Jetzt ist es offiziell!
Ricky Martin ist auch schwul: http://www.faz.net/s/Rub0D783DBE76F14A5FA4D02D23792623D9/Doc~EE975722D5F4E4080BD853BD3BF86A928~ATpl~Ecommon~SMed.html
BILD, 31.3.2010Nach über 20 Jahren im Showbusiness hat sich Ricky Martin (38) offiziell geoutet. Der Mann mit dem heißen Hüftschwung – er liebt nur Männer.
Geahnt hatten es viele, seine weiblichen Fans hatten dennoch weitergeträumt. Während seiner Karriere brachte er Millionen Fans weltweit zum Schwärmen.
Ricky Martin, der Mann, auf dessen Songs wir Sommernächte durchgetanzt haben. Wer ist er wirklich, wo kommt er her, wie lebt der zweifache Vater heute?
Kindheit und Familie:
Ricky Martin kam als Enrique José Martín Morales am 24. Dezember 1971 in Hato Rey, Puerto Rico zur Welt.
Sein Vater Enrique III war Psychologe und seine Mutter, Nereida Morales, Buchhalterin. Doch diese Ehe hielt nicht lange. Seine Eltern trennten sich, als er zwei Jahre alt war.
Die ersten Versuche, in der Musikbranche Fuß zu fassen:
Schon in der Schule nahm er an Aufführungen teil und sang im Chor. Sein Vater ermutigte ihn dazu, Gesangsstunden zu nehmen.
In den 80er-Jahren wurde er schließlich Mitglied der Boyband „Menudo“, mit der er fünf Jahre lang bis 1989 durch Lateinamerika tourte.
1991 startete er seine Solo-Karriere, zunächst in Lateinamerika.
Erfolg:
Während seiner Karriere veröffentlichte Martin bereits über 13 Alben.
Er verkaufte weltweit über fünfzehn Millionen Alben in englischer und spanischer Sprache.
Sein Durchbruch in Deutschland gelang ihm 1997. Sein Sommerhit „Un! Dos! Tres! Maria“ schoss in diesem Jahr auf Platz 3 der Charts.
Mit dem Song „The Cup Of Life“ zur Fußball-WM gelang ihm 1998 der erste Platz 1 in den deutschen Charts. 1999 erschien sein erstes englischsprachiges und bisher erfolgreichstes Album „Ricky Martin“ (Platz 1 in USA, Platz 2 in England und Deutschland) mit dem Welthit „Livin' La Vida Loca“. In diesem Jahr bekam er den Grammy, den größten Musikpreis in der Kategorie „Best Latin Pop Album“ für sein Album „Vuelve“.
Sein Duett „Nobody Wants To Be Lonely“ mit Sängerin Christina Aguilera schaffte es 2001 noch einmal in die Top Five. Ein großer Hit gelang ihm seitdem nicht mehr. Eine besondere Ehrung für seine Musik erhielt Ricky Martin am 16. Oktober 2007: seinen eigenen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Los Angeles.
Soziales Engagement:
Er engagiert sich für Unicef und gründete die Ricky-Martin-Stiftung, die Bildungs- und Sozialprojekte für Kinder weltweit unterstützt. Bei den Latin Grammys wurde er für sein Engagement und seine Leistungen als Entertainer 2006 mit dem Titel „Person Of The Year“ ausgezeichnet.
Privatleben und die Lügen:
Jahrelang musste er sich bei seinen Interviews verstellen und für seine Karriere lügen. In der Öffentlichkeit zeigte er sich immer wieder mit Frauen, um das Latin-Lover-Image aufrecht zu halten.
In einem Interview wurde er 2000 von US-Moderatorin Barbara Walters aufgefordert, sich zu den Gerüchten, er sei schwul, Stellung zu nehmen. Die Moderatorin äußerte später ihre Befürchtung, mit dieser Frage wahrscheinlich seine Karriere zerstört zu haben.
Seine Berater hätten ihm lange Zeit geraten, aus Karrieregründen über dieses Thema zu schweigen.
Martin erklärte auf seiner Internet-Homepage, er habe sich vor einigen Monaten zum Coming-out durchgerungen, als er mit dem Schreiben seiner Memoiren begonnen habe: „Von dem Moment an, als ich den ersten Satz schrieb, war ich mir sicher, dass das Buch ein hilfreiches Instrument sein würde, um mich von Sachen zu befreien, die ich lange mit mir herumgetragen habe.“
Fern vom Medienrummel ist er glücklich: Martin ist seit 2008 Vater von Zwillingen, die von einer Leihmutter geboren wurden.
„Ich bin stolz, sagen zu können, dass ich ein homosexueller Mann bin“, sagt Ricky Martin heute und betont, er sei glücklich.