Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurteilt?

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Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurteilt?

Beitragvon AmazingVoice » 09 Aug 2012, 21:48

Hallöchen ihr Lieben :flag:
Ich habe eigentlich keine Lust, die Vorgeschichte hier zu erzählen denn um eine Meinung, wie ich mich verhalten soll, geht es mir nicht.
Aber leider muss ich mich momentan mit dem schwierigen Thema Fernbeziehung auseinandersetzten...
Wenn es ganz kurz auf den Punkt gebracht werden soll: ich habe einen Jungen kennengelernt mit dem ich mich so gut verstehe, dass es schon fast gruselig ist, wie viel wir gemeinsam haben und wie toll wir einfach zusammenpassen. Das einzige was an der ganzen Sache nicht harmonisch ist leider die Tatsache, dass ich zu anhänglich und aufdringlich bin und er dafür sehr schüchtern und ängstlich ist. Das beißt sich in den letzten Tagen gerade sehr. Vor allem seitdem wir beide zugegeben haben, dass wir auf einander stehen. Die zweite wunderschöne Sache wäre dann noch, dass er unnglaublich weit weg wohnt. Ich bräuchte 10 Stunden mit dem Zug :cry: Das wir uns liebe ist für mich eine klare Sache aber ich hatte noch nie eine vernünftige Beziehung geschweige denn eine Beziehung die als Fernbeziehung anfängt.

Und weil wir beide in den nächsten Jahren viele schulische oder berufliche Veränderungen durchmachen werden wollte ich mich einfach mal hier umhören, was so über Fernbeziehungen zu sagen und zu denken ist. Ich will mir hier keine Meinung einflößen lassen! Ich will durch eventuelle Erfahrungsberichte einschätzen können, ob ich bereit bin das durchzuziehen oder ob es mich seelisch fertig machen wird. Also ihr tollen, schwulen oder bisexuellen Menschen mit Erfahrungen in Fernbeziehungen: ich bin ganz Ohr. Jeder einzelne Beitrag wird mich freuen :)
Es ist mir auch total egal, ob ihr positive/negative Erfahrungsberichte liefert, einfach eure Meinung sagt, obwohl ihr es noch nicht ausprobiert habt, oder euch einfach das Thema hier durchlest und gar nicht antwortet. Aber ich würde mich gerne ausgiebig mit dem Thema auseinandersetzen bevor ich mich dafür oder dagegen entscheide..

Vielen dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt um es zu lesen :bp:
Ich bin gespannt, was jetzt so kommt beziehungsweise nicht kommt :P

Liebe Grüße!
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Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurteilt?

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ollivio
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon ollivio » 09 Aug 2012, 22:39

Nach meiner Meinung ist es auszuhalten. Kann sogar sein dass man sich eher noch besser versteht, weil man nicht ständig beieinander ist und so immer etwas Sehnsucht im Spiel ist. Vertrauen zu einander ist von Nöten klar. Eine höhere Telefonrechnung ist zu erwarten :) Also unbedingt Flat anschaffen, wenn noch nicht vh.

Ich lebe das gerade. Mein Freund wohnt 120km entfernt und wir sehen uns daher auch nicht täglich.
Zuvor war ich mit jemandem zusammen, der sich sehr oft im Ausland aufhielt, der nur manchmal für ein paar Tage zu mir kam. Dass diese Beziehung scheiterte, hatte eher nicht mit der häufig weiten Entfernung von einander zu tun, sondern hatte andere Gründe.
Im großen und Ganzen sehe ich kaum Nachteile in einer Fernbeziehung. Nur eben den, dass man nicht jeden Abend miteinander einschlafen kann...
Was du nicht willst dass man dir tu, das füg auch keinem and´ren zu

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Sunlight » 09 Aug 2012, 22:42

Hallo AmzingVoice :)

Ich war selber ein Jahr in einer "normale" Beziehung, dann musste er wegziehen und wir hatten darauf 1 Jahr eine Fernbeziehung, zwar "nur" 150 km, aber trotzdem...

Unterm Strich machte es uns beide fertig. Ich musste meinen Zivieldienst machen, anschließend mein Studium. Dazu kam, dass sich mein Leben durch die ganzen ausbildungstechnischen Angelegenheiten in eine deutlich andere Richtung entwickelte und es nicht möglich war, zusammenzuziehen oder so. Neben Zivieldienst und Studium habe ich immer gearbeitet und habe im Monat 200 Euro Zugkosten gehabt, die ich immer von meinem Taschengeld bezahlen musste...

Somit wurden er und ich beide frustriert, ich, weil ich 200 Euro nur fürs Fahren jeden Monat verloren habe, er, weil er im Ausgleich dazu das Essen bezahlen musste, was ihn auch einiges an Lebensstandard gekostet hat. Noch dazu kam, dass er und ich beide unterschiedliche Bildungsverläufe hatten, und ich wollte nicht für die Beziehung meine Ausbildung opfern oder riskieren.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur davon abraten, noch dazu, wo es schon so anfängt. Mich hat das alles bis zum Kollaps mitgenommen, ich hatte Stress ohne Ende, hohe Ausgaben usw.

Du bist wahrscheinlich auch so um die 20, als in einem Alter, in dem sich noch so wahnsinnig viel verändert und es in erster Linie auf DICH ankommt, und NUR auf DICH! Was du jetzt verbockst und nicht tust, um dein zukünftiges Leben zu sichern, das holst du nicht mehr auf. Du musst jetzt die Weichen für dein Leben stellen, ein Partner ist das erstmal sekundär. Denn wenn du dein Leben nur nach der Beziehung ausrichtest und deine eigenen Angelegenheiten vernachlässigst und opferst und deine Beziehung geht dann einmal zu Brüche, bist du nicht nur "alleine", sondern auch noch völlig unselbstständig.

Daher würde ich dir raten, dass du dich in erster Linie auf dich selbst konzentrierst, und wenn du eine Beziehung haben willst, sollte sie sich so gestalten, dass sie dir nicht im Wege steht und von dir verlangt, etwas zu opfern oder deine Ausbildung umzudisponieren.

Später, wenn du einmal einen festen Job oder eine feste Ausbildung hast, bist du schon mobiler, dann kannst du der Beziehung mehr Vorrang geben. Aber solange es um die Stabilisierung deiner Zukunft geht, würde ich dem Vorrang geben.

Du musst ja auch rechnen, dass das Zugfahren Geld kostet und vor allem Zeit, Zeit, in der du nichts tust. Weil im Zug lernen, das klappt nicht.

Meine Meinung ;)

Sunlight

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Problemkind » 09 Aug 2012, 22:43

Hi AmazingVoice :D

Ich will dich ja nich mit (m)einer negativen Erfahrung dafür demotivieren, aber bei meiner Ex-Freundin und mir war die Fernbeziehung zum scheitern verurteilt...Sie musste während der Schulzeit umziehen weil sich ihre Eltern scheiden liesen aber wir wollten es trotzdem weiterhin versuchen. Diese Beziehung hielt dann nur mehr 1 1/2 Monate an da es uns auf dauer zu teuer und zu stressig wurde. (ca. 6 Stunden mit den Zug) Wir freuen uns zwar jedes mal wenn wir uns sehen können aber noch einmal versuchen würden wir es nicht, abgesehen davon bin ich nicht mehr an Frauen interessiert^^

Lg :)

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Yahool3r » 09 Aug 2012, 22:48

So bevor ich ins Bettchen gehe :) :

Also ich bin mit meinem Freund noch nicht lange zusammen und er ist auch mein erster und hoffentlich einzieger.
Wir wohnen laut google genau 350km von einander entfernt und wir sehen uns deswegen maximal 2 mal im Monat life.
Ich bin jetzt in der 11. und muss viel lernen und mache gerade Fahrschule und er muss arbeiten. Wir könnten frühestens in 3 Jahren dauerhaft beieinander sein, da ich dann mit der Schule fertig bin und er mit seiner Ausbildung.

Aber es lohnt sich immer. Ich warte leiber 1000 Jahre, um dann auch nur endlich eine Sekunde mit meinem Freund zu verbringen, als ihn einfach so gehen zu lassen. Solange die Gefühle stark genug sind, klappt das. Vermissen tut man sich immer, aber am Ende lohnt es sich ja.

Das schlimme ist nur das Geld mit den Zugkosten, aber es gibt ja noch Mini-Jobs, nette Omis, Taschengeld, Sparangebote, oder die Mitfahrzentralen.
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Teito » 09 Aug 2012, 23:01

Hallo AmazingVoice,

ich hab mit fernbeziehungen keine erfahrung aber du hast ja geschrieben das dir einfach nur meinungen zu dem thema auch schon etwas wert sind. Also, ich schreib jetzt einfach mal drauf los, für mich wäre eine fernbeziehung sehr schwer :( ich bin ein sehr sehr anhänglicher mensch :( für mich ist es immer sehr schmerzhaft längere zeit von menschen getrennt zu sein die ich gern hab. mir geht es schon mit guten freunden so und da will ich nicht wissen in was für ein
"loch des gefühls chaos" ich fallen würde wenn ich eine person die ich wirklich liebe längere zeit nicht in denn arm nehmen könnte ... klar ... es gibt skyp, icq, facebook usw. aber das ist nicht das selbe ...
andererseits, wenn ich jemanden richtig lieb hab und ihn länger zeit nicht sehen kann möchte ich ihn deswegen nicht verlieren ... nur weil er mir fehlt heißt das ja nicht das es deswegen nicht zu einer erfüllenden beziehung kommen kann. gelegentliche treffen würden dann eine völlig andere wertigkeit bekommen ... aber ich glaube nicht das ich mir durch eine große distanz von einer beziehung zu einem geliebten menschen abbringen lassen würde. grundvoraussätzung ist natürlich ein sehr großes vertrauen zum partner ... aber sonst ... wenn ich ihn wirklich liebe sehe ich keine all zu großen probleme ... es wäre sicher nicht immer einfach aber die liebe versetzt ja bekanntlich berge :)
soweit meine meinung ^^ ist vieleicht nicht hilfreich aber ich wollte es einfach los werden ^^'
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon AmazingVoice » 09 Aug 2012, 23:41

Och seid ihr alle toll :bp:
Vielen dank für eure Beiträge! Aber es sind weiterhin noch mehr erwünscht *Hihi*

@ ollivio: Ich habe eine Flatrate, da ich nichts lieber mache als zu telefonieren :rat:
Aber er ist dafür zu schüchtern. JA ich weiß das klingt krass. Ich habe aber dieses Thema nicht aufgemacht um über die Probleme in unserer Beziehung zu reden. Er ist der wunderbarste Mensch den ich bis jetzt getroffen habe und auch wenn ich nur durchs chatten mich mit ihm unterhalten kann, ohne das er sich blöd vorkommt, liebe ich in genauso wie er ist. Diskussionen über ihn und mich würd ich hier gerne vermeiden immerhin ist das im Grunde etwas, was ich nicht einfach so beschreiben kann, dass ihr es nachvollziehen könnt. Das gehört hier einfach nicht hin. Das muss ich mit ihm besprechen und nicht mit euch. Aber das du der Meinung bist, dass es nicht an der Entfernung scheitert, hat mir echt weitergeholfen! Vielen dank dafür.

@ Sunlight: Vielen lieben dank für deine sehr lange Antwort denn auch du hast mir weitergeholfen :) Eine Beziehung, die mir im Weg steht bringt mir wirklich nichts. Solange es mich belastet und nicht aufmuntert ist es ja total bescheuert, so viel Kraft und Geld da hinein zu investieren. Obwohl mir das Geld ziemlich Schnuppe wäre solange er sich trauen würde, sich schon zu treffen. Aber wie gesagt: das gehört hier nicht hin! Auf jeden Fall hätte ich genug Kohle und Nerven, um ihn so oft zu besuchen wie er es okay findet :D

@ Problemkind: (*Hihi* ich mag deinen Namen) danke auch für deinen Beitrag! Wie genau wurde das denn zu stressig? Hat das ganze gereise dich irgendwann so fertig gemacht, dass es die Freude nicht mehr wert war? ich hoffe, die Formulierung war angemessen o.O Wenn nicht: bitte verzeih mir ok? =)

@ Yahool3r: Aww danke, dass du mir noch so etwas wunderschönes geschrieben hast, bevor du dich aufs Ohr gehauen hast! Darf ich fragen, ob das ganze auch schon als Fernbeziehung nagefangen hat? Du hast bis jetzt den aufmunterndsten Beitrag geschrieben. Vielen lieben dank dafür! Aber auch negative sind weiterhin willkommen!!! Ich würde sagen, dass die Gefühle stark genug sind. Das einzige Problem wäre, dass er noch nicht bereit ist, sich zu treffen und mich das sehr verunsichert. Ich habe ja noch nie eine Beziehung gehabt.. Und das die erste dann so anfängt ist schon sehr schwierig, wenn man eine Person ist, die am liebsten den ganzen Tag mit der anderen verbringen würde.. Ihn einfach so gehen zu lassen könnte ich nicht! Du hast mir etwas Mut gemacht. Fühl dich gedrückt ok?
:bp: PS: träum was süßes ^^

@ Teito: Find ich super, dass du trotzdem dir die Mühe gemacht hast und deine Meinung geschrieben hast! Am Anfang war ich etwas enttäuscht, wie lange hier niemand was drauf geantwortet hat aber ich war wohl etwas zu aufgebracht ^^ Ich bin genauso anhänglich...Wenn ich eine Person liebe, möchte ich am liebsten alle einsamen Momente des Tages mit ihr/m berbringen. Also nicht so 24 Stunden mäßig. Aber es gibt immer viele einsame Minuten und Stunden, wo man einfach jemanden braucht. Und genau deswegen mache ich mir Sorgen, dass eine Fernbeziehung nichts für mich ist :cry: Dazu kommt ja noch, dass er fürchterlich schüchtern ist. Das macht es mir noch schwieriger. Denn selbst wen nes nicht so wäre, müsste ich mit viel Liebeskummer im Herzen herrumlaufen...
Ich liebe ihn über alles (wie schrecklich kitschig :oops: ) Auch du hast mir ein bisschen Mut gemacht. Vielen dank! Und mach dir keine Gedanken, dass der Beitrag vieleicht nicht hilfreich war. Ich fand ihn klasse!


@ alle zusammen und diejenigen, die das ganze nur verfolgen und vieleicht noch was schreiben: Ich bitte euch, nicht auf diese Sache mit seiner doofen Schüchternheit einzugehen. Ich fände das ihm gegenüber einfach nur unfair! Er ist so unglaublich süß, lustig, tolerant und verständnissvoll, das es das im Grunde wieder ausgleich. Aber wie gesagt: eigentlich "brauche" ich eine normale Beziehung.. Aber vieleicht stimtm es ja, dass es nur darauf ankommt, dass man sich liebt... Wäre echt toll, wenn noch mehr was dazu sagen könnten! Danek an euch alle. Ich liebe euch und dieses Forum :flag:

Liebe Grüße, AmazingVoice
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Problemkind » 10 Aug 2012, 00:09

Mhm....tja....mein Name :roll:

Danke für die Formulierung^^ Ich weis was du meinst und es war uns nicht nicht die Freude nicht mehr Wert..aber...ich weis es nicht wie ich es sagen soll. Die Umstellung ist einfach komisch wenn man in eine Beziehung startet in der man sich jeden Tag rund 8 Stunden lang sieht und dann von heute auf morgen nur noch alle 2 Wochen einmal. Wir waren mit der Situation damals überfordert, wir waren noch jung und da ist es auch nicht so leicht "mal ans andere Ende vom Land" zu fahren, wir konnten uns wegen der Schule nur an Wochenenden sehen und dann finden auch noch so nervige Familienfeiern an Wochenenden statt wo man nicht absagen kann...kurz gesagt die ganze Situation hat uns einfach überfordert :(

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Yahool3r » 10 Aug 2012, 06:55

Also das war eigentlich von anfang an eine Vernbeziehung. Wir hatten uns hier auf Bp kennengelernt und dann hat er mich mal für 1 Tag besucht und dann hab ich ihn mal besucht und dann hats gefunkt.

Wie wärs, wenn ihr euch beide mal in der mitte trefft, sodass nicht nur Einer 10 Stunden fährt, sondern jeder so 5^^.Da könnt ihr euch auf neutralen Terrain kennen lernen. (natürlich sollte man sich schon eine art aktivität ausstöbern).

Wie siehts bei euch denn mit dem Outing aus?
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Hotty » 10 Aug 2012, 10:06

zum Scheitern verurteilt! viel zu große Entfernung, am Anfang klappts vll noch aber nach kurzer Zeit gehts einem auf die Nerven immer so lange fahren zu müssen um den anderen zu sehen. Außerdem sieht man sich zu selten, man lebt sich auseinander. Nur telefonieren usw reicht nicht um ne Beziehung aufrecht zu halten, außerdem fehlt der Sex.

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Queezle » 10 Aug 2012, 12:56

Hotty du wirst es nicht glauben.. aber Beziehungen können auch mit wenig oder sogar ohne Sex auskommen... es ist nicht jeder so Sexversessen.

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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon AmazingVoice » 10 Aug 2012, 22:01

@ Problemkind: Ich verstehe gut was du meinst. So eine starke Veränderung kann vieles über den Haufen werfen... Danke, dass du soagr nochmal hier geantwortet hast. Aber nicht denken, dass du mir nicht geholfen hättest, wenn ich dir jetzt sage, dass es ja bei mir gar nicht als normale Beziehung anfängt. Und eine Fernbeziehung die dann irgednwann (hoffentlich) zu einer richtigen wird wäre doch eine positive Veränderung oder nicht? Vieleicht ist das ein Punkt, der mich dazu überzeugen wird, es zu versuche. Danke, dass du mic hauf diese gedanken gebracht hast :D

@ Hotty: ich liebe solch hilfreichen Beiträge. Das mit dem auseinanderleben wird wohl eher nicht passieren, da das ganze als Fernbeziehung anfangen würde. Und solange ich mein erstes Mal mit einer so wunderbaren Person haben könnte, wäre es mir ziemlich schnuppe, ob ich mich manchmal monatelang mit mir selbst beschäftigen muss. Das die körperliche Nähe an sich fehlt wäre für mich viel schlimmer, als nicht jedes Wochenende miteinander schlafen zu können.

"Sex is not love. Love is not sex. But the best of both worlds is created when they come together." -Madonna-

Mehr sage ich jetzt nicht mehr dazu ...

@ Queezle: Danke :flag:
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Satyrus » 11 Aug 2012, 17:27

Hotty hat geschrieben:zum Scheitern verurteilt! viel zu große Entfernung, am Anfang klappts vll noch aber nach kurzer Zeit gehts einem auf die Nerven immer so lange fahren zu müssen um den anderen zu sehen. Außerdem sieht man sich zu selten, man lebt sich auseinander. Nur telefonieren usw reicht nicht um ne Beziehung aufrecht zu halten, außerdem fehlt der Sex.


Ich muss sagen, dass ich das eigentlich recht ähnlich sehe, aber ganz anders.

Die Beziehung ist keinesfalls zum Scheitern verurteilt. Natürlich mag es sein, dass die Fahrten nervig sind, aber wenn man jemanden liebt, dann dürfte das wohl das kleinste Problem sein. Etwas Abstand ist vielleicht auch gar nicht sooo schlecht, man hängt nicht ständig aneinander, hat seinen Freiraum und stets etwas, auf das man sich freuen kann. Ob man sich auseinander lebt, ist doch recht fragwürdig und rein individuell. Man kann sich auch auseinander leben, wenn man in der gleichen Stadt wohnt, meinetwegen auch im gleichen Haus. Niemand hat behauptet, dass Telefonieren reichen würde. Und der Sex fehlt mitnichten. Man trifft sich und dann muss man ja nicht unbedingt keusch bleiben, nech?

Ich würde zwar keine Fernbeziehung anfangen, aber das habe ich für mich selbst entschieden, so wie es jeder machen muss. Es gibt - wie immer - die positiven und die negativen Seiten und so muss man nunmal abwägen, was für einen infrage kommt, was das Beste für einen ist und womit man leben/glücklich sein kann. Einen Versuch ist es aber, wie ich finde, sicherlich wert.
One thing I like about the bad guys, they always talk first before they get around to pulling the trigger.

Interitus
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon Interitus » 11 Aug 2012, 19:52

Wenn man sich liebt und gegenseitig vertraut, dann sind auch 400-500km kein Problem und man sieht sich vielleicht nur alle 4-6 Wochen.
Ich würde jerzeit erneut eine solche Fernbeziehung eingehen. :-)

zwiebelfisch
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Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

Beitragvon zwiebelfisch » 11 Aug 2012, 21:55

Hallo Amazing Voice!

Meine erste Beziehung war auch eine Fernbeziehung und fing schon so an. (Mittlerweile ist sie zu Ende, aber sie ist definitiv nicht an der Entfernung gescheitert.) Auch ich hab meinen damaligen Freund übers Internet kennengelernt, wir haben uns sehr gut verstanden, und uns nach zwei Wochen das erste Mal getroffen. Nach gut vier Monaten wurde dann mehr daraus.

Die 250 Kilometer fast jedes Mal zu fahren, war für mich nicht das Problem. Vor allem kannte ich es ja gar nicht anders, und das ist, glaube ich hier, der wesentliche Unterschied, wenn ich die Aussagen meiner Vorredner zusammen fasse. Eine Fernbeziehung kann durchaus klappen, wenn man sie schon als Fernbeziehung eingeht. Wenn man sie allerdings als Präsenzbeziehung (ich nenns jetzt mal so, wenn der Freund gleich um die Ecke wohnt) eingegangen ist, ist das sehr belastend, und ich kenne in diesem Fall leider auch nur negative Beispiele. Aber das trifft ja auf dich nicht zu.
Allerdings gibt es auch für jeden eine Grenze. 4 Stunden zu fahren, war wie gesagt für mich kein Problem, aber in deinem Fall (10 Stunden) hätte ich schon arg gegrübelt. Ich hätte mich aber wohl auch an deiner Stelle für die Beziehung entschieden, wenn beide geoutet sind, sie mir wirklich ernst wäre und hätte versucht, sich weniger oft, dafür länger zu treffen. Mit Sparpreisen etc. wäre es mir wohl auch gelungen, die Kosten einigermaßen niedrig zu halten. Bei meiner Distanz war das weniger problematisch, wegen der geringeren Entfernung, und weil ich auf diese Angebote nicht angewiesen war. Außerdem haben wir uns die Kosten geteilt.
Zeitmäßig ging mir durch die Fahrerei nicht zu viel ab, aber ich hatte während meiner Beziehung auch nicht zu viel Stress in der Uni. Wenn das bei dir anders ist (Abitur?), würde ich auch noch mal kritisch überlegen, ob mir wirklich genug Zeit für die Ausbildung bleibt. Wegen Sehnsuchtsgefühlen dauerhaft vom Lernen abgelenkt zu sein und das Abi zu versauen, lohnt sich nämlich nicht.
Nicht zuletzt kommt es auch auf deine Einstellung an: Musst du deinen Freund jeden Tag sehen? Ich hab mich mit der Zeit daran gewöhnt, meinen nur alle drei Wochen zu treffen, und die restliche Zeit mit ihm "nur" zu telefonieren. (Btw: über ICQ/skype ließe sich ja auch telefonieren, wenn du keine Flatrate hättest) Aber über diesen Stolperstein scheinst du bis jetzt noch nicht geflogen zu sein. ;)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde es versuchen, aber nur, wenn du dir vorstellen kannst, mit der Entfernung klarzukommen, und dich trotzdem auf deine Ausbildung/Schule konzentrieren kannst.

Viele Grüße, zwiebelfisch :)

Re: Fernbeziehungen: auszuhalten oder zum Scheitern verurtei

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