Was bin ich?

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Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 26 Apr 2008, 14:18

Hallo, ich hab schon lange im Internet nach einer solchen Seite gesucht, und bin dan schließlich rein zufällig über dieses Forum gestolpert. Ich bin regelreicht begeistert davon. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass es nicht falsch sein kann, mein Problem hier im Forum zu schildern...

Um was es eigentlich geht: Ich weiß nicht was ich bin: schwul, bi oder hetero. Ich weiß, es ist eine schon oft gestellte frage und ich will auch die Definition gar nicht wissen, aber ich schaffte es bisher nicht mich richtig in dieses Schema einzuordnen.

Also: angefangen hat es eigentlich ganz harmlos. Meine erste, sagen wir "Beziehungsneugier" kam mit etwa 14 Jahren. Der Grund warum ich das so bezeichne ist deshalb, weil für mich sexuelle interessen sehr nebensächlich sind. Für mich ist es vorrangig wichtig, jemanden zu haben, dem man vertrauen kann, dem man alles erzählen kann, den man umarmen kann etc.

Ich habe zu diesem Moment eine höhere Schule besucht, hab mir gewünscht eine Beziehung mit einem Mädchen zu haben, was aber nie wirklich geklappt war. Ich war einfach nicht interessant, bin emotional wie ein stein, und dass ich einen charme hab, kann ich auch nicht behaupten *g*. Sprich, Beziehungen der nächsten 5 Jahre haben nicht mal wirklich angefangen. Außer bei einem Mädchen die ich mit 17 beim Führerschein kennengelernt hatte. Wir haben uns auf anhieb gemocht, hatten spaß miteinander, nur hab ich wieder einen pfusch gedreht und das ganze war ebenfalls wieder innerhalb kürzester Zeit vorbei. Irgendwann hab ich dann die Fehler bei mir gesucht, und bin zu der Überzeugung gekommen, dass mich die Mädchen nicht so interessieren wie sie sollten. Mit waren sie einfach egal. So hübsch und attraktiv hätten sie gar nicht sein können. (Bevor es zu Missverständnissen kommt. Männer waren mir ebenso vollkommen gleichgültig). Dennoch hab ich mich da das erste Mal gefragt, ob ich vielleicht schwul bin. Diese Vermutung ist, um so länger der Zustand angedauert hat, immer häufiger gekommen.

Vor einem Jahr war meine Hochschul-Abschlussprüfung und bin jetzt von Vater Staat gerufen geworden, meinen Präsenzdienst für mein Land zu absolvieren. Ich hab einen Jungen kennengelernt, dem man es ankennt dass er Schwul ist. Er kommt auch mehr als gut damit klar. Vorher muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor in meinem Leben jemanden gehabt hab, den ich als "Freund" bezeichen kann. Ich bin die letzten 20 Jahre praktisch alleine aufgewachsen.
Nun ja, er war mir von Anfang an sympatisch. Ich hab ihn sehr gemocht. Aber gleichzeitig bin ich ihm aus dem Weg gegangen, eben deshalb, weil ich angst hatte, dass ich schwul wäre. Eines Tages hat er sich zu einem Hetero hingekuschelt, und ich muss zugeben ich bin regelrecht eifersüchtig geworden. Ich habs mir nicht anmerken lassen, aber...tja, nachher war ich über dieses Gefühl regelrecht erschrocken.
Um den ganzen eins drauf zusetzen sind wir dann miteinander in eine 2er-Gruppe zugeteilt worden. Das heißt ich sehe von nun an bis zum heutigen Tage mehrere Stunden durchgängig. Wir haben uns von beginn an gut verstanden, haben uns gemocht, es hat einfach alles gepasst. Es hat nicht lange gedauert bis ich ihn als "bester Freund" abgestempelt hab. Bald darauf hab ich begonnen ihn zu vermissen...die Wochenenden, ein planker Horror. Es gibt keine Sekunde wo ich nicht an ihn denken kann. Ich träume von ihn, davon wie er mich in ie Arme nimmt und mir zuflüstert wie sehr er mich liebt...
Meine Laune sank. Ich wurde Depressiv, war einfach voll am Ende. Mein Freund hat davor natürlich was mitbekommen, und hat mich gefragt, was los sei. Ich hab ihm gesagt dass ich schwul sei, und ich es bewundere wie sehr er damit zurecht kommt. Er hat sich mir angenommen, und hat mir geholfen über das ganze hinwegzukommen...
Seitdem hat sich zwischen und eine wirklich großartige Freundschaft entwickelt. Ich hab es ihm bis heute nicht gestanden was ich für ihm empfinde, aber ich lass ihm es immer wieder spüren. Irgendwann hat er schließlich angefangen, mir zu sagen, dass er froh ist, dass wir beide zusammengesteckt wurde, gucken uns immer wieder lange in die Augen...ich bin einfach...glücklich mit ihm. Alles wäre perfekt, hätte nicht ein gewisses Mädchen bei uns angefangen. Auch wir verstehen uns gut, ich vermisse sie auch, liebe sie auch, aber eher im den Sinne wie man eine Schwester liebt. Dennoch kann ich mir eine Beziehung mit ihr vorstellen. Aber dies hat mich erneut aus der Bahn geworfen, habs aber noch niemandem anvertraut.

Was meint ihr dazu. Bin ich hetero oder schwul? Ich kann mir sowohl eine Beziehung mit einer Frau als auch mit einem Mann vorstellen, finde aber vom optischen her weder das eine oder andere Geschlecht "Begehrenswert". Ich schaue fast ausschließlich auf innere Werte. War ich einfach nur zu lange alleine, dass ich mich schon aus einsamkeit schon in die menschen verliebe mit denen ich auskomme? Ich weiß es nicht. Ich hoffe ihr könnt mir da irgenwdie helfen, bevor ich mich Hals über Kopf in eine Beziehung stürze, die dann keine Zukunft hat. Und bevor die Frage kommt, mit wem ich eher schlafen könnte. Früher mehr mit Frauen jetzt sinds die Männer. Aber beides gleichzeitig ist mir noch nie untergekommen. Oder sagen wir so: die Gedanken wechseln sich nicht ab. Es ist immer ein Entweder-Oder.
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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 26 Apr 2008, 15:40

huch.. interessant... tönt fast wie mein Leben....

mach momentan eine ähnliche sache durch.... und muss sagen dass ist wirklich verdammt schwierig... und was du bist???? k.A. hab mich auch schon gefagt, vieleicht sollten wir einen Namen dafür erfinden :D :lol:
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Re: Was bin ich?

Beitragvon Roby » 26 Apr 2008, 21:38

mhhhh..... schwierig schwierig... du musst dir über deine gefühle ins klare kommen. am besten wäre es, wenn du dich von beiden mal so 1-2 wochen abkapselst (urlaub alleine ect.) dann wirste sicherlich bald merken, wer für dich nur ein guter freund/eine gute freun din ist, und ob und bei wem da mehr ist

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Re: Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 27 Apr 2008, 09:53

huch.. interessant... tönt fast wie mein Leben....

mach momentan eine ähnliche sache durch.... und muss sagen dass ist wirklich verdammt schwierig... und was du bist???? k.A. hab mich auch schon gefagt, vieleicht sollten wir einen Namen dafür erfinden


Wäre vielleicht ganz angebracht. Kanns echt nicht einteilen. Ich dachte eigentlich meist dass ich hetero bin. Dann hat's an einem Tag einfach "Klick" gemacht, und seitdem fühl ich mich eher zu Männern hingezogen... Ist seltsam, ich dachte so was kommt schleichend, und nicht an einem zum anderen Tag. Mann vielleicht bin ich ja shizo *gg*.

mhhhh..... schwierig schwierig... du musst dir über deine gefühle ins klare kommen. am besten wäre es, wenn du dich von beiden mal so 1-2 wochen abkapselst (urlaub alleine ect.) dann wirste sicherlich bald merken, wer für dich nur ein guter freund/eine gute freun din ist, und ob und bei wem da mehr ist


Nun ja... so ein Fall war erst mal seit kurzem. Er ist auf Urlaub gefahren, und war eine Woche nicht da. Ich hab das Gefühl gehabt als würd ich in dieser Woche nicht wirklich leben. Ich hab mich gefühlt als wäre ein Familienmitglied gestorben. Ich war einfach fertig.
Bei meiner Freundin würde es nicht so sein, das kann ich jetzt schon mit sicherheit sagen. Wie gesagt, sie ist eher eine Schwester.

Die Frage was mich beschäftigt ist eher die: kann man schwul sein und sich gleichzeitig eine Beziehung mit dem anderen Geschlecht vorstellen? Vom optischen her kann ich mit gewissheit sagen, dass für mich weder das eine noch das andere Geschlecht einen reiz hat. Damit mir jemand zum gefallen anfängt, muss ich die Person wirklich gut kennenlernen. Sonst sind sie mir völlig egal.
Verliebt hab ich mich bisher etwa 3x in ein Mädchen, aber diese verliebheitsgefühle kommen nicht mal, wenn man alle 3 zusammenlegt, bei weiten nicht zu dem hin, was ich für "ihn" empfinde. Ich weiß nicht. Mit 20 sollte man es eigentlich schon wissen. Oder?
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Re: Was bin ich?

Beitragvon Roby » 27 Apr 2008, 10:58

nei, gibt männer, die merken erst mit 40, wennse schon mit na frau verheiratet sind, das männer sie doch mehr ansprechen... naja also wenn du mich fragst bisse schwul oder zumindest bi mit extremer tendenz zu schwul... aba rausfinden musst du letztendlich was du bist... kann dir keiner abnehmen

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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 27 Apr 2008, 11:39

wegem shizo... ich denke das ich schon lange bin :lol:
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Re: Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 27 Apr 2008, 12:15

:D

@CH-Boy. du hast oben folgendes geschrieben...

mach momentan eine ähnliche sache durch....


Wie ist das bei dir eigentlich? Ich möcht dir nicht zu nahe treten, bin nur neugierig.
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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 27 Apr 2008, 12:52

was meinst du?? soll ich die ganze Story euch erzählen oder was??? komm ned ganz draus :oops:
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Re: Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 27 Apr 2008, 12:59

okay, kein problem. :wink:
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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 27 Apr 2008, 13:13

also: Da war dieser Junge... alles Beagnn eigentlich letzten Sommer als ich meine Ausbildung begann...Ich hatte mich ein paar Wochen vorher von meiner Freundin getrennnt. Wir begann mit einem seminar( von der Firma aus in der ich arbeite.) Mir fiel da ein gewisser Junge ins Auge(zu dieser Zeit war ich eigentlich in der festen Überzeugung dass ich Hetero bin). Ich fand heraus dass ich mit ihm in der Selben abteilung arbeite und dass ich auch in der selben Klasse bin. Wir verstanden uns nicht wirklich schlecht.. aber die Beziehung war speziell... Als ständen beide unter Spannung... das ging auch so bis vor ein paar monaten... Ich machte eine Art inneres Outing durch... es ging mir schlecht und so.. bis ich diese Seite hier fand und fand neues Selbstvertauen... Ich merkte dass ich ihn liebte..... dann begann ich ihn anzumachen(nicht wirklich ernst da wir immer irgend welchen scheiss machten...) Die reaktion überraschte mich.. zuerst kahm eine Ablenung(aber nicht wirklich fest) und wenn ich ihn ihn ruhe liess(ein paar tage) kam plötzlich mal seine Hand auf mein Bein.....
Das ging vieleicht ein paar Monate...
Und dann brach das Eis... vor ca. einer Woche.. es kahm aber ganz anders als erwartet... wir sind jetzt gute Kumpels und das ist auch gut so..... :lol:

Irgendwie komisch... doch mir gehts gut so wies ist. gefühle sind nicht mehr die selben wie vorher....
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Re: Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 27 Apr 2008, 14:41

du hast recht...unsere Geschichte ist wirklich fast die selbe. Nur dass es bei dir irgendwie schneller geklappt hat. :)

Bei mir zieht sich das ganze schon über ein halbes jahr... : :(

Ich hoffe, dass die Freundschaft zwischen euch lange hält. Alles Gute
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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 27 Apr 2008, 16:17

danke, vieleicht solltes du den ersten schritt wagen...
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Re: Was bin ich?

Beitragvon mafloni » 27 Apr 2008, 16:37

ich versuchs....nur hab ich Angst davor bei einer falschen Reaktion ihn auch noch als Freund zu verlieren. Mal sehen, wenn es weiterhin so gut läuft ergibt sich das ganze sogar von ganz alleine :)
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Re: Was bin ich?

Beitragvon CH-Boy » 27 Apr 2008, 17:10

ich wünsch dir viel glück...
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Re: Was bin ich?

Beitragvon Don Gerome » 28 Apr 2008, 01:56

Ich kann mich sehr gut in Deine Lage reinversetzen, ich bin im Moment auch sehr stark im Zweifel, ob ich nun bi mit starker Neigung zu Männern bin oder schwul mit einer Tolleranz gegenüber Frauen. Auch ich wüsste gerne eine Antwort, die sich nur schwer finden lässt. Ich denke die beste Antwort darauf ist die eigene Stimme. Natürlich können Dir Leute einen Rat geben, aber niemand kennt Dich so gut wie Du Dich selbst.

Ich glaube, wenn man mir auf meine Frage eine solche Antwort gäbe, wäre ich auch nicht wirklich zufrieden, aber es ist das einzige, was hilft: Warten, gucken und (hoffentlich) bald eine Antwort finden, die aus einem selber ans Tageslicht dringt. (Uh, wie lyrisch 8) )

Wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück :)

Don
Zuletzt geändert von Don Gerome am 28 Apr 2008, 01:59, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Was bin ich?

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