Wieso gibt es "den Einen"

Für alle Lebensfragen und Probleme - hier bekommst Du Rat und Hilfe.
Benutzeravatar
Rainbowsix
member-boy
member-boy
Beiträge: 152
Registriert: 10 Apr 2009, 01:26

Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon Rainbowsix » 03 Apr 2013, 21:43

Hey, ich hab vor einiger Zeit nen ganz netten Jungen kennen gelernt im Internet. Eig. wollt ich den Kontakt im Sande verlaufen lassen, aber irgendwie haben wir dann doch ziemlich nett geschrieben und uns auch getroffen. Hat mir auch echt spaß gemacht und ich fand ihn auch ganz süß iwie. Naja... Irgendwann hat bei mir dann eher aus ner Notlage heraus bei mir übernachtet und er will jetzt mehr. Aber ich fühle einfach rein gar nichts. Obwohl er vom Verstand her perfekt passt. Er ist super lieb, sexy, lustig und all das, was man sich wünscht. Aber wenn man nichts fühlt?

Weiß da echt nicht, was ich tun soll, aber werd ihn da wohl die Wahrheit sagen müssen, dass ich leider nichts fühle. Alles andere wäre ja nur gemein. Oder soll ich ihn hinhalten und hoffen, dass da noch Gefühle bei mir kommen?

Aber was ich mich jetzt die ganze Zeit Frage:
Wie kommt es, dass man sich für einen Menschen entscheidet und genau in den verliebt? Und der andere dann auch so fühlt? Man kennt doch unmengen an Leuten. Wieso gibt es da "den Einen" woher kommt das?

Also vielleicht konkreter die Frage, an die von euch, die schon einen Freund hatten / haben:
Wieso habt ihr euch für euren Freund entschieden? Warum nicht für irgend jemand anderen?

Und wenn ihr in jemand unglaublich verliebt seit/wart, habt ihr das gezeigt und versucht täglich zu schreiben und gesagt, dass ihr den anderen süß findet usw.? Oder habt ihr eher versucht euch "entspannt" und "kühl" zu geben?

Freu mich auf eure Antworten =)
Es gibt nur einen Erfolg: auf deine eigene Weise leben zu können.
(Christopher Morley)

Wieso gibt es "den Einen"

Werbung
 

schaetzchen
Greenhorn
Greenhorn
Beiträge: 81
Registriert: 11 Feb 2013, 13:15

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon schaetzchen » 03 Apr 2013, 22:47

Also erst mal zu deiner Notlage. Auf jeden Fall würd ich es ihm sagen, wenn ich keine Gefühle für ihn hab. Wenn du jetzt keine Gefühle hast, dann ist es bestimmt nicht „der Eine“. Vernunft macht nicht zwingend verliebt. Liebe kann man nicht erzwingen. Wenn du nur drauf aus bist, dass die anderen von deinem Freund beeindruckt sind, dann behalt ihn. Wenn er aber mehr als ein Statussymbol für dich sein soll, dann sag ihm die Wahrheit. Das wird er bestimmt verstehen.
Und jaja, das ist schon ein ganz interessantes Thema. Wie findet man den Traummann/die Traumfrau?
Also fest steht, dass so ziemlich jeder im Unterbewusstsein schon ein konkretes Bild von seinem Traumtyp hat. Rein psychologisch gesehen verlieben wir uns in die Menschen, die uns am meisten ähneln. Man kann sagen, dass sich Gegensätze abstoßen und nicht wie irrtümlich angenommen, anziehen. Die Liebe ist ein Prozess, welcher erst eine ganze Weile nach der anfänglichen Verliebtheitsphase beginnt, sich zu entwickeln. So erkennt man mit der Zeit erst bei intensiveren Gesprächen und gemeinsamen Unternehmungen den Charakter des anderen, welcher wiederum erkennen lässt, ob eine gemeinsame Zukunft wahrscheinlich wäre. Dabei ist es wichtig, dass wir auf einer "Wellenlänge" mit unserem Gegenüber liegen, damit sich überhaupt Gefühle der Liebe einstellen können. Wenig erstaunlich ist folglich die Tatsache, dass wir uns nicht in das Aussehen und die Äußerlichkeiten, sondern in die charakterlichen Eigenschaften des jeweiligen Partners verlieben. Wenn wir unsere ganz eigenen Wertvorstellungen im anderen wiedererkennen, dann wirkt dies auf uns äußerst anziehen. So, als würden wir uns in uns selbst verlieben. Ohne entscheidende Übereinstimmungen im Charakter kann sich eine beiderseitige und wahrhaftige Liebe nicht entwickeln. Außerdem müssen wir tief in unserem Herzen selbst auf der Suche nach einer neuen Liebe sein, ehe wir uns verlieben können und empfänglich für Gefühle sind. Der Prozess des Verliebens erfordert im Grunde, dass sich die betreffenden Personen fallen lassen können. Den Menschen der heutigen Zeit fällt es jedoch immer schwerer, sich voll und ganz ihren Gefühlen hinzugeben. Schließlich ist die Liebe ein Moment der Schwäche.
Aber wie heißt es so schön: Liebe ist der Himmel auf Erden, sich verlieben ist die Hölle.
Vor allem, wenn´s einen richtig erwischt hat. Aber ich will niemand mit meinen amourösen Geschichten hier langweilen :)

Benutzeravatar
lush
member
member
Beiträge: 810
Registriert: 05 Dez 2010, 01:08

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon lush » 04 Apr 2013, 11:18

Wenn du nur drauf aus bist, dass die anderen von deinem Freund beeindruckt sind, dann behalt ihn

Bitte behalte ihn auch dann nicht.

Benutzeravatar
Azazel
member
member
Beiträge: 977
Registriert: 27 Dez 2012, 23:29

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon Azazel » 04 Apr 2013, 22:39

Wenn du nur drauf aus bist, dass die anderen von deinem Freund beeindruckt sind, dann behalt ihn.


was ist das denn bitte für ein asozialer rat?

Weiß da echt nicht, was ich tun soll, aber werd ihn da wohl die Wahrheit sagen müssen, dass ich leider nichts fühle. Alles andere wäre ja nur gemein. Oder soll ich ihn hinhalten und hoffen, dass da noch Gefühle bei mir kommen?


ich würd sagen:Nein.Hinhalten ist ihm gegenüber einfach nicht fair,sag ihm die warheit.
"Sie mögen 'Gott ist groß' rufen, aber tatsächlich wird er jedesmal ein bisschen kleiner, wenn sich jemand in seinem Namen in die Luft sprengt."

schaetzchen
Greenhorn
Greenhorn
Beiträge: 81
Registriert: 11 Feb 2013, 13:15

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon schaetzchen » 05 Apr 2013, 00:17

Wenn du nur drauf aus bist, dass die anderen von deinem Freund beeindruckt sind, dann behalt ihn.


was ist das denn bitte für ein asozialer rat?


Genau das wollte ich. Das er zu dieser Erkenntnis kommt. Es wäre "asozial" (um es mit deinem Wort zu sagen) wenn er seinem Freund weiterhin nichts von seinen fehlenden Gefühlen sagt und einfach nur abwartet.

Benutzeravatar
Azazel
member
member
Beiträge: 977
Registriert: 27 Dez 2012, 23:29
Kontaktdaten:

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon Azazel » 05 Apr 2013, 00:20

Genau das wollte ich. Das er zu dieser Erkenntnis kommt. Es wäre "asozial" (um es mit deinem Wort zu sagen) wenn er seinem Freund weiterhin nichts von seinen fehlenden Gefühlen sagt und einfach nur abwartet.


woher soll er denn wissen das du genau das gegenteil von dem meinst was du gesagt hast.Es wäre doch einfacher gewesen ihm einfach einen ehrliche rat zu geben.
"Sie mögen 'Gott ist groß' rufen, aber tatsächlich wird er jedesmal ein bisschen kleiner, wenn sich jemand in seinem Namen in die Luft sprengt."

Benutzeravatar
Silenca
advanced-boy
advanced-boy
Beiträge: 303
Registriert: 19 Mär 2013, 16:02
Wohnort: <=== da

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon Silenca » 05 Apr 2013, 04:38

Also erst mal: Sag es ihm! Das ist ganz wichtig. Wenn du wartest, kann das unangenehme Folgen haben!

Zur Frage: Ich hatte bisher 2 Freunde, doch sie waren scheinbar beide nicht richtig. So ist das eben. Manch einer findet DIE Liebe seines Lebens sofort, viele müssen lange nach ihr suchen und einige finden sie nie. Dass ist bei allen so, egal ob homo, bi oder hete... :flag:
Eine Abhörkammer...

Benutzeravatar
Rainbowsix
member-boy
member-boy
Beiträge: 152
Registriert: 10 Apr 2009, 01:26

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon Rainbowsix » 07 Apr 2013, 14:34

Danke für die Antworten! Treff mich jetzt die Woche mit ihm und werd ihm das da sagen. Auch wenn er mich dann wohl nie wieder sehen will und ich einen echt lieben Menschen verliere. Aber hilft ja nix...
Aber was ich mich frage, ob man sich wirklich auf den ersten Blick verliebt. Ok, bei meinem Ex-Freund und mir war das so... Aber soll ja auch vorkommen, dass man jahre befreundet ist und sich dann erst verliebt. Oder ist es da nicht uch so, dass eigentlich beide von anfang an aneinander "interessiert" waren, es sich nur nicht eingestanden haben?

@schaetzchen: Mich darfst du gerne mit deinen amourösen Geschichten hier langweilen :)

Aber vielleicht ist das auch das Problem? Dass ich genau DIE liebe meines Lebens suche? Und mich daher nie auf etwas einlasse,w eil es mir nicht "gut genug" ist? Andererseits haben Gefühle ja nicht so viel mit dem Kopf zu tun oder?

Naja, ich werd dann berichten, wie das Treffen lief.
Es gibt nur einen Erfolg: auf deine eigene Weise leben zu können.
(Christopher Morley)

holiday93
member-boy
member-boy
Beiträge: 110
Registriert: 25 Feb 2012, 20:21
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Beitragvon holiday93 » 07 Apr 2013, 19:35

schaetzchen hat geschrieben: Dabei ist es wichtig, dass wir auf einer "Wellenlänge" mit unserem Gegenüber liegen, damit sich überhaupt Gefühle der Liebe einstellen können. Wenig erstaunlich ist folglich die Tatsache, dass wir uns nicht in das Aussehen und die Äußerlichkeiten, sondern in die charakterlichen Eigenschaften des jeweiligen Partners verlieben. Wenn wir unsere ganz eigenen Wertvorstellungen im anderen wiedererkennen, dann wirkt dies auf uns äußerst anziehen. So, als würden wir uns in uns selbst verlieben. Ohne entscheidende Übereinstimmungen im Charakter kann sich eine beiderseitige und wahrhaftige Liebe nicht entwickeln.


Du sprichst mir aus der Seele schaetzchen!! :)
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an!

Re: Wieso gibt es "den Einen"

Werbung
 

 


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Leben, Beziehung, Probleme“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste