Outen ist nötig? Find ich traurig.

Rund ums Coming-Out - wenn es das überhaupt gibt.
ich1929
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Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon ich1929 » 25 Apr 2014, 22:46

Hi, ich wollte mal wissen, was ihr davon haltet sich zu outen. Ich lehne das ab weil ich es überflüssig finde. Heten sagen ja auch nicht 'Überraschung ich steh auf Frauen' oder so warum sollen wir das also anders machen? Ich finde das leicht diskrimienierend weil es ja so ist als müsse man die Leute warnen was ja nicht nötig ist. Und ausserdem wenn ich dann mit nem Typen zusammen komme und ihn mit nach hause bringe merkts ja jeder und das ist dann früh genug.
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Outen ist nötig? Find ich traurig.

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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon lukasimo » 26 Apr 2014, 00:01

Ich teile deine Meinung. Aber, so wie ich, kann ich mir vorstellen, dass viele Leute sich eher im Gespräch outen.

Nach dem Motto: was ist eigentlich dein Typ?
Ach, ich steh eher auf jungen.

So zumindest lief das grob bei mir ab. Ich hätte dabei auch nicht das Gefühl mich jetzt zu outen, es war mehr eine Nebensächlichkeit.
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Poseidon25 » 26 Apr 2014, 00:44

Es is ganz alleine deine Entscheidung ob du warten willst bis du einem Freund hast, oder wie lukasimo schon geschrieben hat, es einfach beiläufig mal erwähnst. Früher oder später kommt es eh raus :D
Es mag diskriminierend sein aber in unserer Gesellschaft is hetero eben normal und schwul/lesbisch nicht so.. leider :/
Ganz alleine deine Entscheidung wann/wo und überhaupt du dich outest. Wenn es so weit ist dann wünsch ich dir alles gute :)
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Yahool3r » 26 Apr 2014, 08:15

Es gibt schon sehr, sehr viele Threads mit genau diesem Thema und der aktuelle schwirrt hier bestimmt im Coming-Out Bereich rum. ;)

immer diese Coming-Out Idealisten^^ es wäre zwar toll, wenn es nicht nötig wäre, weil es ja ganz normal ist, aber in der Gesellschaft ist es halt noch nicht etwas normales und deswegen ist auch jedes Erwähnen der eigenen Sexualität ein Coming-Out. Es ist einfach noch nötig und jeder der das bestreitet, träumt idealisierend an der Realität vorbei...so das ist extra versteckt, damit der aktuelle und nicht dieser Thread für die Diskussion genutzt wird.
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon coldeye » 27 Apr 2014, 00:55

Nötig ist es prinzipiell natürlich nicht. Kann ja jeder so handhaben wie er das möchte. Ich für mich selbst wollte es aber zumindest meinen besten Freunden sagen weil man sich ja grad beim Feiern auch öfters mal über "die geile Sau da drüben" unterhält und da möchte ich einfach meinen besten Freunden sagen können dass ich "den schnuckligen Typen da drüben" viel toller finde!

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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Vielreder » 27 Apr 2014, 12:15

Ach was soll man dazu sagen. Das Homosexualität nicht normal ist ist Fakt, und dass es nicht vollständig toleriert wird ist ebenso Fakt.
Ich finde das mit dem Outen an sich ist doch nicht das Problem, ich finde es gut wenn andere Leute das wissen, vermeidet im Ernstfall auch Enttäuschungen oder kann anderen helfen wenn sie auf jemanden stehen.
Das eigentliche Problem ist dass das Outing so eine große Sache ist, da es eben genügend Leute gibt die das nicht ohne weiteres hinnehmen. Theoretisch müsste man die Kinder so erziehen dass man ihnen vorher nicht sagt dass sie später mal eine Frau bekommen und alles, das hilft den Homosexuellen später nur wenig.
Aber es bleibt Fakt dass Homosexualität nicht die Norm ist, deswegen wird es wohl nie Realität werden dass es ohne weiteres und normal hingenommen wird. Es gibt auch genug anti-homophobe Leute die nicht normal reagieren, besser gesagt die meisten.
Nicht dass das schlimm wäre wenn ein Mädchen nun sagt dass sie es cool findet, beweist doch aber dass es nicht zu 100% normal ist.
Das Outing ist also leider eine zu große Sache, und das wird sich wohl nur langsam ändern aber man sollte es mal positiv sehen. Wenn man sich die bisherige Entwicklung anschaut hat die Akzeptanz einen wirklich gigantischen Sprung gemacht, vor 50 Jahren haben sich die Leute noch nicht mal getraut zu outen meines Wissens nach.
Also: Immerhin kann man sich schon outen, und man kann wohl optimistisch sein dass der Umgang damit in Zukunft noch besser wird. Gerade da langsam etwas mehr aufgeklärt wird (wenn auch nicht vollständig) und z.B. die katholische Kirche mit Papst Franziskus I. von dem Trip mehr und mehr wegkommt Homosexuelle so schlecht darzustellen.
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Epinephrin » 28 Apr 2014, 00:24

Um das eben aufzugreifen: Ich finde es immer so interessant, dass man davon spricht, was normal ist und was nicht.
Für mich, und mittlerweile habe ich mein Umwelt diesbezüglich auch belehrt, ist einfach der begriff "normal" unpassend.
An sich, ohne zu überlegen, kann man das schon sagen, jedoch ist ja wirklich niemand dazu sozusagen ermächtigt zu entscheiden, was normal ist und was nicht. Auch wenn man sagt, dass etwas der gesellschaftlichen Norm entspricht... Ich finde es wirklich lächerlich, aber es gibt wohl kein anderes Wort, welches keine Wertung mit sich trägt.
Im Endeffekt sollte ja jeder einzeln darüber entscheiden, was "normal" ist und was nicht.
Ich kann nur zustimmen, dass die Gesellschaft bzw. Die Menschheit selbst noch viel zu weit davon entfernt ist, dieses idiotische Denken und Verhalten abzulegen.
Und um auf die Frage zurückzukommen:
Es ist nicht nötig sich zu outen. Man ist niemandem gegenüber verpflichtet zu sagen, welche Vorliebe hat bzw. zu welcher sexuellen Orientierung man gehört. Es ist ja schließlich einfach etwas Persönliches, was ausschließlich die eigene Person angeht. Man sollte sich generell nichts von außen vorschreiben lassen. Schon gar nicht von der Gesellschaft :D :D
Einfach weil man auch nicht als heterosexueller Mann sagt, dass man auf Frauen steht und bald eine Freundin nach Hause bringt.

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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon aussiegerman » 28 Apr 2014, 11:54

Also ich finde es auch traurig, dass viele ein Outing als "notwendig" ansehen. Ich kann mir vorstellen, dass es einfacher ist einen Partner zu finden, wenn man geouted ist. Auch wenn viele Menschen heute nichts negatives in der Homosexualität sehen, sind sie doch überrascht wenn ein guter Freund jetzt Plötzlich schwul ist. Ähnlich wars doch als dieser Fußballer sich geouted hat. Es gab viele Menschen die lauthals geschrien haben "Ich finds ja so toll, dass er sich outed!" Und wenn man sie gefragt hat was so toll daran ist kommt nur ein "Weils so normal ist." zurück. Ja Mensch wenn es in unserer Gesellschaft wirklich als "normal" angesehen würde, dann würde es keine Sau interessieren und niemand würde mehr so eine Große Sache aus dem Comming out machen.

Aus meinem jetzigen Standpunkt Ich würde meinen Eltern erst erzählen, dass ich bi bin, wenn ich nen Freund oder so hätte. Ich hab zu viel Angst dass mein dad sonst irgendwie komisch wird und so weiter. Auf der anderen Seite erwartet niemand, dass ich etwas für Kerle finde und somit wird es schwierig aufm Dorf jemanden zu finden.

Ich träume auch von einer Welt, wo es völlig "unnötig" ist sich zu outen. So unegfähr nach dem Prinzip, dass man gefragt wird "stehste eher auf Männer, auf Frauen oder beides?" anstatt immer von seiner Verwandschaft gefragt zu werden "Haste schon ne Freundin?".
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Flo1992 » 28 Apr 2014, 18:51

Vielreder hat geschrieben:Ach was soll man dazu sagen. Das Homosexualität nicht normal ist ist Fakt...,
... Aber es bleibt Fakt dass Homosexualität nicht die Norm ist ...

Im Umkehrschluss bin ich, und sind viele hier im Forum abnormal.
Danke für das Kompliment.

Setze ich die Norm gleich mit einem Regelwerk begehe ich also permanent Regelverstösse aufgrund meiner homosexuellen Identität?

Wir wären wohl einen grossen Schritt weiter wenn wir selbst nicht von Norm sprechen würden.
Ich betrachte zumindest meine Orientierung als aussergewöhnlich.

Braucht man ein Coming-Out?
Diese Frage wird man nie beantworten können, im Sinne von "richtig" oder "falsch".
Dies muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Ich habe den Vorteil dass ich in einer Großstadt geboren wurde, aufgewachsen bin, die Schulzeit verbrachte, und dass ich nun in einer Großstadt studiere.
Dies sind sicherlich "Vorteile" gegenüber (man verzeihe mir bitte, bitte das folgende Klischee) einer Kindheit und Jugend in einem bayerischen 1000-Einwohner-Kaff.

Ich muss auch gestehen dass ich nie ein Coming-Out hatte (hierunter verstehe ich die klassische Situation gegenüber den Eltern, dem besten Freund, der besten Freundin "...du, ich muss dir etwas ganz Wichtiges sagen ...").
Ich hatte im Alter von 13 Jahren (es war ein schleichender Prozess) festgestellt dass ich schwul bin. Diese Situation erleben ja sehr viele von uns. Man stellt fest dass Mädchen zwar hübsch sind, aber mehr auch nicht. Bei dem Anblick eines hübschen Jungen erhöht sich aber der Blutdruck, in der Hose erhöht sich auch etwas, und irgendwann hat man auch ganz konkrete Vorstellungen was denn wäre, wenn man mit seinem Schwarm alleine wäre, und und und
Ich war 15 Jahre alt als meine Mutter beim Mittagessen u.a. die Frage nach einer Freundin stellte, oder ob ich bereits eine "ausgesucht" hätte.
Meine Antwort:
"Ja Mama, ich bin in Jan verliebt."
1 Minute Pause
"Weiss er dass du in ihn verliebt bist?"
"Nein, aber ich hoffe dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, und er auch etwas für mich empfindet."
(wir wurden Jahre später tatsächlich ein Paar, und waren es 3 1/2 Jahre lang - bis er fremdging)

Ich hatte und habe das Glück tolerante Eltern zu haben.
Ich bedauere jeden und jede die nicht in vergleichbarer Situation leben.
Meine Vorgehensweise ziehe ich bis heute durch. Ich oute mich nicht im eigentlichen Sinne. Wenn mir aber jemand die Frage nach einer eventuellen Freundin stellt antworte ich i.d.R. "nein, momentan habe ich keinen Freund"
Ich habe natürlich nicht nur positive Reaktionen erlebt.
Bei der Erstsemesterparty fragte mich ein Kommilitone nach einer Freundin. (Da ich damals noch mit Jan eine Beziehung hatte antwortete ich "Ich habe einen Freund".)
"Was? Du bist schwul?"
"Man könnte es so formulieren. Probleme?
"Du bist ein Arschficker?"
"Höre mir jetzt ganz gut zu: ich bin schwul; reduziere mich aber bitte nicht auf eine sexuelle Handlung. Schwulsein bedeutet für mich dass ich mit einem Jungen zusammenlebe. Dieses Zusammenleben besteht nicht nur aus Sex. Dieses Zusammenleben besteht aus Liebe, aus einem "füreinander-dasein", aus "zusammen heulen", "zusammen lachen", das Leben mit einem Jungen gemeinsam zu leben. Und jetzt gehst du besser, denkst über meine Worte nach, und wenn du wieder vernünftig denken kannst, kommst du wieder an diesen Tisch."
Er ging nicht. Er blieb. Er ist heute mein bester Freund und war nach meiner Trennung von Jan jede Minute für mich da.

Aus Unterhaltungen, Diskussionen, Erlebnisberichte in den Szenen von Trier und Nancy kann ich jedem, der in einem homophoben Umfeld lebt, nur folgendes empfehlen:
eine Vertrauensperson aussuchen
Klartext reden
ist diese Vertrauensperson nicht vorhanden:
recherchieren ob es Selbsthilfegruppen in Wohnortnähe gibt
hier im Forum um Rat fragen

es gibt für jeden Fragesteller einen Teilnehmer der in einer vergleichbaren Situation war
Beim Militär verliehen sie mir einen Orden, weil ich zwei Männer tötete,
und entließen mich,weil ich einen liebte.

selbst verfasste Grabinschrift von Leonard Matlovich

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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Vielreder » 28 Apr 2014, 19:24

Flo1992 hat geschrieben:
Vielreder hat geschrieben:Ach was soll man dazu sagen. Das Homosexualität nicht normal ist ist Fakt...,
... Aber es bleibt Fakt dass Homosexualität nicht die Norm ist ...

Im Umkehrschluss bin ich, und sind viele hier im Forum abnormal.
Danke für das Kompliment.

Setze ich die Norm gleich mit einem Regelwerk begehe ich also permanent Regelverstösse aufgrund meiner homosexuellen Identität?


Homosexuell ist also normal? Die meisten Menschen sind also homosexuell? Ja dann ist es wohl normal. Aber meines Wissens nach ist es nicht so, sondern eher so dass die meisten Menschen heterosexuell sind und nicht homosexuell, wodurch die Homosexuellen nicht in dem Sinne normal sind, was nicht heißt dass sie auf die Weise abnormal sind an die du denkst.
Ich rede auch gar nicht von natürlich oder so, es ist einfach Fakt das heterosexuell sein eben normal ist. Aber was ist denn schlimm daran nicht normal zu sein? Ich finde es nicht schlimm, deswegen habe ich es auch so gesagt, denn vergiss mal nicht dass ich selber eine homosexuelle Person bin. ;)
Du legst den Begriff einfach falsch aus. Du kannst nicht bestreiten dass Homosexuelle in der Unterzahl sind, und Regelverstöße habe ich nie erwähnt.^^

Und genau deswegen ist ja auch das Outing nötig sage ich jetzt mal, denn wäre es normal wäre es nicht so. Das normal an dass du denkst ist ein Ziel welches man gesellschaftlich setzen müsste, das Homosexuelle nichts außergewöhnliches mehr sind, sondern einfach so hingenommen werden, und es keinen Unterschied mehr macht ob sie es nun sind. Das ist ja das worum es quasi im Thread geht.
Was ich meinte ist dass es einfach nicht die Norm ist, das andere normal ist aber Gang und Gebe. Deswegen denke ich dass es gut ist wenn Homosexuelle sich outen da es immer wieder ein Zeichen an die Gesellschaft ist dass wir zwar nicht "normalsexuell" sind, aber an uns nichts unnormales ist. Aber wie ich glaube schon schrieb ist eine komplett tolerante Gesellschaft nur ein Traum, aber man kann darauf hinarbeiten.
Im Moment kann man nicht mehr machen.
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Flo1992 » 28 Apr 2014, 19:39

Vielreder hat geschrieben: ... Homosexuell ist also normal? Die meisten Menschen sind also homosexuell? Ja dann ist es wohl normal. Aber meines Wissens nach ist es nicht so, sondern eher so dass die meisten Menschen heterosexuell sind und nicht homosexuell, wodurch die Homosexuellen nicht in dem Sinne normal sind, was nicht heißt dass sie auf die Weise abnormal sind an die du denkst.


jetzt wird's grotesk :o

ich betrachte mich sehr wohl als NORMAL !!!
hast du eigentlich meinen gesamten Post gelesen?
Ich bezweifel es.
Ich betrachte mich aufgrund meiner sexuellen Identität als aussergewöhnlich, da ich mich in einer Minderheit befinde.
GEWÖHNLICH ist die Heterosexualität
AUSSERGEWÖHNLICH sind wir Schwule, Lesben, Bi und Trans

und ich bleibe dabei:
solange WIR von Norm reden und schreiben, bezeichnen wir uns selbst als abnormal, weil wir dieser Norm nicht entsprechen !

was ist denn das Gegenteil von "normal"?
und auf diese Frage möchte ich von dir nur eine einzige Antwort !!!
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon zero » 03 Mai 2014, 16:59

ich1929 hat geschrieben:Hi, ich wollte mal wissen, was ihr davon haltet sich zu outen. Ich lehne das ab weil ich es überflüssig finde. Heten sagen ja auch nicht 'Überraschung ich steh auf Frauen' oder so warum sollen wir das also anders machen?

Ich dachte lange auch genau so und habe dann aber gemerkt, dass es mir selber besser gehen würde, wenn ich überall geoutet wäre - im Familienkreis, bei Freunden und Bekannten und auf der Arbeit. Und so war es denn auch. Es fiel eine richtige Last von mir ab. Du brauchst das nicht heute oder morgen zu tun, aber wenn sich eine gute Gelegenheit bietet, pack sie beim Schopf! Ich habe es zuerst auch so gemacht, dass ich einfach ehrlich geantwortet habe, wenn ich in dieser Richtung gefragt wurde. Das ist schon mal ein guter Anfang :-) und dann geht es immer schneller...

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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

Beitragvon Yahool3r » 10 Mai 2014, 19:42

ja genau, ignoriert, dass ihr in cooleren Threads diskutieren könnt, damit die Diskussion nicht dezentralisiert wird. :roll: beachtet mich und meine Hinweise :D
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Re: Outen ist nötig? Find ich traurig.

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