depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 00:48

Das freut mich natürlich sehr. Ich liebe lange Antworten btw :lol:

Ja, Depression ist ebenso paradox wie interessant. Abstoßend und anziehend ebenso. Sehr ambivalent...

YB2001 hat geschrieben:Danke für den Link, zu Akils Post. Hab ich eben mal angefangen zu lesen und liest sich sehr gut und interessant. Er beschreibt da in der Tat sehr gut das, was du versuchst zu beschreiben. Durchaus hilfreich für "Außenstehende", die es verstehen wollen.


Das dachte ich auch. Ich hatte das so gut erklärt, wie mir es da gerade einfiel und dann stieß ich auf Akils Post und dachte: "Das ist es!" ;)

YB2001 hat geschrieben:Ne Mischung aus Depression, Faulheit und Prokrastinantion sehe ich wie ein Gift. Erst will man noch, aber kann nich und dann will man auch nicht mehr...


Oder du hast dir was vorgenommen, was du noch erledigen musst und denkst dir: "Gut, dann mache ich mal was." Dann willst du das gerade machen, auch wenn es schwer fällt, da fällt dir plötzlich ein, dass es auch einem bestimmten Grund gar nicht so funktionieren kann und im selben Moment weißt du, dass du es jetzt auch nicht mehr tun wirst.

YB2001 hat geschrieben:Das war bei mir die letzten Wochen so. Tatsächlich über einen sehr langen Zeitraum, da ich ja in der Zeit viel unterwegs war ;)

Ja, das kenne ich. Was meinst du, warum ich häufig unterwegs bin ;) Nein, das hat nicht wirklich was mit der Depression zu tun, aber damit, dass es Spaß an sich macht.

YB2001 hat geschrieben:Wobei es bei mir in den Wochen eigentlich eher extrem Phasenhaft zu ging. Die Zeit, in der ich unterwegs war, war eine reinste Befreiung. Alles war super und cool und von der Deprssion keine Spur. Aber wenn ich dann mal wieder n Tag Zuhause war, gings gleich Bergab. (...)
Bei mir liefs leider nicht ganz so leicht. Die letzten drei Ferientage gings bergab und am ersten Schultag kam dann der schmerzhaft harte Aufprall am Boden.

Oh, das tut mir sehr leid :(

Aber vielleicht wird das ja mit deinem Süßen noch was ;) Ist er denn auch schwul?
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 06 Sep 2015, 00:56

Dürfte meine bisher längste Antwort gewesen sein xD

Zuri hat geschrieben:Ja, Depression ist ebenso paradox wie interessant. Abstoßend und anziehend ebenso. Sehr ambivalent...
Das trifft sehr gut, ja!

Zuri hat geschrieben:Oder du hast dir was vorgenommen, was du noch erledigen musst und denkst dir: "Gut, dann mache ich mal was." Dann willst du das gerade machen, auch wenn es schwer fällt, da fällt dir plötzlich ein, dass es auch einem bestimmten Grund gar nicht so funktionieren kann und im selben Moment weißt du, dass du es jetzt auch nicht mehr tun wirst.
Auch das is ne teuflische Kombination.

Zuri hat geschrieben:ein, das hat nicht wirklich was mit der Depression zu tun, aber damit, dass es Spaß an sich macht.
Jop, Reisen is cool :D

Zuri hat geschrieben:Aber vielleicht wird das ja mit deinem Süßen noch was Ist er denn auch schwul?
Anderes Thema, "bisschen" kompliziert...
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 01:02

Bisher längste insgesamt oder nur in diesem Thema? :D

YB2001 hat geschrieben:
Zuri hat geschrieben:Oder du hast dir was vorgenommen, was du noch erledigen musst und denkst dir: "Gut, dann mache ich mal was." Dann willst du das gerade machen, auch wenn es schwer fällt, da fällt dir plötzlich ein, dass es auch einem bestimmten Grund gar nicht so funktionieren kann und im selben Moment weißt du, dass du es jetzt auch nicht mehr tun wirst.

Auch das is ne teuflische Kombination.

Oh ja. Ganz schlimm. Leider tritt sie so verdammt häufig auf...

Oh ja, definitiv. Fast das einzige, wofür ich Geizkragen Geld ausgebe :D

Okay, gut ;)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 06 Sep 2015, 01:08

Die für mich längste ;)

Jop, viel zu oft leider.

:lol: Na immerhin isses was Gutes^^
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 01:14

Oh, wow. Das erwartet man ja eher in anderen Threads :D Dann freut es mich, dass auch dieser Thread sich in diese Richtung entwickelt (y)

Soll, aber nicht heißen, dass kurze Kommentare schlechter sind ;)

Ja, eine gute Sache :)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 06 Sep 2015, 01:20

Ja, eigentlich ja... aber irgendwie wars grad angebracht xD

;) Kurz und knackig... :lol:

Eine sehr Gute... ;)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 01:32

Jopp, wenn man so viel nachzuholen hat :P

Genau. Wenn beides da ist, wirkt das Ganze auch ausgewogener.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon schwarzweiss » 06 Sep 2015, 11:41

Angenommen, du/ihr wäret nicht depressiv... was würdet ihr mit eurem Leben anfangen? :) Welche Ziele hättet ihr?

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 06 Sep 2015, 14:40

Naja schwarzweiss, weiß nich, ob man die Frage so stellen kann.
Ich für meinen Teil hab ja trotzdem viele ziele und fange was mit meinem Leben an.

Es ist eher so, dass man einfach manchmal nicht in der Lage ist, den Weg zu seinen Zielen zu gehen.
ich glaube, wenn ich nicht depressiv wäre, würde ich wohl kaum mehr oder weniger mit meinem Leben anfangen, sondern hätte es einfach leichter meine jetzigen Ziele zu erreichen :)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon schwarzweiss » 06 Sep 2015, 15:29

Ich kenn das ja, ich bin nicht weniger "depressiv" als ihr beiden auch. Allerdings finde ich, dass das auch ganz viel Ansichtssache bin. Dafür, dass ich zum Beispiel nie aufräumen oder eben die einfachen Dinge des Lebens erledigen konnte, hab ich mich oft unterbewusst ein bisschen fertig gemacht. Seitdem ich mir sage, dass das gar nicht schlimm ist und ich es selbst in der Hand habe, was ich wann und ob ich etwas erledige, geht es mir schon viel besser. :) Das gibt ein bisschen das Gefühl wieder, sein Leben kontrollieren zu können. :)

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 16:20

Ich glaube nicht, dass ich ohne Depression Ziele erreichen kann, die ich mit Depression nicht erreiche. Zumindest bei mir geht es eher um die kleinen Dinge. Kann vielleicht auch mit der Schwere der Depression zusammenhängen.

Ich hatte den Vorteil, dass ich schon bevor ich wusste, dass ich selbst erkrankt bin, mich mit den Symptomen der Erkrankung auseinandersetzen und Verständnis dafür aufbauen konnte, sodass ich sehr sparsam damit bin, mir die Schuld an Sachen zu geben, die ich nicht geschafft habe.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon ArokhsSohn » 06 Sep 2015, 20:36

@Zuri: Ich habe jetzt lange überlegt, ob und was ich dazu schreiben sollte, möchte nun aber doch etwas loswerden, vielleicht ist es hilfreich, vielleicht nicht.

Du hattest zunächst geschrieben, dass Du eine depressive Disposition hast, also Gefahr läufst, an Depression zu erkranken. Nun hab ich den gesamten Thread durchgelesen und an mehreren Stellen schreibst Du, bereits depressiv zu sein. Du schreibst von den einzelnen Phasen, die Du immer wieder durchlebst. Hast Du Dich mittlerweile mit einem Arzt darüber unterhalten? Ich meine, im Moment scheint sich das ja alles noch im Rahmen zu halten. Es ist bisher „nur“ die Lustlosigkeit, irgendetwas zu tun bzw. das Gefühl, sich einfach nicht aufraffen zu können, selbst wenn Dinge getan werden müssten (wenn ich Dich da richtig verstanden habe). Wenn Deine Depression aber schlimmer wird, kann sich das ganz fies noch weiter auswirken. Stell Dir vor, was passiert, wenn Du auf Arbeit bist und weißt, es müssen gewisse Dinge erledigt werden, aber Du kannst einfach nicht die Energie aufbringen, etwas zu tun.

Ich habe genau das leider schon miterlebt: Mein bester Freund leidet seit einigen Jahren an Depressionen. Es gab Zeiten, da waren sie so schlimm, dass er stationär behandelt werden musste. Bei ihm nahm es solche Auswüchse an, dass er schon mit Selbstmordgedanken durch die Gegend gewandelt ist. Der Auslöser des ganzen war ein Nichtklarkommen mit der Ausbildung, die er dann auch tatsächlich abbrechen musste. Von ihm weiß ich einiges über diese Krankheit (inzwischen kommt er damit klar, aber es ist niemals völlig weg). Ja, sie ist interessant und faszinierend, aber auch total gefährlich, weil leicht zu unterschätzen. Das Gefährliche an den Depressionen ist, dass man ganz schnell in einem Gedankenkarussell gefangen ist, aus dem man sich ohne weiteres nicht mehr befreien kann. Das weitet sich wohl aufgrund eines chemischen Ungleichgewichts im Gehirn auch immer weiter aus. Man grübelt und grübelt, und kommt nicht zum Schluss; verfängt sich immer mehr in seinen eigenen Gedanken. Die Antriebslosigkeit nimmt über Hand.

Wie ist das bei Dir? Grübelst Du über viele Sachen nach, ohne eine Lösung zu finden? Wie ist Dein Schlafverhalten? Schläfst Du gut oder hast Du da Probleme? Bist Du viel allein (in den Posts kam es zumindest so rüber)? Also befällt Dich die Antriebslosigkeit nur, wenn Du allein bist, oder auch wenn Du unter Leuten bist?
Und anders gefragt, was verschafft Dir in den schlimmen Phasen Auftrieb? Ich habe den Eindruck, dass Du Dich durchaus in eine Sache sehr gut und auch mit Eifer einbringen kannst. Bei manchen Posts blühst Du ja regelrecht auf (ich denke da nur an Deine wunderbaren Kommentare in einer gewissen Geschichte ;-) ). Ich kann mir übrigens denken, welcher Kommentar Dir letzte Woche so eine Freude bereitet hat. Es war wahrscheinlich derselbe, der auch mir immens gute Laune bereitete (und er war lange überfällig, nicht wahr?) ^^

Ich meine, es wäre vielleicht wirklich nicht verkehrt, wenn Du Dir zumindest mal einen professionellen Rat einholst, wenn Du es nicht eh schon getan hast.

Tja, irgendwie kamen mir beim lesen der ganzen Beiträge noch viel mehr Gedanken, die ich aufschreiben wollte. Ich sollte die wohl besser beim nächsten Mal gleich irgendwo notieren :D

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 21:53

Es freut mich sehr, dass ich auch mal deine (sehr geschätzte) Meinung hier lesen darf. Ja, das hast du richtig gelesen. Aber gibt es ein Verb zur depressiven Disposition? Was sollte ich sonst schreiben. Ich habe oft das Gefühl, dass sich das nicht groß unterscheidet, außer darin, wie heftig es ist.

Bisher ist bei mir am präsentesten die Lust- und Antriebslosigkeit, aber auch gepaart mit Appetitlosigkeit oder Heißhunger (beides irgendwie so mit dem Gefühl, ich will was essen, aber nichts von dem, was ich im Hause habe. So quasi die Suche nach etwas, was es nicht gibt). Dazu kommen eine negative Grundstimmung (wenn man zurückdenkt, fällt einen kaum ein Moment ein, in dem man wirklich Freude erlebt hat). Aber mir ist vollkommen bewusst, dass es anderen schlechter geht. Ich habe ja auch schon von meinem Bruder und anderen Verwandten und Freunden erzählt.

Ja, ich weiß, dass es schlimmer werden kann und es gut wäre, damit zum Arzt zu gehen. Und ich sage nichtmal, dass ich es wegen der Erkrankung bisher nicht getan habe. Aber ich habe eine geringe Selbstfürsorge und das alles dauert - das ist mir bewusst - sehr lange, auch wenn ich vorhabe, das noch zu machen.

Das mit deinem besten Freund tut mir sehr leid. Ich habe auch einen Kumpel, der bereits mehrmals in Therapie und dergleichen war. Ich kann dir aber sagen, dass ich keine Suizidgedanken hege.

Ja, ich grübele schon. Allerdings habe ich das eigentlich schon immer getan. Ich denke über zahlreiche Problemstellungen nach, bin sehr neugierig und bin der Meinung, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt, man es nur finden muss. Dabei denke ich aber weniger über mein eigenes Leben nach, sondern oft über generelle Probleme. Denken macht mir unglaublich Spaß. Ein Vorteil ist auch, dass Denken einfacher als umsetzen ist.

Mein Schlafverhalten ist soweit okay. Im Sommer war es jetzt schlechter, aber will das jetzt ebenfalls nicht auf die Depression schieben. Ich brauche etwas, bis ich eingeschlafen bin, aber ich denke mal, das ist noch im Rahmen.

Ich wohne in einer WG, wo jeder für sich selber lebt und habe derzeit nicht viel andere Sachen außer meine Ausbildung und natürlich Einkaufen, wozu ich außer Haus bin. Ausnahme ist hier, wenn ich am Wochenende jemanden besuche. Wenn ich das mache, tritt meine Depression (oder depressive Disposition) in den Hintergrund. Aber auch da bin ich jetzt nicht total unbeschwert, wie in den letzten Tagen.

Eigentlich hatte ich bisher nicht viel Auftrieb in den schlimmen Phasen, die glücklicherweise nur die oben geschilderten Symptome haben. Ausnahme war jetzt vergangene Woche. Zuvor gab es das noch nicht. Ja, die Beiträge machen mir schon Spaß, aber der ist nicht so langanhaltend. Dieser eine Kommentar war da anders. Leider macht es mir aber schon Spaß, wenn ich mit meinem eigenen Ergebnis zufrieden bin (denn Eigenlob stinkt), aber ich bin eben in vielen - aber nicht in allen Dingen - Perfektionist. Und ja, der Kommentar war überfällig :P und leider etwas zu sehr mit dem Focus auf meine Person. Das tut mir leid, Arokh.

Diese gewisse Geschichte hat schon eine angenehme Runde, auch mit einigen Personen, die ich auch außerhalb von boypoint kenne, aber wie gesagt, war die letzte Woche wirklich erstmals mit wirklicher Unbeschwertheit und Freude.

Bin sehr, gespannt, was deine anderen Gedanken sind (auch zu der gewissen Geschichte :D). Kannst du gerne deiner Antwort hinzufügen ;)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon ArokhsSohn » 07 Sep 2015, 00:39

Hey kein Problem.
ich dachte nur, da ich das ja von meinem Freund kenne und das wirklich keine schöne Erfahrung war, schreib ich auch mal was dazu.

Diese Antriebslosigkeit und die negative Grundstimmung (die finde ich am gravierendsten bei dieser Krankheit, denn sie hindert Dich einfach daran, eine Lösung zu finden, egal was Du tust) sind ja auch tatsächlich maßgebende Symptome der Depression. Was Du schilderst, erinnert mich sehr stark daran, was mein Freund mir von sich berichtet hat. Wie gesagt, bei ihm war es dann ausgeartet, daher bin ich froh, wenn Du schreibst, diese ganz speziellen dunklen Gedanken hast Du nicht. Trotzdem, auch wenn ich ja gelesen habe, dass Du es im Grunde selber weißt, warte nicht, bis es soweit ist. Wie Du selbst ja schon geschrieben hast, ist es ein schleichender Prozess.

Na ja, damit sage ich Dir ja nichts Neues, hast Du ja alles selber festgestellt. Mir ist ja auch völlig bewusst, dass es dadurch nicht einfacher wird, Dich aufzuraffen. Ich kann nur hoffen, dass Deine geringe Selbstfürsorge, wie Du sie nennst, doch ausreicht, rechtzeitig etwas zu unternehmen. Das Schlimme ist, man sieht es dem Depressiven ja auch nichtmal unbedingt an. Das heißt, Du kannst Deine Entscheidungen wirklich nur selber treffen.

Denken macht mir unglaublich Spaß. Ein Vorteil ist auch, dass Denken einfacher als umsetzen ist.

Wem sagst Du das? Das kenne ich nur zu gut ^^.

Du schreibst, Du brauchst etwas, bis Du eingeschlafen bist. Ist es, weil Dein Verstand lange braucht, um zur Ruhe zu kommen? Also wegen der Denkerei?
Dass Du Perfektionist bist, macht die Sache auch nicht einfacher, denn da ist Unzufriedenheit vorprogrammiert, was wieder zu Demotivation und daraus resultierender Antriebslosigkeit führen kann. Ist echt ein blöder Kreislauf.

Und ja, der Kommentar war überfällig :P und leider etwas zu sehr mit dem Focus auf meine Person. Das tut mir leid, Arokh.

Nein, das war schon in Ordnung so. Das bezog sich ja alles auf Deinen Kommentar in Überlänge und mit Doppelfolge ^^ Da wäre ich also fehl am Platz gewesen ;-)

Jaja, meine Gedanken... Die schwirren mir immer in den ungünstigsten Momenten entgegen und wenn ich sie dann brauche, sind sie meist wieder weg ^^. Aber gut, was mir einfällt, werde ich noch aufschreiben.

Pass auf Dich auf und gute Nacht,
Arokh

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 07 Sep 2015, 01:02

hey, ich hoffe, deinem Freund geht es mittlerweile besser. Depression ist etwas, was ich echt keinem wünsche. Es ist auch nicht wirklich mit etwas anderem negativen vergleichbar...

Jopp, "waaaas, du bist schwul?" höre ich ungefähr genauso oft wie "waaaas, du bist depressiv?" :D

Dass ich mir Hilfe suche, arrangiert eher meine Vernunft, als meine Selbstfürsorge. Früher habe ich vor dem Einschlafen viel nachgedacht, jetzt ist es nicht mehr so viel. Ich kann nicht genau sagen, warum ich brauche, bis ich eingeschlafen bin, aber vielleicht liegt es daran, dass ich kaum körperliche, sondern eher geistige Arbeit verrichte (Bürojob halt).

Unzufriedenheit über mich selber, na ja... Ich habe es meistens unter Kontrolle. Auch Selbstvorwürfe. Außer bei meinen Geschichten. Ich schreibe für mein Leben gerne, aber habe ich erst dieses Jahr begriffen, dass ich längst nicht so gut bin, wie ich dachte. Ich kann zwar Laien damit "begeistern", aber ein etwas kennenderer Blick zeigt dann doch noch etliche suboptimale Sachen.

Trotzdem, Arokh, du saßt - wie lange? -, auf der Couch, bist kein einziges Mal zu Wort gekommen und durftest dir 50% der Zeit mein Geschwafel anhören.

Ja, ich habe es manchmal, dass mein Kopf so voll, von Gedanken ist, dass ich sie einzeln nicht mehr fassen kann. Sie rauschen dann so schnell durch den Kopf, dass es wie ein Sturm wirkt, aber nichts greifbares mehr ist. Dann gibt es aber auch Momente, da ist er komplett leergefegt. Da bin ich dann nicht in der Lage an irgendwas zu denken. Ich kann dann noch nicht mal wirklich auf Fragen antworten. Auf einfache schon. Aber so Sachen wie "was möchtest du essen" oder so.

Mache ich. Dir auch eine gute Nacht,
Zuri
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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