ADS / ADHS

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Schakal
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Re: ADS / ADHS

Beitragvon Schakal » 10 Aug 2011, 17:04

Bei mir wurde ADS in der 3. oder 4. Klasse diagnostiziert (weis es nicht mehr ganz genau, aber es war auf jeden Fall noch in der Grundschule) Anfangs war ich in einer Ergotherapie, und später dann kam ich in ein sogenanntes IZH. Dort habe ich dann im Prinzip gelernt mit meinem ADS umzugehen und es als natürlichen Aspekt meiner Persönlichkeit anzunehmen. Ich war echt gern dort, hatte mir als Kind auch riesen Spaß gemacht :D

Zur Behandlung mit Medikamenten: In der anfänglichen Zeit im IZH hat man mir die Möglichkeit der Einnahme von Medikamenten angeboten, was ich auch erstmal angetestet habe. Ich weis nicht mehr was das für ein Zeug war, aber das diente dazu meine Konzentrationsfähigkeit (beispielsweise wärend der Schule) zu steigern sodass ich mich zeitweise auf meine Arbeit fokussieren konnte, ohne das mich das Geschehen in der Klasse sofort ablenkte (doofe Reizüberflutung -.-) Als Nebenwirkung kam es bei mir zu einem fehlenden Hungergefühl und dazu das ich schlecht einschlafen konnte. Deshalb sind wir damals dazu übergegangen das Medikament nur noch einzunehmen wenn eine Arbeit anstand und nach einer Weile haben wir es dann ganz abgesetzt. :D

Mit meinem ADS hab ich nur selten Probleme, aber ich bin trotzdem ganz glücklich :)
Ich mach mir auch keine sonderlichen Gedanken darüber, ich habe gelernt damit umzugehen und damit hat sich die Sache für mich auch schon erledigt.
Say goodbye
As we dance with the devil tonight

Re: ADS / ADHS

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MiaCherry
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Re: ADS / ADHS

Beitragvon MiaCherry » 27 Aug 2011, 01:52

Ich denke - wie scheinbar auch einige Vorposter - dass man mit der Diagnose AD(H)S gaaaaaanz vorsichtig sein sollte. Mir wurde es bereits als Kind diagnostiziert und ich bin dagegen behandelt worden. Die Symptome, die nur teilweise wirklich was mit ADS zu tun hatten, wurden allerdings kein Stück besser, sondern immer schlimmer und schlimmer, und kaum war eines in den Hintergrund gerückt, kam ein anderes krasser zum Vorschein. Ich wurde von Therapeut zu Therapeut weitergereicht (okay, um ehrlich zu sein hab ich auch ne Menge einfach abgebrochen...) und jeder hat mir eine neue Komorbiditätsdiagnose (gibts das Wort? ^^) hingeknallt, alles diagnostiziert auf der Basis "die hat ADS". Weiter nachgehakt wurde eigentlich nie, denn ein paar der Symptome habe ich ja (auch bis heute noch) und das hat den Ärzten offenbar ausgereicht, um die bestehende Diagnose ohne Hinterfragen anzunehmen. Dass etwas anderes dahinter stecken könnte und die Therapien vielleicht deshalb nichts gebracht haben, ist ihnen wohl nie wirklich in den Sinn gekommen.

Naja. Vor einigen Jahren kam dann mal eine andere Krankheit ins Spiel, wurde verworfen, jetzt wieder aufgenommen letztens safe diagnostiziert, wie das halt so ist, und das Ende vom Lied: weil bei mir irgendwann vorschnell mal eben ADS diagnostiziert wurde, wurde ich jahrelang gegen die falsche Krankheit behandelt. Wie förderlich das war, kann sich sicher jeder vorstellen.

Heute, nachdem ich mich jahrelang (eher unfreiwillig) mit verschiedenen Diagnosen auseinandergesetzt habe, bin ich mir zu 100% sicher, dass ich kein AD(H)S habe.
Odi et amo. Quare id faciam, fortasse requiris.
Nescio, sed fieri sentio et excrucior.

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Re: ADS / ADHS

Beitragvon Sponsored » 27 Aug 2011, 09:19

Hey also bei mir war es kurz und knapp so: während meiner Grundschulzeit war ich unruhig, auffällig, frech, vorlaut, habe gestört, war nicht der Norm entsprechend. Diagnose ADS. Aber - und echt gottseidank - hat meiner Mutter konstant dagegen gehalten und gesagt, dass ich halt nur ein bisschen lebhafter bin. Das rechne ich ihr unglaublich hoch an. Eins ist sicher, ich habe kein ADS!
Ich hatte auch einen Freund, damals Nachbar, dem die Eltern sofort nach so einer Diagnose Ritalin geben haben. Auf Anraten eines Arztes hin. Ich kann euch nur sagen: es hat das Leben für ihn keinesfalls leichter gemacht - ich habe erlebt, wie aus einem quirrligen jungen aktiven Menschen jemand wurde, der sich zurückzieht, depressiv ist und keine Freunde hat und ich glaube doch, dass das sehrwohl mit der Medikation zu tun hat... Er nimmt das Zeug noch Heute 2 mal am Tag oder so und weil ich ihn echt mag, macht es mich immernoch traurig.

Ich schliesse mich den Beiden oben an und kann aus meiner kurzen Lebenserfahrung her sagen: ADS oder ähnliche Diagnosen werden leider viel zu oft zum Vorteil von genervten oder überforderten Eltern ausgesprochen - oder sicherlich auch, weil Ärzte und Psychologen einfach keine Zeit haben, sich solchen Kindern in Ruhe zu widmen oder sie zu verstehen. Wir leben bekanntermaßen in einer Normgesellschaft und das sind Probleme, die so etwas mit sich bringt.
Es ist leider für viele Menschen einfacher ihr Kind mit Medikamenten ruhig zu stellen, als mal eine Runde in den Park zu gehen oder ne Runde Rad zu fahren...Ich will die Krankheit als solche nicht anzweifeln, aber böse Dinge geschehen nun mal...

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Yahool3r
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Re: ADS / ADHS

Beitragvon Yahool3r » 27 Aug 2011, 12:17

Ich glaub, dass viele Leute, bei denen es in der Grundschule diagnostiziert wurde, einfach kein AD(H)S haben. Mein Bruder z.B. hatte in der Schule oft genervt und sie Lehrere bis zur Weißglut getrieben und dann hatte mal eine Lehrerin behauptet er habe ADS. Er musste zum Arzt und sollte auch Ritalin bekommen, aber zum Glück hat sich unser Arzt geweigert Ritalin zu verschreiben, weil er das einfach für unfug hielt. Es hat sich nachher auch herausgestellt mein Bruderwar einfach unterfordert und hat sich gelangweilt. Jetzt zum Beispiel zeigt er keine Symptome von ADS und ist ein 1ser Schüler. Ich find es schlimm ADS, oder ADHS schon in der Grundschulzeit zu diagnostizieren, denn die Chance einer fehldiagnose ist einfach zu groß.
Gimme love,
gimme dreams,
gimme a good self esteem

hrastyy
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Re: ADS / ADHS

Beitragvon hrastyy » 28 Aug 2011, 00:18

Auswertung:

61-76 Punkte - Falls keine neurologischen Schäden diagnostiziert wurden, kann bei dieser Punktzahl von schweren Problemen bei der Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung und damit verbundenen Konzentrationsstörungen ausgegangen werden. Sollten noch weitere negative Systemfaktoren hinzukommen, würde ich Ihnen eine systemische Beratung bzw. Therapie dringend empfehlen.

Bei Zeile 10 oder 20 musste ich schon darüber lachen dass ich bisher alle Punkte erreicht hatte....
aber irgendwie kam ich mir doch ganz schön bescheuert vor als ich bei wirklich jeder Frage zwei Punkte vergeben musste^^

Naja, wenigstens hatte ich alle Punkte^^

Nein, ich hab das nicht nur gemacht um blöd dazustehen.
Ja, ich habe den Test ehrlich beantwortet.
Nein, ich werde zu keinem Psychiater, Neurologen oder sonstwem deswegen gehen...

Re: ADS / ADHS

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