Hallo Forum.
Ich erzähle euch jetzt eine komische Geschichte und hoffe, dass ihr sie versteht. Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch und mache mir bei jeder Kleinigkeit Gedanken.
Ich bin 19 Jahre alt und habe seit fast 2 Jahren eine Freundin. Ich liebe sie und genieße es in ihrer Nähe zu sein. Ich küsse sie auch gerne und kuschele gerne mit ihr. In den vergangenen Monaten habe ich jedoch einige herbe persönliche Rückschläge erleiden müssen (Trennung der Eltern, Krankheit der Oma usw.)
Und letzten Mittwoch fing das ganze Spektakel dann an. Ich habe mich irgendwie "unsexuell" gefühlt. Sprich, ich habe keine sexuellen Bedürfnisse gespürt. Auch nicht als ich andere Frauen auf der Straße sah. Nicht einmal bei meiner eigenen Freundin. Seit diesem Moment hat sich die Angst schwul sein zu können in mein Gedächtnis gebrannt. Ich habe seitdem extra verstärkt auf andere Männer geachtet, habe mir aber jedes mal gedacht "Wenn du ihn jetzt küssen würdest, geschweige denn mit ihm kuscheln oder mehr würdest, das kannst du dir nicht vorstellen, das ekelt dich an". Und das denke ich immer noch. Allerdings ist diese "sexuelle Leere" immer noch in mir, ich habe weiterhin keine Lust auf Sex, bin sehr nachdenklich und weiß einfach nicht was mit mir los ist. Eben habe ich mir extra Pornos angeschaut. Aber weder bei Lesben- noch bei Schwulenpornos hat sich wirklich etwas getan. Ich habe mir eher gedacht "So what?".
Die Angst schwul zu sein ist dennoch da, obwohl ich eigentlich nicht davon ausgehe es zu sein. Es ist einfach eine komplizierte Situation. Ich habe es trotzdem in den vergangenen Tagen genossen meine Freundin zu küssen und mit ihr zu kuscheln. Nur das Bedürfnis nach Sex habe ich rein garnicht momentan.
Was meint ihr? Mache ich mir unbegründet Sorgen oder sollte ich mir ernsthaft Gedanken machen?
Danke im Vorraus,
Septiko

