisch gesehen braucht man diese exakte Zeit im normalen Alltag nie und dass diese Definition erst seit 1967 gilt zeigt mir, dass eine Sekunde wohl nicht immer eine Sekunde war... So viel zur Einheit der Zeit, vielleicht mag uns dazu noch ein wissenschaftlich bewanderter Mensch weiterhelfen. Vielleicht kann dieser ja etwas mit Einstein zitieren, ich kenne von ihm zu wenig...

Deine Beiträge, lieber Blowfish, sind immer Anzeichen zweierlei Dinge: 1. Du hast Gefallen an einem Thema gefunden. 2. Dir liegt ein hinterlistiger, treffender Einzeiler auf der Zunge. Beide Dinge nehme ich mit Wohlwollen zur Kenntnis, hihi.
Nebenbei bemerkt sind diese einzeiligen Beiträge von dir in unverschämt hohem Maße diplomatisch und gleichzeitig entwaffnend. Genau so muss ein guter Admin/Moderator schreiben können!

[...]: durchaus lässt sich doch eine Erinnerung, die so war wie wir sie wahrgenommen haben.

Das fehlende Verb am Ende wäre noch hilfreich für eine Antwort...

Das Schlechte ist gut, denn ohne das Schlechte wäre das Gute nicht gut, sondern normal.

Auch dieser Spruch verfängt sich in sich selbst. Wenn das Schlechte gut wäre, dann gäbe es ja schon wieder nur Gutes. Das Schlechte muss jedoch schlecht bleiben, damit das Gute existieren kann. Wenn ein Mörder jemanden umbringt ist das nicht gut. Das erste Drittel müsste so umgeschrieben werden: "Das Schlechte ist notwendig, denn [...]". Aber eigentlich gefällt mir auch das nicht², denn der Kern liegt anderswo: Am Anfang steht nämlich die Entscheidung zu einer Handlung. Erst danach kann sie als gut oder schlecht bewertet werden. Damit das Gute als solches gewertet werden kann ist nicht nur das Schlechte nötig, es ist an erster Stelle Entscheidungsfreiheit nötig. Ohne sie existiert weder Gut noch Böse, sondern nur eine determinierte Handlung an sich. Das würde jede Wertung überflüssig machen, denn dann handelt man nicht mehr gut oder böse, sondern nur noch ~ natürlich.
Man kennt ja die alte Geschichte vom Paradies und dem freiwilligen Handeln zum Bösen hin. Hätte Gott in der Erzählung den Menschen keine Entscheidungsfreiheit gegeben, wäre jede Bestrafung lächerlich geworden, weil sie ja schlussendlich durch Gottes Plan so gehandelt hätten und nicht durch ihren eigenen Willen.
Das Gute mag vielleicht das Böse brauchen, doch das Gute und das Böse brauchen beide zwingend ~ Freiheit. Das ist mir der ungleich tiefere Spruch.

Sind bisher alle deine Sprüche aus dem Internet? Ich bin immer gerne für die Weiterentwicklung von Gedanken zu haben, egal von wem sie kommen. Ein guter Kritiker baut dort weiter, wo der andere endet. Kritik ohne neue Anregung ist verschwendete Zeit. Aus der brauchbaren Grundmasse etwas neues zu formen macht auch deutlich mehr Spaß, hihi.


²(der Umkehrschluss wäre: "Das Gute ist notwendig, denn sonst wäre das Schlechte nicht schlecht, sondern normal.")


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Re: Ein kleiner Spruch

Beitragvon Joshkisum » 19 Apr 2013, 15:19

XD ähm ja das Wörter in meinen Sätzen fehlen passiert des öfteren ^^

Was dein Kommentar zu dem letzten Spruch angeht hsat in gewissen Maße recht."das Gute und das Böse brauchen beide zwingend ~ Freiheit", doch glaube ich, dass der Auto auf etwas anderen hinaus wollte. Fast alles braucht eine Voraussetzung für seine Existen. Das Gute und Böse braucht die Freiheit, die Freiheit braucht eine Entscheidung, eine Enscheidung braucht die Alternativen usw.

Ich glaube es ging eher darum die paradoxe und wichtige Wechselbeziehung zwischen Gut und Böse darzustellen, welche einem im Alltag ( o Ja ich glaube an den Alltag XD) einem nicht so bewusst ist. Man beschwert sich andauernt etwas z.B.: über nur 800 Euro im Monat, doch was wenn man nur noch 600 hätte. Dann wären die 800 wieder gewünscht... hmm verzwickt
Wird also ohne das Schlecht ein Teil des Guten zum Schlechten ?!

Und weil es mir so viel Spaß macht suche ich nach noch einen kontroversen Spruch =}

Re: Ein kleiner Spruch

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