"Das ist ja schwul !"

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Beitragvon Navigation » 20 Sep 2007, 22:38

naja aber männer stehen manchmal auf kämpferische frauen ^^ demnach wäre das nun wieder normal!

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Loki
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Beitragvon Loki » 20 Sep 2007, 22:42

Echte Lesben will keiner sehen oder warhaben.


was sind denn für dich echte lesben? ^^

naja aber männer stehen manchmal auf kämpferische frauen


naja kämpferische frauen müssen nicht lesbisch sein und umgekehrt ^^
genauso muss nicht jeder, der schwul aussieht auch schwul sein ^^
ergibt irgendwie alles keinen sinn ;O
"Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen." (V.v.Gogh)

Failure
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Beitragvon Failure » 20 Sep 2007, 22:43

Ach, ich habe eigentlich keine Ahnung.
Jedenfalls glaube ich nicht, daß es jemals keine Minderheiten geben wird, die diskriminiert werden.
Die Menschen sind eben immernoch weit entfernt von der "Erleuchtung".
Eh warte...wie war das: Der Mensch ist des Menschen Wolf.
Wir sind schon ziemlich dumm, trotz unseres wunderbaren Bildungssystems ;-)

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Beitragvon Failure » 20 Sep 2007, 22:45

Loki hat geschrieben:
Echte Lesben will keiner sehen oder warhaben.


was sind denn für dich echte lesben? ^^



Na ich glaube er meint einfach die Darstellung von Lesben in Pornos.
Die sehen alle 'geil' aus.
Aber in der Realität sind auch lesbische Frauen übergewichtig, pickelig und hässlich (per definition). Das will man dann doch nicht sehen und das wird dann wohl weniger als "voll geil" bezeichnet.

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Beitragvon Blu-mento-pferde » 20 Sep 2007, 22:46

Lese bitte meinen Beitrag nochmal, dann weißt du was ich mit echt gemeint habe.

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Loki
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Beitragvon Loki » 20 Sep 2007, 23:06

Männer müssen Frauen beschützen...alles andere ist "schwul"


hey, dank emanzipation sind wir doch von dieser pflicht entbunden worden :D

Halt der typische unterschied zwischen Film/Pornolesben und den echten.


wobei aber bei weitem nicht alle "normalen lesben" aussehen wie kampflesben. ich hab da ganz andere erfahrungen gemacht :)

jedenfalls ist das alles zu hoch für mich ^^ homo=homo, ob frau oder mann. Wahrscheinlich ist der homosexuelle horizont einfach zu beschränkt, um die wahnsinnig komplizierten denkmuster der heteros bei der bewertung von homosexualität zu verstehen :wink:
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Beitragvon Blu-mento-pferde » 21 Sep 2007, 06:15

natürlich ist das ein riesen Unterschied. Nur halt nicht, wenn es um diskriminierung geht. Dann wird das sehr oft genau anders herum gesehen.

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Beitragvon Chris(2) » 21 Sep 2007, 19:01

Abend!

Ich kann mich da in die "Betroffenenriege" nur einreihen: Es verletzt beziehungsweise nervt mich bis aufs Blut an, wenn jemand aus meinem Umfeld den Teil meiner (unserer) Persönlichkeit nutzt um etwas als blöd, scheiße oder verweichlicht zu bezeichnen anstatt das Kind gleich beim Namen zu nennen...

Alles gebildete Leute und dann so etwas! Sie wissen noch nicht, das ich schwul bin, aber das ändert an der Sache selbst ja nichts!
Ich schätze sie so ein, dass wenn sie es wissen, versuchen Rücksicht zu nehmen- zumindest überwiegend...


Loki hat geschrieben:ja den eindruck hab ich auch. aber seit es diskriminierung von homosexualität gibt, hats immer nur die schwulen getroffen ^^ lesbische liebe war zum beispiel niemals gesetzlich verboten (soweit ich weiß, korrigiert mich wenni ch faslch liege) männliche homosexualität hingegen schon :roll:


Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass man Frauen generell gern links liegen gelassen hat, was Rechte u.ä. anging?!
Am Ende kannst du dich nur auf dich selbst verlassen!

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Beitragvon Blu-mento-pferde » 22 Sep 2007, 03:15

Ich glaube euch ist noch immer nicht ganz klar, dass schwul ein negativ belegtes Wort ist, welches seit den 70er versucht wird in ein positives oder zumindest neutrales Wort zu wandeln. Der Wandel ist noch nicht vollständig vollzogen und es wird noch mit beiden bedeutungen benuzt.
Also sollte es auch nicht so doll aufregen. Dem Wort muß man einfach noch etwas Zeit geben oder ein neues oder anderes Wort wählen.
Das es in der Zukunft mal anders sein wird ist gut. Dafür muß man auch Kämpfen, nur muß man auch wissen wofür man Kämft und was es damit auf sich hat, bevor man hier Wellen der entrüstung losbricht. Denn im Grunde benutzen die Leute das Wort schwul mit der negativen Bezeichnung garnicht mal so falsch wie es hier einige glaben. Ob es gut ist oder nicht, das ist eine andere Frage. Nur das es gänzlich falsch ist, ist nicht die ganze Wahrheit ;)

John Henry Mackay veröffentlichte unter seinem Pseudonym Sagitta bereits 1906 die Bücher der ?namenlosen Liebe?. Im ersten Band erklärt Mackay, dass es für diese Liebe immer noch keinen adäquaten Namen gibt, so dass er sie die ?Namenlose? nennen muss. Er legt dar, dass diese Liebe weder eine Angelegenheit der Kirche (Begriffe wie Sodomie, Unkeuschheit), noch des Staates, noch der Medizin (Homosexualität) sei, sondern allein der Natur, und deshalb auch nur den Gesetzen der Natur unterstehe. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als Karl Heinrich Ulrichs und Magnus Hirschfeld sich ebenfalls diesem Themenkomplex widmeten, wurden verschiedene Begriffe geschaffen, um das Phänomen der männlichen Homosexualität zu beschreiben, darunter auch die Neuschöpfungen Uranismus bzw. Urning, die wenig Verbreitung fanden, sowie verschiedene umgangssprachliche Begriffe, die eher abwertend gemeint waren.

Auch das Wort schwul (?drückend heiß?; in dieser Bedeutung seit dem 18. Jahrhundert von ?schwül? als Parallelbildung zu ?kühl? oder von ?Schwulität? = Schwierigkeit, Bedrängnis, peinliche Lage) wurde ursprünglich abwertend gebraucht. Auch wenn das Wort schwul immer weniger wertend verwendet wird, so können manche Menschen die Erkenntnis, dass sie selbst schwul sind oder dass eine nahestehende Person schwul ist, nicht ohne weiteres verkraften (siehe auch Coming-out). Ältere Homosexuelle, die noch die Schwulen-Verfolgung vor der Reform des § 175 im Jahre 1969 als Erwachsene miterlebt haben, sind häufig nicht in der Lage oder bereit, sich selbst als schwul zu bezeichnen.

Die Schwulenbewegung der frühen siebziger Jahre machte sich bewusst das deutsche Schimpfwort schwul als Begriff für homosexuelle Männer zueigen, da es in der deutschen Sprache keinen positiven Begriff für sie gab, und drängte die abwertende Bedeutung so weit zurück, dass der Begriff heute im allgemeinen Sprachgebrauch und in Dokumenten der gesetzgebenden Körperschaften verwendet wird.[1][2][3][4] Dieses nun als Identifikationsbegriff verwendete Wort sollte die bis dahin verwendeten diskriminierenden Begriffe mit vulgärem, medizinischem oder verleumderischen Hintergrund ablösen. Eine ähnliche Entwicklung hat auch das englische Wort queer erfahren, das aber keinen rein männlichen Bezug hat. Nur noch in der heterosexuellen Jugendsprache (siehe Abschnitt unten) hat schwul eine immer noch pejorativ gemeinte Bedeutung beibehalten. Insgesamt gibt es also wesentliche Erfolge gegen Diskriminierung auch im Sprachgebrauch, doch in einigen wenigen Randbereichen gegenläufige Entwicklungen.



Jugendsprache
In der Jugendsprache findet sich das Wort schwul heute vermehrt als allgemeines, nicht spezifisch homosexuell konnotiertes Schimpfwort, welches synonym für seltsam, langweilig oder enervierend benutzt wird (zum Beispiel ?Ist das wieder schwul!? als allgemeine Äußerung der Unzufriedenheit).[5]

Daneben steht nach wie vor die spezifischere, abwertende Verwendung für vermeintlich homosexuelles Verhalten, beispielsweise für männliche Jugendliche, die sich ?feminin? verhalten, indem sie Frauenrollen zugesprochene Gesten benutzen oder eine Frauen zugesprochene Wortwahl treffen. Bezeichnenderweise alterniert schwul dabei häufig mit dem ebenfalls als Schimpfwort gebrauchten Opfer.



Das steht so bei http://de.wikipedia.org/wiki/Schwul

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Beitragvon Failure » 22 Sep 2007, 03:22

Oh geil.
Danke, Blumentopf-Erde.
Sehr interessant!

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Beitragvon Not-a-liz » 14 Okt 2007, 15:16

Naja, hier in meiner Stadt wird alles mögliche als Beleidigung umgepolt ^^
"schwul" gehört selbstverständlich mit zum Repertoir, aber "Niger", "Kunde", "Mutti", "pädo", "Toy" u viele andere Begriffe werden da auch völlig Sinnfrei benutzt. Also keinen Kopf machen ^^ ich nehm sowas immer mit Humor, wenn man einfach drüber lacht, dann ist es viel leichter zu ertragen :lol: ;)

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Beitragvon les-jeux-sont-faits » 14 Okt 2007, 15:24

also ich finds überhaupt nicht schlimm wenn man irgendwas als schwul bezeichnet... mach ich auch immer mal...^^

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Beitragvon Cipher » 14 Okt 2007, 16:40

da fällt mir doch eine dummer spruch vom geburtstag meines bruders ein:
der spruch des Tages war: "Das ist sowas von Hetero" (aus Drawn Together)

Mein Bruder brachte den dummen spruch und ich schrie faschist in die menge xD dann hat er mir so ein merkwürdiges *ist doch nur spaß*-zwinkern zugeworfen und das wars dann auch

wie schon die meisten bemerkt haben, sind solche sachen nicht böse gemeint... fast so wie redewendungen über die man sich ja auch nicht aufregt :roll:
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Re: "Das ist ja schwul !"

Beitragvon fierybird » 20 Mär 2018, 21:12

Hallo Leute,

tut mir leid, dass ich so einen alten Thread ausgrabe. Eigentlich wollte ich einen eigenen Thread erstellen, hab dann aber mal ein paar Stichwörter in die Suche eingegeben, weil ich mir dachte, dass sicher schon mal darüber geschrieben wurde. Dann bin ich auf diesen Thread gestoßen und diese Aussagen, die der Ersteller des Threads vor über 10 Jahren gemacht hat, entsprechen so ziemlich genau dem, was ich selber schreiben wollte:

Bärschen hat geschrieben:"Das ist so 'ne schwule Socke!", "der ist total schwul", oder "der Test war voll schwul".

Wieso wird schwul als Synonym für scheiße/kacke und andere verfluchende Wörter verwendet ? Oo

Ein vorwurfsvoller Blick von mir:
"Sorry das war nichts gegen dich", "Oh das ist mir so rausgerutscht.", "Tut mir leid, ich denk manchmal einfach nicht nach, war keine Absicht.".

Zitat eines Freundes gerade im ICQ:

XXX ‎(20:23):
aba man sagt es mal so aus gewohnheit und nich weil man selbst i-wie schwule verurteilt


Und das ist einfach nur traurig. In 10 Jahren hat sich nichts daran geändert. Da frage ich mich ob es in 10 Jahren auch noch so aussieht. wahrscheinlich schon.

Ich kenne das noch aus der Zeit auf dem Gymnasium, als ich noch nicht geoutet war. Die Jungs haben oft sowas wie "Das ist ja voll schwul" gesagt. Zugegebenermaßen würde ich sagen, dass viele pubertierende Jungs nicht so feinfühlig sind, sondern total unreif, was dieses Verhalten ein Stück weit erklärt. Von Jungs kann man sowas erwarten. Aber auch Mädchen haben das gesagt. Nach meinem Coming-Out hat sich das in meinem Freundeskreis größtenteils geändert. Die meisten haben es vermieden zu sagen. Wenn es ihnen doch rausgerutscht ist waren sie peinlich berührt. Mein bester Freund war der einzige, der sich bei mir entschuldigt hat, weil ihm bewusst geworden ist, was er die letzten Jahre immer gesagt hat. Er hat sich dafür richtig geschämt. Wenige fanden es nicht weiter schlimm, weil es ja zum "Sprachgebrauch gehört"(?!!!). Da dachte ich mir nur WTF? Was soll das?

Naja, das war auf dem Gymnasium. Jetzt bin ich momentan für ein Jahr Student an einer Jugendkunstschule. Wir sind dort nur 3 Jungs und der Rest sind Mädchen. Von Anfang an wussten hier alle Bescheid, dass ich und einer der beiden anderen Jungs schwul sind. Wir sind eigentlich alle befreundet und kommen gut miteinander klar. Bis jetzt kam es nur zwei mal vor, dass zwei verschiedene Mädchen schwul/gay negativ verwendet haben. Ich sagte dann zwar, dass es schon okay ist, nachdem sie sich entschuldigt hatten und ich wollte ja auch kein Drama machen. ABER ES IST NICHT OKAY. Ich weiß, dass die Beiden absolut nichts gegen Schwule haben und sie sind auch sonst total lieb und offen und trotzdem hat dieser scheiß Sprachgebrauch sich eingeschlichen. Mich beschäftigt das einfach und ich wollte mir das mal von der Seele schreiben.

Habt ihr das nicht auch satt?
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Re: "Das ist ja schwul !"

Beitragvon Regal » 21 Mär 2018, 03:21

fierybird hat geschrieben:Habt ihr das nicht auch satt?



nee. "Mathe war mal wieder voll schwul" hab ich auch oft verwendet. Oft auch in ähnlichen kontexten. Dass ichs heute kaum noch benutze, liegt wohl eher darin, dass meine alltagssprache nun englisch ist.


Wenn du denn thread mal durch gegangen bist, liest du auch, dass ein user aus einem Artikel zitiert hat, ich glaub es ging um jugendsprache,

Demnach war es 2007 schon so, dass schwul in abwertender verwendung nicht unbedingt mehr mit Homosexualität in verbindung gebracht wurde. ich glaub, das wurde vor jahrhunderten von schwül abgeleitet und ebenfalls in abwertendem sinn verwendet. Erst viel später brachte man es mit homosexualiät in verbindung.

wenn man es rein historisch betrachtet, wird schwul heutztage dann wieder in seiner ursprünglichen form verwendet.

dass jemand, der sich als schwul bezeichnet, sich dann leicht diskriminiert fühlt, ist meiner meinung dann nur das problem des schwulen jungen.

man könnte sich angewöhnen gay, rainbow-hipster oder sonst was beliebiges anstatt von schwul zu sagen. mit der zeit würde dann schwul einfach nur schwul sein, abwertend gemeint für die beliebigsten dinge.


ich würde sagen, chill is skill wenn du dich darüber nicht mehr aufregst.

es ist nicht das wort, das diskriminiert, sondern die absicht mit der es verwendet wird. aber im gleichen massen hängt es auch davon ab, wie man damit umgeht. wer keine reaktion zeigt oder leicht ironisch darauf reagiert, verleitet andere auch kaum dazu, schwul als abwertung eines schwulen zu verwenden. auch hier gilt, steter tropfen höhlt den stein oder etwas in derart.

Re: "Das ist ja schwul !"

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