Gibt es "bi" überhaupt?

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Gibt es "bi" überhaupt?

Ja, es ist eine "eigene" Sexualität
95
78%
Nein, es ist nür eine übergangsphase
14
11%
kp
13
11%
 
Abstimmungen insgesamt: 122

Hedgehog
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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Hedgehog » 17 Jul 2010, 12:42

@basato: Sowas nennt man Asexualität. Wie Spongebob.

@topic: Für mich sind Bi-Typen einfach Heteros, die nebenbei halt andere Typen vögeln, aber bloß mit einer Frau/Mädchen eine echte Beziehung wollen.

Re: Gibt es "bi" überhaupt?

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon basato » 17 Jul 2010, 12:58

Mir ist aufgefallen, dass ich mich noch nie damit auseinandergesetzt hab. ^^
Klar war mir der Begriff bekannt, habe das aber nie auf nen Menschen übertragen oder mich näher damit befasst...
Laut Wikipedia gibt es ja sogar verschiedene Typen von Asexualität.


@ Rainy:

Asexualität ist eine eigenständige sexuelle Orientierung, dh du kannst gar nicht bisexuell sein.
Hoffe ich hab's richtig verstanden...
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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon LemonDrops » 17 Jul 2010, 13:39

basato hat geschrieben:@ Rainy:
Asexualität ist eine eigenständige sexuelle Orientierung, dh du kannst gar nicht bisexuell sein.
Hoffe ich hab's richtig verstanden...


Naja, das geht schon. Rainy hatte ja selbst geschrieben, dass es der Unterschied zwischen sexueller und körperlicher Beziehungsfähigkeit ist. Es gibt da sicher einige Varianten. Das könnte jemand sein, der sich Sexualität mit Partnern beider Geschlechter, aber beispielsweise nur mit Männern eine echte Beziehung vorstellen kann. Oder jemand, der sich nur emotionale Beziehung wünscht, aber keine Sexualität sucht. Ich finde die ganze Kategorisierung wird bei dem Punkt schwammig, weil es gerade bei Bisexualität auseinandergeht, mit welchen Leuten welcher Geschlechter man sich Sex und/oder eine Beziehung vorstellen kann. Man müsste also auf jeden Fall unterscheiden zwischen emotionaler und körperlicher Sexualität, wenn man so will.
Zuletzt geändert von LemonDrops am 17 Jul 2010, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Spencer » 17 Jul 2010, 13:45

Schon sehr interessant:

Die Toleranz und das Verständnis eines Menschen scheint immer nur im Rahmen seines eigenen Horizontes zu liegen. Das merkt man deutlich daran, dass schwule Menschen, also solche die sich nur für ein Geschlecht interessieren, es sich nicht vorstellen können, dass man natürlicherweise auf zwei Geschlechter stehen kann. Sie projizieren Ihre eigene Orientierung auf Andere und behaupten als Rückschluss, dass Bi-sein gar nicht möglich wäre, dass diese Personen nur etwas vorgäben aus Angst sich als schwul zu outen oder aus anderen Gründen.

Ich kann mich nur wiederholen: Ich bin Bi. Ich bin nicht schwul und könnte mir vorstellen mit einer Frau zu schlafen, nein ich stehe tatsächlich auf beide Geschlechter. Ich kann mit beiden eine Beziehung eingehen, kann mich in beide verlieben, könnte mir mit beiden ein gemeinsames Leben vorstellen und ich bin sicher nicht mehr in einer pubertär-experimentellen Phase, in der ich noch nicht richtig entdeckt und herausgefunden habe, was mir gefällt oder was nicht. Meine Sexuelle Orientierung ist für mich abgeschlossen - ich bin Bi.

Die selben Gründe, aus denen Heterosexuelle behaupten man könne von Natur aus gar nicht schwul sein, das sei nur anerzogen, Neugier oder eine Phase die man durchmacht, die gleichen Gründe werden hier von Homosexuellen angebracht um beweisen zu wollen, dass man gar nicht Bi sein könne. Nur weil Ihr es nicht seid, heißt es nicht dass es nicht geht. Statt zu akzeptieren, dass es eine solche beidseitige Orientierung gibt versucht ihr zu erklären warum dies nicht möglich sei. Wäre ich durch und durch Heterosexuell so könnte ich mir auch nicht vorstellen, wie man auf das eigenen Geschlecht stehen kann, aber ich würde es dennoch akzeptieren und nicht behaupten das sei gar nicht möglich.

DAS ist Toleranz und die fehlt einigen hier scheinbar.

Damit will ich niemanden persönlich angreifen, sondern lediglich etwas klarstellen!

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon cappafan » 17 Jul 2010, 13:47

Ich denke mal schon, dass es "bisexualität" wirklich gibt. Ich selbst bin zwar schwul und kann und will mir auch mit einer Dame nichts vorstellen, aber warum soll nicht ein Mann/Frau auf beide Geschlechter stehen? :)

Jeder wie er/sie will :)

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Lodrick » 17 Jul 2010, 13:50

Neja ich denke da auch so. Immerhin verliebt man sich in einen Menschen, seinen Charakter etc. und nich in das was er zwischen den Beinen hatt. Und nur weil man sex mit dem gleichen Geschlecht hatt, heißt das nich das man schwul/lesbisch is, dachte ich.
(:

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon basato » 17 Jul 2010, 14:31

@ Spencer

Ich akzeptiere die Bisexualität als solches schon. Nur hab ich bisher die Erfahrung gemacht, dass einige Bisexuelle zu ihrer Neigung nur schwer stehen können. Wieso sollten sie auch sie sind ja fast "normal". (Ironie)
Vielleicht fühlen sich viele auch angegriffen, weil bisexuelle Männer die Option haben das gesellschaftlich anerkannte Leben leben können. Ohne Abstriche. Und dennoch beides Ausleben... Ich hab sogar schonmal jemanden sich darüber ärgern gehört: "Bisexuelle sind die Huren der Gesellschaft!"
Ich denke viele Schwule fühlen sich einfach ausgenutzt.

Ich sag nicht, dass die Intoleranz völlig berechtigt ist - allerdings auch nicht ganz unbegründet.



@ Lodrick

Seh ich genauso. Und solange man zu beidem steht seh ich auch kein Problem darin. =)
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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Janus » 17 Jul 2010, 14:41

@Spencer: Besser hätte man es kaum ausdrücken können. :)
Sie sagt: "Die armen Wale!" - Ich sag: "Du arme Sau!" - Sie will, dass ich die Welt rette - Ich sage: "Ja genau."

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon sabba » 17 Jul 2010, 15:39

Hedgehog hat geschrieben:@basato: Sowas nennt man Asexualität. Wie Spongebob.


ja;Wie Spongebob :lol:
nettes Beispiel

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon sabba » 17 Jul 2010, 15:44

@Spencer: interessante meinung...
Aber ich denke nicht, dass es an fehlender toleranz liegt sondern eifach daran dass man nicht wissen kann wie etwas ist, das man noch nie getan hat;
hast du schonmal Eselsmilch getrunken, betsimmt nicht. Daher weißt du (wie die meisten ) auch nicht wie sie schmeckt.

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon MiaCherry » 17 Jul 2010, 18:04

Spencer hat geschrieben:Die selben Gründe, aus denen Heterosexuelle behaupten man könne von Natur aus gar nicht schwul sein, das sei nur anerzogen, Neugier oder eine Phase die man durchmacht, die gleichen Gründe werden hier von Homosexuellen angebracht um beweisen zu wollen, dass man gar nicht Bi sein könne. Nur weil Ihr es nicht seid, heißt es nicht dass es nicht geht. Statt zu akzeptieren, dass es eine solche beidseitige Orientierung gibt versucht ihr zu erklären warum dies nicht möglich sei. Wäre ich durch und durch Heterosexuell so könnte ich mir auch nicht vorstellen, wie man auf das eigenen Geschlecht stehen kann, aber ich würde es dennoch akzeptieren und nicht behaupten das sei gar nicht möglich.


Richtig. Meiner Meinung nach der sinnvollste Beitrag zur Diskussion.

Manche brauchen es scheinbar, immer eine bestimmte Gruppe auszugrenzen. Einige denken offenbar so: "Die Heten grenzen UNS aus und nehmen UNS nicht ernst, und um das zu kompensieren, machen wir einfach genau das gleiche mit den Bisexuellen."

Viele Homosexuelle beschweren sich, dass Heterosexuelle sich für was Besseres hielten. Und meistens sind es genau dieselben, die sich dann für was Besseres als Bisexuelle halten. Was für eine Leistung, echt. :evil:

So, das musste jetzt sein. Aber: wenn ich mir die Ergebnisse der Umfrage so ansehe und auch an einige Homosexuelle, mit denen ich mich unterhalten habe, denke (egal ob hier ausm Forum oder sonstwo)... die meisten müssen sich von dem, was ich oben geschrieben habe, nicht angesprochen fühlen. :wink:
Odi et amo. Quare id faciam, fortasse requiris.
Nescio, sed fieri sentio et excrucior.

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Hedgehog » 17 Jul 2010, 18:17

MiaCherry hat geschrieben:Richtig. Meiner Meinung nach der sinnvollste Beitrag zur Diskussion.

Manche brauchen es scheinbar, immer eine bestimmte Gruppe auszugrenzen. Einige denken offenbar so: "Die Heten grenzen UNS aus und nehmen UNS nicht ernst, und um das zu kompensieren, machen wir einfach genau das gleiche mit den Bisexuellen."

Viele Homosexuelle beschweren sich, dass Heterosexuelle sich für was Besseres hielten. Und meistens sind es genau dieselben, die sich dann für was Besseres als Bisexuelle halten. Was für eine Leistung, echt. :evil:

So, das musste jetzt sein. Aber: wenn ich mir die Ergebnisse der Umfrage so ansehe und auch an einige Homosexuelle, mit denen ich mich unterhalten habe, denke (egal ob hier ausm Forum oder sonstwo)... die meisten müssen sich von dem, was ich oben geschrieben habe, nicht angesprochen fühlen. :wink:


Natürlich gibt es bisexuell. Das ändert aber nichts daran, dass diese die Wahl haben ob sie ein "normales" Leben ohne blöd angeschaut zu werden leben wollen, oder ein verdammt hartes. Und wer entscheidet sich bitte für das Zweite?
Ich will keinen "Freund", der bi ist, und es kotzt mich an, dass es so viele davon gibt. Punkt. Aus.
Zuletzt geändert von Hedgehog am 17 Jul 2010, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon fresh » 17 Jul 2010, 18:23

Natürlich gibt es Bisexualität, sonst gäbe es das Wort dafür ja nicht... :wink:
Und das mit der Übergangsphase lässt sich damit widerlegen, dass Bisexuelle ja meist ihr ganzes Leben bisexuell leben. :)
Ich mag das Wort "Phase" im Zusammenhang mit der menschlichen Sexualität sowieso überhaupt nicht... :no: :-?
Man ist, was man ist! Wer würde denn die eigene Sexualität als Phase bezeichnen? :-? Die Sexualität ist etwas Feststehendes, was einen Menschen mit ausmacht. Der Begriff wurde wohl mehr dadurch geprägt, dass die Eltern doch noch auf eine Wendung zur Hetero-Sexualität ihres schwulen Kindes hoffen. Sie reden sich ein, "es sei nur eine Phase". Dabei ist das doch totaler Humbug. :-?
Ich sag doch auch nicht: "Die Heten sind alle in einer Phase; in Wirklichkeit sind sie alle schwul!" :wink:
Wenn man es nämlich so herum dreht, was ich durchaus für gerechtfertigt halte, sieht es ja wohl für die Heten auch total hirnrissig aus. Also, warum sollten dann die Homosexualität oder die Bisexualität in irgendeiner Form eine Phase sein?! :x Dies ist in keinster Weise belegt... :P
Die Sichtweise mit der "Phase" kommt wohl einfach daher, dass sich viele mit der Homosexualität oder Bisexualität eines Menschen nicht zufrieden geben können...sie suchen eine Ausrede dafür... :-?
meine "Detektiv Conan"-Signatur:
Wäre ich in der Schwarzen Organisation, dann würde ich "Cola" heißen.8)

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Lodrick » 17 Jul 2010, 18:51

Ich mag auch Frauen, heißt das jetz wohl das ich nie mit nem Jungen glücklich werden kann? Schwachsinn, also hoff ich mal. SChwule fühlen sich von homophobena ausgergenzt, tuen aber selbiges mit bi´s. WIe fresh schon sagte einfahc nur paradox.
Und das mit phase, ich denke schon das man bevor man zu sich als homo steht erstmal noch so "Neja ich kann ja td weiterhin mit frauen" denkt.
(:

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Re: Gibt es "bi" überhaupt?

Beitragvon Rainy » 17 Jul 2010, 23:34

sabba hat geschrieben:
Hedgehog hat geschrieben:@basato: Sowas nennt man Asexualität. Wie Spongebob.


ja;Wie Spongebob :lol:
nettes Beispiel

also ich find das Beispiel nicht schõn
zum einen bezieht sich asexuell im zusammenhang mit Spongebob sowie Amöben auf "keine Sexualität haben und auf Menschen angewendet meint asexuell, genau wie bei hetero-, homo- und bisexuell das Geschlecht des Sexualpartners, eben "keins". Zum andern finde ich den Vergleich abwertend


und ich denke, dass es bisexualität gibt, aber nicht jeder der es behauptet zu sein auch ist. :roll:
What is real? How do you define real?
If you're talking about what you can feel, smell,taste and see,
than real is simply electrical signals interpreted by your brain.

Re: Gibt es "bi" überhaupt?

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