depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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ArokhsSohn
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon ArokhsSohn » 07 Sep 2015, 23:24

Hey Zuri,
ja, meinem Freund geht es jetzt wieder besser. Er ist aber auch auf Medikamente eingestellt, die das chemische Ungleichgewicht im Kopf regulieren sollen – zumindest habe ich das so verstanden.

Warum schreibst Du eigentlich nicht weiter an Deinen Geschichten? Ich habe bisher ja nur Deine angefangene Sci-Fi-Story „Michael und Lucas“ zu Gesicht bekommen und da ist das letzte Update auch fast ein Jahr alt, was schade ist. Ist doch nicht schlimm, wenn Du damit nur Laien begeisterst (was Du nicht 100%ig wissen kannst), aber die Laien – da zähl ich mich dazu – würden sich trotzdem drüber freuen. Vielleicht gibt Dir ja dieser Gedanke etwas Antrieb. Auf mich macht es zumindest schon den Eindruck, als schreibst Du gerne, wenn ich mir Deine Kommentare so anschaue. Warum dann nicht also weiter an der Story? Zu sehen, wie die Leser darauf eingehen (wenn sie es denn tun, aber da bin ich sicher ;-) ), kann seeehr motivierend sein. Da sitz ich auch gerne weiter auf der „Couch“ (was übrigens die gute Laune beim Lesen in keinster Weise geschmälert hat :-D ).

Joah, ansonsten würd ich mich freuen, wenn Du uns über diesen Thread auch weiter auf dem Laufenden hälst. Auch wenn ich vielleicht nicht immer oder immer gleich kommentiere, kannst Du sicher sein, ich lese mit. Wenn ich etwas (IMO) gescheites dazu zu sagen habe, teile ich es auf jeden Fall mit.

Gute Nacht und Liebe Grüße,
Arokh

Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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Zuri
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 08 Sep 2015, 00:10

Hey Arokh,

das freut mich. Ja, es muss nicht immer an einem chemischen Ungleichgewicht liegen. Früher hat man scharf zwischen zwei Arten von Depressionen unterschieden:

  • Bei einer endogenen Depression handelt es sich tatsächlich um ein Ungleichgewicht der drei Botenstoffe Serotonin (Glückshormon; bei Depression: Mangelerscheinung), Noradrenalin (ähnlich wie Adrenalin, für den Fluchtreflex zuständig) und Dopamin (auch ein Glückhormon; demnach eher Mangel) vor. Hier helfen vor Medikamente wie Antidepressiva, Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, etc.
  • Eine exogene Depression ist allerdings auf ein psychisches Trauma zurückzuführen, welches man am besten mit einer Form der Psychotherapie aufarbeiten kann.

Hierbei ist zu beachten, dass diese Annahmen teilweise veraltet und die Übergänge fließend sind. Ebenso sollte bei der Therapie der Erkrankung in den meisten Fällen eine Kombination beider Handlungsmethoden genutzt werden.

Oha, das war schon wieder so lehrmeisterhaft... omg^^

Schreiben schon noch, obwohl ich letztens erst wieder damit angefangen habe. Aber mit dem Veröffentlichen habe ich erstmal aufgehört, weil ich gemerkt habe, dass ich noch einiges zu lernen habe. Ich war noch nicht mal in der Lage, das unter die Geschichte zu posten... Das Problem war, dass ich immer naiv daran geglaubt habe, ich würde mal ein Buch veröffentlichen und dass ich das mit Links machen würden (ich weiß, wie dumm das klingt).

Bei den Kommentaren gibt es auch nicht so viel Kritik. Und auch über die Kritik an meiner Geschichte möchte ich mich gar nicht beschweren. Sie hatte meistens Hand und Fuß, und war dann auch durchaus berechtigt. Aber sie war einfach zu viel. Nicht, dass die Kommentatoren nicht hätten so viel schreiben dürfen. Das ist ja ihr gutes Recht. Aber ich konnte - entgegen vieler anderer Kritik - eben damit gar nicht umgehen. Ich war dann immer total blockiert, konnte nichts dazu sagen und wusste, dass sie recht hatten, auch wenn ich damit nicht umgehen konnte.

Die Sache ist jetzt die, dass diejenigen, die das jetzt lesen, sagen werden "dann nehme ich mehr Rücksicht auf dich, weil ich mehr von dir lesen möchte." Und genau das möchte ich nicht. Ich brauche ja diese Kritik, aber ich kann eben nicht mit ihr umgehen. Und somit stehe ich in einer Zwickmühle, die es mir unmöglich macht, weiter zu veröffentlichen. Ich hoffe, du verstehst meine Situation.

Okay, super, danke dir. Derzeit versuche ich, einen Arzt zu finden. Bei mir läuft das ganze in Zeitlupe, aber es läuft.

Gute Nacht und liebe Grüße,
Zuri
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Crystal » 13 Sep 2015, 18:58

Hi Zuri,
ich leide auch schon seit 2 Jahren an einer Depression und bin auch über 1 Jahr damit nicht zum Arzt gegangen. Von daher kann ich dir nur dringenst raten, geh damit so schnell wie möglich zum Arzt.
Ich musste deswegen meine Ausbildung abbrechen, weil ich mich kaum noch dazu aufraffen konnte irgendwas zu tun. Ich lag nahezu den ganzem Tag in meinem Bett. Zu dem hatte die Depression bei mir irgendwann kognitive Störungen, also Konzentrationsprobleme und Gedächtnisprobleme zufolge. Ich hatte teilweise Probleme mich an wichtige Gespräche zu erinnern die ich am Tag zuvor noch geführt hatte. Hinzu kam, dass dann die anderen Azubis mir teils in Gesicht gesagt haben wie dumm ich ja sei, was mich dann noch weiter nach unten gezogen hat.
Nachdem ich dann eine Therapie angefangen hab, sind nach ca. 3 Monaten so ziemlich alle Symptome wieder abgeklungen. Ich habe zurzeit nur noch manchmal eine allgemeine Lustlosigkeit.
Lass es nicht so kommen und geh zum Arzt!

MfG Crystal

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon blowfish » 13 Sep 2015, 19:36

Danke, Crystal, fuer deinen Rat und die eindringlische Schilderung aus eigener Erfahrung. Ich denke das ist ein gutes Schlusswort fuer diesen Thread und sollte allen Mut machen, denen es aehnlich geht.

Wir haben uns entschlossen diesen Thread damit zu schliessen.
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