weniger besitzen - mehr leben

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weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Expedit » 21 Dez 2015, 17:45

Gestern Abend habe ich einen Beitrag gesehen, in welchem die Menschen unter 100 Sachen in ihrem Besitz hatten. Sie schienen sehr glücklich und mir ging durch den Kopf, wie mich vieles von dem was ich besitze belastet. In meinem kleinen Zimmer fällt bei jeder Ausmistaktion ungefähr ein Eimer an, welcher entsorgt wird. Ich fühl mich gut danach, in gewisser Weise irgendwie befreit. Bei manchen Gegenständen ärgere ich mich, dass ich sie besitze.
Bei mir sind das beispielsweise ein Paar Sportschuhe von Reebok. Haben mich mal 70€ gekostet, dafür dass ich sie jetzt meist als Hausschuhe missbrauche.
Aber auch ein Kleiderschrank für 400€, der seit Auszug bei meinem Ex in einem Lagerraum steht, liegt hoch im Ranking.

Wie ist das bei euch? Habt ihr Sachen daheim, bei welchen ihr es bereut sie zu besitzen?
Wie denkt ihr zum weniger besitzen - mehr leben?
Persönlichkeit = einzigartige Struktur von relativ konstanten und doch veränderlichen Merkmalen eines Individuum, die ein beständiges Erlebens- und Verhaltensmuster zur Folge hat.

weniger besitzen - mehr leben

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Slumber » 22 Dez 2015, 02:20

Mir fällt eigentlich nichts wirklich ein, was ich unnötigerweise besitze.
Ich habe allgemein nicht so viel Zeug. Ich gebe mein Geld ehrlich gesagt lieber für Erlebnisse als für materielle Dinge aus, was ja vermutlich auch der Philosophie der Leute in dem Beitrag entspricht. Dementsprechend ist dieses "weniger besitzen - mehr leben" auch genau mein Ding.

Ich verstehe aber auch, dass sich mit dieser Lebensweise nicht jeder anfreunden kann.
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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon TechBoy96 » 26 Dez 2015, 15:26

Überfluss kann sehr unglücklich machen!
In der 7. Klasse schloss ich mit einem Kerl Bekanntschaft, dessen Vater einen hohen Posten bei einem namhaften deutschen Automobilkonzern hatte.
Der Typ war eine Art kleiner Prinz, jedoch war er psychisch völlig fertig und deprimiert.
Er war ein Paradebeispiel von Wohlstandsverwahrlosung.

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Regal » 27 Feb 2016, 11:21

wir hatten immer schon weniger als andere. das heisst nicht, dass meine familie arm wäre, oder unsere eltern besonders geizig, nein, sie wollten die hypothek für unser haus relativ schnell vom tisch haben, was bedeutete, dass wir uns vieles nicht leisten konnten, was für andere kids normal war. zb hab ich immer noch kein handy, obwohl das jetzt drin wäre. ich vermiss es nicht.

das ist wahrscheinlich mit den unter 100 dingen gemeint. auch wenn wir keine spielekonsolen haus haben und bis vor 3 jahren es nur einen asthmatischen familien pc gab, und wir keine weltreisen machten, waren wir doch immer viel unterwegs und haben viel unternommen. gefehlt hat uns einiges, aber was wenn ichs aufliste, sind das nur seehr wenige dinge.

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon SmileLife » 05 Mär 2016, 22:18

Ich finde es auch schlimm, dass Menschen die weniger verdienen, reiche Leute immer als arrogant und abgehoben bezeichnen. Mein Papa sagt immer: reich geboren, schön sterben. Und auf neider soll man wenig geben. Glücklich sein ist wichtig und Geld erleichtert einem das :)

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon linkcable » 07 Mär 2016, 21:30

SmileLife hat geschrieben:Ich finde es auch schlimm, dass Menschen die weniger verdienen, reiche Leute immer als arrogant und abgehoben bezeichnen. Mein Papa sagt immer: reich geboren, schön sterben. Und auf neider soll man wenig geben. Glücklich sein ist wichtig und Geld erleichtert einem das :)


ich hoffe du hast *ironie-off* vergessen

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Expedit » 08 Mär 2016, 21:53

Nicht nur das ich die Einstellung von SmileLife persönlich nicht nachvollziehen kann, hat er auch ein bisschen das Thema verfehlt. Besitz in diesem Beitrag ist mengenmäßig und nicht wertmäßig gemeint.
Persönlichkeit = einzigartige Struktur von relativ konstanten und doch veränderlichen Merkmalen eines Individuum, die ein beständiges Erlebens- und Verhaltensmuster zur Folge hat.

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Regal » 10 Mär 2016, 19:42

SmileLife hat geschrieben:Ich finde es auch schlimm, dass Menschen die weniger verdienen, reiche Leute immer als arrogant und abgehoben bezeichnen. Mein Papa sagt immer: reich geboren, schön sterben. Und auf neider soll man wenig geben. Glücklich sein ist wichtig und Geld erleichtert einem das :)



Um Neid geht's in dem Thread aber nicht. Das Thema ist, ob man mit weniger mehr zufrieden sein kann oder so. Das kann man sehr wohl. Aber das ist auch vom einzelnen Menschen abhängig. Du kannst mit viel Geld auf der Bank genauso depri sein, wie einer, der kein Geld hat. Und umgekehrt.

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon linkcable » 10 Mär 2016, 23:33

Expedit hat geschrieben:Wie ist das bei euch? Habt ihr Sachen daheim, bei welchen ihr es bereut sie zu besitzen?


Viele Fehlkäufe. Bestimmt 5 Paar Schuhe, die ich nach dem Kauf nie wieder getragen habe (und ich weiß nicht was ich damit machen soll. Stauben nur zu und neue Schuhe wegwerfen ist auch doof...). PC den ich mir für 1400 € :x gekauft habe und der nur in der Ecke steht, weil ich festgestellt habe, dass mir Computerspielen nicht mehr die Freude bereitet wie früher. Lehrbücher die ich mir für viel Geld gekauft habe und dann doch nie reingeschaut habe etc...

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Justiin » 12 Mär 2016, 18:44

TechBoy96 hat geschrieben:Überfluss kann sehr unglücklich machen!
In der 7. Klasse schloss ich mit einem Kerl Bekanntschaft, dessen Vater einen hohen Posten bei einem namhaften deutschen Automobilkonzern hatte.
Der Typ war eine Art kleiner Prinz, jedoch war er psychisch völlig fertig und deprimiert.
Er war ein Paradebeispiel von Wohlstandsverwahrlosung.


Du könntest von mir sprechen. Es ist wirklich so, wenn man sich alles Leisten kann was man sich wünscht wird man nicht glücklicher. Ganz im Gegenteil, man kommt an den Punkt wo man alles hat was man sich wünscht und dann kommen einem entweder neue Ideen was man braucht, oder man fängt so wie ich an sich zu fragen was der Sinn dieser Welt ist usw..... Dadurch würd man dann auf Dauer depressiv oder religiös.
Ist also auch nicht so toll.
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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Nikiboi » 26 Mär 2016, 20:33

Ich bin da genau des Gegenteil...
Wenig haben kann manchmal wirklich ein Segen sein! Ich bin genau wie mein Freund(keine Beziehung, nur bester Freund) - Einzelkind. Wir beide haben eigentlich immer wenn wir Richtung Geburtstag oder Weihnachten gefragt werden keinen blassen Dunst was wir uns noch wünschen sollten. Wenn man was neues tolles haben möchte sind es dann meistens sehr exotische und sehr teure Wünsche wie zum Beispiel ein neues Golfschlägerset oder sowas. Ich kann nicht sagen, das ich besonders glücklich bin weil ich (fast) alles habe was ich haben will (Rennräder, MacBooks, Golfequipment... meine Güte sogar bald ein Ferienhaus 0.o (geerbt).
Dass ich jetzt deswegen besonders tiefgründig wäre oder religiös kann ich bei bestem Willen nicht beobachten - Gott bewahre XD.
So viel also von mir - Der absoluten Gegenperspektive vom minimalistischen Lebensstil. Und dabei bin ich gerade erst 18 geworden :/
Euch auf jeden Fall noch einen schönen Osterabend
Per la gioia di vivere (Für die Freude des Lebens) :flag:

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon baldurhethur » 04 Mai 2018, 10:03

So eine Lebenseinstellung wäre glaube ich nicht schlecht..

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Re: weniger besitzen - mehr leben

Beitragvon Regal » 07 Mai 2018, 13:13

erleichtert es, geld für die altersvorsorge abzuzweigen-

Re: weniger besitzen - mehr leben

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