ich möchte mir auch nicht die Chance nehmen lassen, mich hier vorzustellen. Mein Name ist Stefan, bin (noch) 22 Jahre jung/alt (seit dem 18 Lebensjahr zähle ich nicht mehr
Ich studiere derzeit in Münster an der WWU Lehramt für Haupt-, Real- und Gesamtschulen in den Fächern Geschichte, Geographie und Mathe. Neben meinem Studium bin ich eigentlich immer beim Sport zu finden: ich laufe udn klettere für mein Leben gern und im Winter bin ich meistens auf irgendeiner Piste beim Snowboarden zu finden (und wenn nicht gerade auf der Piste, dann beim aprés ski
Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich ganz froh, dass ich den Schritt zu meinem Outing getan habe, denn ich bin vorher nur vor mir selber weggelaufen und wollte einfach nicht wahrhaben, dass ich schwul bin. Ich bin sogar für ein Jahr ins Ausland gegangen, weil ich einfach vor allem weglaufen wollte. Aber das Jahr in Irland hat mir eines gezeigt:
"I am who I am and I don't wanna be anyone else"
Und seit dem ich wieder in Deutschland bin und studiere gehe ich mit dem Thema offener um, wer mich fragt bekommt ne ehrliche Antwort und wer nicht fragt, den interessiert es auch nicht.
Nur... naja, ich weiss auch nicht ... kennt ihr das... diese "Liebe auf den zweiten Blick?" Ich selber hab' nie daran geglaubt und nun ist es mir selber passiert... ich hab' mich in einen Mitstudenten verguckt. Wir waren feiern und es war einfach nur ein cooler Abend, wir hatten richtig viel Spaß... naja, und ohne das ich es wollte, war es am nächsten Tag irgendwie um mich geschehen: dieses Gefühl wenn ihn nur sehe oder auch gar nur an ihn denke... es ist wahnsinnig. Naja, lange Rede kurzer Sinn: er ist nicht schwul (zumindest hat er ne Freundin) und mit ihr verstehe ich mich sehr gut (ich finde auch, dass sie beide sehr gut zusammenpassen) aber nichts desto trotz - es versetzt mir irgendwie immer einen Stich wenn ich sie zusammen sehe... *sigh*
Und seit dem er weiss das ich auf Kerle stehe, ist die ganze Situation sowieso ziemlich vertrackt... er meint zwar, dass er kein Problem damit hat, dass ich schwul bin und das ich "immer noch ein sehr netter Kerl bin", aber irgendwie hab' ich das Gefühl das seine "Akzeptanz" geheuchelt ist... Ich kann mir das zwar nicht vorstellen, oder vielmehr will ich das nicht wahrhaben, denn egal was ich versuche, ich bekomme ihn einfach nicht aus meinem Kopf. [Je mehr ich das lese um so bescheuerter komme ich mir dabei vor
Viel schlimmer als die Tatsache, dass ich in ihn verliebt bin, finde ich eigentlich, dieses ständige "gute Mine zu bösem Spiel"... es zerrt einfach an den Nerven - aber ich bin auch zu feige auf ihn zu zugehen und ihm "reinen Wein einzuschänken" - denn ich will die "Freundschaft" (oder was es auch immer ist) zu ihm nicht zerstören genauso wenig möchte ich sie als gute Freundin verlieren...
Naja sei es drum - schon wieder nen Roman verfasst - aber es tat gut, das ganze einmal aussprechen/auszuschreiben.
Lg,
Stef




