Komische Liebes-/Lebenssituation

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prpsx
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Komische Liebes-/Lebenssituation

Beitragvon prpsx » 28 Okt 2016, 12:47

Hey Leute,

ich weiß nicht ob ihr mir in folgender Situation helfen könnt, aber vielleicht könnt ihr mir wenigstens als Außenstehende ein paar gute Tipps geben.

Jetzt zur Sache: Geoutet habe ich mich damals (vor 4/5 Jahren) mit meinem ersten Freund zsm, sowohl bei Familie als auch bei Freunden.. Das ganze wurde nach ein paar Turbulenzen auch weitesgehend gut aufgenommen. Soweit so gut. Diese erste Beziehung hielt auch gleich 2 Jahre und endete mit dem Erwischen meines 'Freundes' mit einem anderen Kerl im Bett. Darauf will ich jetzt auch garnicht weiter eingehen. Ich hab in den folgenden Monaten dann ein hin und her mit einem anderen Kerl gehabt, wobei doch schon ziemlich schnell klar war, dass das nichts dauerhaftes werden würde und ( so blöd das klingt ) mir eigentlich nur geholfen hat über den Trennungsschmerz wegzukommen.
Mit meinem letzten Freund, ein Junge auf den ich schon früher stand, kam ich dann vor ziemlich genau 2 Jahren in realen Kontakt. Davor hatten wir wegen der großen Entfernung (ca.200km auseinander) und weil er zu der Zeit auch eine Beziehung hatte nicht mal wirklich freundschaftlichen Kontakt. Nach einem halben Jahr hin und her und vieler kleiner Streitereien sind wir dann zsm gekommen- auch wenn ich trotz des negativen Beigeschmacks wirklich sagen muss, dass die Zeit sehr sehr schön war. Wir haben viel erlebt etc. Wir waren dann auch wieder gut ein Jahr zsm, bevor es ihn, um Escort zu werden und sich weiter auszuleben, in eine größere Stadt verschlug. Da brach dann erstmal eine Welt für mich zsm, Vorallem weil wir, wie einige andere hier auch, schon drüber nachdachten in relativ jungen Jahren zsm zu ziehen und hier und da war auch von Lebensgemeinschaft (...) die Rede.
Soweit ich das für mich beurteilen kann, war er nach späterer Betrachtung auch oft ein richtiges Arsc***** gewesen, wodurch ich dann auch nach und nach damit abschließen konnte.
Daraufhin geriet ich dann wieder an einen weiter wegwohnenden Kerl.
( Ich komme aus einer mittelgroßen Stadt, wo jeder unter der Hand weitergereicht wird und man mittlerweile jeden von hören und sagen besser kennt als er sich vermutlich selbst. Ich distanziere mich von diesen Leuten so gut es geht, nicht nur um den Informationsaustausch über mich zu minimieren sondern auch um Lästereien etc einzudämmen. Nicht dass ich damit sagen will, dass es in anderen Gegenden Deutschlands anders abläuft, aber zumindest gefühlsmäßig fühlte ich mich bei Jungs die weiter wegwohnen einfach wohler und nicht nur als Nummer. )
Zurück zu diesem Jungen: An ihm konnte man auf den ersten Blick nichts feststellen, was einen hätte abhalten können weiter auf die ganze Sache einzugehen. Auf den zweiten Blick schrieb mich sein Freund, ja sein Freund von dem ich keine Ahnung hatte 2 Monate später auf FB an, um mir mitzuteilen, dass wir beide wohl ziemlich hart verarscht worden wären. - Cut -

Jetzt zu meinem Problem: Irgendwie habe ich mittlerweile wirklich Probleme damit Leuten zu vertrauen, damit mein ich jetzt nicht meine Freunde sondern eben neue Kerle. Und ich mein ich muss wirklich sagen, dass egal an wen ich denke ich im Nachhinein auch jeden Grund dazu habe.
Ich weiß von mir selbst, dass ich ein Beziehungsmensch bin, aber wenn ich mir die meiner Sichtweise nach große Mehrheit der schwulen Welt anschaue, zweifle ich stark daran hier je wirklich glücklich zu werden, da die meisten ziemlich spaßorientiert sind, Ehrlichkeit ein Fremdwort zu sein scheint und sich jeder der Situation entsprechend verstellt.

Klar lebe ich mein Leben und lasse mich nicht nur von Gayromeo, Grinder, Dbna etc beeinflussen, wie jetzt manche sicher denken werden.. Aber mich kotzt z.b. auch so eine ' ich suche nicht- ich schreibe niemanden an- ich lasse mich finden- ich bin was ganz besonderes ' - bis dahin habe ich ganz viel Spaß - Einstellung von vielen an, auch in meinem Freundeskreis ausgeprägt vertreten, an.


Naja, für diejenigen die es bis hier geschafft haben und ich muss sagen, dass ich wirklich nicht Spoilern wollte ( ALSO SORRY AN ALLE, DIE DAS HIER NIE LESEN WERDEN) ich fände es schön wenn ihr ein kurzes Statement oder eure eigenen Erfahrungen schildern könntet. :)

Danke!:)

Komische Liebes-/Lebenssituation

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mafri
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Re: Komische Liebes-/Lebenssituation

Beitragvon mafri » 28 Okt 2016, 19:16

Ich denke, du wirst in den einschlägigen Seiten nichts finden, die dienen zu 95% nur der Suche nach Sexkontakten. Lerne einfach ein paar Jungs kennen und versuche mal eher deinen Sinnen zu folgen, wie diese Ticken könnten. Ich denke, da hast du mehr Chancen auf was dauerhaftes.

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Re: Komische Liebes-/Lebenssituation

Beitragvon DasLysander » 29 Okt 2016, 13:12

da hattest du aber auch echt pech mit deinen erfahrungen :/
ich geb mafri recht. gerade wenn du so ein pessimistisches bild über "die schwule welt" hast, solltest du von gr usw abstand nehmen, da wird dieses bild ja ohnehin nur verstärkt.

dass sich viele schwule die ganze zeit verstellen, diesen eindruck kenne ich auch. denke, das hat auch irgendwie was mit onlinedating zu tun. (böses internet ^^) bei den meisten menschen ist das aber auch nur ein eindruck, denke ich. jeder mensch hat ja ein privates umfeld, freunde u familie, bei denen er sich nicht so sehr verstellt. dass man nem völlig fremden - den man nur über nen chat und ein paar fotos kennt und dennoch diverse hoffnungen an ihn hängt - nicht genauso offen seine gedanken und gefühle zeigt, ist ja nur natürlich.

vielleicht hast du ja auch zugang zu ner schwulen jugendgruppe, da findet man ja auch ne relativ konstante gruppenzusammensetzung und erfährt was über das privatleben der leute ohne diese komische situation zu haben, dass im raum steht, man habe an jemandem romatisches/sexuelles interesse, nur weil man ihn anspricht.

meine persönlichen erfahrungen:
wie oben schon anklingt, waren meine erfahrungen mit onlinedating wenig wiederholenswert: große hoffnungen, komische situationen, peinliches ende. danach dann mit jemand anders exakt das gleiche, weil das internet ja so groß ist, dass da iwann der richtige kommen muss.
ich will nicht bezweifeln, dass manche leute so ihr glück finden, aber für mich keine option mehr.

was die ehrlichkeit angeht, ich hab ein paar schwule freunde, die ich schon ne ganze weile kenne, und die würde ich alle als ehrlich beschreiben. jedenfalls keine notorischen fremdgänger oder sowas in die richtung und ich denke nicht, dass ich mir mit meinem freundeskreis die wenigen ausnahmen der regel abgegriffen habe. also kein grund zur resignation. ;)
"People leave their bodies to science. I think cannibals would be so much more grateful."

kayto
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Re: Komische Liebes-/Lebenssituation

Beitragvon kayto » 03 Nov 2016, 23:34

Hi,

also ich habe mir dazu schon ab und an Gedanken gemacht und habe dazu eine provokante These: Wer von sich sagt er sei mehr der Single-Typ, d.h. er feiert gerne, hat mit versch. Typen Sex, usw., verbirgt damit nur seine Unfähigkeit, eine reife und erwachsene Beziehung eingehen zu können. Andersherum ist der Beziehungs-Typ auch einfach nur unfähig, single zu sein, d.h. selbstbewusst das zu tun worauf er Lust hat unabhängig von einer anderen Person; er flüchtet deswegen in jede mögliche Beziehung oder verschließt sich allem, was von seinen z.T. unrealistischen Vorstellung abweicht. Beides ist aber nicht gut, das Mittelmaß ist wie immer das beste. Wer die Vorzüge das Single Lebens schätzt, kann selbstbewusst in eine Beziehung gehen. Er weiß, wann es an der Zeit ist, sich jemanden emotional (und auch zeitmäßig/finanziell/etc.) hinzuegeben und vor allem wenn es das "wert" ist. Er ist nämlich auch gerne single und gibt das nicht so gerne auf. Aber es gehört auch dazu, dass man langfristig gesehen an einer monogamen Beziehung interessiert ist und bereit ist, dafür etwas zu tun. Dass man treu, ehrlich und partnerschaftlich sein kann.
Und was mir aufgefallen ist, im Internet findet man gerne beide extreme: Auf Gr findet man sooo viele die nur auf Sex aus sind, oft frage ich mich bei den Leuten, ob die wirlklich zu einer monogamen Beziehung fähig wären. In Dbna findet man dann verträumte Jungs, die ihren Traummann genau so wie sie sich ihn vorstellen suchen, um dann die Traumbeziehung einzugehen (wobei es halt selten genau so kommt); oder diese typischen 3 Tage Beziehungen weil man dann merkt, dass man doch nichts o viel gemein hat...
lg

 


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