depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 20 Aug 2015, 19:48

Naja... also ich nutz eigentlich jede gute Phase so gut, wie möglich ;)

Achso, na denn ;)

Ja. Das hab ich auch öfter... Wenn man noch Alternativen hat, is gut ;)
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 20 Aug 2015, 20:06

Jopp. Ich brauche noch etwas, bis ich die Phasen klar von einander unterscheiden kann. Aber ich versuche halt auch, die gute und die Übergangsphase so gut wie möglich zu nutzen.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 20 Aug 2015, 21:31

Das ist wahrscheinlich das Beste, was man machen kann.

Was mir so Rückblickend auffällt: Meine schlechten Phasen kommen eigentlich meistens, wenn ich alleine irgendwo bin. Zum Beispiel Abends, wenn ich hier so rumhäng, oder so^^
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 20 Aug 2015, 22:16

Jopp, auch wenn das nicht immer erfolggekrönt ist.

Ja, auf der Arbeit habe ich das auch nicht. Ist wirklich eher abends, wenn ich allein bin^^
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 20 Aug 2015, 22:23

N Versuch isses aber meistens wert.

Jop^^ Sobald man dann wieder mit Anderen in Kontakt ist und Ablenkung hat, gehts meist^^
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 21 Aug 2015, 00:33

Das stimmt. Ja, dann geht es auch.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 27 Aug 2015, 19:40

So, bin derzeit wieder in einer guten Phase. Versuche das auszunutzen. Gestern ziemlich gequält, was durchzulesen, was unbedingt fertig werden musste, aber habe es geschafft. Ein gutes Zeichen.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 29 Aug 2015, 16:02

Okay, ich merke gerade, dass es wieder schlechter wird, habe es gerade noch so geschafft, abzuwaschen. Jetzt halt was anderes produktives machen.

Aber ich wollte doch versuchen, zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Ist gar nicht so leicht. Ich hätte nie gedacht, dass das "einfache" Gefühl "Ich kann nicht" wirklich dazu führt, dass es unmöglich ist, etwas zu tun. Man einfach daran gehindert ist. Man kennt das ja, dass sowas vielleicht auftritt, wenn man etwas besonders Schweres vor hat bzw. machen muss, dass man sich einbilden kann, man kann es nicht, und dann scheitert man immer. Aber da versucht man es ja auch. Bei der Depression ist es eher anders herum. Da kann man es nicht mal versuchen. Nur mit Glück, wenn die Depression einen gerade nicht allzu fest im Griff hat und man alle Kraft zusammen nimmt, dann kann man es versuchen und interessanterweise klappt es dann meistens auch. Man darf nur nicht zu viel von sich erwarten.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 29 Aug 2015, 23:22

Es ist erstaunlich, man weiß, es gibt was zu tun, aber man macht es nicht. Warum?
Ich versuche es mal, mit den folgenden Worten zu beschreiben:

Der Unterschied zwischen Faulheit und Depression verhält sich wie
Können, aber nicht wollen
zu
Wollen, aber nicht können

Dann ist es aber nicht das nicht können, sondern auch etwas anderes. Du langweilst dich, obwohl es genug zu tun gibt. Paradox, nicht?
Du kannst das eine vielleicht nicht machen, aber dir fällt nicht wirklich eine Alternative ein. Dann kommt die Prokrastination. Sie ist kein Depressionssymtom, sondern eine Begleiterscheinung, die auch ohne Depression auftreten kann.

Viele Leute prokrastinieren (tolles Wort für ein Kreuzworträtsel :D). Das kann sein, statt Hausaufgaben zu machen, sich von einem YouTube-Video zum nächsten zu klicken. Ganz so einfach ist das natürlich nicht, aber Prokrastination ist nicht mit Faulheit gleichzusetzen.

Übrigens: Ich habe gerade eine wesentlich bessere und verständlichere Erklärung zu meinem letzten Post gefunden, die Akil verfasst hat: Schwule Geschichten > Depression.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon schwarzweiss » 30 Aug 2015, 23:34

Nimmst du dich selbst denn als "krank" wahr? Und welche konkreten Probleme siehst du zurzeit wegen der Depression?

Ich hab die gleichen Symptome, aber zweifle das ganze auch immer ein wenig an. Wenn man ehrlich ist, ist es meistens dann doch Faulheit. Und wenn man dann mal kurz vor die Tür geht, was anderes sieht usw. ist alles gleich etwas besser. Nach einem Arbeitstag bei dem ich mich aktiv einbringen musste, geht es mir abends z.B. auch viel besser als wenn ich einfach nur mal 'nen Tag lang rumhänge.

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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 31 Aug 2015, 00:22

Das letzte kann ich bestätigen. Allerdings denke ich, vermischen sich oft Faulheit, Prokrastination und Depression. Meiner Meinung nach ist das oft schwer auseinander zu halten. Ich nehme mich als "krank" im weiteren Sinne wahr. Zwar nicht so wie bei einer konkret sichtbaren Erkrankung, aber generell schon. Man könnte es auch, wenn man "krank" nur im engeren Sinne gebrauchen möchte, einfach als Problem bezeichnen. Und damit sollte ich definitiv zum Arzt.

Manchmal geht es halt und manchmal nicht. Die Probleme sind, dass ich all das, was ich nicht unbedingt schaffen muss, dann auch nicht schaffe. Also unbedingt heißt auch, dass es in diesem Moment geschehen muss. Aber du hast recht. Man sollte die Krankheit nicht als Entschuldigung oder Ausrede benutzen und immer in Erwägung ziehen, ob man nicht gerade doch nur faul ist und es doch irgendwie geht. Aber das ist nicht immer so.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 05 Sep 2015, 16:25

So, ich melde mich dann auch mal wieder. Seit Dienstag ging es mir seit langem mal wieder richtig gut. Es lässt sich kaum beschreiben, aber das Gefühl, dass sich wie ein grauer Mantel über alles legt und sonst fast allgegenwärtig ist, war mal für ein paar Tage schlichtweg nicht da. Ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt und auch schon lange nicht mehr so viel gelacht.

Es fing damit an, dass ich etwas gemacht habe, was ich schon lange machen wollte bzw. an sich im Allgemeinen auch schon mal gemacht hatte. Diesmal stellte ich fest, wie große Freude es mir bereitete. Aber erst nachher; währenddessen fiel es mir gar nicht auf. Und dann kam am nächsten Tag ein toller Kommentar auf eine Geschichte hier im Forum, der mir mehrere Tage lang gute Laune beschert hat.

Ich wusste, das Gefühl würde nicht ewig halten. Jetzt ist die Depression wieder da. Ich hatte Angst, ich würde es zu spät merken und die Erkenntnis würde über mich hereinbrechen. Aber es war ein fließender Übergang wie immer und damit nicht sehr schmerzhaft.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 05 Sep 2015, 23:56

Ach du schei*e. Hab das gar nicht mirgekriegt, dass du hier schon wieder ordentlich aktiv warst :( . Muss ich mich erstmal durchlesen...
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon Zuri » 06 Sep 2015, 00:01

Haha, lol. Tja, dachte schon: "Soll ich schreiben, oder liest dann erst recht keine mehr?" :D

Ist aber nicht so viel. ... Inhaltlich...^^
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

Beitragvon YB2001 » 06 Sep 2015, 00:20

So, fang ich mal an :)

Zuri hat geschrieben:Tja, dachte schon: "Soll ich schreiben, oder liest dann erst recht keine mehr?"
Doch doch. Ich bin dabei ^^

Zuri hat geschrieben:Ist aber nicht so viel. ... Inhaltlich...^^
Aber viel, was in die Antwort soll ;)

EIn gutes Zeichen ist immer gut ;)

Zuri hat geschrieben:Du langweilst dich, obwohl es genug zu tun gibt. Paradox, nicht?
Sehr paradox sogar. Genau so interessant eigentlich, wie der rest der Krankheit.

Zuri hat geschrieben:Das kann sein, statt Hausaufgaben zu machen, sich von einem YouTube-Video zum nächsten zu klicken.
Das kenn ich auch... :lol:

Danke für den Link, zu Akils Post. Hab ich eben mal angefangen zu lesen und liest sich sehr gut und interessant. Er beschreibt da in der Tat sehr gut das, was du versuchst zu beschreiben. Durchaus hilfreich für "Außenstehende", die es verstehen wollen.

Ne Mischung aus Depression, Faulheit und Prokrastinantion sehe ich wie ein Gift. Erst will man noch, aber kann nich und dann will man auch nicht mehr...

Zuri hat geschrieben:Es lässt sich kaum beschreiben, aber das Gefühl, dass sich wie ein grauer Mantel über alles legt und sonst fast allgegenwärtig ist, war mal für ein paar Tage schlichtweg nicht da. Ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt und auch schon lange nicht mehr so viel gelacht.
Das war bei mir die letzten Wochen so. Tatsächlich über einen sehr langen Zeitraum, da ich ja in der Zeit viel unterwegs war ;)
Wobei es bei mir in den Wochen eigentlich eher extrem Phasenhaft zu ging. Die Zeit, in der ich unterwegs war, war eine reinste Befreiung. Alles war super und cool und von der Deprssion keine Spur. Aber wenn ich dann mal wieder n Tag Zuhause war, gings gleich Bergab.

Zuri hat geschrieben:Ich wusste, das Gefühl würde nicht ewig halten. Jetzt ist die Depression wieder da. Ich hatte Angst, ich würde es zu spät merken und die Erkenntnis würde über mich hereinbrechen. Aber es war ein fließender Übergang wie immer und damit nicht sehr schmerzhaft.
Bei mir liefs leider nicht ganz so leicht. Die letzten drei Ferientage gings bergab und am ersten Schultag kam dann der schmerzhaft harte Aufprall am Boden.
Da war ich heute aber sehr froh, dass ich mich mit meinem Süßen(leider bisher nur einseitig...) treffen konnte. Der bringt mich immer zum Lachen und dann is die Depression auch erstmal nicht so gegenwärtig.
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Re: depressive Disposition (?) – wie ich erst anderen helfen wollte

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