Drogen legalisieren?

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Akil
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon Akil » 14 Aug 2015, 13:54

Yahool3r hat geschrieben:Das hat die Prohibition in den USA gezeigt.

Das ist genau die gleiche Situation, die wir mit Cannabis und anderen Drogen haben. Ich glaube der Grund, warum Alkohol und Zigaretten nicht verboten sind ist nicht, dass die Verbote dann nicht wirken, sondern deren gesellschaftliche Akzeptanz. Wenige nehmen Alkohol bewusst als Droge war. "auf der Party gab es Alkohol und Drogen." o.ä. hört man ziemlich oft. Wir haben eine Kultur um diese Droge aufgebaut. Wenn du sagst, "ich habe Crystal meth genommen" sehen dich Leute seltsam an. Die gleichen Leute die dich schief angucken wenn du sagst "Ich trinke keinen Alkohol".
Was war jetzt noch mal die Schnellspeichertaste?
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Re: Drogen legalisieren?

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon linkcable » 07 Sep 2015, 18:56

TechBoy96 hat geschrieben:Legalisierung muss sein!
Der "War on Drugs" ist vollkommener Schwachsinn, da er Kriminelle bereichert und unschuldigen armen Menschen das Leben kostet.
Die Leute, die dagegen sind, haben sich nie über so etwas informiert.



Sehr gut zusammengefasst. Jemand der Drogen nehmen will bekommt sie auch. Verbot fördert kriminelle Strukturen und Suchthilfe wird viel komplizierter und eh schon gefährliche Stoffe werden durch Streckmittel noch viel gefährlicher. Eine kontrollierte Abgabe ist auf jeden Fall besser als ein generelles Verbot. Dem Dealer ists auch egal ob er seinen Stoff an Jugendliche oder Kinder verkauft. Ganz anders sähe es aus wenn die Abgabe staatlich kontrolliert würde.

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon gutgelaunt » 12 Sep 2015, 16:36

In Bayern haben sie jetzt ein Volksbegehren mit 25.000 Unterschriften zur Legalisierung von Haschisch bei Innenministerium eingereicht. Der Wunsch nach anderen illegalen Drogen scheint auch in der Bevölkerung vorhanden zu sein...

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 266d7.html
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon Crystal » 14 Sep 2015, 17:41

Also ich bin schon für das legalisieren von Cannabis. Schließlich ändert eine Kriminalisierung von Gras nichts daran, dass diese schon längst in der Gesellschaft angekommen ist. Außerdem weiß man nie so genau, was man auf dem Schwarzmarkt genau bekommt, ob es gestreckt ist und womit es gestreckt ist. Daher wäre es für die Gesundheit der User am besten, wenn staatlich kontrolliertes Cannabis verkauft werden würde.
Außerdem sind Alkohol und Zigaretten auch legal zu bekommen obwohl diese Drogen viel sucht erregender und schädlicher sind als Cannabis.
Und vom vom Standpunkt des Jugendschutzes her gesehen wäre ein freier Verkauf an über 18 wohl auch sinnvoll, da es zumindestens bei mir in der Stadt wesentlich einfacher ist Gras zu bekommen als Schnaps.

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon benni-cba » 20 Sep 2015, 16:13

michael90 hat geschrieben:Jedem, der sich für die Legalisierung von Drogen ausspricht und meint, der Konsum könne freiverantwortlich erfolgen, dem sei wärmstens eine Reportage über Abstürze von Crystal-Meth-Opfern ans Herz gelegt.
Diese Droge hat den Markt revolutioniert, verwandelt Menschen in Wracks. Wer sich anmaßt zu behaupten, der Konsum könne freiverantwortlich erfolgen, der unterschätzt die Wirkung solcher Drogen gewaltig. Glauben zu wollen, dass die Auswirkungen nicht die Gesellschaft belasten würden, ist pures Wunschdenken. Diese Menschen können sich nicht um sich selbst kümmern, geschweige denn um die eigenen Kinder, sie werden arbeitsunfähig, belasten das Sozialsystem, für die Angehörigen von Drogenabhängigen ist diese Situation extrem belastend (eigene Erfahrung), Verbote und Strafen rund um Betäubungsmittel gibt es aus gutem Grund.

Drogen zu verharmlosen, kann ich nicht nachvollziehen.


Grundsatzfrage: Was ist das Problem? Die Droge, oder die Sucht an sich? Die Affinität zu Suchten wird bereits in der Kindheit durch viele Faktoren geprägt - dies haben Studien bewiesen. Generell gilt: wer ein scheiß Leben hat und unzufrieden ist, hat deutlich höhere Chancen an einer Sucht zu leiden als jemand der eine behütete/schöne Kindheit und ein schönes Leben hat. Dabei ist es relativ irrelevant um welche Sucht genau es sich dreht: Kaufsucht / Spielsucht / Alkoholismus / Kokain-Sucht / Meth-Sucht / andere Drogen etc.... Abstürzen kann man durch jede Form der Sucht.
Es ist natürlich ziemlich leicht die Schuld auf eine Substanz zu schieben - aber wie wäre es, würde man die Schuld in der Gesellschaft suchen und versuchen die eigentlichen Gründe der Drogensucht auszulöschen?

Yahool3r hat geschrieben:
Akil hat geschrieben:Ja, alles, ich denke es ist einfach bullshit, dass der Staat das Recht hat mir zu verbieten, was ich in meinen Körper zu tun habe und was nicht. [..]

Das ist eine liberale Gedankenart, die ich sehr befremdlich finde. Klar sollte der Staat so wenig Einfluss auf einen nehmen, wie möglich. Aber er muss auch sicher gehen, dass man keine Anderen schadet und sich selbst auch nicht. Der Staat hat eine gewissen Fürsorgepflicht für seine Bevölkerung.
[...] Du kannst dich mit Drogen zugrunde richten und dabei auch noch gleich viele Leute mit in den Abgrund reißen.


Wieso muss der Staat MICH vor MEINEN Entscheidungen schützen? Ein Bergsteiger geht ja z.B. auch ganz bewusst gewisse Risiken ein - sollte der Staat dies auch verbieten?


Akil hat geschrieben:Ich habe gerade mit einem Freund nochmal darüber diskutiert und er hatte einen interessanten Vorschlag:

einen Drogenschein, ähnlich wie ein Waffenschein oder ein Führerschein.
Quasi eine Pflicht sich zuvor über die Gefahren der Droge bewusst zu machen und den verantwortlichen Umgang damit zu lernen, sodass man niemand anderen durch seinen Rauschzustand gefährdet.
Irgendwie mag ich den Gedanken :)


Generell kann muss ich dir hier zustimmen. Eine komplette Legalisierung irgendwelcher Drogen würde ich nicht befürworten. Der Grund dafür ist ganz einfach: es gibt zwar viele die damit kein Problem hätten Drogen und ihr Leben zu kombinieren - aber letztendlich gibt es auch viele Leute die sich nicht informieren, keine Ahnung von den Wirkungen haben und halt "einschmeißen was da ist". Für letztere wäre ein komplett freier Zugang zu sämtlichen Drogen wohl nicht gut.

Aber warum sollte man deshalb diejenigen kriminalisieren, die selbstbestimmt über sich und ihr Leben entscheiden wollen? Wenn ich als erwachsener und mündiger Bürger der Meinung bin z.B. einmal eine Nacht lang ohne Müdigkeit durchfeiern zu wollen und mir dies mit Hilfe gewisser Substanzen ermöglichen will - wo ist denn das Problem dabei und wieso mache ich mich damit strafbar?
Und viel wichtiger: wieso nötigt mich der Staat dazu das bei einem dubiosen Dealer zu kaufen, wegen der Illegalität viel zu teuer und ohne irgendwelche Möglichkeiten sich der Reinheit der Droge im klaren zu sein? Die Droge an sich ist nicht das was mir Angst macht, dass es keine sicheren Beschaffungswege gibt ist für mich viel bedenklicher.

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon Vielreder » 23 Sep 2015, 16:45

Das Thema ist merkwürdig. Ich sage grundsätzlich nein. Eine Legalisierung von Cannabis fände ich nicht weiter schlimm, aber eine Legalisierung von Drogen im allgemeinen würde ich niemals gutheißen.
Ich weiß sehr gut, dass ich das Thema zu eng sehe und da viel zu persönlich werden kann und Leute nicht danach beurteilen sollte. Ich kann aber auch selbst entscheiden mit was für Leuten ich was zu tun habe. Wenn es Leute sind denen ich näher stehe werde ich nun mal auch beleidigend, aber ich meine es ja letztlich gut, ich lasse mir nicht vorwerfen zu radikal zu sein, denn Fremde Leute lasse ich ja damit in Ruhe, dass ist eine persönliche Sache.
Gut, weiter im Text. Aber ich sehe dennoch bei genug Leuten (gerade in meinem Alter), dass sie kein Stück verantwortungsvoll damit umgehen. Rauchen ohne Ende, Saufen ohne Ende, Kiffen ohne Ende... Irgendwo muss der Staat Leute schützen die keine Ahnung haben. Deswegen befürworte ich grundsätzlich schon mal, dass es Altersbeschränkungen für solche Drogen gibt. Verbunden werden sollte das dann natürlich mit viel Aufklärung, direkt in der Schule. Dann sollten 18-Jährige selbst in der Lage sein über Tabak, Cannabis und Alkohol zu entscheiden. Dass ich die Leute dennoch oft etwas abwerte mag intolerant erscheinen, ist aber meine Sache. Im Übrigen bin ich nicht gegen Alkohol, aber gegen maßlosen Alkoholkonsum. Von Rauchen und Kiffen halte ich prinzipiell gar nix. (Hatte noch nie so etwas auch nur in der Hand)

Das sind aber alles Drogen, die ja durchaus beherrschbar sind, bis zu einem gewissen Punkt. Wenn Drogen härter und gefährlicher sind, beliebte Beispiele Crystal Meth und Heroin, dann sehe ich es als richtig an, dass der Staat den Verkauf und Konsum verbietet. Abgesehen davon, dass manche Drogen Menschen so sehr die Zurechnungsfähigkeit nehmen, dass sie damit auch anderen Menschen schaden, liegt es eben außerhalb der Sicht vieler Menschen, was für Risiken das sind. Und Drogen zu erlauben die direkt süchtig machen und sogar direkt töten können, schwere Schäden anrichten, da sehe ich es als richtig an das den Menschen vorzuenthalten. Ja, der Staat schützt die Menschen vor Verbrechen, vor Selbstmord usw... Da sehe ich es auch als genauso sinnvoll ein, Menschen vor Drogen zu schützen. Viele Menschen werden durch solche Verbote geschützt denke ich...
Ich weiß, dass meine Argumente sehr schwach sind, aber ich meine, dass man so Sicherheit und Gesundheit der Menschen schützt und es für das Gemeinwohl am besten ist.
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon DerNerd » 24 Sep 2015, 17:02

Crystal hat geschrieben:Außerdem weiß man nie so genau, was man auf dem Schwarzmarkt genau bekommt, ob es gestreckt ist und womit es gestreckt ist. Daher wäre es für die Gesundheit der User am besten, wenn staatlich kontrolliertes Cannabis verkauft werden würde.

Das klingt für mich wie die Forderung nach der Kapitulation des Rechtsstaats. Nur weil sich Verbote nicht zufriedenstellend durchsetzen lassen, heißt das nicht, dass man sie fallen lassen soll. Umgekehrt würde das heißen: Alles, was der Staat nicht bestrafen kann, soll erlaubt sein. Absurd!

Rechtssicherheit, das heißt alle Gesetze gelten zuverlässig - Ansprüche sowie Strafanordnungen - ist ein wichtiger Grundsatz in unserer Kultur. Man muss kein verbohrter Rechtspositivist sein, um das einzusehen. Nicht nur der Glaube an Recht und Ordnung stärkt unsere Bürgergesellschaft; es ist auch ein menschliches Grundbedürfnis, wenn anderen genauso Strafen bei Verstößen widerfahren, so wie man es für sich ständig befürchten muss.

Daneben klingt es für micht nicht plausibel, dass Drogen irgendeiner Art zu einem Mehr an Glück führen würden. Vielleicht haben manche davon die Macht, die Extase, das hedonistische Moment auf den Höhepunkt zu treiben. Die Zeiträume dazwischen würden allerdings verblassen und an Qualität verlieren.
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon owly » 30 Sep 2015, 21:50

Ich finde es ist schon sehr grenzwertig Drogen in Kategorien wie "harmlos" oder "hart" zu unterteilen. Es handelt sich in jedem Falle um Substanzen die die eigene Wahnehmung beeinträchtigen. Dazu kommt halt, wie auch schon hier angesprochen, dass jeder anders darauf reagiert was auf ganz viele Faktoren zurückzuführen ist. Die Kindheit, die körperliche und seelische Verfassung und ähnliches. Meiner Meinung nach ist es einfach zu gefährlich das öffentlich jedem zugängig zu machen. Und das Argument, dass so verhindert werden kann, dass jemand sich gestrecktes Zeug pafft.. Nun ja ehrlich gesagt bin ich da nicht gerade einsichtig oder mitfühlend. Wer sich in bestimmten Kreisen bewegt oder sich seine Spaßmacher aus dubiosen Quellen besorgt ist halt für sich selbst verantwortlich.
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon linkcable » 02 Okt 2015, 00:19

owly hat geschrieben:Ich finde es ist schon sehr grenzwertig Drogen in Kategorien wie "harmlos" oder "hart" zu unterteilen.


Naja, das kann man schon und es ist nicht grenzwertig Drogen danach einzuteilen...

Kaffee ist eine "harmlose" Droge. Geringe Veränderung des Bewusstseins, geringe Sucht. Genauso wie Schokolade.
Alkohol ist eine recht harte Droge, zumindest deutlich härter als beispielsweise Cannabis. Sowohl was die Sucht an sich als auch die körperlichen Schäden angeht. Sieht man ja auch an den Toten durch Alkohol. Die gehen jährlich in die mehrere 10.000 Menschen in D. Cannabis 0. Was nicht heißt, dass Cannabis harmlos ist, jedoch harmloser als Alkohol.

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon owly » 03 Okt 2015, 11:44

linkcable hat geschrieben:
owly hat geschrieben:Ich finde es ist schon sehr grenzwertig Drogen in Kategorien wie "harmlos" oder "hart" zu unterteilen.


Naja, das kann man schon und es ist nicht grenzwertig Drogen danach einzuteilen...

Kaffee ist eine "harmlose" Droge. Geringe Veränderung des Bewusstseins, geringe Sucht. Genauso wie Schokolade.
Alkohol ist eine recht harte Droge, zumindest deutlich härter als beispielsweise Cannabis. Sowohl was die Sucht an sich als auch die körperlichen Schäden angeht. Sieht man ja auch an den Toten durch Alkohol. Die gehen jährlich in die mehrere 10.000 Menschen in D. Cannabis 0. Was nicht heißt, dass Cannabis harmlos ist, jedoch harmloser als Alkohol.


Mir ist schon bewusst, das "man das kann". Ich finde es aber schwachsinnig. Genauso schwachsinnig wie Kaffee oder Schokolade als Droge zu betrachten. Denn Tee fällt dann auch in die Kategorie Genussmitel. Und ich glaube echt nicht, dass es ein Treffen der anonymen Teesüchtigen gibt.. Man könnte jetzt natürlich argumentieren, dass ich dies so sehe, weil diese Mittel legal zu erwerben sind. Das der Staat dafür sorgt, dass man das ein oder andere nicht mehr als Droge ansieht. Dagegen spricht, dass ich Alkohol und Zigaretten sehrwohl als Drogen ansehen. Und eben da findet meiner Meinung nach eine Verharmlosung statt. Dein Beispiel mit den jährlichen Todesopfern veranschaulicht das sehr schön. Nur weil niemand offentsichtlich an Cannabis stirbt bedeutet das lange noch nicht, dass diese Droge harmlos ist. Ich habe schon genug Kiffer in meinem Bekanntenkreis dabei beobachtet, wie sie geistig massiv abgebaut haben. Deshalb halte ich nichts davon, so eine Droge als harmlos zu bezeichnen.
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon fusselchen » 03 Okt 2015, 12:00

"Drogen legalisieren?" ist natürlich eine Headline bzw. Frage, die sehr unkonkret ist. Auf die selbe Art könnte man fragen: Menschen ins Gefängnis? Natürlich nicht! Drogen legalisieren? Natürlich nicht! Drogen verbieten? Natürlich nicht!
Weiterhin sollten meiner Meinung nach Zigaretten und Alkohol mit Altesbeschränkungen frei erhältlich bleiben. Auch bin ich der Meinung, das Cannabisprodukte (jaja, mit Altersbeschränkungen natürlich) legalisiert werden sollten. Und dies nicht mit der Begründung, das Alk oder Nikotin ja auch nicht verboten sind, sondern weil
1. das jahrzentelang bestehende Verbot der Herstellung, des Handels und des Konsums ja nun einmal nichts gebracht hat
2. die Gefahren des Konsums zumindest bei erwachsenen Menschen angeblich überschaubar sind
3. und mein persönlich wichtigster Punkt: Unsere Polizei mit der Angelegenheit zeitlich überfordert ist und von dringenderen Tätigkeiten abgehalten wird. Aufgrund der Rechtslage müssen die nämlich ermitteln, ob sie nun wollen oder nicht. Das frisst einfach Zeit ohne Ende...
Die Rechtsprechung zu anderen, teils mir glücklicherweise unbekannten Drogen kann meinetwegen so bleiben wie sie ist.

Mal am Rande: Im Radio wurden kürzlich Passanten befragt, was Alkohol ihnen bedeutet bzw. wie sie dazu stehen. Eine Frau antwortete: "Für mich ist Alkohol wie ein Genussmittel." :lol: Ohne das kurze Wörtchen "wie" wäre das ja eine wahre aber auch völlig belanglose Aussage gewesen, mit dem "wie" allerdings könnte man einfach glauben, die Dame ist doof.

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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon linkcable » 03 Okt 2015, 12:31

fusselchen hat geschrieben:1. das jahrzentelang bestehende Verbot der Herstellung, des Handels und des Konsums ja nun einmal nichts gebracht hat
2. die Gefahren des Konsums zumindest bei erwachsenen Menschen angeblich überschaubar sind
3. und mein persönlich wichtigster Punkt: Unsere Polizei mit der Angelegenheit zeitlich überfordert ist und von dringenderen Tätigkeiten abgehalten wird. Aufgrund der Rechtslage müssen die nämlich ermitteln, ob sie nun wollen oder nicht. Das frisst einfach Zeit ohne Ende...
Die Rechtsprechung zu anderen, teils mir glücklicherweise unbekannten Drogen kann meinetwegen so bleiben wie sie ist.


Seh ich auch so. Jeder der es machen will bekommt es auf der Strasse hinterhergeworfen. An jeder ecke kann man Gras kaufen, jedoch in zweifelhafter Qualität und da fängt das Problem an wo es wirklich gefährlich werden kann. Mal eben ein bisschen Blei beigemischt, damit das Gewicht stimm oder sonst was.
Ganz davon abgesehen, dass man einem riesigen kriminellen Zweig mit einem Schlag einen Großteil seiner Einnahmen beraubt durch die Legalisierung.
Und Dealern ist es egal ob jemand 20, 16, 14 oder 12 ist. Die verkaufens an jeden der es haben will...

Ich denke auch, dass die Hemmschwelle einmal härtere Sachen auszuprobieren sinkt, wenn man sich sein relativ "harmloses" gras beim Dealer besorgen muss.

michael90
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon michael90 » 17 Mär 2016, 17:13

Vier Seiten, die es zu lesen lohnt:
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 11579.html
The meaning of life is to give life a meaning!

fusselchen
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon fusselchen » 18 Mär 2016, 23:56

Ja, habe ich gelesen. Und nun?
schlimm für alle Beteiligten und trotzdem bin ich für eine Legalisierung von Cannabis. Trotz derzeitigen Verbot geschehen so traurige Dinge und nach einer Legalisierung würde das sicher auch noch der Fall sein.

TechBoy96
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Re: Drogen legalisieren?

Beitragvon TechBoy96 » 25 Mär 2016, 14:34

Es gibt interessante Neuigkeiten zum sog. "War on Drugs".
Unter Anderem sollte dieser ursprünglich als Waffe gegen Hippies und Schwarze dienen:

http://www.vice.com/de/read/ehemaliger-nixon-berater-gab-zu-war-on-drugs-sollte-waffe-gegen-schwarze-und-hippies-sein-524
https://www.youtube.com/watch?v=dbtYCq9kymA

Re: Drogen legalisieren?

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